Die Anfänge

Im Oktober 1993 nehmen die Leipziger René Meyer und Sven Letzel
Kontakt zu Markt+Technik auf. Sie bieten dem Verlag an, das erste reine Cheatbuch
zu liefern. Bisher wurden Cheats nur im Zusammenhang mit Spielevorschlägen,
Lösungen oder allgemeinen Hinweisen in Papierform gebracht. Die
Münchner beißen an, die Arbeit beginnt.
Zu diesem Zeitpunkt arbeiten die Autoren bereits als Journalisten, haben
an einer renommierten Anthologie über Borland Pascal 7 mitgeschrieben
und gerade ihr erstes eigenes Buch abgeschlossen, eine Einführung
in das Programmieren mit Assembler. Die Veröffentlichung
dieses Werks verzögert sich allerdings so lange, daß das drei
Monate später beendete Cheatbuch eher auf den Markt kommt.
Das Anhäufen der Cheats verläuft professionell.
Die Autoren sind Experten, die nicht nur Schummeleien
sammeln, sondern sie an allen Spielen ausprobieren, derer sie habhaft werden.
Eine ganze Reihe von Cheats wird selbst entdeckt. Vom Start an werden elektronische Medien mit als Quelle benutzt.

Im Frühjahr 1994, zur CeBIT, erscheint die Urausgabe mit dem Titel
Die
Mogel-Spiele-Power - die erste Sammlung, die sich
auf Cheats und Levelcodes beschränkt und die allgemeine Lösungen
und Tips ignoriert.
Der Titel ist ein Anklang an die anderen Spielebücher von Markt+Technik,
die Namen wie "Die Lemmings-2-Spiele-Power" tragen. In diesem Fall ist das
Wort "Spiele" allerdings durchgestrichen, um hervorzuheben, daß nicht
Spielen, sondern Mogeln im Vordergrund steht. Dieser typographische Schachzug
sorgt in manchen Katalogen und Besprechungen für Irritierung, da nicht
klar ist, wie der Titel nun richtig geschrieben wird.
Dennoch wird das Buch auf Anhieb ein großer Erfolg. Auf 168 Seiten
finden sich Cheats für 270 PC-Spiele; es bleibt noch genug Platz, um
allerlei Screenshots aufzunehmen. (Auf der Rückseite befindet sich übrigens ein großes Logo der legendären Zeitschrift "Power Play", die Markt+Technik damals herausgab.)
Mogel-Power für den PC
Bereits sechs Monate später beginnen wir mit der Arbeit am Nachfolger.
Die Mogel-Spiele-Power 95 erscheint Anfang 1995.
Ein Jahr später kommt die nächste Ausgabe. Sie heißt diesmal
schlicht
Mogel-Power. Ein- bis zweimal im Jahr erscheinen neue Ausgaben.
Das Buch wird von Mal zu Mal dicker. Schließlich müssen 1999 Verlag
und Autoren "Stop" sagen: Cheats für 1600 Spiele nehmen mittlerweile
fast 500 Seiten ein. Mehr Seiten bedeuten einen höheren Preis. Doch
die Grenze von 30 Mark soll nicht überschritten werden. Lange suchen
wir nach einer Lösung. Künftig erscheint Mogel-Power in abgespecktem
Umfang; nur die wichtigsten Spiele werden gedruckt. Doch es liegt eine CD
bei, welche die gesamte Datenbank enthält. Das erlaubt uns, auch Trainer
und Spielstands-Editoren beizulegen - und eine riesige Sammlung an Lösungen.
Mogel-Power für die PlayStation
Durch den großen Erfolg von Mogel-Power bietet es sich an, neben dem
PC auch Cheats für Konsolen als Buch zu veröffentlichen. Mit der
PlayStation beginnen wir 1998. Das erste Mogel-Power für die Sony-Konsole
wird ein durchschlagender Erfolg. Noch nie hatte es ein derart umfangreiches
Cheatbuch für eine Konsole gegeben. So erscheinen ebenfalls jährliche
Updates. Die Ausgabe 2003 enthält nur noch die wichtigsten Spiele für
die PlayStation - der Schwerpunkt des Buches liegt auf der PlayStation 2. Die
Ausgabe 2006 hat eine (noch kleine) Sammlung zur tragbaren PlayStation Portable.
Mogel-Power für Game Boy und Xbox
Ende 2001 erscheint zum ersten Mal ein Mogel-Power für Game Boy. Das
Büchlein ist nicht größer als ein Taschenbuch und mit einem
Preis von 8 Euro besonders günstig. Inhaltlich hat es sich aber in sich:
Cheats und Levelcodes für 500 Spiele für den Game Boy und den Game
Boy Advance, eine riesige Sammlung von Xplodercodes und ein
Pokémon-Special. Im Januar 2004 kommt das Nachfolgebuch auf den Markt.
Ende 2004 erscheint Mogel-Power auch für die Xbox - in einem fetten Buch, das Cheats und Levelcodes für 460 Spiele enthält sowie - zum ersten Mal - zehn detaillierte Komplettlösungen für beliebte Spiele wie "Halo" und "Fable".
Mogel-Power-CD
Bei der Arbeit an Mogel-Power stießen wir auf viele Cheathelfer, die
sich nicht in ein Buch pressen ließen: Cheatdatenbanken, Trainer,
Lösungen, Patches. Bereits kurz nach dem Erscheinen des ersten Mogel-Buches
stellen wir einen elektronischen Bruder zusammen: die CD-ROM
Die Spiele-
und Mogel-Power. Sie enthält fast 300 Lösungen, mehr als 200
Trainer und Editoren und vieles mehr. Das diesmal nicht durchgestrichene
Wort Spiele rechtfertigt eine Auswahl von Shareware-Spielen und Demos.
In den Folgejahren erscheinen immer umfangreichere Nachfolger der CD. Die
fünfte Ausgabe enthält drei CDs mit komprimierten Daten. Wegen
der hohen Kosten von Webspace und Traffic konnte das riesige Archiv bisher
nur zu einem Bruchteil ins Netz gestellt werden.
Artverwandte Bücher vom Mogel-Power-Team

