Cheat-Praxis: Wissenswertes


D&D ist wieder da - obwohl es nie weg gewesen ist

Es ist häufig so, dass Serien und Filme dafür sorgen können, dass gewisse Trends aus einer vergessenen Zeit wieder zurück an die Oberfläche kommen. Nein, wir sprechen hier nicht davon, Dinos auf einer einsamen Insel zu züchten - nach 5 Filmen sollte man meinen, die Macher haben nichts gelernt - sondern kleine und große Gimmicks. Sei es der Kassettenrekorder von Starlord aus "Guardians of the Galaxy" oder auch der gute alte Martini aus den "James Bond"-Filmen. Hier allerdings wollen wir über ein Spiel sprechen, welches eigentlich nie ganz weg ist oder war, und wohl auch nie für immer verschwinden wird. Nur manchmal wird es einfach vergessen, oder man wächst aus dem Alter raus, wie die Darsteller in "Stranger Things" nur zu gut wissen.

Abenteuerspiel

Geht die Vorstellungskraft flöten, wenn wir nur passive Konsumenten sind? Diese Frage stellt sich seit Jahren Soziologen und Eltern seit vielen Jahren, meist in Sorge darüber, dass die jeweils nächsten Generationen immer weniger selber machen und gestalten, sondern nur noch im Konsum zuhause sind. Ein aktiver Gegenpol ist da allerdings das Abenteuerspiel, besonders D&D sticht hervor. Hier muss man quasi eine große und lebhafte Fantasie haben, denn alles was zum Spiel notwendig ist, sind Stift, Würfel und gute Ideen mit den Freunden. So kann aus einem regnerischen Sonntagnachmittag schnell eine wilde Jagd durch einen imaginären Dschungel oder Wüste werden, es kommt immer darauf an, was die Würfel sagen. Und das Schöne an dieser Art des Spiels ist, dass man so absolut nicht mogeln kann. Oder eher, nicht mogeln sollte. Denn man spielt hier zusammen gegen einen unsichtbaren Feind, ähnlich wie es die Junge in "Stranger Things" Jahr für Jahr wieder tun müssen. Die Show spielt in den 80er Jahren in den USA und zeigt auf herrliche Art und Weise die Kulturen, die auch uns hier maßgeblich beeinflusst haben. Ähnlich wie Casino Spiele erlebt also auch D&D eine Art Neugeburt durch Popkultur, auch wenn diese eher unterschiedliche Zielgruppen anspricht.

Was anderes als Computerspiele

Da Computerspiele immer kurzlebiger und schneller und natürlich auch mobiler werden, ist es sehr erfrischend zu erfahren, dass die Fan Basis für D&D ungebrochen groß ist und gleichzeitig auch die junge Generation endlich wieder Bock hat, sich auf analoge Weise zu unterhalten. Es muss ja nicht immer die neueste Xbox sein, die zwar zweifelsfrei großartig und sehr modern ist, gleichzeitig aber immer wieder enorme Kosten verursacht. Bei D&D gibt es lediglich einige Bücher zu kaufen die Szenarien anbieten, aber natürlich kann man auch mit der eigenen Fantasie großartiges erschaffen.

Die Jungs und Mädchen bei "Stranger Things" mögen in der letzten Staffel zwar ein wenig aus dem Alter für D&D rausgewachsen zu sein, aber das bedeutet nicht, dass man jemals wirklich zu alt ist, um irgendwas zu spielen. Da der Spielemarkt mobil ist, ist er auch anpassbar. Das bedeutet, Rollenspiele wie D&D werden sich immer wieder neu erfinden, um sich so auf einen alternativen Markt fokussieren zu können. Und solange es Filme gibt, die diese Popkultur neu wiedergeben, sterben diese Trends auch garantiert niemals aus.