Die PDS in der Moderne (Gesellschaft)

Die PDS in der Moderne (Gesellschaft)

Ich hab mal den Thread hier eröffnet um mit einigen Vorurteilen gegenüber der Linkspartei aufzuräumen. Erst einmal ist die SED-Vergangenheit der PDS-Mitglieder irrelevant. Viele der heutigen Mitglieder, so z.B. Gysi, wollten damals etwas in die freiheitliche Richtung bewirken. Das ging aber nunmal nur als Mitglied der SED. Außerdem sollten alle CDUmitglieder/ Wähler, die der PDS eben jene Vergangenheit vorwerfen mal ganz schnell zurückrudern. Die CDU hat 1949 bekennende Nationalsozialisten weiter beschäftigt! So wurde z.B. einer der Initiatoren der Nürnberger Rassegesetze Bundestagspräsident (mir ist leider sein Name entfallen). Wie ich immer zu sagen Pflege, immer erst nochmal nachschauen ob man vielleicht selbst Leichen im Keller zu liegen hat.
So nun zu den Inhalten: Der Staat ist pleite, wie wir wissen. Dieser Prozess hat bereits vor der ersten großen Koalition begonnen, als Ausgaben getätigt wurden, die nur von einem stetig weiter steigendem Wirtschaftswachstum hätten gedeckt werden können. Dies war aber nicht der Fall, so trudelte Deutschland dank der machthabenden VolksParteien immer weiter die Schuldenspirale hinunter. Soweit so schlecht.
Nun sehen wir uns mit den Auswirkungen jener Fehlentscheidungen konfrontiert. Es muss privatisiert werden und es wurde privatisiert. Immer mehr bereiche des Lebens werden nicht mehr von der politischen Ökonomie gesteuert, welche Chancengleichheit und faire Preise für alle vorsieht, sondern von privaten Investoren. Sei es nun die Strom/Wasser/Gasversorgung, Krankenkassen, Versicherungen, Public Transport und weiß der Geier was noch. Das alles ist heutzutage in den Händen der WIRTSCHAFT. Doch was bedeutet das? Die Wirtschaft folgt eigenen Regeln. Menschlichkeit, Chancengleicheit und dergleichen ergeben unterm Strich keinen Profit. Darum geht es! Es geht um Geld. Man nennt dies die "Rationalisierung des Lebens". Was kein Geld einbringt wird ausgeklammert, ganz einfach. Letztes Beispiel: die Gaspreise, sie steigen und steigen, weil privatpersonen untereinander, die auf Geld aus sind, die Preise bestimmen, nicht eine regulierende Staatsgewalt die, wie gesagt, Chancengleichheit für alle will.
Dieser aktuelle Zustand ist nicht (er)tragbar! Und all das haben wir den beiden Volksparteien CDU und SPD zu verdanken, so einfach ist das. Wovon ich euch erzählte ist der Neoliberalismus. Die PDS hat diesem menschenverachtendem System den Kampf angesagt, dafür steht die Linkspartei.PDS. Vergesst die Bilder von roten Flaggen und Sozialisten. Die PDS hat sich der moderne zugewand und den alten Märchen den Rücken gekehrt, sie steht ein für Menschlichkeit und politische Ökonomie.
Alles liegt in den Händen der Wirtschaft.

Wo ist das Problem? Die Produzenten sind auch abhängig von den Konsumenten! Also: Wenn es der Wirtschaft gut geht, gehts auch den Leuten gut!
Was sit also falsch daran, die Wirtschaft zu unterstützen?

Natürlich kann es nicht immer gut gehen, aber DE ist immerhin eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard der Welt!

Mal ne Frage, einsamerschuetze, um dich besser einzuschätzen: Fandest du Sozialismus, z.B. in der DDR gut?

Noch etwas: In gewissen Fällen, z.B. Energieversorgung, Infrastruktur ist es schon gut, wenn der Staat ein wenig kontrolliert.

KONKURRENZ BELEBT DAS GESCHÄFT
Im gegensatz zu dir war ich bereits in einem sozialistischem Land und konnte mich davon überzeugen wie schlecht jenes System funktioniert. Und nein, ich habe dort in keinem Hotel gewohnt. Was du erzählst sind Märchen, die in der bunten blumigen Kapitalismus ist gut für die Menschen-Welt möglicherweise gelten mögen, aber nicht in der von Geldgeilen Wirtschaftlern gelenkten. Das die Teuerungsraten hier so dermaßen rasant ansteigen ist der beste Beweis für das was ich oben im Text versucht habe den Lesern hier näherzubringen.

"Wenn es der Wirtschaft gut geht, gehts auch den Leuten gut!" <= xD

"Natürlich kann es nicht immer gut gehen, aber DE ist immerhin eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard der Welt!"

Alles leere phrasen ohne Wahrheitsgehalt, in der Realität sieht es anders aus.

"KONKURRENZ BELEBT DAS GESCHÄFT" Klar im Mittelstand vielleicht, aber nicht bei den Großkonzernen und schon gar nicht bei denen die gemeinsame Sache machen (Gas). Ließ den Text da oben nochmal ohne den Hintergedanken "shice rote socke". Wie gesagt die Wirtschaftsbosse haben kein Interesse am Wohlergehen der Menschen. Wozu auch bringt doch kein Geld. Genau da liegt der Fehler im Neoliberalismus, den du ja so wehement verteidigst. Aber das System hat sich schon so sehr hier eingeschossen dass man daran kaum noch rütteln kann, nicht ohne den EUstabilitätspakt noch weiter zu belasten.
Ich kanns nur noch wiederholen; die EU ist das dümmste seit Napoleon.(Ausschliesslich den Braunen.)

Milliardenzahlungen an die EU in Brüssel, usw...

Das ist auch ne linke Ideologie...

Und noch ne Frage:Habt ihr eigentlich mindestlöhne?
Die Produzenten SIND Abhängig von den Konsumenten:

Wenn alle nur von geldgeilen Wirtschaftsbossen ausgebeutet werden, so wie du das Darstellst, dann können o.g. irgendwann niemanden mehr ausbeuten, weil alle dann zu arm sind um zu konsumieren. So dumm sind die Wirtschaftsbosse doch nicht.

Ich bin übrigens auch dagegen, dass profitable Werke geschlossen werden, nur weils woanders billiger geht. Profitbestreben ist vollkommen normal und natürlich. Nur diese "MEHR, MEHR RENDITE!!!"-Mentalität ist halt problematisch. Aber kein Politiker(außer vielleicht von der FDP) hat sich ja bisher dafür ausgesprochen.
@einsamerschuetze
Ich bin in einem sogenannten sozialistischen Land groß geworden (DDR) und den gequirlten und verklärten Unfug, denn Du da oben geschrieben hast, kann nur jemand ablassen, der dieses System NICHT kennt. Oder ist es wirklich den Ernst?

...Viele der heutigen Mitglieder, so z.B. Gysi, wollten damals etwas in die freiheitliche Richtung bewirken. Das ging aber nunmal nur als Mitglied der SED...

