Deutschland(SPD) wieder in Krise (Gesellschaft)

Deutschland(SPD) wieder in Krise (Gesellschaft)

| 31.10.05 |
Erdbeben bei der SPD: Franz Müntefering hat seinen Wunsch-Generalsekretär nicht durchgebracht und seinen Rücktritt angekündigt. Was wird jetzt aus der großen Koalition?

Lest dazu diesen Artikel: http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=20934


Was sagt ihr dazu?Wie geht es nun weiter mit Deutschland?Evt. doch wieder Jamaika? Tiefrot? Neuwahlen?

Doch, was kommt beim letzten raus?Die beiden wichtigsten Männer der SPD sind weg - eventuell auch viele Wähler?Oder haben sie neue dazugewonnen?

Wer wird SPD-Chef?

Fragen über Fragen, als ob wir derzeit nicht genug hätten.

Von mir einen herzlichen Dank an die SPD, für mehr Probleme in Deutschland!
Herrlich dämlich. Beide Parteien, weil inzwischen auch noch Stoiber rumzickt.

Neuwahlen halte ich für unwahrscheinlich, das Prbolem gleich auf Deutschland zu projizieren für übertrieben.

Sicher ist: Die Genossen haben in meinen Augen derbe Scheiße gebaut. Eine Integrationsfigur zugunsten einer politisch ungeschickten Extrem-Linken abzusägen halte ich für enorm ungeschickt.

Auch wenn das Vorgehen recht rätselhaft war: Stümper sitzen nicht in den Reihen des SPD-Vorstandes.

Von dem her denke ich, dass das Problem ohne große Mehrbelastung für den Bürger gelöst werden kann.
Respekt, Herr Müntefering. Wenn man nicht mit einer wie Nahles zusammenarbeiten kann, dann soll man das auch nicht tun. Aber eigentlich hätte er Nahles nach der Wahl demontieren sollen und nicht umgekehrt. Oder die Entscheidung der Partei überlassen. Ich bin sicher man hätte sich für ihn entschieden.
Herr Müntefering hat meinen vollsten Respekt. Das Ganze ist parteipolitischer Selbstmord und kann doch letztendlich nur der Vorbereitung von Rot-Tiefrot dienlich sein. Wer hier von Unfall spricht, verkennt doch die Handschrift der Parteilinken. Oder ist Scharping schon vergessen?
Seh ich auch so. Ich bin kein Freund von Münte aber das die SPD Linke noch mächtiger wird kann ich echt nicht gut heißen.
Die SPD ist aber nunmal eine linke Partei... In der Vergangenheit wurde ja auch schon oft gemotzt, dass sie sich jetzt zu weit nach rechts gelehnt hat. Immer ist's nicht recht. lol
Dann einfach Umbenennen von SozialdemokratischeParteiDeutschlands in SozialistischeParteiDeutschlands. Sind sogar die selben Buchstaben, käme also gar nicht mal teuer und wäre unter den momentanen Umständen wenigstens ehrlich.

Die Nahles als Königsmörderin...
FormatC, wir haben doch schon eine sozialistische Partei (zumindest nennt sie sich so): die PDS!

Aber die magst du ja nicht. Ich dachte, dass hängt nur daran, dass es die Nachfolgerin der SED ist (oder du sie dafür hälst, ist ja jetzt auch uninteressant), aber du scheinst ja allgemein gegen alles Linke zu sein...
@Käpt'n LeChuck:
Genaus DAS ist eine Unterstellung, die den Kern der Sache nicht im Mindesten trifft und meine politische Einstellung und den Weg, wie ich dazu gekommen bin, nicht im Geringsten widerspiegelt. Links zu sein, zu tolerieren oder als politsich Andersdenkender zumindest zu respektieren ist eine Frage der Einstellung und nicht des Parteibuchs!

Wenn Du meine Posts gelesen hast, dürfte Dir auch nicht entgangen sein, daß ich z.B. nicht gegen die Ideen bzw. Ideale an sich, sondern gegen die Art und Weise des 'Verkaufens' und der 'Verkäufer' bin, denn sowohl die PDS als auch Populisten wie Lafo treten in einer Form auf, die einem Angst und Bange machen können und dem eigentlichen Anliegen eher schaden als nützen dürften.

Es ist die populistische Art, die mich abstößt und dass die Protagonisten selbst nicht gerade unbefleckt sind, kommt noch dazu. Ich bin nicht gegen alles Linke, nicht im Mindesten, wohl aber gegen die selbstherrlichen Vertreter des aktuellen Kurses. Die WASG hätte ohne die PDS zu einer echten Alternative werden können, hat sich aber durch falsche Köpfe und eine überstürzte Heirat im Hoffen auf mehr Prozente selbst diskreditiert. Das, was jetzt angeboten wird, hat jeglichen Realitätsbezug verloren und ist bei Einsatz von ein wenig gesundem Menschenverstand auch nicht mehr vermittelbar.