Neben den Mogel-Power-Büchern entstanden Bücher mit ähnlichen
Inhalten, etwa 1999
Das offizielle Xploder-Buch, das zusammen mit
dem Gründer des legendären "Gamebuster's Paradise", Stefan Redel,
geschrieben und vom Xploder-Vertreiber Fire International ("Blaze") verlegt
wurde.
Easter Eggs ist die bisher einzige gedruckte Sammlung von versteckten
Gags in PC-Software, Spielen, DVDs, Musik-CDs und anderen Orten.

Ebenfalls einzigartig ist der Inhalt von
Cheat it: Spielecodes knacken.
Hier wird detailliert beschrieben, wie Cheats herausgefunden, Hex-Editoren
bedient und Trainer entwickelt werden.

In
Hack'n'Play: Spiele programmieren und im Nachfolger
Jetzt lerne ich Spiele programmieren mit Blitz Basic wird gezeigt, wie sich auf einfache
Weise eigene Spiele entwickeln lassen - ohne Vorkenntnisse.
Außerdem hat das Mogel-Power-Team mehrere Technik-Ratgeber für
Spieler verfaßt sowie zahllose Lösungsbücher.
Die Webseite

Bereits in der 94er Ur-Ausgabe des Buches bieten wir eine inflationäre
Fülle an Möglichkeiten der Kontaktaufnahme: Internet, CompuServe,
FidoNet, Mailbox und Btx. Seit Mai 1996 stellen wir unser Redaktionsbüro
mit einer Website vor. Ab Herbst 1997 bieten wir unter der Adresse
members.aol.com/mogelpower/ einige Downloads wie
Hex-Editoren an, als Alternative zur "Mogel-Power-Diskette", die wir Lesern
gegen Erstattung der Unkosten zusandten.
1998

Im Sommer 1998 wird uns klar, daß wir Mogel-Power vollständig ins Netz stellen
müssen. Gedruckt ist Mogel-Power die bekannteste Cheat-Sammlung, doch
im Netz spielt sie keine Rolle. Hier dominieren Websites wie DLH.NET. Wer
Cheats im Web sucht, wird sie auch ohne Mogel-Power finden. Also kann es
uns nicht schaden, wenn wir das Buch ins Netz setzen - im Gegenteil, es ist
eine gute Werbung für das Buch.
Unter der Adresse
www.schreibfabrik.de/mogelpower entstehen die Anfänge einer
"richtigen" Website. Im Herbst registrieren wir die Domain
www.mogelpower.de.
Bis Mitte Dezember 1998 bauen wir eine Site, die
sich sehen lassen kann - mit Cheats, regelmäßigen Updates, Download
von Tools und einem Diskussionsforum. Zu diesem Zeitpunkt haben wir bis zu
350 Besucher am Tag.
1999
Im Juni 1999 zählen wir die 100.000ste
Cheatabfrage seit Jahresbeginn; drei Monate später bereits die
300.000ste. Rund 3.000 Cheats werden täglich abgefragt ...
2000