Aus welchem DKP-Propagandaheftchen hast Du denn diese Weisheiten? Ich war seinerzeit in einer sogenannten 'Blockpartei', habe für meine kritische Haltung (auch und wegen der Jungen Gemeinde, in der ich aktiv war, selbst büßen müssen) und mein Studium nur auf Umwegen durchziehen können. Man konnte auch OHNE SED durchaus etwas bewegen, mit aber lebte man besser und bequemer (so zählte auch die Familie Gysi eindeutig zu den Nutznießern dieses Systems). Gysi hat als Anwalt nicht nur seine Mandanten verraten sondern nach der Wende auch seine ehemaligen stalinistischen Gönner. Er hat kein Rückgrat und kein Gesicht. Vom Speichellecker zum Erneuerer - mir wird echt übel. Was wollte der denn bewegen. ER hatte doch im Gegensatz zum normalen Volk schon ALLES.

...Die CDU hat 1949 bekennende Nationalsozialisten weiter beschäftigt...

Die SED nicht? Wer hat denn bitte die sogenannte Nationale Volksarmee aufgebaut? Wie viele 'konvertierte' NS-Offiziere waren da am Werk...
Soviel Unkenntnis tut weh und ist ein offener Schlag ins Gesicht all derer, die seinerzeit OHNE die Kommunisten mit friedlichen Protesten etwas bewegt haben.

Du bist ein kleiner linksgestriger Seelenfänger. Es hat schon immer Berufsproletentum gegeben aber es ist bitter mit ansehen zu müssen, wie hier offen ehemaligen Nutznießern und tragenden Elementen der Ex-SED-Diktatur gehuldigt wird. Gysi ist kein Revolutionär und Erneuerer, er hat nur im Gegensatz zu vielen anderen rechtzeitig bemerkt, dass sich der Wind dreht. Da sind mir ehrliche und bekennende Kommunisten lieber als derartige aalglatte Rattenfänger. Da ich weiß, wie ich bis '89 gelebt habe, möchte ich dieses System definitiv nicht wieder haben.

Wohlgemerkt - ich habe kein Problem mit ehrlichen Kommunisten! Aber diese pseudosozialistische Heuchelei verursacht bei mir eklatanten Brechreiz. Um die Probleme der arbeitenden Menschen zu verstehen, muß man selbst erst mal jahrelang gearbeitet haben. Diese Art Berufsrevoluzzer kann doch gar nicht wissen, worüber sie wirklich spricht...

Du übrigens auch nicht, da Du dieses System gar nicht mehr kennst (bzw. nicht kennen kannst). Im Urlaub bekommst Du gar nichts mit, DU kannst ja wieder nach Hause! Du bist mit allen Annehmlichkeiten groß geworden und hast leicht reden. Mit welchem Recht hebst Du eigentlich Ex-Bonzen derart in den Himmel? Geh erst mal arbeiten, damit Du überhaupt weißt, was das ist. Dann verstehst Du vielleicht auch, was ich meine. Im Hotel Mama wirren Ideen nachzuhängen ist eine nette Freizeitbeschäftigung. Aber bitte tu Dir selbst einen Gefallen und verschone Deine Umwelt mit dieser Art Propaganda...

[edit]
Auch wenn ich heute weder in der CDU noch in irgendeiner anderen Partei bin, stehe ich auch heute noch zu meinen Idealen von damals. WIR alle haben etwas bewegt. Die SEDPDS nicht.
"Wenn alle nur von geldgeilen Wirtschaftsbossen ausgebeutet werden, so wie du das Darstellst, dann können o.g. irgendwann niemanden mehr ausbeuten, weil alle dann zu arm sind um zu konsumieren."

ha stimmt. Deshalb sagte Marx auch mal, dass der Sozialismus oder Kapitalismus auf den Ruinen des Kapitalismus aufgebaut wird :>

und FormatC wenn du schon Personen in den Dreck ziehen musst, dann gib wenigstens Beweise. Den was du über Gysi geschrieben hast, ist einfach nur purer Schwachsinn. Gysi verteidigte als Anwalt sogar Systemkritiker und Ausreisewillige wie Rudolf Bahro, Robert Havemann, Ulrike Poppe und Bärbel Bohley. Ja sehr sinnvoll, dass ein Nutznießer des Systems wie du meinst, dann Systemkritiker unterstützte. Da fehlt mir irgendwie die Logik. http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GysiGregor/index.html

Außerdem bitte nenne mir mind. 5 NS-Offiziere, welche die NVA aufgebaut haben. Das interessiert mich nunmal wirklich.


"Beim heutigen Stand der Dinge ist eben doch der Sozialismus die einzige Lehre, die an den Grundlagen unserer falschen Gesellschaft und Lebensweise wenigstens ernstlich Kritik übt." (H. Hesse) Zwar lebt der gute Mann nicht mehr, doch sein Zitat find ich auf heute zutreffend.
FormatC: Wenn du schon mit deinem Studium als Mitglied der Blockpartei Probleme hattest, wie soll man dann auf hoher politischer Ebene was bewegen?

Szenario: Stasi-hohes-Tier besucht poltischen Funktionär, meinetwegen in der SED, aber dem System nicht allzu nahe stehend. Forderungen wie "Deine Kinder können nicht mehr die Schule besuchen, wenn du nicht für uns arbeitest" oder die Androhung der Verbreitung irgendwelcher Gerüchte von höchster Stelle biegen die stärksten Knie.

Die PDS hat meines Wissens nicht vor, Deutschland als Satellitenstaat der Sowjetunion (doof, dass es die gar nicht mehr gibt) aufzubauen und umzuwandeln.


@Genius:

Joa, nett geschrieben, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, aber darum ging es leider nicht.

Es ging um die Pivatisierung von Infrastruktur, lebenswichtigen Dingen wie Wasser oder Gas.

Und jetzt sag mir mal bitte inwiefern N-Ergie (mein Energielieferant) von mir abhängig ist? Soll ich sagen, ich verbrauche keinen Strom mehr? Wasser brauche ich nicht? Nein? Thema verfehlt, auch wenn du mit dem Satz "
Noch etwas: In gewissen Fällen, z.B. Energieversorgung, Infrastruktur ist es schon gut, wenn der Staat ein wenig kontrolliert."
es noch mal zu kitten versuchst.

Wirtschaftsbosse sind nicht geldgeil? Nur weil es kein Politiker öffentlich unterstützt, heißt das nicht, dass etwas dagegen unternommen wird. Meine Güte, sollen sie halt in Taiwan produzieren, wen juckt's, das Bruttosozialprodukt steigt trotzdem.

