Der Bibelcode: Kann er die Zukunft vorraussagen (Gesellschaft)

Der Bibelcode: Kann er die Zukunft vorraussagen (Gesellschaft)

Hallo,

Letzten Sonntag habe ich auf RTL 2 in der Sendung Welt der Wunder einen Bericht über einen gewissen Bibelcode gesehen, der angeblich uns die Zukunft vorrausagen könnte. Verschiedene Wissenschaftler haben in der Bibel geforscht und sind dabei auf verschlüsselte Botschaften gestoßen.
Hier ein Bericht aus der Internetseite von Welt der Wunder:

Was ist die wahre Botschaft der Bibel? Finden sich in ihr verborgene Nachrichten? Kann das Buch der Bücher möglicherweise sogar die Zukunft vorhersagen? Selbst ernstzunehmende Wissenschaftler behaupten das. Sie glauben im Alten Testament, das vor rund 3.000 Jahren geschrieben wurde, Hinweise auf Ereignisse der jüngsten Vergangenheit entdeckt zu haben: das Kennedy-Attentat, den Golfkrieg und den Anschlag auf das World Trade Center. Schlimmer noch – angeblich droht der Menschheit im Jahr 2006 sogar der atomare Holocaust. Gibt es den geheimnisvollen Bibelcode wirklich? Oder ist alles nur Hirngespinst? Der Bestseller sorgt für Furore in der Weltpresse: 1997 behauptet der US-Journalist Michael Drosnin in seinem Buch „Der Bibel Code“, dass in der jüdischen Thora – der Vorlage für das christliche Alte Testament – zahlreiche Prophezeiungen versteckt sind. Über den Angriff auf das World Trade Center zum Beispiel. Oder auch über unsere nahe Zukunft. All das verschlüsselt mit einem Code, der erst jetzt geknackt worden sei.

Alte Suche nach versteckten Mitteilungen

Dabei ist Michael Drosnin nicht der Erste, der glaubt, dass in der Heiligen Schrift geheime Botschaften zu finden sind. Gelehrte, Mystiker und Kabbalisten haben seit Jahrhunderten nach verborgenen Mitteilungen gesucht. Selbst der berühmte Naturwissenschaftler Isaac Newton verbrachte fast sein halbes Leben damit, die Bibel nach Hinweisen auf das Jüngste Gericht zu durchforschen. In jüngster Zeit waren es jedoch eher Exoten, die an die Existenz eines geheimen Codes glaubten.

Kreuzworträtsel mit dem Computer

Doch Anfang der 90er Jahre macht der israelische Mathematiker Eliyahu Rips eine aufregende Entdeckung: Wählt er das erste „T“ des Buches Genesis und ab da jeden 50. Buchstaben aus, erhält er das Wort „Thora“. Beim zweiten Buch der Bibel, Exodus, ist das Ergebnis genau dasselbe. Alles nur purer Zufall? Mit seinen Kollegen entwickelt der Forscher ein Computerprogramm und sucht mit Hochleistungsrechnern die Bibel nach versteckten Botschaften ab. Seine Methode: Alle 304.805 hebräischen Buchstaben der Thora werden aneinander gereiht, ohne Leerstellen und Satzzeichen. Dann wählt Rips jeden zweiten, dritten oder wievielten Buchstaben auch immer aus und bildet daraus neue Buchstabenfolgen. Weitere Varianten ergeben sich, wenn der Zählanfang verschoben wird. Alle diese neu gewonnenen „Texte“ durchforstet der Mathematiker von oben nach unten, von links nach rechts und umgekehrt oder auch diagonal – ähnlich wie bei einem Kreuzworträtsel.

Hinweise auf die Zukunft?

Zu ihrem Erstaunen werden die Wissenschaftler wieder und wieder fündig. Das Verblüffende dabei: Die Texte des Alten Testaments wurden vor rund 3.000 Jahren oder einige Jahrhunderte danach verfasst. Doch in codierter Form enthalten sie anscheinend Hinweise auf weitaus spätere Ereignisse und Personen. Zum Beispiel auf die Bombardierung Israels durch irakische Raketen im ersten Golfkrieg. Handelt es sich immer noch um Zufälle – oder gibt es handfeste Beweise für einen geheimen Code? Rips stellt fest, dass alle Botschaften in einer Art Muster erscheinen, wobei die einzelnen Wörter sehr nahe beieinander liegen. Er führt nun einen Test durch mit den Namen sowie Geburts- und Todesdaten berühmter Rabbiner – und tatsächlich: Die zusammengehörenden Daten tauchen nahe beieinander auf. Umgekehrt ergeben sich keine solchen Muster, wenn Namen und Daten nach dem Zufallsprinzip miteinander vertauscht werden. Kann man jetzt noch von Zufall sprechen? Die Chancen hierfür stehen 1 : 62.500.