[edit]
Die PDS ist nicht die Nachfolgerin der SED, sie ist es immer noch selbst (siehe Gysi-Zitat im PDS-Thread). Dafür hätte sich die Partei nämlich auflösen, bzw. neu gründen müssen. Hat sie aber nicht. Eigentlich auch schade. Chance vergeben.
Informativ ist auch der Nahles-Webblog. Endet am Tag der Wahl und ist seitdem total verwaist. Soviel zur Achtung gegenüber dem Wähler. Dass es auch anders geht, beweist ihr Kollege Kelber.

Ergänzend noch die Blogs der Herren Otto und Metzger
Frau Enkelmann hat leider seit der Wahl auch keine Meinung mehr.

Das alles ist recht interessant, vielleicht sollte man mal ein paar aktive Blog-Adressen zusammentragen.
Danke, dann wäre das ja jetzt geklärt. Ich hab dich tatsächlich für einen CDU-Anhänger gehalten (aber auch nicht deine ganze Akte gelesen, ich stand noch unter dem Eindruck des PDS-Threads).
@Käpt'n LeChuck:
Sagen wirs mal so - vergessen wir mal parteiliche Grenzen und versuchen einfach mal praktisch und selbständig zu denken ;o)

Das hat mich konsequenterweise 1992 auch zu meinem Parteiaustritt und der Ablehnung einer politischen Karriere geführt. Eigenständige Überlegungen sind in keiner Partei gern gesehen und ab einer gewissen Position hat man schon fast keinen Einfluß mehr auf sein eigenes Handeln (siehe auch: Parteidisziplin).

Und wenn ich heute politische Leichtgewichte wie Herrn Mißfelder sehe und höre, fühle ich mich schon fast schuldig, diesen ganzen Apparat jenseits der Elbe seinerzeit mit ins Leben gerufen zu haben und eine gewisse Zeit in Sachsen auch mit dafür verantwortlich gewesen zu sein.

Parteipolitische Grenzen und Dogmen verhindern in jeder Partei die Entfaltung eines toleranten und konstruktiven Klimas, um auch unkonventionellen und neuen Ideen Raum zu geben. Deshalb auch meine Einstellung gegen all die aalglatten Rhetoriker und Demagogen. Selbst die Grünen sind an ihren einen Grenzen gescheitert.

Eine Karrieristin wie Frau Nahles verursacht bei mir nur Brechreiz. Horizont bis zum Tellerrand (wobei es sich nur um eine kleine Espressountertasse handeln dürfte). Aber bitte. Fieber gehört zur Heilung und irgendwann wird man jedes Virus los (oder man krepiert dran).

Ich gehe arbeiten. Jeden Tag 10 Stunden. Mindestens. Ich fühle mich dabei besser.

[edit]
Kleiner Nachtrag. Man sollte mit Ideen sympathisieren, nicht mit Parteien. Es geht hier nicht um Fußball, sondern um Deutschland. Das zumindestens sollte es schon wert sein, nur über Inhalte und nicht über Verpackungen zu streiten...
@FormatC: Was können wir für unsere Vorsitzenden?
Außerdem ist es doch gut, wenn man einem JU-Chef nicht so viel Macht gibt. An Nahles sehen wir doch was passiert, wenn kleine Jusos zu mächtig werden.

Der Sinn von Parteien ist für mich klar, und ich halte ihn für wichtig. Disziplin gehört nun mal dazu.

Und außerdem brauchst du dich bei der Union doch nicht darüber zu beschweren- schau dir Seehofer an und was jetzt aus ihm geworden ist. Parteidisziplin sieht anders aus.
Noch ein Artikel, über die machtgierige Nahles:
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=20958
@FormatC
Was soll ich sagen: Ich stimme Dir zu!

Ich kenne Frau Nahles nicht gut genug, auch Herr Mißfelder ist mir unbekannt.

Du hast recht, man sollte mit Ideen symphatisieren, und nicht mit Parteien. Wer beim Wahl-o-Mat immer auf einer Linie mit einer Partei war, sollte sich mal Gedanken machen.

Letztendlich kann man aber keine Partei finden, die die eigenen Vorstellungen deckungsgleich im Parteiprogramm findet (geschweige denn, diese dann umsetzt).

Wenn Grüne, SPD und PDS also für Atomausstieg sind, wäre das eigentlich ein Grund für mich, dort mein Kreuzchen später nicht zu setzen. (mal nur ein Beispiel)

CDU und FDP gefallen mir aber bei anderen Punkten noch weniger.

Es ist und bleibt also die Wahl des kleineren Übels.

