Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon immer gewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweils einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber auch geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können. Auch heute noch existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar im Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert zugleich eine Besonderheit dieser Kultur. Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung durch die mittelbare Weitergabe von Wissen. Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials) über einen langen Zeitraum garantiert. Alle bekannten Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinca-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).
Die Geschichte der Schrift ist nicht nur als eine Geschichte der Fixierung von Sprache zu sehen. Es ist damit zu rechnen, dass es auch eine eigene Geschichte der Symbole, Zeichen und Schriftzeichen gibt. Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Auch dort wurden bereits abstrakte Zeichen verwendet, die wohl magischen und symbolischen Charakter hatten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen diese Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann allerdings erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten. Die wahrscheinlich wichtigste Grundlage einer echten Schriftentwicklung. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland
Von Höhlenmalereien zum griechischen Alphabet
Die Geschichte der Schrift beginnt mit Bildern. Durch Höhlenbilder und Felsmalereien drückte der Mensch seine Hoffnungen, Wünsche und Ängste aus - lange bevor der Mensch schreiben konnte. Das älteste bekannte Schriftsystem der Welt, die etwa handgroße Keilschrift, entstand etwa 3100 v. Chr. in Mesopotamien ( = Zweistromland im heutigen Irak / Iran - Gebiet) und wurde in Ton geritzt. Die Schrift entstand im kulturellen Umfeld früherer Städte für die Verwaltung. Sie war zunächst eine reine "Buchhalterschrift" und keine Darstellung der gesprochenen Sprache.
Das erste Alphabet, das nicht mehr aus Zeichen, sondern aus Buchstaben bestand, wurde von den Phiniziern erfunden. Einige Zeit danach, um etwa 500 v. Chr., entstand das griechische Alphabet. Dieses war vergleichbar mit dem phinizischen Alphabet, bestand aber nicht mehr nur aus Konsonanten, sondern auch aus Vokalen.
Die frühere Darstellung der Zahlen
Verbunden mit der Entwicklung der Keilschrift in Mesopotamien verlief auch die Entwicklung von Techniken der Informationsverarbeitung. Die Entstehung der babylonischen Mathematik bildete um 1800 v. Chr. einen Höhepunkt. Sie gilt als höchstentwickelte Form der Verarbeitung abstrakter Information vor der klassischen Antike.
Ziffernsysteme sind älter als Schriftsysteme. Durch Tonkugeln, Kerben in Holzstäbchen, Knochen und Ton oder Knoten, die an Schnüren aufgereiht waren, wurden Zahlensysteme "notiert". Bestimmte Zahleneinheiten und ihren Vielfachen kamen dabei oft besondere Zeichen zugeordnet: Zum Beispiel wurde die Zahl 5 mit den Fingern einer Hand, die 10 mit den Fingern beider Hände und die 20 mit den Fingern und Zehen beider Füße und Hände dargestellt. Rechnen konnte man zu dieser Zeit allerdings noch nicht.
Die Deutung der Schrift
Die Schrift ist die Wiedergabe der Sprache durch sichtbare fixierte Zeichen, die uns unabhängig vom gesprochenen Wort macht. Sie speichert Information und hält sich über längere Zeit verfügbar. Unsere heutige Buchstabenschrift steht am Ende einer Entwicklung, die um 3000 v. Chr., vor 5000 Jahren, mit Bildzeichen, Wort- und Silbenschriften begann. Jahrtausendelang war die Schrift fast die einzige Möglichkeit, Informationen über größere Entfernungen zu transportieren. Die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens sind bis heute wichtig für das Funktionieren hochentwickelter Kulturen. Seit der Römerzeit wurde diese Fähigkeit für immer größere Teile der Bevölkerung nutzbar. Etwa nur 30 Prozent der Römer konnte Lesen und Schreiben. Diese schrieben auf Wachstäfelchen mithilfe eines Griffels. Im Mittelalter jedoch hatte nur der Clerus diese Gabe, Könige und Kaiser meistens nicht. Damals wurde mit Tinte auf Pergament geschrieben.
Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks
Früher war die Verfältigung von Büchern oder Schriftstücken gar nicht oder kaum möglich. Die Mönche schrieben die Bibeln ab. Dies war aber sehr umständlich, weil die Buchstaben sozusagen gemalt wurden und sie deshalb teilweise ein Jahr dafür brauchten. Erst seit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg (1400 - 1468) konnten Schriftstücke beliebig vervielfältigt werden. Gutenberg, der sich zu dieser Zeit in Straßburg befand, beschäftigte sich schon seit 1436 mit dem Buchdruck. Vor ihm gab es auch schon Druck auf Papier und Stoff durch Stempel und eingefärbte Platten (teilweise war dies sogar mit gegossenen Eisenlettern möglich - in Asien und Europa). Das Neue an Gutenbergs Erfindung waren aber die beweglichen Lettern. Er druckte von der Bibel etwa 100 - 200 Exemplare, von denen bis heute nur noch etwa 40 erhalten geblieben sind. Diese Variante war viel billiger im Gegensatz zu der schon vorher existierenden, denn sie hatte den Vorteil, dass sich auch Bauern und arme Leute Bücher leisten konnten und das Wissen besser verbreitet werden konnte. Somit war ein höherer Bildungstand möglich.
Woher kommt unsere Schrift?
Durch die Finizier gelangte das Alphabet zu den Griechen, die es für ihre Sprache umwandelten. Die griechische Schrift ist die Grundlage des lateinischen Alphabets. Nach dem Untergang des römischen Reiches entwickelten sich aus dem Lateinischen die sogenannte Nationalschriften. Während der Zeit Karls d. Großen entstand daraus wiederum die Karolinger Minuskel, welche die Grundlage des heute gebräuchlichen Kleinbuchstabenalphabets ist. Darauf entstanden die gothischen Schriften und daraus wiederum die deutsche Schreibschrift, welche aber von der lateinischen Schrift verdrängt wird. (cd, sb, mf aw)
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinca-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).
Die Geschichte der Schrift ist nicht nur als eine Geschichte der Fixierung von Sprache zu sehen. Es ist damit zu rechnen, dass es auch eine eigene Geschichte der Symbole, Zeichen und Schriftzeichen gibt. Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Auch dort wurden bereits abstrakte Zeichen verwendet, die wohl magischen und symbolischen Charakter hatten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen diese Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann allerdings erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten. Die wahrscheinlich wichtigste Grundlage einer echten Schriftentwicklung. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland
Von Höhlenmalereien zum griechischen Alphabet
Die Geschichte der Schrift beginnt mit Bildern. Durch Höhlenbilder und Felsmalereien drückte der Mensch seine Hoffnungen, Wünsche und Ängste aus - lange bevor der Mensch schreiben konnte. Das älteste bekannte Schriftsystem der Welt, die etwa handgroße Keilschrift, entstand etwa 3100 v. Chr. in Mesopotamien ( = Zweistromland im heutigen Irak / Iran - Gebiet) und wurde in Ton geritzt. Die Schrift entstand im kulturellen Umfeld früherer Städte für die Verwaltung. Sie war zunächst eine reine "Buchhalterschrift" und keine Darstellung der gesprochenen Sprache.
Das erste Alphabet, das nicht mehr aus Zeichen, sondern aus Buchstaben bestand, wurde von den Phiniziern erfunden. Einige Zeit danach, um etwa 500 v. Chr., entstand das griechische Alphabet. Dieses war vergleichbar mit dem phinizischen Alphabet, bestand aber nicht mehr nur aus Konsonanten, sondern auch aus Vokalen.
Die frühere Darstellung der Zahlen
Verbunden mit der Entwicklung der Keilschrift in Mesopotamien verlief auch die Entwicklung von Techniken der Informationsverarbeitung. Die Entstehung der babylonischen Mathematik bildete um 1800 v. Chr. einen Höhepunkt. Sie gilt als höchstentwickelte Form der Verarbeitung abstrakter Information vor der klassischen Antike.
Ziffernsysteme sind älter als Schriftsysteme. Durch Tonkugeln, Kerben in Holzstäbchen, Knochen und Ton oder Knoten, die an Schnüren aufgereiht waren, wurden Zahlensysteme "notiert". Bestimmte Zahleneinheiten und ihren Vielfachen kamen dabei oft besondere Zeichen zugeordnet: Zum Beispiel wurde die Zahl 5 mit den Fingern einer Hand, die 10 mit den Fingern beider Hände und die 20 mit den Fingern und Zehen beider Füße und Hände dargestellt. Rechnen konnte man zu dieser Zeit allerdings noch nicht.