... Anfang 2000 sind es bereits 7000 Cheatabrufe am Tag. Damit erreichen wir im Februar die
erste Million und dürfen uns zu den führenden Cheatsites zählen.
Im März 2000 bieten wir mit der
PlayStation unser zweites System
an. Komplett umgestaltet wird die Site im Juni 2000. Das Design stammt von
Online-Koryphäe Fritz Schober. Das Logo und die Menüführung
verwenden wir noch heute. Gleichzeitig gibt es eine riesige Erweiterung des
Inhalts: Die Plattformen
Dreamcast,
Amiga und
Nintendo 64
gehen online, außerdem unsere riesige Sammlung an Lösungen und
die komplette Code-Datenbank für den
Xploder. Im Oktober kommt
die enorme Sammlung des
Gamebuster's Paradise hinzu.

Zeitgleich
stellen wir unter
www.eastereggs.de die erste Sammlung von Easter
Eggs, den versteckten Gags der Entwickler, in Netz. (Ein knappes Jahr
später, im August 2001, wird Easter Eggs ein Bestandteil von Mogel-Power,
behält aber seinen eigenständigen Charakter.)
2001

Im Februar 2001
übernimmt Mogel-Power die Website
Solution.Net, die umfangreichste
Sammlung deutschsprachiger Lösungen. Leider können wir uns nur
wenige Monate daran erfreuen: Bereits im Juni geht der Hoster der Website,
das Netzwerk Xame.de, Pleite. Ohne Vorwarnung wird die Site vom Netz genommen.
Da wir keine Kopie der Daten haben, steht in den Sternen, ob die Site je
wieder online gehen kann. Das wichtigste Gut, die Lösungen, hatten wir
glücklicherweise bereits in den Bestand von Mogel-Power aufgenommen.
Im Mai 2001 registrieren wir die
10millionste Cheatabfrage. Im Juni
2001 stellen wir eine riesige Sammlung an Cheats für den
Commodore
64 und den C16 online.
Seit unserem Neudesign im Juni 2000 werden wir von Netbrain gehostet und
vermarktet. Innerhalb eines Jahres entwickeln wir uns zur erfolgreichsten
Website im Netzwerk und lassen mit zwei Millionen Seitenabrufen im Monat
gestandene Spielemagazine wie GZone.de hinter uns.
Dann geschieht das
Unglück: Netbrain, kurz vor der Insolvenz, bezahlt keine Provider-Rechnungen
mehr. Im Juli 2001 werden alle gehosteten Websites abgeschaltet. Das hätte
ein monatelange Aus bedeuten können. Zwei Glücksfälle retten
uns: Sicherheitshalber hatten wir die Adresse www.mogelpower.de bei unserem
vorigen Provider gelassen und alle Besucher erst zu Netbrain geleitet. Und
wir haben ein nur wenige Tage altes Backup. Innerhalb eines Tages gelingt
es uns, die Website wieder ins Netz zu stellen.

Im September 2001 organisieren wir unser erstes
Treffen mit
Stammbesuchern. Seit November 2001 findet in Leipzig ein monatlicher
Stammtisch statt,
zu dem Besucher der Website herzlich eingeladen sind.
Bis zu
27.000 Besucher am Tag zählen wir Weihnachten 2001.
2002
Im Februar darauf registrieren wir die 20millionste Cheatabfrage. Eine
schöne Überraschung bescheren uns im Mai 2002 die Marktforscher
von Netvalue: Nach ihrer Erhebung ist www.mogelpower.de die
viertbeliebteste Spielesite überhaupt, gemessen anhand der
Besucherzahlen. Im Oktober 2002 registrieren wir die 30millionste
Cheatabfrage. Einen Monat später zählen wir erstmals eine Million Visits.
Im Dezember 2002 kommen wir auf 8 Millionen Seitenabrufe, davon zwei Millionen Cheatabfragen.
2003