Müntefering scheint sich ja jetzt doch entschieden zu haben, weiterzumachen. Hab sowas im radio gehört. Hat wohl mitgekriegt, dass Stoiber in Bayern bleiben möchte...
FormatC deinen letzten Beitrag stimm selbst sogar ich mal zu.

Zu deinen vorletzten Beitrag würd ich aber gerne noch was bemerken. Frau Enkelmann hast du unterstellt, dass sie seit der Wahl keine Meinung mehr hat. Dann schaue mal bitte Hier .
Ich beziehe mich auf den interaktiven Blog, nicht auf die unpersönliche Werbeseite, die von wem auch immer geschrieben worden sein könnte. Im Übrigen ist Olaf Scholz auf dem wahlblog.de wohl das unrühmlichste Beispiel. Themen eröffnen und sich dann verkrümeln. Seit der Wahl nicht mehr gesehen. Prost Mahlzeit...

@Kriss:
Ich beziehe mich auf Seiten, in denen auch Normalsterbliche mal zu Wort kommen können (Blog-sei-Dank) - und die sind nun mal leider seit der Wahl meistenteils tot (wohlgemerkt parteiübergreifend *lol*)
"Mit der Bundestagswahl am 18. September endeten die Weblogs von Matthias Berninger (B90/Grüne), Dagmar Enkelmann (Die Linke.), Birgit Homburger (FDP), Martina Krogmann (CDU), Dorothee Mantel (CSU) und Jörg Tauss (SPD)." (Quelle: Die Internetdomain die du angabst"

Kein Wunder, dass die tot sind...Ich kann nur von Frau Enkelmann sagen, dass sie seitdem ihr Blog tot ist, auf ihrer eigenen Webseite weitergeschrieben hat. Und Aussagen wie "von wem auch immer geschrieben worden sein könnte" könnten zwar hinkommen, müsstest du aber erst mal beweisen. Theoretisch ist alles machbar. Theoretisch ist alles möglich. Sogar, dass Frau Merkel alles was sie sagt, von wem anderrs zugeschoben bekommt und diese Fakten dann schnell auswendig lernt. (CDU-Fetischisten nehmt das nicht zu ernst)
@Kriss:
Auf den jeweiligen Seiten ist dazu nichts vermerkt, sie sind alle noch online ;o) Und auf der Enkelmann'schen Seite gibts keinen Blog bzw. Forum mehr (jedenfalls habe ich nichts gefunden). Ich habe im Übrigen den Wahlblog erst über ein Trackback aus einem der anderen Blogs gefunden, aber ist ja auch egal.

Mir ging es in der Sache eh um etwas anderes. Statische Homepages hin und her - es ist und bleibt eine Einbahnstrassen-Info. Das Schöne am Blog ist doch, dass man auch selbst fragen und antworten kann. Das einfach so einschlafen zu lassen, ist mehr als schade und sicher auch eine vertane Chance. Aber jeder muss für sich entscheiden, wieweit er sich zum 'Souverän' herunterbegibt.
Naja...generell finde ich Blogs von Politikern eh weniger gelungen, die Blog-Schreiber waren eben überwiegend Hinterbänkler oder wurden zumindest von der Öffentlichkeit nicht wirklich wahr genommen - zu sagen hatten sie jedenfalls selten was, auch politische Brisanz war eher selten in den Aussagen der Blogger anzutreffen.

Der Name Mißfelder sagt mir gar nix, laut Google News hat er in letzter Zeit als JU-Chef von sich reden gemacht, indem er alle möglichen parteipolitischen Kurse kritisierte (was ich alles irgendwie schon mal gehört habe, aber naja...) - habe die Sache aber nicht wirklich mitbekommen.

Sicher ist eine Wahl immer eine Wahl des kleineren Übels. Man kann sich an den Programmen ausrichten (so sagt mir die Abschaffung von Nachtzuschlägen, Entfernungspauschalen oder die Lockerung des Kündigungsschutzes so gar nicht zu, ergo sind Schwarz-Gelb für mich auf arbeitspolitischer Ebene nicht wählbar)

Denke aber gleichzeitig, dass sich 80 Prozent der Wähler nicht solche Gedanken machen. Da wird eben nach dem Kanzlerduell aus dem Bauch heraus für Schröder entschieden (so vermute ich immer noch, dass Schröder allein mit dem Satz "Und deswegen liebe ich meine Frau" hunderttausende für sich gewinnen konnte), es wird die CDU gewählt, weil das die Eltern auch immer machen, weil die Bild nur noch von Fehlern in den Volksparteien berichtet werden die Grünen gewählt, weil Westerwelle sympathisch wirkt eben die FDP.

Was ist eigentlich von Platzeck zu halten?
Logge dich ein um einen Beitrag zu schreiben.