Wei0ßt du, was ich aus den Parteiprogrammen der schwarz-gelben Unheilskoalition lese? Wirtschaftlichkeit voraus, hauptsächlich in der FDP: Kündigungsschutz? Belastet die Wirtschaft. Nachtzuschläge? Die sollen froh sein, dass sie nichts zahlen müssen, weil Energie durch elektrische Beleuchtung vebraucht wird. Unsozial? Blabla...in sieben Jahren Rot-Grün hat man es versäumt so wie ich am Thema vorbei zu reden. Umweltschutzauflagen? Klima-Protokol? Feinstaub-Belastung? Bisschen Staub hat noch keinem geschadet.
Ich habe deutlich gesagt, dass ich GEGEN Sozialismus oder was auch immer bin. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass eben jenes System NICHT funktioniert. Ich dachte dass ich das klar gesagt hätte. Genius du hast es vollkommen richtig erkannt es geht nur bergauf wenn die Menschen mehr Geld in den Taschen haben, aber in Deutschland ist genau gegenteiliges der Fall. Viele der Länder um uns herum haben den Arbeitern und Angestellten durchschnittlich viel mehr Geld zugesprochen, Großbritannien zum Beispiel. Aber in deutschland gibt es eine Nullrunde nach der anderen trotz steigender Lebenserhaltungskosten. DAS GEHT SO EINFACH NICHT. Kapitalismus ja aber nicht in dieser Art und Weise. Dass es besser geht zeigen uns unsere Nachbarn.
@Kriss:
Die wolltest 5 - hier hast Du (Quelle ist übrigens ein Buch, das ich auf der HP der 4. Internationale gefunden habe)

(1)der erste Chef des Stabes der KVP und der NVA war ein ehemaliger Generalleutnant und Armeeführer der Deutschen Wehrmacht.

(2) der erste Präsident des Obersten Gerichtes der DDR diente als Kriegsgerichtsrat des Heeresjustizdienstes der Wehrmacht, Mitglied der NSDAP

(3)der erste Kommandeur der Hochschule für Offiziere der KVP und NVA war ein Oberst und Ritterkreuzträger der Wehrmacht, Mitglied der NSDAP

(4)der erste Chef der Verwaltung Motorisierung (Panzerwesen) im DDR-Innen- bzw. Verteidigungsministerium war ein Ex-Generalmajor der Wehrmacht, 1939 bis 1942 Beisitzer (ehrenamtlicher Richter) am NS-Volksgerichtshof, der an vielen politischen Todesurteilen mitgewirkt hatte

(5) ein ehemaliger Obersturmführer und Oberleutnant der Waffen-SS war in den fünfziger Jahren Oberst und Divisionskommandeur...

Und komm mir bitte nicht mit der glattgebügelten Gysi-Bio, du unregistrierter Namenloser...
Namen?
Der Sozialismus hat nicht funktioniert. Der Kapitalismus, den wir heute haben funktioniert ebensowenig.
Und ich denke, die Politiker haben das eigentliche Problem entweder nicht erkannt oder sind unfähig/machtlos.
Dass es vermehrt Nullrunden geben wird, liegt auf der Hand. In Westdeutschland wird immer noch erheblich mehr Geld verdient als im Osten.
Im Vergleich verdient der Thüringen 29% unter Westdurchschnitt und arbeitet am längsten. Es gilt zuerst, diese Ungerechtigkeiten auszumerzen.

Das eigentliche Problem sind die großen Unternehmen, die jährlich Millionengewinne einfahren und trotzdem Arbeitskräfte entlassen. Einerseits kann ich es natürlich verstehen, wenn man destruktive Arbeitskräfte hinauswirft, andererseits führt das zwangsläufig ins Chaos.
Deshalb halte ich den Sozialismus nicht grundätzlich für falsch.
Wer sich mal ein wenig mehr mit VWL und BWL beschäftigen würde, der würde ganz schnell feststellen, dass man nicht nur große Unternehmen für staatlichen Probleme verwantwortlich machen kann.

Nach dem WW2 hatte Deutschland das Wirtschaftswunder, was eigentlich kein Wirtschaftswunder war sondern einfach ein wirtschaftliches Best-Case Szenario. Und seit dem haben Politiker und aber auch alle anderen Personen in Deutschland so gelebt, als würde diese Phase des perfekten Konsums nie versiegen. Das ist aber auch nur einer der vielen Gründe, warum wir eine fast 70 % Staatsverschuldung haben. Neben der Bürokratisierung und deutscher Pedanterie stopfen wir seit fast 70 Jahren nur neue Paragraphen in unserer Gesetzestexte ohne entsprechend genug alte zu streichen.
Und das unverständlichste überhaupt ist, dass wir über unser exorbitantes Lohniveau wissen, aber gleichzeitig mit den ärmsten Ländern ganz Europas über einen Beitritt in die EU verhandeln und uns nicht darauf vorbereiten.

Plötzlich kommen Arbeiter von außen, liefern die gleiche Arbeit wie deutsche Fachkräfte aber das zu einem viertel des Preises. Wie kommt es, dass Wirtschaftsberater solche Gefahren nicht vorher erkennen und entsprechend drauf reagieren?

Dazu gibt es noch millionen weitere Faktoren, die man unter garkeinen Umständen pauschal erfolgreichen Unternehmen in die Schuhe schieben kann. Das ist blinder Neid.. sozial zu sein ist keine Grundpflicht der Wirtschaft, das ist Aufgabe des Staates.

..und hier ist die Linke nicht besser als der Rest der Volksparteien.
Vor allem wurden im Osten alle Produktionsstätten eingerissen und durch Konsumtempel ersetzt. Nach der Wende haben Geldgeile Investoren das letzte bisschen Kohle hier rausgesogen und sind dann wieder abgezogen. Ist doch kein Wunder dass es dem Osten so schlecht geht und jetzt die Regierung das Nachsehen hat. Die scheiße ist nur dass die ganzen staatlichen Gelder wieder direkt in den Westen zurückfließen, auf die Bankkonten einiger weniger Nutznießer. Genius du solltest dein Menschenbild nochmal kräftig umkrempeln, der "freundliche Kapitalist" ist ein Märchen! Sieh's ein. People equal Shit, besonders in der Hochfinanz. Aber wer das Kapital gelesen hat weiß, dass eben jene auch nurnoch dem sich verselbstständigten Kapital hinterherrennen. Die Welt wird vom Geld regiert. Davon und von den miesen Charaktereigenschaften der wenigen Menschen, die "am Drücker" sitzen.
"Der freundliche Kapitalist ist ein Märchen"

Nobody is perfect

"People equal Shit, besonders in der Hochfinanz"

Steht da nicht was anders im GG?

NOCHMAL: Wenn das alles so schlecht wäre, wie du es darstellest, dann müssten wir doch eigentlich in Slums leben, oder?

Ich finde das Wirtschaftsmodell der "sozialen Marktwirtschaft" hat sich prima bewährt! Was kann ich dafür, wenn der Staat

1. Durch ein blödsinniges Steuermodel mit 400irgendwas Schlupflöchern weniger Steuern einnimmt.
2. Durch hirnrissige Bürokratie den Mittelstand behindert, der ~90% aller Arbeitsplätze stellt. So verhindert der Staat die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.
3. Mehr Geld ausgibt als er hat z.B. für Bürokratie, Verwaltung, sinnlose Veranstaltungen usw. (Autobahnen privatisieren!)