Im April 2003 gestalten wir Easter Eggs komplett neu.
Frisches Layout und eine Vielzahl neuer Funktionen - Vorschlagsformular, Suche und Top-Listen - geben unserer originellen Sammlung einen zeitgemäßen Rahmen. Im Juni 2003 wird das
dreimillionste Osterei abgefragt.
Im Herbst 2003 feiern wir gleich zweimal Geburtstag: Im Oktober jährt sich der Erstkontakt zum Verlag, um ein Cheatbuch zu schreiben, zum zehnten Mal.
Und (zufällig) exakt fünf Jahre später wurde die Domain www.mogelpower.de registriert.
Die
50millionste Cheatabfrage erreichen wir im November 2003.
Weihnachten beschert uns Rekordzahlen: Mehr als
50.000 Besucher und mehr als
90.000 Cheatabfrage
an einem Tag. Die Forumsbeiträge überschreiten die
500.000-Marke.
2004
Im ersten Halbjahr 2004 gibt es eine deutliche Erweiterung des Inhalts.
Hinzu kommen eine riesige Sammlung von mehr als 8000 Links zu Spieleseiten, eine regelmäßige Kolumne sowie
eine Rubrik mit Testberichten zu Spielen.
Im April 2004 überschreiten wir 60 Millionen Cheatabfragen, im September 70 Millionen.
Nachdem die Besucherzahlen über Monate lang relativ konstant blieben, ziehen sie im September 2004 spürbar an. Teilweise werden 100.000 Cheats an einem Tag abgefragt. Das mag sich unser Mitbewerber Spieletipps.de nicht mehr mit ansehen. Er wirft uns aus der von ihm gepachteten Cheatsuchmaschine Cheatz.de, die den
indizierten Websites täglich Tausende von Besuchern bringt und ebenso wichtig wie Google ist.
Das Manöver mißglückt: Mogel-Power hat im ersten Cheatz.de-losen Monat seiner Geschichte mehr Besucher als je zuvor.
Im Dezember 2004 erreichen wir 1,6 Millionen Besucher, die 3 Millionen Cheats abrufen.
2005
Anfang Januar 2005 speichern wir den einmillionsten Forumsbeitrag und überschreiten 80 Millionen Cheatabfragen, im April 90 Millionen und am 27. Juli um 22.40 Uhr 100 Millionen.
Im Oktober 2005 steigt die durchschnittliche Zahl der täglichen Besucher auf mehr als 60.000,
im Dezember 2005 bereits auf mehr als 70.000 - er ist damit der erste Monat mit mehr als 2 Millionen Besuchern.
2006
In den besucherstarken Weihnachtstagen erfüllt sich unsere heimliche Hoffnung nicht. Aber zwei Monate später ist es soweit: Im Februar durchbrechen wir die magische Zahl von 100.000 Besuchern an einem Tag.
Im März überschreiten wir 125 Millionen Cheatabfragen, im November 150 Millionen.
Um den steigenden Besucherzahlen Rechnung zu tragen, ziehen wir im Oktober auf neue, leistungsstarke Server. Wurde die Website bisher bei einem Provider gehostet und gewartet, verwalten wir die Server nun selbst.
2007
Im Juni erreichen wir trotz sommerlicher Temperaturen erstmals drei Millionen Besucher - und damit 100.000 durchschnittliche Besucher pro Tag. Die Zahl der Cheatabfragen seit Beginn steigt auf 175 Millionen.
Die Spiele-Suchmaschine

Zu einem besonderen Anlaß geben wir auf der Games Convention unsere erste Pressekonferenz:
Nach monatelanger Arbeit starten wir am 18. August 2005
MOGELPOWER.com, eine internationale Spiele-Suchmaschine, die fünfzig Online-Magazine nach Nachrichten, Testberichten, Cheats und Downloads durchsucht.
MOGELPOWER.com ist eine Ergänzung der Mogel-Power-Website (und parallel dort integriert).
Bereits kurz nach dem Start wird an Version 2 programmiert, die im Dezember 2005 freigeschaltet wird - neben neuen Funktionen wird die Zahl der eingebundenen Magazine von 50 auf über 60 erhöht und damit die Zahl der Links von 250.000 auf 300.000.