Ist es Strategie? Zittern die Nerven der führenden Unionspolitiker kurz vor der Wahl? Macht Stoiber das Trauma 2002 zu schaffen? Oder sind Schönbohm, Merkel und Stoiber wirklich so himmelschreiend ungschickt?
Fakt ist: Wer sich im Wahlkampf vor der Wahl heftigst verzettelt (wie Merkel bei der Brutto-Netto-Debatte), dessen Qualität das Land Deutschland zu führen darf angezweifelt werden.
Ein Rückblick der Pannen:
- Immer wieder wird verkündet, die Union werde die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln. Ein dafür zuständiger Ministerkandidat wurde bis heute nicht präsentiert. Doch nicht etwa Stoiber?
- Stoiber legt die Messlatte für Merkel bei 45 Prozent. Selber erreichte er vor vier Jahren gerade 38,5 Prozent. Klingt unabgestimmt...
- Apropos unabgestimmt: Merkel will mit der Veröffentlichung der Positionen in ihrem "Kompetenzteam" bis nächsten Mittwoch abwarten - Stoiber prescht vor, verrät, dass Beckstein diesem angehören wird...
- Jörg Schönbohm, seines Zeichens Innenminister in Brandenburg wettert nach der neunfachen Kindstötung in Frankfurt/Oder (siehe externer http://www.mogelpower.de/forum/thread.php?thread_id=138106&layout=standard|Thread im Gesellschaftsforum) gegen die "Proletarisierung des Ostens" durch die SED. Freunde macht man sich so nicht, im Osten.
- Jaja, der Osten. Super-Ede erzählt etwas von "Frustrierten Protest-Wählern die nicht schon wieder die Wahl entscheiden dürfen". Wahlkampf-Trauma von 2002, als ihm 6000 Stimmen fehlten (er ist überzeugt diese Stimmen gingen im Osten verloren). Zudem stimmt er ein Loblied auf sein Bayern an: Erzählt etwas von "Klugen Wählern in Bayern", findet es "schade, dass es solche nicht in ganz Deutschland gibt". In Blau-Weiß Bavaria kommt das zwar gut an - aber bei 65% CDU-Wählern ist das eh schon wurscht. Merkel versucht derweil Stoiber zurückzupfeifen, Schönbohm faselt, dass mit der "Proletarisierung des Ostens" Gysi und Lafontaine (aus dem Saarland...) gemeint waren. Na klar.
- Merkel ist auch nicht fehlerfrei: Sie verzettelt sich bei Brutto und Netto, ihre Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent ist stark umstritten - und sie kneift beim zweiten Fernsehduell. Was daran liegen kann, dass der Großteil der Zuschauer Schröder bei Christiansen vorne sahen.
Rot-Grün gibt sich derweil besonnen, ebenso wie die Linkspartei. Stoiber scheint die letzten CDU-Stimmen im Osten unter Rot-Grün und den Linken aufteilen zu wollen: Ein PDS-Anhänger bezeichnet Stoiber als "CDU-Wahlkampfhelfer Nummer 1" und sogar Franz "Ich-seh-aus-wie-halbtot" Müntefering bekommt wieder etwa mehr Farbe im Gesicht.
37 Tage noch - reicht das noch aus um so einen Vorsprung zu verballern? Die Union scheint alles dran zu setzen - oder ist es doch nur Strategie?
Fakt ist: Wer sich im Wahlkampf vor der Wahl heftigst verzettelt (wie Merkel bei der Brutto-Netto-Debatte), dessen Qualität das Land Deutschland zu führen darf angezweifelt werden.
Ein Rückblick der Pannen:
- Immer wieder wird verkündet, die Union werde die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln. Ein dafür zuständiger Ministerkandidat wurde bis heute nicht präsentiert. Doch nicht etwa Stoiber?
- Stoiber legt die Messlatte für Merkel bei 45 Prozent. Selber erreichte er vor vier Jahren gerade 38,5 Prozent. Klingt unabgestimmt...
- Apropos unabgestimmt: Merkel will mit der Veröffentlichung der Positionen in ihrem "Kompetenzteam" bis nächsten Mittwoch abwarten - Stoiber prescht vor, verrät, dass Beckstein diesem angehören wird...
- Jörg Schönbohm, seines Zeichens Innenminister in Brandenburg wettert nach der neunfachen Kindstötung in Frankfurt/Oder (siehe externer http://www.mogelpower.de/forum/thread.php?thread_id=138106&layout=standard|Thread im Gesellschaftsforum) gegen die "Proletarisierung des Ostens" durch die SED. Freunde macht man sich so nicht, im Osten.
- Jaja, der Osten. Super-Ede erzählt etwas von "Frustrierten Protest-Wählern die nicht schon wieder die Wahl entscheiden dürfen". Wahlkampf-Trauma von 2002, als ihm 6000 Stimmen fehlten (er ist überzeugt diese Stimmen gingen im Osten verloren). Zudem stimmt er ein Loblied auf sein Bayern an: Erzählt etwas von "Klugen Wählern in Bayern", findet es "schade, dass es solche nicht in ganz Deutschland gibt". In Blau-Weiß Bavaria kommt das zwar gut an - aber bei 65% CDU-Wählern ist das eh schon wurscht. Merkel versucht derweil Stoiber zurückzupfeifen, Schönbohm faselt, dass mit der "Proletarisierung des Ostens" Gysi und Lafontaine (aus dem Saarland...) gemeint waren. Na klar.
- Merkel ist auch nicht fehlerfrei: Sie verzettelt sich bei Brutto und Netto, ihre Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent ist stark umstritten - und sie kneift beim zweiten Fernsehduell. Was daran liegen kann, dass der Großteil der Zuschauer Schröder bei Christiansen vorne sahen.
Rot-Grün gibt sich derweil besonnen, ebenso wie die Linkspartei. Stoiber scheint die letzten CDU-Stimmen im Osten unter Rot-Grün und den Linken aufteilen zu wollen: Ein PDS-Anhänger bezeichnet Stoiber als "CDU-Wahlkampfhelfer Nummer 1" und sogar Franz "Ich-seh-aus-wie-halbtot" Müntefering bekommt wieder etwa mehr Farbe im Gesicht.
37 Tage noch - reicht das noch aus um so einen Vorsprung zu verballern? Die Union scheint alles dran zu setzen - oder ist es doch nur Strategie?
Ich halte ja immernoch die meisten Konzepte der CDU/CSU für Deutschland besser, aber zur Umsetzung sollten sie sich meiner Meinung nach mit Schröder/Fischer bestücken. Schröder/Fischer sind meiner Meinung nach die richtigen Köpfe in der falschen Partei.
Aber wir wissen ja: woran erkennt man, dass ein Politiker lügt? -Er bewegt die Lippen! :)
Aber wir wissen ja: woran erkennt man, dass ein Politiker lügt? -Er bewegt die Lippen! :)
Ich hab auch manchmal den Eindruck, die Union will die Wahl nicht gewinnen. VBielleicht hoffen sie, dass die SPD ihre Reformen noch eine Legislaturperiode (oder bis zum nächsten Vertrauensvotum, lol) weiterführt und sich damit den Zorn der Wählerschaft zuzieht, damit die CDU eine noch größere Mehrheit erhält. Vielleicht sind die auch einfach nur zu blöd...
Logge dich ein um einen Beitrag zu schreiben.