"Heuschrecken" gibt es immer wieder! Niemand kann was dagegen tun, aber im großen und ganzen bin ich den Phöniziern dankbar, dass sie das Geld erfunden haben.

Und wer nochmal mit Marx oder so kommt: Man muss berücksichtigen, zu welcher Zeit die gelebt haben. DAS war damals asozialer "Raubtierkapitalismus". Wenn du Marx gezeigt hättest, wie es den Leuten heute geht, dass jeder Arbeiter ein eigenes Auto hat usw, max. 40Std.-Woche, hätte Marx die wahrscheinlich gesagt das hier ist das sozialistische Paradies!
@ Nils:

Das sehe ich auch ein. Aber ich denke, dass die Ausländerproblematik nicht das Hauptproblem ist.
Ich sage nur, dass es ein Problem ist, dass große Konzerne Milliarden verdienen aber dieses Geld nirgends investieren. Das ist totes Geld und für die Wirtschaft absolut schädlich.

Ich hab allerdings auch keine Ahnung, was man dagegen machen könnte.

Ein anderes Problem sind Billigimporte aus dem Ausland. Die deutsche Agrarwirtschaft beispielsweise ist am zusammenbrechen. Die Leute schuften wie die blöden und verdienen einen absoluten Dumpinglohn.
Hier müsste der Staat eingreifen.
Das tut der Staat/die EU doch die ganze Zeit. Schau dir die Agrarsubventionen an!
Eher unwarscheinlich, dass er sowas sagen würde, aber meine Bemerkung mit Marx war eh leicht ironisch gehalten. Ich wollte damit eigentlich darstellen, dass vielen Wirtschaftsbossen nur auf ihr eigenes Heil aus sind (Ausnahmen gibt es nartürlich immer). Aber viele wollen einfach nur möglichst viel Profit machen und da interessiert es sie nicht, dass es immer weniger Menschen zum ausbeuten gibt. "Ausbeutbares Menschenmaterial" ist nämlich fast schier unerschöpflich (beläuft sich so auf 7 Milliarden) .

FormatC ich glaub das Buch sagt mir sogar was. Aber für mich hat die PDS nichts mit Ex-NS-Offizieren zu tun.
Und ich brauch Gysis Bio nicht glattbügeln, da man da meiner Meinung nach nicht viel nachbügeln muss.
Zudem bin ich kein Namenloser. Ich hab einen Namen und hab hier meine Regestration bewusst gelöscht.
Ui, und hier hat noch keiner die Geschichte vom momentan extrem im Netz kursierenden Herrn Müller gepostet? o.O
@hartzIV:
Lies die Dokumentation 'Ulbrichts Helfer' von Peter Joachim Lapp, Bernard & Graefe Verlag, Bonn. Selber lesen macht klug.

Ansonsten empfehle ich allen Freizeitkommunisten diese Seite: IKIV (4.Internationale).
Pardon, wenn es für mich interessanteres gibt als die heeresgeschichtliche Tradition der Nationalen Volksarmee.


Genius:

"People equal Shit, besonders in der Hochfinanz"

Steht da nicht was anders im GG?


Hm. Gut erkannt. Nur den Sinn, dass einsamerschuetze damit die Verachtung des persönlichen Individuums kritisieren will nicht erkannt.

"Autobahnen privatisieren!" steht da groß und fett - nur, was heißt das? Man verkauft das 12000 Kilometer lange Straßennetz - Wert geschätzte 130 Milliarden Euro.

Nur: Wer kauft so ein Autobahnnetz ohne etwas davon haben zu wollen? Die Einführung einer PKW-Maut wäre damit quasi beschlossen. Für den Bürger würde dies mehr Belastungen ohne zusätzlichen Nutzen bedeuten. Denn die Autobahnen sind durch die Steuerzahler bereits komplett bezahlt worden.

Dann würde natürlich ein Ausgleich verlangt werden: PKW-Maut meinetwegen, dafür KfZ- und Ökosteuer runter. Hm. Nur gibt eine PKW-Maut nicht wirklich den Anreiz zu energiesparenden Autos oder sauberen Motoren. Und Umewltschutz einfach so unter den Tisch fallen zu lassen ist wohl auch nicht die beste Idee.

Gegenfrage: Wozu brauchen wir mehrere Millionen schwere Steinkohle-Subventionen?


Noch was - wieso scheffelt die http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=54516201&;news=unt|Deutsche Bank eine Milliarde reinen Gewinn im Jahr und baut trotzdem http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5930&;key=standard_document_12483990|Stellen ab? Siemens' Gewinn schmälert sich auf lächerliche 781 Millionen Euro, da muss man doch 2400 Stellen streichen! Die Telekom streicht 1200 Stellen, weil der Gewinn nur verdreifacht wurde.

Aber da ist natürlich logisch, dass der Staat Schuld ist. Vor allem die Alt-Stasi.
Ich hätte nichts gegen eine Jahresvignette auch für PKW. Ihr habt ja korrekt erkannt, das die Staatsfinanzen sich in einer ******lage befinden.


"Gegenfrage: Wozu brauchen wir mehrere Millionen schwere Steinkohle-Subventionen?"

Antwort: Für nichts. Ich habe nie gesagt, dass Steinkohlesubventionen sinnvoll wären!

Es wäre interessant zu wissen, welchen offiziellen Grund die o.g. Firmen für ihre "Arbeitsplatz-Defensive" angeben...
Jo, vignette wäre die beste Lösung, da kann ich auch ohne viel zu bezahlen in den Europa-Park^^
Haben wir ja auch, obwohl wir nur 120 Fahren dürfen.

Und vor allem würde ich sagen, die PDS ist die Antwort auf die rechte in der SPD-von Politik aus DE weiss ich nur Sachen die auf den Nachrichten im ZDF überkommen.
Noch was - wieso scheffelt die Deutsche Bank eine Milliarde reinen Gewinn im Jahr und baut trotzdem Stellen ab? Siemens' Gewinn schmälert sich auf lächerliche 781 Millionen Euro, da muss man doch 2400 Stellen streichen! Die Telekom streicht 1200 Stellen, weil der Gewinn nur verdreifacht wurde.

Genau das meine ich!

Ein weiterer (nicht unwichtiger) Kostenfaktor des Staates ist immer noch die Deutsche Bahn. Dieser Scheiss-Verein kotzt mich langsam an.
Bank...nicht Bahn.
"wieso scheffelt die Deutsche Bank eine Milliarde reinen Gewinn im Jahr und baut trotzdem Stellen ab"

Weil man entweder eine Milliarde reinen Gewinn scheffelt oder Stellen anbietet.

Das man hundert Personen entlässt und auf einmal die Gewinne auf wundersamerweise hochknallen war noch nie ein Zufall.... Smiley


"Es wäre interessant zu wissen, welchen offiziellen Grund die o.g. Firmen für ihre "Arbeitsplatz-Defensive" angeben..."

