Im Dezimalsystem, darum heißt es so, steht eine Ziffer für einen
der zehn Werte zwischen Null und Neun. Im Binärsystem gibt es nur zwei
Ziffern. Ansonsten ist die Zählung im Binärsystem nicht
ungewöhnlich: 0, 1, 10, 11, 100, 101, 110, 111. Binärzahlen lassen
sich in Dezimalzahlen umwandeln und umgekehrt. Der ASCII-Code für den
Buchstaben "A", die Bitfolge 01000001, hat so den dezimalen Wert 65. Viele
Taschenrechner, auch der Windows beiliegende, können zwischen beiden
Formaten konvertieren.
Dabei taucht ein Schönheitsfehler auf: Das Dezimalsystem, mit dem wir
aufgewachsen sind, ist nicht ideal als Ersatz für binäre Zahlen.
Nehmen wir 4 Bit, die 16 Zustände speichern können:
| 0000 entspricht der 00 im Dezimalsystem |
1000 entspricht der 08 im Dezimalsystem |
| 0001 entspricht der 01 im Dezimalsystem |
1001 entspricht der 09 im Dezimalsystem |
| 0010 entspricht der 02 im Dezimalsystem |
1010 entspricht der 10 im Dezimalsystem |
| 0011 entspricht der 03 im Dezimalsystem |
1011 entspricht der 11 im Dezimalsystem |
| 0100 entspricht der 04 im Dezimalsystem |
1100 entspricht der 12 im Dezimalsystem |
| 0101 entspricht der 05 im Dezimalsystem |
1101 entspricht der 13 im Dezimalsystem |
| 0110 entspricht der 06 im Dezimalsystem |
1110 entspricht der 14 im Dezimalsystem |
| 0111 entspricht der 07 im Dezimalsystem |
1111 entspricht der 15 im Dezimalsystem |
Um die Dezimalzahlen von 0 bis 9 binär darzustellen, benötigen
Sie 4 Bit. Es geht aber nicht genau auf: 3 Bit reichen für nur 8
Dezimalzahlen, 4 Bit aber bereits für 16 Zahlen. 3 Bit sind damit zu
wenig, und 4 Bit Verschwendung, weil die Binärzahlen 1010 bis 1111 ungenutzt
bleiben.
Deshalb führte man ein Zahlensystem ein, das außer den Ziffern
0 bis 9 noch die restlichen 6 Stellen ausfüllt, die zur Darstellung
einer 4-Bit-Zahl notwendig sind. Und mangels geeigneter Ziffernsymbole nahm
man die Buchstaben A bis F. Diese Hexadezimalzahlen zählen nach der
9 von A bis F, dann folgt die 10. Nach 19 folgt 1A, und nach 1F kommt die
20:
0 .. 9, A, B .. F, 10, 11 .. 19, 1A, 1B .. 1F, 20 .. 99, 9A .. 9F, A0
.. FF, 100, 101 .. 109, 10A ...
Das Hexadezimalsystem wurde eingeführt, weil das Rechnen mit Binarzahlen
keinen Spaß macht, aber sich Binärzahlen nicht optimal zu
Dezimalzahlen konvertieren lassen.
Weil eine Hexzahl sehr einfach in eine Binärzahl konvertiert werden
kann, bildet sie die Grundlage für Adreßrechnung und
Zahlenspeicherung: Jede Hexziffer entspricht einer 4-Bit-Zahl, und nichts
bleibt übrig. Das Verwandeln einer Dezimalzahl wie 1000 in eine Hexzahl
kann recht umständlich mit Papier und Bleistift, angenehmer mit einem
Taschenrechner bewerkstelligt werden. Falls Ihr Taschenrechner nicht mit
den Tasten HEX, BIN und DEC ausgerüstet ist, können Sie den
Windows-Rechner (Option Ansicht/Wissenschaftlich anklicken) konsultieren.
Am bequemsten bleibt der Taschenrechner. Nahezu jeder Rechner ab 20 Mark
unterstüzt Hexzahlen.
Wichtige Umrechnungen:
| Hexadezimal |
Dezimal |
| 00.00.00.0A |
10 |
| 00.00.00.63 |
99 |
| 00.00.00.64 |
100 |
| 00.00.00.FF |
255 (der höchste Wert für ein Byte) |
| 00.00.7F.FF |
32.767 |
| 00.00.FF.FF |
65.535 (der höchste Wert für zwei Byte) |
| 00.FF.FF.FF |
16.777.215 (der höchste Wert für drei Byte) |
| FF.FF.FF.FF |
4.294.967.295 (der höchste Wert für vier Byte) |
In der Regel wird eine Hexzahl durch ein abschließendes H gekennzeichnet.
Nicht ungeläufig sind auch von Programmiersprachen her bekannte Notationen
wie ein vorangestelltes $ oder 0x. Mitunter stellt man Hexzahlen eine oder
mehrere Nullen voran. Das hat nur optische Gründe, die Hexzahlen 0123
hat den gleichen Wert wie 123.