Terrorismus und seine Auswirkung auf die.. (Gesellschaft)

Terrorismus und seine Auswirkung auf die.. (Gesellschaft)

... Weltwirtschaft.
Muss darüber ne Arbeit schreiben. Ist aber auch ein gutes Thema für ne allgemeine Diskussion.
Viel Spaß und auf das mir die megainformierten zu ner guten Note verhelfen :)
aktienkurse fallen -> geld wird "vernichtet"
terrorangst -> wird nix invistiert
bevölkerung verängsitgt -> kauft weniger
militär-etah verbraucht viel geld -> fehlt für bildung, etc
Terrorismus hat nicht im Allgemeinen Einfluss auf die Aktienkurse. Nur, wenn so krass wie am 11.September direkt mehrere Flugzeuge einer Fluglinie betroffen sind.
Allenfalls haben Orte, an denen es Terroranschläge gab einen drastisch verschlechterten Touristenstrom. Das hat lokale, negative Auswirkungen, aber keine auf die Weltwirtschaft.
Terrorismus hat auch nichts mit der Investitionsfreudigkeit zu tun. Warum sollte man nicht in vielversprechende Unternehmen investieren? Angst davor, dass sie gesprengt werden? Quatsch.
Eine verängstigte Bevölkerung kauft nicht weniger. Der Zusammenhang zwischen Angst und Konsumverhalten ist mehr als an den Haaren herbeigezogen.
Eher steigen die Investitionen in die nationale Sicherheit. Dass dieses Geld automatisch bei Bildung oder so fehlt ist auch falsch. Es handelt sich um eine Umverteilung aus verschiedenen Gebieten des Haushaltes. Der Mittelschicht erzählt man gerne, dass all dieses Geld in die Bildung der Kinder fließen sollte, aber das würde es nie, selbst ohne Terror.
Die Weltwirtschaft bleibt sogar weitestgehend unberührt von Terroranschlägen. Die Flugzeuganschläge in New York haben direkt eine Fluggesellschaft beeinflusst und ein wirtschaftlich wichtiges Gebäudezenter zerstört. Das hat natürlich gewissen Einflüsse. Aber die größten wirtsch. Folgen hatte wohl der Rekordetat des US Militärs als indirekte Folge des Attentats. Der wäre aber auch so durchgeboxt worden, da er für den vorher schon unabhängig geplanten Irakkrieg benötigt wurde.
Aber sonst haben Anschläge nicht dire geringste Auswirkung auf die WELTWIRTSCHAFT. Oder sind irgendwo Aktienkurse gefallen, als in Djerba der LKW in die Moschee gefahren ist? Oder wenn in Israel mal wieder ein Palästinenser explodiert? Oder in Afganistan ein Bauer mit einem Steinschlossgewehr einen Kampfhelikopter abschiesst?
3DKing Ich muss dir mal sagen, dass du mit der einzige bist, bei dem es sich lohnt die Texte zu lesen. Kompliment. Aber kannst du mir mal bitte erklären was ein STEINSCHLOSSGEWEHR sein soll?
Das war ein bisschen Sarkastisch. Es gab mal so eine tolle Newsmeldung, dass ein Bauer einen US Helikopter abgeschossen haben soll. Der stand dann im Bild vor dem Wrack mit so einem steinalten Ein-Schuss-und-dann-nachladen-Gewehr.

War halt so eine Propagandameldung.
Aha. Mit einer Ausführung von dir bin ich nicht ganz einverstanden. ich zitiere"Die Flugzeuganschläge in New York haben direkt eine Fluggesellschaft beeinflusst". Wenn du "direkt" damit meinst, dass die Fluggesellschaft zwei Flugzeuge verloren hat, dann gebe ich dir Recht. Allerdings waren fast alle Fluggesellschaften vom 11 September dahingehend betroffen, dass sie weniger Passagiere zu verzeichnen hatten, was sich näturlich auf deren wirtschafliche Situation negativ ausgewirkt hat.
Aus ökonomischer Perspektive waren die unmittelbaren, kurzfristigen direkten Folgen der
Terroranschläge vergleichsweise bescheiden. Natürlich ist es mehr als schwierig, die verursachten
Schäden zu quantifizieren. Viele nicht messbare Einflüsse überlagern die sichtbaren
Effekte. Dazu kommen indirekte Folgen, die sich auch kurzfristig auswirken können – beispielsweise
die massiven Staatsausgaben, die dazu dienten, Opfer zu pflegen, Trümmer zu beseitigen,
aufzuräumen und vieles andere mehr. Einige dieser Effekte machen sich sogar ökonomisch
„positiv“ bemerkbar. Sie wirken wie ein staatliches Ausgabenprogramm zur Konjunkturbelebung.
Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird stimuliert. Der Binnenkonsum
treibt das wirtschaftliche Wachstum nach oben.
Vergleicht man die verschiedenen Schätzungen der direkten Schäden des 11. Septembers zeigt
sich – allen Abweichungen zum Trotz – ein doch relativ einheitliches Bild: Alles in allem
dürften die kurz- und mittelfristigen ökonomischen Verluste doch gering bleiben und wohl eher
bei ½ % des US-amerikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) als deutlich darüber liegen.
Der Sachverständigenrat (2001:21) zeigt, dass diese ökonomischen Schäden vergleichsweise
zu andern Krisen und früheren Katastrophen deutlich geringfügiger ausfallen.
Damit wird auch verdeutlicht, dass weder der Sturz der Börsenkurse noch die konjunkturelle
Schwäche in 2001/2 ihre Ursachen in den Folgen des 11. Septembers hatten. Der Abschwung
hatte viel früher eingesetzt. Die USA steuerten schon in den ersten acht
Monaten 2001 auf eine Rezession zu. Japan war bereits im Frühjahr 2001 in eine schwere Rezession
geraten. Die EU hatte noch vor Ende 2000 ihre Wachstumsdynamik eingebüsst. Der
11. September führte nur kurzfristig zu einem weiteren Absacken der Börsenkurse (um 5-
10%) und zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Schon wenige Wochen
später waren die Verluste des Septembers wieder wettgemacht. Dass die Börsenkurse seither
erneut eingebrochen sind und nahezu alle Aktienindizes im Sommer 2002 auf lange zuvor übertroffene
Tiefststände zurück fielen, hat mit dem 11. September also nicht mehr direkt, sondern
höchstens indirekt zu tun.
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