Potentieller Bankrott. Ernstzunehmender Gegner.
"Potentieller Bankrott. Ernstzunehmender Gegner."

Wenn das so ist, dann habe ich nichts gegen die Sanierungsmaßnahmen. Nur es herrscht ja uneinigkeit darüber ob es um Abwendung von Bankrott geht oder lediglich Gewinnmaximierung. (Wobei Letzteres auch ein wichtiger Grund ist: unnötige Mitarbeiter sollten entlassen werden um Kosten zu sparen)
Naja... Tönt immer total "billig", aber in meiner Firma gehen locker 15 Millionen d'rauf, wenn einer ein scheiss irgendwo tipt.

(ich weiss es, da wir vom ICT dann den Scheiss im Programm ausbüglen müssen)


Aber auch so, Gewinnmaximierung muss IMMER sein. Wieso? Wo nichts vorwärst geht, wird's zwangsläufig irgendwann retour gehen... Solche Risiken dürfen sich die Zuständigen Personen nicht erlauben, sonst dürfen die sich bald selbst feuern. Smiley
Gewinnmaximierung und "nichts vorwärts gehen" sind wohl doch zwei grundverschiedene Entwicklungen.

Bank gibt 800 Millionen Gewinn bekannt. Ackermann kündigt Abbau von 1200 Stellen an. Bank macht 200 Millionen zusätzlich - und 1200 Leute arbeitslos.

Und erzähl mir nichts von ernstzunehmender Konkurrenz bei der Telekom oder Siemens (Handysparte ausgenommen=
Nun, ehrlich gesagt lächelt mir Marx aus jeder Ecke entgegen. Der Kapitalist ist vom Konsumenten abhängig. Umgekehrt freilich auch!

Nun, in der heutigen modernen Zeit, kann immer mehr Arbeit von Maschinen erledigt werden. Die sparen Geld. Die industrielle Revolution trat übrigens im 19. Jahrhundert ein. Seitdem wird kontinuierlich Menschenarbeit Maschinenarbeit ersetzt. 1849 schrieb Marx sein Kapital. Die Zustände haben sich seitdem für die Arbeiter in Europa deutlich verbessert, dass lässt sich nicht bestreiten. Das nennt sich nun soziale Marktwirtschaft. Sie ist ein Schritt nach vorn und eine große Errungenschaft, dass will ich nicht bestreiten (und will es auch nicht bei der industriellen Revolution). An den Grundprinzipien des Kapitalismus hat sich aber nichts geändert. Und die hat Marx aufgeschrieben.

Dauerhaft funktioniert Kapitalismus nicht. Wird immer mehr Arbeit durch Maschinen ersetzt, gibt es immer weniger Konsumenten (denn Maschinen konsumieren in dem Sinne nichts, zumindest weniger als der Arbeiter es tut, das ist ja gerade der Grund, warum der Kapitalist sie anschafft! Energieunternehmen werden deshalb auch als letztes untergehen. Ihre Produkte wird man als letztes nicht mehr brauchen.)
Nun, wenn man weniger Konsumenten hat, kann man auch weniger verkaufen. Regel Nummer Eins für jeden guten Kapitalisten ist aber "Produziere mit so wenig Mitteln so viel, wie du möglichst teuer gewinnbringend verkaufen kannst!"
Nun, wie kann man den gewinn wieder steigern. Unter der Annahme, dass der Konsum des Produktes gleichbleibt, sind doch Gehaltskürzungen oder Entlassungen (markttechnisch übrigens das gleiche) ne gute Idee, oder?
Nun, eigentlich nicht. Denn durch dieses Verhalten wird der Konsum weiter geschwächt. Oben hat Genius geschrieben, es geht den Leuten gut, wenn es der Wirtschaft gut geht. Das ist eben auch umgekehrt so. Weil sie, wie er ja schon schrieb, voneinander abhängig sind.

Nun, wie packt man das Problem an? Der Kapitalismus hat auf wunderbare weise die Industrie vorangebracht. Man braucht überhaupt mich mehr alle Leute, um genug produzieren zu können, damit der Markt gesättigt wird! (d. h. damit die Bevölkerung mit dem wesentlichen versorgt ist). Es können also allein in Deutschland 5 Millionen Menschen einfach zu hause bleiben. (vermutlich sind es mehr, Subventionen und solche sachen).
Diese Leute müssen aber trotzdem weiterhin mit den benötigten Gütern versorgt werden (und nicht bloß mit Hartz4 abgespeist werden).
Das jeder das selbe kriegt, soll freilich nicht sein. "Jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen!" war Leitmotto des Kommunismus. Das es menschliche Faulheit gibt, hat man da einfach vergessen. ("warum mehr tun, wenn ich eh das selbe wie man hart arbeitender nachbar kriege", nicht wahr?). Deshalb müssen Anreize da sein, damit jemand sich ein Studium als Doktor oder Anwalt antut (weil er die Fähikeit dazu hat. Dann müssen aber auch Müllabfuhrunternehmer besser gestellt sein...

Der Preis einer Ware ist festgelegt, aus dem Geld, dass der Konsument bereit ist auszugeben und dem Preis, der dem Kapitalisten vorschwebt. Irgendwo dazwischen treffen sich die beiden.

Der Lohn für eine Arbeit wird sich dann wohl aus den bewerbern und den Stellen ergeben. (Hey, jetzt fällt mir gerade ein, dass das heute schon so ist!)

[Edit]
Entschuldigung, dass ich kein Wort zur PDS verloren habe. Während eigentlich alle bereit sind zuzugeben, dass die SPD von heute (Genosse der Bosse) nicht mehr das ist, was sie vor dem 1. Weltkrieg war (nämlich Partei der Sozialisten), traut sich das bei der PDS wohl niemand. Naja, spätestens in 60 Jahren dürfte sich das geklärt haben.
@ hartzIV:

Ich meine schon die deutsche Bahn und nicht die Deutsche Bank.
Kann es sein, dass sich keiner mehr traut, was zu schreiben, sobald man etwas in der Art wie hier postet?

Enrico jetzt mal etwas ausgeklammert...

Ist nur, weil mich das Thema halt interessiert, und ich gern mal eure meinung dazu hören wöllte.
Was soll man dazu sagen? So ist die Welt nun mal heute.
Und dieser Trend wird sich fortsetzen, bis es zum großen Knall kommt. Das erzähl ich ja auch die ganze Zeit.
Meine Meinung könnt ihr haben:

1.: Unabhängig von ihrer Vorgeschichte, ist die PDS für mich eine populistische Protestpartei mit einem Programm, das man auch "Anleitung zum Staatsbankrott" nennen könnte.

