Was haltet ihr davon, das Studenten demnächst Gebühren zahlen sollen?
Ist ein Schritt in die Zukunft, wenn er richtig begangen wird. Immerhin sind die besten Unis in den USA und den UK extrem kostenpflichtig.
Werden nun allerdings alle Unis und FHs unverhältnismäßig teuer, dann können wir uns schonmal auf schlechtere PISA Ergebnisse gefasst machen.
Werden nun allerdings alle Unis und FHs unverhältnismäßig teuer, dann können wir uns schonmal auf schlechtere PISA Ergebnisse gefasst machen.
Hm, sozial-schwächere werden sich wohl das Studieren nicht mehr leisten können. Das find ich das negativste. Als in Österreich vor nicht all zu langer Zeit Studiengebühren, ähnlich deutscher Vorstellungen, eingeführt wurden, sank die Zahl um 25%.
Solang man nicht übertreibt, ist es ok. Schließlich soll dadurch die Ausstattung besser werden. Ein (kostenloses) Studium ist ja auch so nicht billig, die ganzen Bücher und Materialen gehen schon arg ins Geld.
Solang man nicht übertreibt, ist es ok. Schließlich soll dadurch die Ausstattung besser werden. Ein (kostenloses) Studium ist ja auch so nicht billig, die ganzen Bücher und Materialen gehen schon arg ins Geld.
Ich finde es wieder ein Zeichen dafür, dass an der falschen Stelle versucht wird zu sparen.
Irgendwann wird es wieder keine kostenlosen Schulen geben, und nur die Reichen werden lesen und schreiben können...
Irgendwann wird es wieder keine kostenlosen Schulen geben, und nur die Reichen werden lesen und schreiben können...
"Werden nun allerdings alle Unis und FHs unverhältnismäßig teuer, dann können wir uns schonmal auf schlechtere PISA Ergebnisse gefasst machen."
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Bei bafög müssen die studenten ihre geldmittel offenlegen, und ebenso nachweisen, dass ihre eltern nicht imstande sind, dass zu bezahlen.
Sollen doch die, die es sich leisten können, studiengebühren bezahlen. Davon kann man die Ausstattung verbessern und leute, die ohnehin wirtschaftlich schlechter gestellt sind müssen nicht auch noch studiengebühren bezahlen.
Sollen doch die, die es sich leisten können, studiengebühren bezahlen. Davon kann man die Ausstattung verbessern und leute, die ohnehin wirtschaftlich schlechter gestellt sind müssen nicht auch noch studiengebühren bezahlen.
Trotzdem ist es gemein: die Kinder aus sozial schwachen Familien werden ja so nicht besser gestellt, sondern die aus sozial stärkeren schlechter. Also ist die Verbesserung nur relativ.
Außerdem heißt sozial bessergestellt(also nicht für Bafög in Frage kommend) noch lange nicht, dass eine Familie auch wirklich die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen kann.
Außerdem heißt sozial bessergestellt(also nicht für Bafög in Frage kommend) noch lange nicht, dass eine Familie auch wirklich die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen kann.
Es ist fast in jedem Land so, dass nun Studiengebühren verlangt werden - warum also nicht auch in Deutschland. Mit den Gebühren läuft die Abwicklung ähnlich wie beim Bafög, die Banken schießen das Geld vor und wer es später zurückzahlen kann, muss dies tun, wer es nicht kann - nicht. 500€ pro Semester ist eine menge Geld, aber die meisten Studierenden verdienen später mehr Geld als andere, das ist so. Also kann man von ihnen auch etwas verlangen, wo soll das Geld denn sonst herkommen?
Nehmen wir mal an der Studierende braucht 650€ monatlich zum Leben (Essen, Miete etc.) dazu kommen noch pro Jahr 4000€ (bei einer geplanten Studiengebühr von 2000€/Semester). Das macht 11800 Euro/Jahr.
Macht insgesamt Sudienkosten in Höhe von 70800 Euro. Um diese Summe zu bezahlen nimmt er ein zinsfreies ! Darlehen auf.
Sagen wir nach Zivildienst/Studium etc. ist er mit 28 fertig. Jetzt hat er noch 38 Jahre bis zur Rente. Wenn er mit 65 Jahren sein Studiendarlehen zurück gezahlt haben will muss er monatlich immer noch fast 160 Euro zahlen. 38 Jahre lang.
Und selbst wenn der Studierende später mehr Geld bekommt, er hat wesentlich später angefangen zu arbeiten und so groß ist der Gehaltsunterschied wirklich nicht. Man muss ja auch die Art der Tätigkeit bewerten.
