Cheat-Praxis: Seminare PlayStation


Xploder: Goldene Hinweise fr die Codesuche

Dieser Text wurde für die Code-Suche mit dem Xploder geschrieben, läßt sich jedoch für vergleichbare PC-Programme anwenden.

Gehen Sie zielstrebig vor.



Probieren Sie nicht krampfhaft, irgendeinen Code zu suchen. Das wird nichts. Bauen Sie auf Vorhandenem auf, indem Sie mit einfachen Codes beginnen, etwa unendlich Leben, Energie oder Zeit. Danach sollten Sie schwierigere Cheats versuchen.

Lernen Sie die Möglichkeiten des Spiels kennen.



Spielen Sie einfach. Mit der Zeit werden Sie auf Ideen für sinnvolle Codes kommen, weil Sie manches im Spiel nicht schaffen oder gerne schneller hätten.

Schließen Sie Codes aus.



Sie suchen etwa nach einem Code für die Lebensanzahl. Verändern Sie nun alles Mögliche, indem Sie den gesamten Bildschirm und so viel wie möglich anderes im Speicher verändern. Springen Sie, schießen Sie, und rotieren Sie den Bildschirm, und laufen Sie. Sie haben nun vieles verändert, nur die Anzahl der Leben blieb gleich. Also suchen Sie nach den gleichen Werten wie vorher. Da Sie vieles verändert haben, sollten relativ wenig Adressen sein. Suchen Sie nun wieder auf dem "normalen" Wege, und falls es einfach zu viele mögliche Codes sind, probieren Sie damit, nach gleichen Werten suchen zu lassen. Das schließt weitere in Frage kommenden Codes aus.

Suchen Sie mit der relativen Methode.



Es ist schwer, wenn Sie immer nach einer absoluten Zahl suchen. Diese wissen Sie nicht immer, sondern müssen raten. Machen Sie es wie bei den Codes mit den Energiebalken wie bei Prügelspielen - verlieren Sie ein wenig und suchen nun nach einem kleineren Wert, verlieren wieder Energie, suchen Sie nach einem kleineren Wert, bekommen Sie Energie dazu, suchen nach einem größeren Wert. Und so weiter. Damit werden Sie Champion.

Die harten Codes.



Es gibt Fälle, wo von einem internen Zähler nichts abgezogen wird, wenn Ihr Spieler Energie verliert, sondern es wird etwas hinzugezählt. An so etwas denkt natürlich niemand - außer Sie ab jetzt. Versuchen Sie es also gegebenenfalls andersherum.

Die noch härteren Codes.



Einige Codes sind nicht zu ermitteln, oder es gibt keine rechte Logik, wie Sie das gewünschte Ziel erreichen können. Dann hilft nur eines, nämlich daß Sie die "Ungleich"-Suche benutzen. Es dauert auf diese Weise meist um ein Vielfaches länger, aber so werden Sie auch diese harten Codes bekommen.

Die härtesten Codes.



Andere Texturen, andere Spiellogik, andere Strecken - alles Illusion. Hierzu müssen Sie programmieren oder aber höllisches Glück haben.

Benutzen Sie die Codes-History.



In der History wird Ihnen der bisherige Suchverlauf angezeigt, wann Sie nach größeren oder kleineren Werten suchten. Merken Sie sich in ungefähr die dann vorherrschende Spielsituation, damit Sie wissen, wo ein Code sich zum Gewünschten verändert haben könnte.

Seien Sie flexibel.



Sie werden mit der Zeit mitbekommen, daß für einige Sachen immer das gleiche oder ein ähnliches Verfahren gewählt wird. Gegenstände in Rollenspielen oder Adventures werden meist im Speicher mit einer 0001 markiert, wenn sie aufgenommen wurden. Schließen Sie daraus aber nicht, daß eine 0000 eingetragen wird, wenn der entsprechende Gegenstand sich nicht in Ihrem Besitz befindet! Einige Entwickler bauen stattdessen nämlich ein FFFF ein, denn eine 0000 könnte auch eine andere Bedeutung für einen Gegenstand haben. Ein Beispiel: Sie haben die Adresse für die noch verbleibende Zeit gefunden, doch wenn Sie sie konstant halten, friert das Spiel ein. Lösung: Verwenden Sie einen Wenn-Code: Wenn noch weniger als 10 Sekunden Zeit ist, setze die Zeit auf 300 Sekunden.

Testen Sie zwischendurch.



Es wird Ihnen mit Sicherheit nicht immer gelingen, daß nur noch 1 bis 4 mögliche Codes über bleiben. Da Sie jederzeit die geänderten Werte sehen, probieren Sie einfach mal einen Wert aus, der "gut" aussieht. Sie sollten dann auch Werte von zwischendurch benutzen, also solche, die während der Suche gefunden wurden - Zwischenwerte vom Anfang bis zur momentanen Stelle.

Beobachten Sie die Umgebung.



Suchen Sie sich erstmal einen oder zwei Codes heraus. Meist sind diese beiden Codes ungefähr im gleichen Speicherbereich. Suchen Sie nun in der unmittelbaren Umgebung dieser gefundenen Codes, ob sich dort etwas Auffälliges tut. Sind dort einige 00en? Oder vielleicht 01en? Viele Programmierer neigen dazu, die Informationen zu einem Spiel oder einer Spielerfigur in der gleichen Umgebung abzuspeichern. Benutzen Sie den Memory Editor, um dort genauer nachzuschauen und auf Probe einige Werte auszuprobieren. Sie werden sich wundern, wie viele Codes Sie von nun an finden werden und nicht mehr nach jedem einzelnen Teil fahnden müssen.

Haben Sie Geduld.



Manchmal ist es wirklich so, daß Sie lange Zeit spielen oder gar zum Ende des Spiels gelangen müssen, um etwas Banales freizuschalten. Das ist meist bei Prügelspielen der Fall, wo Sie zum Beispiel einzelne Filme freischalten können, wenn Sie das Spiel erst einmal durchgespielt haben. Womöglich noch mehrmals. Hierzu sollten Sie alle Codes besitzen, die es Ihnen ermöglichen, das wirklich zu tun.

Aktivieren Sie "eingebaute" Cheats mit dem Xploder.



Viele Spiele haben eingebaute Cheats; so müssen Sie etwa eine bestimmte Controller-Kombination drücken, umverwundbar zu werden. Ob ein solcher Cheat aktiviert ist, läßt sich genauso einfach suchen wie die Zahl der vorhandenen Patronen. Sprich: Sie können die eingebauten Cheats per Xploder-Code dauerhaft aktivieren! Bedenken Sie aber, daß "fiese" Programmierer zum Levelende testen, ob ein Cheat benutzt worden ist und mitunter eine Bewertung verweigern.

Testen Sie die Codes.



Manchmal funktionieren Codes prima mit X-Link, doch überhaupt nicht mit dem Xploder allein. So ist das Leben.

Letzendlich ...



Wissen, gepaart mit Erfarhrung, ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg. Doch der bedarf fleißiger Übung. Setzen Sie das Erlernte in die Tat um, und probieren Sie es ein Wochenende aus. Was Sie brauchen, ist Praxis, damit Sie nicht einrosten. Dann werden Sie auch ein schnelles Auge bekommen für mögliche Codes.
von Stefan Redel