2.: Der Kapitalismus wird nicht untergehen. Die Menschheit hat sich schon immer, so schlimm die Wirtschaftskrisen auch waren nach vorne Entwickelt, der Lebensstandard ist gestiegen.
Produzenten und Konsumenten sind ja wie bereits mehrfach erwähnt voneinander Abhängig. So glaube ich nicht, dass die Produzenten so dumm sein werden ihre Lebensgrundlage durch das Ersetzen von Arbeitern durch Maschinen oder andere Maßnahmen zur Förderung der Arbeitslosigkeit. Wozu haben sie sonst so große Marktforschungsabteilungen? Fakt ist: jeden Tag gehen 1000 Arbeitsplätze verloren. ABER: Auch jeden Tag entstehen ca. genausoviel(zurzeit sogar ein wenig mehr)!

Soziale Marktwirtschaft= fortgeschrittener "humaner" Kapitalismus= Wohlstand für Alle!
"So glaube ich nicht, dass die Produzenten so dumm sein werden ihre Lebensgrundlage durch das Ersetzen von Arbeitern durch Maschinen oder andere Maßnahmen zur Förderung der Arbeitslosigkeit."
Sie sind sogar dazu gezwungen. Maschinen produzieren doch entweder schneller, hochwertiger oder billiger als menschen... Gewissermaßen sind sie soagr dazu gezwungen, solche Maßnahmen zu ergreifen, sonst machts die Konkurenz.

Der Kapitalismus wird untergehen, die Menschheit nicht... Denn die hat es bisher immer verstanden, ihre Gesellschaft weiterzuentwickeln. Zum Beispiel von der Sklaverei in den Kapitalismus. oder von der freien Marktwirtschaft zur sozialen marktwirtschaft...
Früher oder später musste bisher jedes gesellschaftssystem/Wirtschaftssystem einem anderen weichen.
Sie sind nicht dazu gezwungen. Sie werden einsehen, dass bei weiteren "Produktionskostensenkungsmaßnahmen" der Konsument "zerstört" werden würde. Deswegen wären die Produzenten eher zum gegenteil gezwungen. Niemand ist verpflichtet sich selbst zu zerstören. Auch die Konkurrenz wäre nicht so blöd auf sämtliches Humankapital zu verzichten.
Genius du lebst in einer Traumwelt.

Wohlstand für alle? Deutschland hat über 5 Millionen Arbeitslose und dann noch mal paar Millionen die genauso viel verdienen wie Hartz4-Empfänger. Viele dieser Personen haben a) zu wenig Geld zum leben und b)viel zu wenig Geld als ihnen zusteht. Und es enstehen mehr Arbeitsplätze als verloren gehen? Om...und wieso ist die Arbeitslosenrate in den letzten 7 Jahre angestiegen ?

"populistische Protestpartei mit einem Programm, das man auch "Anleitung zum Staatsbankrott"" ?

Das nenn ich antilinke Propaganda wie du sie gerne machst. Unbegründet zudem auch noch. Sag mir doch mal bitte in welchen Punkten die PDS genau dem Staatsbankrott näher rutschen würde?

Und Käpt'n LeChuck hat recht, wenn er sagt, der Kapitalismus wird untergehen. Ob das nun in 100 Jahren oder mehr oder weniger passiert, ist nicht abschätzbar, aber es ist blind zu denken die Menschheit stagniert auf der Stelle.
Rechne mir doch bitte mal vor, wie das Konzept der PDS nicht finanzierbar ist. Unter Berücksichtigung aller Steuerrechtsänderungen - kriegst ne goldene Uhr von Oskar Lafontaine persönlich.
Bla, Bla, Bla, Oskar Lafontaine ist ja soooo toll.

Selbst wenn ich es dir vorrechnen würde, dann würden alle sagen, nein das stimmt nicht, du hast das und das falsch gemacht und das wird nicht so sein...

Verständlich, weil alle Parteiprogramme sehr spekulativ sind, und man somit keines davon "wissenschaftlich" widerlegen kann. Ich glaube noch nicht mal die Funktionäre der Linkspartei sind so dumm den Wählern ein Programm vorzulegen, was auch nachweisbar unfinanzierbar ist. Wie gesagt, dass kann man bei keinem der Parteiprogramme sagen.
Allerdings halte ich es z.B. für einen "Hinweis" auf die Wirtschaftsfeindlichkeit der PDS, dass das Programm von Wirtschaftsinstituten die Note "ungenügend" erhalten hat(kam mal im ZDF, ist in der Mediathek aber nicht mehr vorhanden).

Seht es ein. Die Linkspartei kann die Probleme des landes nicht lösen. Und bitte aufhören mit dieser Sachwarzmalerei:
"Wohlstand für alle? Deutschland hat über 5 Millionen Arbeitslose und dann noch mal paar Millionen die genauso viel verdienen wie Hartz4-Empfänger. Viele dieser Personen haben a) zu wenig Geld zum leben und b)viel zu wenig Geld als ihnen zusteht."

Frage: Wenn a) zutrifft, warum sind sie dann nicht tot?
zu b) Wer durch eigenes Verschulden nicht arbeitet, dem steht auch kein Geld zu.

Die Arbeitslosenquote ist in der Tat in den letzten 7 jahren angestiegen, das dementiert Niemand. Das lag dann wohl an der Unfähigkeit von Rot-Grün.
Jetzt aber wird sich mit der Großen Koalition ein Aufschwung zeigen. Die Wirtschaft ist dank Leuten wie Merkel oder Steinbrück optimistisch, und "ewige Wirtschaftskrise" kann doch auch nicht sein, oder? Vor allem wenn es in Osteuropa aufwärts geht, entwickeln sich riesige Absatzmärkte, die der Wirtschaft auch nur guttun.

Die PDS ist eine Nachfolgepartei der SED
Die SED war für die Wirtschaft in der DDR verantwortlich. Hat diese funktioniert? Hat das System funktioniert? NEIN!
Der Sozialismus ist tot!

Wohlstand für alle ist übrigens übertrieben. ALLE werden nie glücklich sein. Aber die Meisten. So wie jetzt.
Genius, wenn die Kapitalisten einsehen, dass sie so nicht weitermachen können, wäre es doch ein Schritt zurück, wieder Menschen eine Arbeit machen zu lassen, die von Maschinen schneller, genauer und billiger erledigt werden kann, oder?
Siehste, deshalb brauchts dann ein neues System zur politischen Ökonomie. Und vielleicht ist es dir nicht aufgefallen, aber ich habe in diesem Thread konsequent vermieden zu sagen, dass das Kommunismus/Sozialismus sein wird, geschweige denn, dass ich die PDS in der Lage sehe, diese Änderungen des Gesellschaftssystems durchzudrücken.

zu b.) Was heißt selbstverschuldet? Wage es nicht, alle Arbeitslose als faules pack, das nur zu faul zum arbeiten ist, hinzustellen! So klingt die Aussage nämlich.
Ich stelle nicht alle Arbeitslosen als faules Pack hin. Das wäre eine haltlose Anschuldigung. Aber ein wenig mehr Eigeninitiative wäre bei manchen schon besser, aber auch der Staat muss bei der Vermittlung nachhelfen und Sachen wie z.B. Vermittlungsgutscheine o.Ä. abschaffen. Es ist kein Rückschritt Arbeit durch Menschen erledigen zu lassen, solange dieses
1) unter guten Arbeitsbedingungen geschieht.
2) der "Existenzssicherung" in dem Sinne wie ich sie beschrieben habe dient.
3) Der "Rationalisierungsgrad" so wie wir ihn heute haben ist doch ganz akzeptabel
Doch, es ist ein Rückschritt. Denn Menschen erledigen Aufgaben weniger zuverlässig, genau und schnell, als das bei Maschinen der Fall ist. Außerdem musst du Menschen mehr bezahlen (das wirkt sich auch wieder auf den Preis der Produkte aus!)