Macht insgesamt Sudienkosten in Höhe von 70800 Euro. Um diese Summe zu bezahlen nimmt er ein zinsfreies ! Darlehen auf.
Sagen wir nach Zivildienst/Studium etc. ist er mit 28 fertig. Jetzt hat er noch 38 Jahre bis zur Rente. Wenn er mit 65 Jahren sein Studiendarlehen zurück gezahlt haben will muss er monatlich immer noch fast 160 Euro zahlen. 38 Jahre lang.
Und selbst wenn der Studierende später mehr Geld bekommt, er hat wesentlich später angefangen zu arbeiten und so groß ist der Gehaltsunterschied wirklich nicht. Man muss ja auch die Art der Tätigkeit bewerten.
Draconis, keine unbegründeten Milchmädchenrechnungen bitte.
Hesse: Weniger Studenten, weniger studierende, weniger Akademiker, weniger besser-gebildete -> schlechtere Pisa Grundlage.
Hesse: Weniger Studenten, weniger studierende, weniger Akademiker, weniger besser-gebildete -> schlechtere Pisa Grundlage.
Was ist daran bitte eine Milchmädchenrechnung?
"immerhin sind die besten Unis in den USA und den UK extrem kostenpflichtig."
das ist eine Milchmädchenrechnung, denn in den USA und in England wohnen die Studenten auf dem Campus, Bücher sind vorhanden und und und. All das ist in den schon Studiengebühren enthalten.
Und vergliechen mit den in BaWü geplanten Studiengebühren ist Oxford nur wenig teurer.
Eine andere Rechnung.
Eine Famile, Vater ist Akademiker verdient mit 4000€ im Monat überdurchschnittlich viel. Jetzt hat die Familie 3 Kinder, deren Studium mit Studiengebühren über 35000€/Jahr kostet. Toll oder?
Und schauen wir mal in die Pisa starken Länder: Finnland. Zahlen da die Studenten? Nein, sie bekommen sogar noch Geld. Und, wenn sie gut sind nicht zu knapp.
P.S.
Und selbst wenn man bei meinem Beispiel oben die unteren Werte nimmt (500€/Semester und 5 Jahre Studienzeit) muss man immer noch 38 Jahre lang fast 100€ zahlen
"immerhin sind die besten Unis in den USA und den UK extrem kostenpflichtig."
das ist eine Milchmädchenrechnung, denn in den USA und in England wohnen die Studenten auf dem Campus, Bücher sind vorhanden und und und. All das ist in den schon Studiengebühren enthalten.
Und vergliechen mit den in BaWü geplanten Studiengebühren ist Oxford nur wenig teurer.
Eine andere Rechnung.
Eine Famile, Vater ist Akademiker verdient mit 4000€ im Monat überdurchschnittlich viel. Jetzt hat die Familie 3 Kinder, deren Studium mit Studiengebühren über 35000€/Jahr kostet. Toll oder?
Und schauen wir mal in die Pisa starken Länder: Finnland. Zahlen da die Studenten? Nein, sie bekommen sogar noch Geld. Und, wenn sie gut sind nicht zu knapp.
P.S.
Und selbst wenn man bei meinem Beispiel oben die unteren Werte nimmt (500€/Semester und 5 Jahre Studienzeit) muss man immer noch 38 Jahre lang fast 100€ zahlen
Studiengebühren sind nur eine weitere Ausgeburt des Schwachsinns unserer Politiker.
Ich kann mich noch genau erinnern, wie vor kurzem noch behauptet wurde: "Bildung ist die Zukunft."
Nur durch gute Bildung hat man heute noch gute Chancen in Deutschland.
Es werden hauptsächlich qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Das haben die Politiker erkannt (Respekt!)
Und nun wollen sie Studiengebühren im Maße von 2000€ pro Semester erheben? Sagt mal, laufen die noch ganz rund?
Ich kann mich noch genau erinnern, wie vor kurzem noch behauptet wurde: "Bildung ist die Zukunft."
Nur durch gute Bildung hat man heute noch gute Chancen in Deutschland.
Es werden hauptsächlich qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Das haben die Politiker erkannt (Respekt!)
Und nun wollen sie Studiengebühren im Maße von 2000€ pro Semester erheben? Sagt mal, laufen die noch ganz rund?
Ein Jurist mit gerade abgeschlossener zweiten Staatsprüfung steigt ins Leben ein mit 30.000€ ~ 40.000€. p.a.
Außerdem vergisst du Kindergeld und andere staatliche Unerstützungen für Familien.
Du kannst hier nicht beknackt vorrechnen, wie irgendein extrem-radikaler Student. Die rechnen genauso oberflächlich.
