Cheat-Praxis: Wissenswertes


Showdown mit Pokerface – Ein Kartenspiel mit zu bedenkendem Einsatzrisiko

Inhalt und Voraussetzungen des Glückspiels traditionellen Ursprungs

Poker ist ein traditionelles Kartenspiel mit 52 Pokerkarten / Poker Cards des anglo-amerikanischen Blatts. Ein Pokerblatt besteht aus fünf Karten, die eine Hand bilden. Die Spieler wetten auf das Pokerblatt des Gegners und bemessen ihren Einsatz nach der Gewinnchance der eigenen Hand. Setzt kein Spieler auf den ihm vorgelegten Einsatz geht der Gewinn an den einzig übrig gebliebenen Spieler.

Der Pot sammelt das eingesetzte fiktive oder echte Geld von den Spielern, meist in Dollar oder Euro. Die Spieleinsätze umfassen Cent-Beträge, jedoch auch untere vierstellige sogenannte Big Blinds.

Rake ist der Begriff für den einbehaltenen Anteil eines Pots, der 5 bis 20 Prozent des Einsatzes eines jeden Spielers beträgt oder in manchen Pokerräumen eine "raked hand" betrifft. Bei einem "Rakeback" wird ein Teil der Gebühren vom Anbieter zurückgezahlt.

Ziel im Poker ist es, von anderen Spielern möglichst viele Chips, Spielmarken oder Geld zu gewinnen. Der Pot mit dem Einsatz der Spieler geht an den einzig übrig gebliebenen Spieler oder an den Spieler mit der stärksten Hand. Beim professionellen Poker wird um den Siegespreis, ein Bracelet gespielt. Bluffen ermöglicht, auch mit schwachen Karten zu gewinnen.

Neben der Zusammenstellung seines Blatts kann je nach Spielvariante auch die maximale und die bevorzugte Spieleranzahl bestimmt werden oder ob nicht die beste Hand (High), sondern die schlechteste Hand (Low) gewinnt. Spielvarianten in Casinos erlauben anstatt gegeneinander zu spielen, jeweils den einzelnen Spielern gegen das Haus zu setzen.

Das Betreiben von Glücksspielen mit echten Geldeinsätzen sind für Anbieter und Teilnehmer, ohne staatlich genehmigte Konzession illegal und daher verboten. Nur selten können Spieler von den Einnahmen aus ihren Pokerspielen leben. Die meisten Spieler lassen sich von den großen Gewinnsummen faszinieren und erleiden leider stattdessen nicht unbeträchtliche Verluste.

Klassisch oder modern gespielt und unter die Lupe genommen

Spielebanken, Homegames, öffentlichen Pokerräume

Spielbanken sind in Deutschland die einzigen legalen Anbieter von Pokerspielen um Geld. Sie finanzieren sich genauso wie die öffentlichen Pokerräume, jedoch lösen einbringlichere Slot-Maschinen traditionelles Poker in Casinos ab. In Casinos wird daher eine begrenzte Anzahl von Pokervarianten angeboten. Während in Europa Seven Card Stud dominieren, beeinflusst Texas Hold'em im Zuge der Fernsehübertragungen.

Casinos sind auch Austragungsort von Turnieren und Turnierserien, in Las Vegas World Series of Poker, World Poker Tour und in verschiedenen europäischen Städten European Poker Tour. Die Gebühr für den Einsatz dient zur Finanzierung der Preisgelder. Zudem zahlt jeder Spieler etwa 10 % Antrittsgebühr an den Geber z.B. für Räumlichkeiten.

Homegames sind Spielrunden von Bekannten oder Freunden zur Unterhaltung wie Skat oder Doppelkopf. Gespielt wird um wesentlich geringere Beträge als in Casinos üblich. Der Geber mischt und gibt die Karten, ermittelt den Gewinner und verteilt den Gewinn. Beliebt ist Texas Hold'em. Der Geber kann erweiterte Sonderregelungen bei jedem neuen Spiel festlegen und erweitert die Spielregeln der Spielvarianten von Casinos wie beim Draw Poker. Eine Turniervariante ist, wenn der Spieler siegt, der der am Ende alle Chips bekommen hat oder als Cash Game wo einkaufen möglich ist, wenn die verlorenen Chips, eingekauft werden sollen.

In öffentlichen Pokerräumen werden, wenn legal erlaubt, ohne Glücksspiellizenz professionell Tische mit Gebern für verschiedene Pokervarianten bereitgestellt. Verbreitet sind Spielvarianten der Casinos wie Texas Hold'em und Seven Card Stud. Wie in Spielbanken wird ein Rake vom Geber in jeder Runde eingesammelt oder alternativ ein bestimmter Geldbetrag von jedem Spieler in bestimmten Zeitabständen bzw. wenn der Spieler eine bestimmte Position z. B. Geber wäre. Amateurturniere von Gleichgesinnten dürfen Sachpreise nur durch Sponsoren finanzieren. Öffentliche Pokerräume etablieren einen Umgangsort des guten Tons wie das Token bei einem hohen Gewinn als Trinkgeld für den Geber, vergleichbar mit einem Plein beim Roulette.

Onlinepoker

Der Boom beim Onlinepoker aus den Jahre 2004 und 2009 verschärfte die Gesetzeslage in vielen Ländern für das Betreiben eines Onlinecasinos mit echtem Geld.

In Ländern mit zulässigen Konzessionen für das Betreiben von Portalen des Online-Pokers finanzieren sich Anbieter über ein im Casino übliches Rake. Beim Poker im Onlinecasino werden die hier niedrigeren Mindesteinsätze mit weniger Fixkosten für Personal und Räume sowie eine größere Zahl von Spieltischen ausgeglichen.

Fiktives Spielgeld und das gleichzeitige Pokern an mehreren Tischen erlaubt dem Onlinespieler in kurzer Zeit Spielerfahrung zu sammeln. Die Software über das Internet unterstützt Anfänger, die Spielregeln schnell zu lernen. Zum Beispiel gibt Casinomir an, wer als nächster setzen muss.

Tücken beim Onlinepoker. Kostenlose Angebote für Spielgeldtische mit dem Spielniveau für Anfänger locken Interessierte. Bei einem Bonusangebot müssen die neuen Spieler den zur Verfügung in Aussicht bekommenen Betrag frei spielen und generieren damit oft schon Gebühren (Rake). Durch den schnelleren Ablauf beim Kartengeben und der Zuteilung des Pots erhöht sich die Anzahl der Spiele pro Stunde. Die höhere Geschwindigkeit bei Onlinespielen verleitet jedoch zu unüberlegten Aktionen.

Spieler lernen nicht, was Poker gegenüber anderen Kartenspielen kennzeichnet wie Verhaltensweise des Gegners bei Mimik und Gestik zu interpretieren. Es gibt Spieler, die Routinerechnungen auf parallel laufenden Programme für die Ermittlung statistischer Wahrscheinlichkeiten verwenden.

Die größten Pokerräume bieten für die echten Turniere Qualifikationsturniere online an. Texas Hold'em ist die meistgespielte Variante des Onlinepokers.