Beispiel englische Baumwolle:
1760 wurden in England 2,5 Millionen Pfund Wolle verarbeitet.
1860 wurden in England 366 Millionen Pfund Wolle verarbeitet.

Mit Hilfe der neuen Technolgie (dampfbetriebener Spinnmaschine) konnte ein Spinner im Jahr 1860 in der selben Zeit die Arbeit von 200 Spinnern im Jahr 1760 erledigen. Das bedeutet, dass 199 Arbeiter nicht mehr gebraucht wurden (bei angenommenem gleichbleibendem Absatz der Ware).
"Die Weberei blieb der Modernisierung in der Spinnerei lange zurück – bis der Londoner Pfarrer Edmund Cartwright 1784 den mechanischen Webstuhl erfand, aber er benötigte etwa 50 Jahre, bis er sich endgültig durchsetzen konnte. Der Grund war, dass gut 250.000 Handweber erbitterten und brutalen Widerstand leisteten und sogar Fabriken niederbrannten, aus Angst um ihren Berufsstand und der Modernisierung. Der Aufstand blieb aber erfolglos, denn die Idee der unbeschränkt freien Wirtschaft hatte sich durchgesetzt."
wikipedia

Wir können nicht einfach dazu zurückkehren, Wolle von Hand zu Garn zu machen, nur weil wir an dem Irrglauben festhalten, dass der Kapitalismus ewig besteht.
Genius a) hast du mal wieder kein sinnvolles Argument geliefert, wieso die PDS uns in den Bankrott treiben sollte.

b)Hat die DDR mit den Absichten der PDS nichts zu tun

c) strebt die PDS momentan nicht direkt den Sozialismus an, sondern ledeglich Verbesserungen.

d) Niemand sagte Lafontaine ist so toll. Ich kann hier nur an der Stelle sagen, dass die meisten Antilinken so argumentieren wie du und da ist es kein Wunder, dass er um seine goldene Uhr keine Angst haben muss.
Ich will nicht, dass alte Aufgaben die JETZT von Machinen erledigt werden wieder an Menschen gegeben werden.
Ich meine, DASS NICHT NOCH MEHR Menschen durch Maschinen ersetzt werden.
Sofern ein Firmenboss einen Menschen durch eine Maschine ersetzen kann, wird er dies tun. Einen Menschen muss man für seine Arbeit bezahlen. Eine Maschine nicht. Die muss man nur ab und zu warten und das ist wesentlich billiger als menschliche Arbeitskraft. Ob du das nun willst oder nicht. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten.
Genius, ist das echt dein Ernst, dass du denkst man hört plötzlich auf damit, Menschenarbeit durch Maschinenarbeit zu ersetzen?
Das geht nicht. Weil Konkurenz das Geschäft belebt. Und wer im Geschäft nicht mit der Zeit geht (also neueste Technolgie einsetzt), wird von der Konkurenz verdrängt. Das hast du schon selbst festgestellt.

Kapitalisten handeln nach der Regel "Produziere mit so wenig Aufwand wie möglich, so viel wie du mit hohem Gewinn verkaufen kannst". Sie werden also immer den günstigsten Produktionsweg suchen. Meist ist das eine Maschine.

Siehst du ein, dass Kapitalismus nicht das letzte Wort ist, was in der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit gesprochen wurde?
Nö!;-)

"Produziere mit so wenig Aufwand wie möglich, so viel wie du mit hohem Gewinn verkaufen kannst"
Stimmt. Aber: Produziere mit wenig Aufwand-SOLANGE du es ÜBERHAUPT verkaufen kannst.
Aber: der Kapitalist wird merken, wenn er so viel Menschen verarmen lässt, dass er NICHTS mehr verkaufen kann. Insofern wird er sich vorsehen, den Konsumenten die Möglichkeit zu nehmen, die Mittel die sie für ihren Konsum benötigen aufzutreiben.

Außerdem: Selbst WENN alle Menschen in der produzierenden Industrie wegrationalisiert werden, wird der Dienstleistungssektor immer weiter Wachsen.

Arbeitslosigkeit für Alle wird es nicht geben.

Es kann aber natürlich sein, dass der Menschheit noch was besseres als Kapitalismus einfällt, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann wie das aussehen soll.
ähem, schau mal raus aus dem fenster und sieh nach, was die klugen kapitalisten tatsächlich tuen...

-Preise erhöhen, um Gewinn zu halten (nur begrenzt möglich)
-Arbeitnehmer entlassen, weil man nicht mehr so viel verkauft (Karstadt?)
-Arbeitnehmern weniger Geld bezahlen (findet man fast überall)

Noch ist es nur so, dass die soziale Marktwirtschaft auseinanderfällt. Danach gehts an den Kapitalismus.
Nun, noch ist die Soziale Marktwirtschaft noch nicht untergegangen oder? Wenn es wirklich ernst wird, und es geht immer noch so weiter wie du es beschrieben hast, dann stimme ich dir zu...
Münte ist weg, jetzt kommt die Rosa-Rote-Linkskoalition!

Wer wirklich so blauäugig war und Schröder gewählt hat, bekommt jetzt die Quittung. Schreiner und Lafo als neues Dreamteam und Gysi + Nahles als Hofnarren. Armes Deutschland...
Nahles ist für mich nicht haltbar. Blauäugig war hier eher der SPD-Vorstand als die Wählerschaft - Münte war, wenn er auch angeeckt ist, eine Leitfigur der SPD.

Hab das Ganze nicht wirklich mitgekriegt - er ist jetzt nur von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten? Und was ist jetzt mit Stoiber?

Btw...Genius ich warte immer noch auf eine Antwort auf diesen Post - auch weil mir Krissek...äh...Kriss aus der Seele spricht.
Bitte:

a) doch hier

b)na und?

c)Tja eher Verschlechterungen würde ich sagen

d)Ja in der tat er braucht keine Angst zu haben weil wie ich bereits sagte, man kann kein Parteiprogramm widerlegen, da die Programme sehr spekulativ sind
Zu Müntefering: Besser als Nahles war der Mann auf jeden Fall. Seine Entscheidung ist zu respektieren. Manchmal wünschte ich mir, Angela Merkel hätte dasselbe getan, als Leute wie Seehofer ins Kabinett nominiert wurden.