Finnland ist auch eines der wohlhabensten Länder in der EU.
Weltweit bezahlen Studenten dafür, dass sie studieren. Nur die Deutschen wehren sich unter anderem dagegen. So ein Quark. Der Staat soll in ganz Deutschland Unis und FHs top ausstatten, am besten mit hochmodernen PCs und Standleitungen. Das Geld soll nicht aus den Steuern oder von der Eigenheimfinanzierung genommen werden. Am besten, es kommt aus dem Nichts. Die Unis sind heute schon überfüllt und es gibt immer mehr Studienabbrecher. Wer sich nicht ein wenig mehr mit den Rahmenbedingungen beschäftgit, der hält bitte mit seiner Meinung hinterm Berg.
Es ist ganz klar, dass Unis und FHs sich irgendwie finanzieren müssen und wenn niemand einen besseren Vorschlag hat, dann ist es nur logisch wenigstens die Kosten durch Studiengebühren zu decken.
Ein Freund von mir lebt fast von Sozialhilfe. Mit Bafög gehts ihm prima, er studiert BWL an der FH Niederrhein und kann sich nicht beklagen. Und er hat auch noch das Geld um einmal pro Semester 500€ zu zahlen.
Worrauf es jetzt ankommt ist eine gesetzlich Lösung über die maximale Höhe der Gebühren und ein Unterstützungssystem derjenigen, die sich nichtmal die 500€ pro Semester leisten können.
Außerdem vergisst du Kindergeld und andere staatliche Unerstützungen für Familien.
Du kannst hier nicht beknackt vorrechnen, wie irgendein extrem-radikaler Student. Die rechnen genauso oberflächlich.
Finnland ist auch eines der wohlhabensten Länder in der EU.
Weltweit bezahlen Studenten dafür, dass sie studieren. Nur die Deutschen wehren sich unter anderem dagegen. So ein Quark. Der Staat soll in ganz Deutschland Unis und FHs top ausstatten, am besten mit hochmodernen PCs und Standleitungen. Das Geld soll nicht aus den Steuern oder von der Eigenheimfinanzierung genommen werden. Am besten, es kommt aus dem Nichts. Die Unis sind heute schon überfüllt und es gibt immer mehr Studienabbrecher. Wer sich nicht ein wenig mehr mit den Rahmenbedingungen beschäftgit, der hält bitte mit seiner Meinung hinterm Berg.
Es ist ganz klar, dass Unis und FHs sich irgendwie finanzieren müssen und wenn niemand einen besseren Vorschlag hat, dann ist es nur logisch wenigstens die Kosten durch Studiengebühren zu decken.
Ein Freund von mir lebt fast von Sozialhilfe. Mit Bafög gehts ihm prima, er studiert BWL an der FH Niederrhein und kann sich nicht beklagen. Und er hat auch noch das Geld um einmal pro Semester 500€ zu zahlen.
Worrauf es jetzt ankommt ist eine gesetzlich Lösung über die maximale Höhe der Gebühren und ein Unterstützungssystem derjenigen, die sich nichtmal die 500€ pro Semester leisten können.
Es wird ja ein Vorab-Check über die finanzielle Situation eines jedes Einzelnen getätigt.
Ich finde es auch ok, wenn gezahlt wird, denn dann verschwinden vielleicht auch endlich diese Bummelstudenten! ;) Nichts für ungut, aber so ist es leider!
Ich finde es auch ok, wenn gezahlt wird, denn dann verschwinden vielleicht auch endlich diese Bummelstudenten! ;) Nichts für ungut, aber so ist es leider!
Ich finds scheiße. Es wird einfach viele Leute vom Studieren abhalten, die aus welchen Gründen auch immer nicht nebenher jobben können.
@alle: stellt Euch vor, wer nicht studiert, sondern eine Ausbildung macht, BEKOMMT sogar noch Geld und das jeden Monat. Irre, was? Sollen doch die Unternehmen die Unis bezahlen, die nachher von den Studenten profitieren, wie wäre es denn damit?
@alle: stellt Euch vor, wer nicht studiert, sondern eine Ausbildung macht, BEKOMMT sogar noch Geld und das jeden Monat. Irre, was? Sollen doch die Unternehmen die Unis bezahlen, die nachher von den Studenten profitieren, wie wäre es denn damit?
Syrah: Azubis erbringen eine produktive Leistung. Studenten nicht.
Stimmt.
Ich hätte ja nix gegen Studiengebühren i.H.v. 200€ pro Semester. Es ist nämlich schon so, dass Seminare wegfallen, weil kein Personal mehr da ist. Die Studenten leiden darunter. Seminare sind sehr wichtig, manchmal wichtiger als Vorlesungen.