Die Deutung der Schrift
Die Schrift ist die Wiedergabe der Sprache durch sichtbare fixierte Zeichen, die uns unabhängig vom gesprochenen Wort macht. Sie speichert Information und hält sich über längere Zeit verfügbar. Unsere heutige Buchstabenschrift steht am Ende einer Entwicklung, die um 3000 v. Chr., vor 5000 Jahren, mit Bildzeichen, Wort- und Silbenschriften begann. Jahrtausendelang war die Schrift fast die einzige Möglichkeit, Informationen über größere Entfernungen zu transportieren. Die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens sind bis heute wichtig für das Funktionieren hochentwickelter Kulturen. Seit der Römerzeit wurde diese Fähigkeit für immer größere Teile der Bevölkerung nutzbar. Etwa nur 30 Prozent der Römer konnte Lesen und Schreiben. Diese schrieben auf Wachstäfelchen mithilfe eines Griffels. Im Mittelalter jedoch hatte nur der Clerus diese Gabe, Könige und Kaiser meistens nicht. Damals wurde mit Tinte auf Pergament geschrieben.
Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks
Früher war die Verfältigung von Büchern oder Schriftstücken gar nicht oder kaum möglich. Die Mönche schrieben die Bibeln ab. Dies war aber sehr umständlich, weil die Buchstaben sozusagen gemalt wurden und sie deshalb teilweise ein Jahr dafür brauchten. Erst seit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg (1400 - 1468) konnten Schriftstücke beliebig vervielfältigt werden. Gutenberg, der sich zu dieser Zeit in Straßburg befand, beschäftigte sich schon seit 1436 mit dem Buchdruck. Vor ihm gab es auch schon Druck auf Papier und Stoff durch Stempel und eingefärbte Platten (teilweise war dies sogar mit gegossenen Eisenlettern möglich - in Asien und Europa). Das Neue an Gutenbergs Erfindung waren aber die beweglichen Lettern. Er druckte von der Bibel etwa 100 - 200 Exemplare, von denen bis heute nur noch etwa 40 erhalten geblieben sind. Diese Variante war viel billiger im Gegensatz zu der schon vorher existierenden, denn sie hatte den Vorteil, dass sich auch Bauern und arme Leute Bücher leisten konnten und das Wissen besser verbreitet werden konnte. Somit war ein höherer Bildungstand möglich.
Woher kommt unsere Schrift?
Durch die Finizier gelangte das Alphabet zu den Griechen, die es für ihre Sprache umwandelten. Die griechische Schrift ist die Grundlage des lateinischen Alphabets. Nach dem Untergang des römischen Reiches entwickelten sich aus dem Lateinischen die sogenannte Nationalschriften. Während der Zeit Karls d. Großen entstand daraus wiederum die Karolinger Minuskel, welche die Grundlage des heute gebräuchlichen Kleinbuchstabenalphabets ist. Darauf entstanden die gothischen Schriften und daraus wiederum die deutsche Schreibschrift, welche aber von der lateinischen Schrift verdrängt wird. (cd, sb, mf aw)
Schön abkopiert und eingefügt. Setzen. Eins.
Und was sollen wir jetzt mit dieser Weisheit? Schreib doch vielleicht mal mit eigenen Worten, welche Diskussion Du damit gerne angefangen hättest. Wenn überhaupt...
Und was sollen wir jetzt mit dieser Weisheit? Schreib doch vielleicht mal mit eigenen Worten, welche Diskussion Du damit gerne angefangen hättest. Wenn überhaupt...
..ich weiß auch net, was das jetzt soll?!?! 
..aber hey, das mach' ich auch mal ..
Ich such' mir irgendein Thema bei Wikipedia,
kopier' das ganze Wissen in nen Thread
und zähl' die Leute die posten "was das soll".


..aber hey, das mach' ich auch mal ..
