Die amerikanische Koma-Patientin http://www.spiegel.de/img/0,1020,448818,00.jpg|Terri |http://www.spiegel.de/img/0,1020,448818,00.jpgSchiavo wird nicht weiter künstlich ernährt. In fast jeder Nachrichtensendung ist es, wenn auch "nur" ein B-Thema: Terri Schiavo (41) ist eine amerikanische, seit 15 Jahren (!), im Wach-Koma liegende Patientin in den USA. Heute vor 6 Tagen hat ihr Mann durchgesetzt, dass die künstliche Ernährung seiner Frau, in Form einer Magensonde, abgeschaltet wird. Damit müsse seine Frau nicht länger leiden. Als Begründung führt er an, dass er damit dem Willen seiner Frau entspreche, die ihm, als sie noch bei Bewusstsein war, gesagt haben soll, dass er dies in so einem Falle tuen soll. Terri's Eltern halten an ihrer Tochter fest und wollen, dass die künstliche Ernährung wieder hergestellt wird. Sollte dies nicht bald geschehen, wird Terrie Schiavo sterben. ------------------------------------------------------ Irgendwie beschäftigt mich das Thema. In einer gewissen Weise kann ich Terri's Mann verstehen, der aktive Sterbehilfe leisten will, da Terrie, sollte sie noch Bewusstsein haben, sehr leidet. Allerdings finde ich das abschalten der künstlichen Ernährung in diesem Falle auch nicht richtig, denn wenn man Terrie nicht länger leiden lassen will, sollte man einen anderen Weg suchen. Denn wenn Terrie noch "Restbewusstsein" hat, würde sie höchstwahrscheinlich merken, das sie verhungert und verdurstet. In einem solchen Fall sollte, m.E. eine Art "einschläferung" stattfinden, damit der Patient nicht länger leiden muss. Ausserdem finde ich, dass diese Entscheidung von den Eltern und dem Ehemann gemeinsam entscheiden werden müsste und nicht von ihm alleine. Der Gouverneur des Staates Florida, Jeb Bush, Bruder von US-Präsident George W. Bush, will jetzt eine "Schutzhaft" für Terrie durchsetzten, damit sie weiterleben kann. Nun weiss ja niemand, ob Terrie noch Rest- Bewusstsein hat, oder nicht. wenn sie noch etwas hat, finde ich, wäre es richtig, sie am leben zu erhalten. Wenn nein, stehe ich mehr auf der Seite ihres Ehemannes, sie in Würde sterben zu lassen, aber dann bitte anders als durch Stop der künstlichen Ernährung. So etwas finde ich irgendwie unwürdig. Um so eine Entscheidung für Ärtze, Angehörige und Familienmitgleider einfacher zu machen, sollte man seinen Willen für so einen Fall schriftlich niederlegen und dafür sorgen, dass das Krankenhaus diese Betsimmung auch erhält. Was ist eure Meinung? Ist dies ein Präzedenzfall für aktive Sterbehilfe in den USA sein? Wird dies auch Auswirkungen auf Europa haben? Wie würdet Ihr entscheiden?
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