Aber 2000€ pro Semester sind Schwachsinn.
3DKing du musst doch aber auch zugeben, dass es für den Staat genug andere Möglichkeiten zum Sparen gibt, oder?
Ich hätte ja nix gegen Studiengebühren i.H.v. 200€ pro Semester. Es ist nämlich schon so, dass Seminare wegfallen, weil kein Personal mehr da ist. Die Studenten leiden darunter. Seminare sind sehr wichtig, manchmal wichtiger als Vorlesungen.
Aber 2000€ pro Semester sind Schwachsinn.
3DKing du musst doch aber auch zugeben, dass es für den Staat genug andere Möglichkeiten zum Sparen gibt, oder?
-Enrico- ganz klar, vöölig ohne Zweifel. Würden wir unser Steuergesetzt dem von Lettland oder was das war angleichen, wo einfach nur jder 25% zahlt und sonst nichts mehr zu beachten hat, dann wäre sicherlich mehr Geld da.
Oder würden wir unser Baurecht ändern oder mehr auf den Verbraucherschutz hören oder mehr darauf achten sinnlose Ausgaben zu minimieren oder den Verwaltungsapparat verkleinern oder die Bürokratie abbauen...
Aber dann sähe der ganze Staat anders aus.
Oder würden wir unser Baurecht ändern oder mehr auf den Verbraucherschutz hören oder mehr darauf achten sinnlose Ausgaben zu minimieren oder den Verwaltungsapparat verkleinern oder die Bürokratie abbauen...
Aber dann sähe der ganze Staat anders aus.
Ich halte da nicht besonders viel von. Wenn mir dann keiner hilft und das Geld gibt, kann ich das mit dem Ich und studieren vergessen, ich habe nämlcih nicht so viel. Und auf deutsch gesagt, ich finde diese Gebühren auf deutsch Gesagt (entschuldigt bitte alle die Ausdrücke) ehrlich echt scheiße und die politiker denen der scheiß eingefallen ist sollte man gehörig in den Arsch treten!
Medusa, schon irgendwas gelesen von dem was hier gepostet wurde?
Tja, Veränderungen sind nicht leicht.
Allein über die Deutsche Bahn könnte man Bücher schreiben.
Kassieren Millionen Subventionen und kommen nicht in die Pötte.
Dafür können die es sich leisten, viel zu viele Arbeiter zu beschäftigen. Zum Beispiel, wenn 4 Leute einen 100m Bahnsteig kehren, oder 2 Leute an den Gleisen montieren und 4 stehen drumherum.
Auch eine Art, Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Kleinunternehmen könnte sich das nicht leisten.
Aber ich schweife schon wieder ab...
Allein über die Deutsche Bahn könnte man Bücher schreiben.
Kassieren Millionen Subventionen und kommen nicht in die Pötte.
Dafür können die es sich leisten, viel zu viele Arbeiter zu beschäftigen. Zum Beispiel, wenn 4 Leute einen 100m Bahnsteig kehren, oder 2 Leute an den Gleisen montieren und 4 stehen drumherum.
Auch eine Art, Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Kleinunternehmen könnte sich das nicht leisten.
Aber ich schweife schon wieder ab...
"Ein Jurist mit gerade abgeschlossener zweiten Staatsprüfung steigt ins Leben ein mit 30.000€ ~ 40.000€. p.a."
Klar davon zahlt er aber schon fast die Hälfte für Steuern, Krankenversicherung etc. vorausgesetzt er findet erstmal einen sicheren Arbeitsplatz. Und dann kommt dazu noch vielleicht ein eigenes Häusschen, ein Auto, eine Familie und und und ... da bleibt nicht mehr viel übrig.
Wenn das Geld ja den Unis wirklich zu gute käme, allerdings versickern 85% in aufgeblasenen Verwaltuntsapparaten.
Warum wird denn ausgerechnet wieder an denen gespart, warum werden ausgerechnet jene zusätzlich belastet in deren Händen Deutschlands Zukunft liegt?
Klar davon zahlt er aber schon fast die Hälfte für Steuern, Krankenversicherung etc. vorausgesetzt er findet erstmal einen sicheren Arbeitsplatz. Und dann kommt dazu noch vielleicht ein eigenes Häusschen, ein Auto, eine Familie und und und ... da bleibt nicht mehr viel übrig.
Wenn das Geld ja den Unis wirklich zu gute käme, allerdings versickern 85% in aufgeblasenen Verwaltuntsapparaten.
Warum wird denn ausgerechnet wieder an denen gespart, warum werden ausgerechnet jene zusätzlich belastet in deren Händen Deutschlands Zukunft liegt?
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