Aber das ganze hat ja einen positiven Nebeneffekt: Ein Störfaktor(Stoiber) weniger im Kabinett.
Seht es ein. Die Linkspartei kann die Probleme des landes nicht lösen. Und bitte aufhören mit dieser Sachwarzmalerei:

Das siehst du also als handfeste Argumente. Was ich sehe ist Phrasendrescherei

Zu b) - darauf basiert deine und FormatC's ganze Argumentation über die böse SED-Vergangenheit.
ja, es ist leicht zu behaupten, ich hätte leine Argumente, indem man sich nur die Schlagwärter aus meinen Posts heraussucht.

zu b) Meine Argumentation basiert auf der Wirtschafts(un)verträglichkeit der PDS. Zur DDR- Vergangenheit habe ich lediglich einen dreizeiligen Kommentar verloren.
@hartzIV
Du hast nicht in diesem stalinistischen Regime gelebt, woher also nimmst Du Deine tolle Weisheiten über die ach so unschuldig vorverurteilete SED-PDS? So naiv kann doch kein Mensch sein, oder? Nimms mir nicht übel, aber manchmal wünschte ich denen, die heute so flockig verklärt über diese stalinistische Bonzenvereinigung lobhudeln, einfach mal ein paar Jahre DDR-Alltag an den Hals. Aber so grausam kann man eigentlich nicht sein - obwohl es echt heilsam wäre...

Aber wie es auschaut, steuert ja wohl alles wieder in diese Richtung. Die PDS als Steigbügelhalter für eine tiefrote Regierung. Da kann man nur noch auswandern oder eigene Erfahrungen sammeln. Viel Spaß beim Morgenappell, Genossen!
Nun, eine tiefrote erhoffe ich mal nicht, sonst wär auswandern echt nich schlecht...

Erhoffen tu ich mir entweder die Jamaika Koalition, oder viel mehr Neuwahlen zugunsten der CSU und vorallem der FDP.

S.a.: http://www.mogelpower.de/forum/thread.php?thread_id=148395
Och, Format, ich weiß doch, dass ich über deine DDR-Vergangenheit nicht mitreden kann.

Nur weil ich sage, dass die Absichten der heutigen Linkspartei recht wenig bis gar nix mit dem System der DDR zu tun haben, wünscht du mir DDR-Alltag an den Hals?

Nur weil ich zu der astrusen Behauptung komme, dass Oskar Lafontaine Deutschland nicht zu einem Satellitenstaat der Sowjetunion (die es ferner gar nicht mehr gibt) umwandeln will?

Diego:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20912/1.html

Eine Partei die fordert Leute leichter entlassen zu können, um daraus dann neue Stellen für andere Leute zu schaffen?

"Liberal" und "Demokratisch" sind in der Politik glaube ich zwei herrlich nichtssagende Wörter.

Was ich in der FDP sehe, ist aber Wirtschaftsliberalismus, gepaart mit unablässiger Kritik an rot-grün ("In den letzten sieben Jahren, blablabla...so kann es nicht weitergehen...hat Rot-Grün es versäumt...")
@hartzIV
...Nur weil ich sage, dass die Absichten der heutigen Linkspartei recht wenig bis gar nix mit dem System der DDR zu tun haben, wünscht du mir DDR-Alltag an den Hals...

Bitte nicht vergessen, dass die Mehrzahl der heutigen PDS-Mitglieder ihr Parteibuch schon vor 1990 hatte. Und wenn ich mir die letzte Kandidatenliste in unserer Stadt anschaue, die standen auch schon bei Volkskammerwahlen drauf. Der selbe rote Filz wie früher. Wo bitte ist da die Erneuerung? Es ist immer noch die selbe Partei. Mir kommt, mit Verlaub, einfach die Wurst, wenn ich lesen muß, wie gedankenlos alles nachgeplappert wird, ohne die Hintergründe zu kennen.

Und der so über alles vergötterte SED-Genosse Gysi meinte 1989 (Außerordentliche Tagung des 9. Parteitages der PDS):
"Die Auflösung der Partei und ihre Neugründung wäre meines Erachtens eine Katastrophe für die Partei. All jene, die sich in den letzten Wochen im ganzen Land so engagiert haben..., würden wir enttäuschen, sie wollen doch unsere und nicht irgendeine Partei retten. Mit welchem Recht sollten wir uns alle einer politischen Heimat berauben. Außerdem entstünde in unserem Land ein politisches Vakuum, das niemand ausfüllen kann und das die Krise mit unabsehbaren Folgen verschärfen würde. Darüber hinaus muß ich einfach auf rechtliche Folgen hinweisen. Mit einer Auflösungsentscheidung sind sämtliche Mitarbeiter des Apparates arbeitslos, und die soziale Existenz der Mitarbeiter der parteieigenen Betriebe und Einrichtungen wäre erheblich gefährdet. Das Eigentum der Partei wäre zunächst herrenlos, anschließend würden sich sicherlich mehrere Parteien gründen, die in einen juristischen Streit um die Rechtsnachfolge träten. Das muß man einfach wissen, bevor man darüber entscheidet, finde ich. Kurzum: Ich verstehe sehr gut, wie es zu solch einer Idee kommen kann, aber bei Abwägung aller Folgen wäre eine solche Entscheidung in hohem Maße verantwortungslos...

Dass man damals das Parteigentum nicht hergeben wollte, ist bei dem Umfang schon nachzuvollziehen *lach*. Eine Neugründung hätte eine genauso gute und vor allem unbelastete Heimat abgegeben können, natürlich mit Eigentumsverzicht und ohne den alten Apparat und Parteifilz. Aber darauf hat anscheinend niemand großen Wert gelegt.

Und zum Thema Deutsche Einheit wörtlich:
...Ich möchte nur noch eins hinzufügen: In einer Zeit, in der ein europäisches Haus gebaut werden soll, in der es um den Abbau von Staatlichkeit in Europa geht, ist schon die Idee zur Schaffung eines neuen Einheitsstaates widersinnig. Es geht um Kooperation und Begegnungen auf allen Ebenen, aber gleichzeitig um Bewahrung unserer Eigenständigkeit als Deutsche Demokratische Republik...
Schon vergessen, Genossen?

...wie stehen wir zu Streiks oder zu drohenden Streiks und zum Streikrecht? - In der gegenwärtigen angespannten Wirtschaftslage wären Streiks verantwortungslos. Sie nutzen und bewirken wenig, aber schaden allen und wirken destabilisierend
So ist das also. Ob 1989 oder 2005 - ist die wirtschaftliche Lage derzeit nicht auch angespannt? Ich empfinde die vorangegangenen Diskussion um die Großkonzerne als reine Alibi-Gefechte. Der Mittelstand und die Handwerksbetriebe sind die Fundamente unserer Wirtschaft und nicht einige wenige Konzerne. Und denen steht inzwischen in vielen Branchen das Wasser bis zum Hals. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Warum eigentlich?
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