Ein Journalist fängt Feuer

In den USA hört Michael Drosnin von den erstaunlichen Ergebnissen. Er ist ein anerkannter Journalist, unter anderem schreibt er für die „Washington Post“ und das „Wall Street Journal“. Trotz seiner Skepsis beschließt er, Professor Rips in Israel zu besuchen – und ist bald überzeugt, dass es sich beim Bibel Code um alles andere als ein Hirngespinst handelt.

Rabins Ermordung vorhergesagt

In New York sucht Drosnin mit dem Computerprogramm des Mathematikers nach Ereignissen, die bereits stattgefunden haben – mit Erfolg: Unter anderem entdeckt er Hinweise auf das Kennedy-Attentat, die Wahl von Bill Clinton, die erste Mondlandung, die Watergate-Affäre und das Bombenattentat von Oklahoma. Plötzlich stößt der Journalist auf eine Nachricht, die nur eines bedeuten kann: Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin wird ermordet werden. Drosnin entschließt sich, den Politiker zu warnen, doch der reagiert nicht. 12 Monate später wird Rabin von einem israelischen Extremisten erschossen.

Geht 2006 die Welt unter?

Im Jahr 1997 veröffentlicht Michael Drosnin schließlich seinen Bestseller „Der Bibel Code“. Und laut den Angaben des Autors sieht unsere Zukunft alles andere als rosig aus: So soll es im Jahr 2006 zu einer weltweiten atomaren Katastrophe oder zu einem kosmischen Desaster infolge eines Kometeneinschlags kommen. Michael Drosnin ist von der Realität des Bibel Codes überzeugt. In der Zeitschrift „Newsweek“ behauptet er: „Wenn meine Kritiker eine verschlüsselte Nachricht über die Ermordung eines Premierministers in dem Roman ‚Moby Dick’ finden, glaube ich ihnen.“ Der australische Mathematiker Brendan McKay nimmt Drosnin beim Wort; er kauft sich eine Ausgabe von ‚Moby Dick’ und sucht nach geheimen Botschaften. Und stößt prompt auf eine Vorhersage des Kennedy-Mords.

Statistische Fehler

Ist damit der Bibel Code widerlegt? Noch nicht, denn McKays Ergebnis lässt lediglich den Schluss zu, dass man alle möglichen Dinge finden kann, wenn man nur einen Text nimmt, der groß genug ist und man lange genug sucht. Aber der Australier kann Rips und Drosnin zudem statistische Fehler nachweisen. So zeigt er, dass die Liste mit den 32 Rabbinern in Wirklichkeit erheblich länger ist, weil im Laufe der Zeit für jeden von ihnen immer wieder andere Namen verwendet wurden. Und Rips sich immer genau diejenigen ausgesucht hat, die zu einem positiven Ergebnis in seinem Sinne führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich also doch um Zufälle handelt, steigt dadurch beträchtlich.

Keine Anzeichen für einen Bibel Code

Ein weiteres Experiment soll das Rätsel um den Bibel Code endgültig klären. In monatelanger Verhandlung einigen sich zwei unabhängige Expertenteams – Befürworter und Gegner – auf ein gemeinsames Verfahren. Unter der Leitung von Professor Dror Bar-Natan entwickeln die Gegner eine Testreihe, die ihre Zweifel ausräumen könnte. Das Team um Professor Rips stimmt der Überprüfung zu. Vollkommen unabhängige Experten sollen die Experimente durchführen. Im Jahr 2002 sind diese vollständig abgeschlossen. Das Ergebnis: Es sind keine Anzeichen für einen Bibel Code gefunden worden.

Der Weltuntergang ist erst einmal abgesagt

Den Fans von Prophezeiungen und geheimen Offenbarungen wird das wahrscheinlich ziemlich egal sein; genauso wenig, wie sich eingefleischte Ufologen durch noch so viele Widerlegungen von ihrem Glauben an fliegende Untertassen und außerirdische Besucher abbringen lassen. Doch für den Rest der Welt bleibt immerhin die tröstliche Gewissheit, dass 2006 nicht zwangsläufig der Weltuntergang vor der Tür steht. Und wer lieber an eine glückliche Zukunft glaubt, wird höchstwahrscheinlich auch dafür Hinweise in der Bibel finden. Denn wer suchet, der findet...

Wenn ihr hier mitreden wollt müsst ihr schon etwas Ahnung von Geschichte haben.
Entschuldigt wenn der Artikel so lang ist, aber das ist halt so.
Selten so einen Quatsch gelesen.
Ja, ich habe den Bericht mit meinem Vater im Fernsehen gesehen und der meinte auch, dass das Blödsinn wär. Aber das die Leute von Welt der Wunder Weltuntergangsstimmung verbreiten finde ich auch nicht richtig.
jaja
(und nils hats noch net mal gemerkt :P )

außerdem haben die keine weltuntergangsstimmung verbreitet... oder lebst du jetz in angst?

die haben halt mal gesagt dass die und die aussagen richtig waren und haben noch eine prognose gesagt..
fertig is...
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