Die guten alten Helden... (Gesellschaft)

Die guten alten Helden... (Gesellschaft)

...existieren noch!
Tapferkeit ohne Ende, ein beschwerlicher Weg voller Abenteuer und eine holde Maid' in Nöten. So hiess es doch immer.

Tja, es hat sich nichts geändert. Smiley

Nachts um 03.30 Uhr hatte sich der Bub im Haus seiner Eltern in Geesthacht die Schlüssel für zwei Autos und eine Schreckschusspistole geschnappt. Dann machte er sich auf den Weg, kam aber mit der Automatik des ersten Wagens nicht klar. Also wechselte er das Auto und tankte sogar noch für zehn Euro. "Offenbar hat sich der Bursche verfahren", sagte Polizeichef Henry Holst. Auf der A 25 war die Spritztour mit Papas Auto zu Ende, weil kein Kraftstoff mehr im Tank war. Der 13-Jährige nahm sich ein Fahrrad, das er im Kofferraum dabei hatte, und radelte zu einer Notrufsäule, um Hilfe anzufordern.

Dabei sahen ihn andere Autofahrer, die die Polizei informierten. Eine alarmierte Streife entdeckte den Radfahrer und nahm ihn in ihre Obhut. Den Ordnungshütern berichtete der Bub dann von seiner Schwester. Die Siebenjährige liege im Krankenhaus und werde nur schlecht versorgt. Da er einen Arzt in Büsum kenne, von dem er wisse, dass er gut sei, wollte er den Mediziner abholen und zu seiner Schwester bringen.

Weil der 13-Jährige noch nicht strafmündig ist, bleibt seine nächtliche Tour zumindest ohne juristische Folgen für ihn. "Allerdings kommt auf den Vater noch einiges zu", sagte Holst.


Quelle: http://www.krone.at



Es gab' ja Zeiten, da war's eine Heldentat. Heute "jugendlicher Leichtsinn" und schwere Strafen für die Eltern. (die ja keine Chance hatten)

Obwohl die Story ja anders krass ist (jedenseits von allem) doch eine selbstlose und absolut bewundernswerte Tat.

(Er hat sogar die Gangschatung erlernt, weil Automatik zu schwer war! o.O)
Wir haben gerade in Ethik die alten Philosophen dran. Wenn ich mich recht erinnere, sprach Aristoteles von der Dynamik der Tugend. Demnach muss man ein Mittelmaß finden. Zu wenig Mut ist Feigheit, zu viel Mut ist Tollkühnheit und der Weg zum Glück liegt irgendwo dazwischen.

Ich würde mal sagen, er hätte auch den Zug nehmen können. Da hätte er auch gleich was für die Umwelt getan. Smiley

Ist der Tankstellenbesitzer denn gar nicht stutzig geworden, als ein 13jähriger um halb drei mit Auto vorfuhr und für 10 € sprit kaufte?
Kein Plan. Smiley

Mir ist viel schleierhafter wie zum Geier er es hinkriegt die Automatik nicht zu verstehen, aber das Schalten lernt. *respect*
Steht natürlich nicht in welchen Gang er so alles gefahren ist. *g*


Aber: "Nachts um 03.30 Uhr"

Da fahren doch keine Züge mehr. Das Auto war des Jungens letzte Rettung.

(Wissenschaftler streiten sich, ob es nicht zur Debatte stehen würde, bis am nächsten Morgen zu warten)
Hat der Junge denn kein Telefon zuhause?
Ausserdem ist Krone meiner Meinung nach die österreichische BILD, da wird schnell was dazugedichtet.
Gleicher Meinung auch hier. Daher ein Vergleich zu den alten Heldenmärchen. Smiley

"Der 13-Jährige nahm sich ein Fahrrad, das er im Kofferraum dabei hatte"

Der Text hat so einige "BILD"-mässigkeit drin. Smiley



Telefon? Um Himmels Willen! Man ruft keine Leute um 3 Uhr morgens an! Aber die "guten Sitten" kennen noch keine "Schreckschusspistole". Smiley
´Genau welche Rolle spielt die Schreckschusspistole in der Geschichte?
Welcher Held zieht ohne Schwert los?

Aber hallo... <.<
Irgendwie muss man sich so spät nachts bei der Körpergrösse ja auch wehren können. Smiley
(sag's ja: Auffällig ähnlich zu den guten alten Sagen)
Das war wohl zum einen dafür gedacht, später seine schwester zu befreien und zum anderen, um den Arzt zu 'überreden'.
Den "Meinungsverstärker" hätte er auch da lassen können. Der Arzt wäre sowiZo nicht "Nachts um 03.30 Uhr" aus seinem Haus/seiner Praxis gekommen.
Logge dich ein um einen Beitrag zu schreiben.