Ich such' mir irgendein Thema bei Wikipedia,
kopier' das ganze Wissen in nen Thread
und zähl' die Leute die posten "was das soll".

hmm.. bin am überlegen ob das hier schon die "Aufmerksamkeit" der Moderatoren wert ist.. wie meine Vorredner schon meinten: "So'n scheiß!"
Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon immer gewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweils einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber auch geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können. Auch heute noch existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar im Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert zugleich eine Besonderheit dieser Kultur. Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung durch die mittelbare Weitergabe von Wissen. Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials) über einen langen Zeitraum garantiert. Alle bekannten Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinca-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).
Die Geschichte der Schrift ist nicht nur als eine Geschichte der Fixierung von Sprache zu sehen. Es ist damit zu rechnen, dass es auch eine eigene Geschichte der Symbole, Zeichen und Schriftzeichen gibt. Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Auch dort wurden bereits abstrakte Zeichen verwendet, die wohl magischen und symbolischen Charakter hatten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen diese Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann allerdings erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten. Die wahrscheinlich wichtigste Grundlage einer echten Schriftentwicklung. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland
Von Höhlenmalereien zum griechischen Alphabet
Die Geschichte der Schrift beginnt mit Bildern. Durch Höhlenbilder und Felsmalereien drückte der Mensch seine Hoffnungen, Wünsche und Ängste aus - lange bevor der Mensch schreiben konnte. Das älteste bekannte Schriftsystem der Welt, die etwa handgroße Keilschrift, entstand etwa 3100 v. Chr. in Mesopotamien ( = Zweistromland im heutigen Irak / Iran - Gebiet) und wurde in Ton geritzt. Die Schrift entstand im kulturellen Umfeld früherer Städte für die Verwaltung. Sie war zunächst eine reine "Buchhalterschrift" und keine Darstellung der gesprochenen Sprache.
Das erste Alphabet, das nicht mehr aus Zeichen, sondern aus Buchstaben bestand, wurde von den Phiniziern erfunden. Einige Zeit danach, um etwa 500 v. Chr., entstand das griechische Alphabet. Dieses war vergleichbar mit dem phinizischen Alphabet, bestand aber nicht mehr nur aus Konsonanten, sondern auch aus Vokalen.
Die frühere Darstellung der Zahlen
Verbunden mit der Entwicklung der Keilschrift in Mesopotamien verlief auch die Entwicklung von Techniken der Informationsverarbeitung. Die Entstehung der babylonischen Mathematik bildete um 1800 v. Chr. einen Höhepunkt. Sie gilt als höchstentwickelte Form der Verarbeitung abstrakter Information vor der klassischen Antike.
Ziffernsysteme sind älter als Schriftsysteme. Durch Tonkugeln, Kerben in Holzstäbchen, Knochen und Ton oder Knoten, die an Schnüren aufgereiht waren, wurden Zahlensysteme "notiert". Bestimmte Zahleneinheiten und ihren Vielfachen kamen dabei oft besondere Zeichen zugeordnet: Zum Beispiel wurde die Zahl 5 mit den Fingern einer Hand, die 10 mit den Fingern beider Hände und die 20 mit den Fingern und Zehen beider Füße und Hände dargestellt. Rechnen konnte man zu dieser Zeit allerdings noch nicht.
Die Deutung der Schrift
Die Schrift ist die Wiedergabe der Sprache durch sichtbare fixierte Zeichen, die uns unabhängig vom gesprochenen Wort macht. Sie speichert Information und hält sich über längere Zeit verfügbar. Unsere heutige Buchstabenschrift steht am Ende einer Entwicklung, die um 3000 v. Chr., vor 5000 Jahren, mit Bildzeichen, Wort- und Silbenschriften begann. Jahrtausendelang war die Schrift fast die einzige Möglichkeit, Informationen über größere Entfernungen zu transportieren. Die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens sind bis heute wichtig für das Funktionieren hochentwickelter Kulturen. Seit der Römerzeit wurde diese Fähigkeit für immer größere Teile der Bevölkerung nutzbar. Etwa nur 30 Prozent der Römer konnte Lesen und Schreiben. Diese schrieben auf Wachstäfelchen mithilfe eines Griffels. Im Mittelalter jedoch hatte nur der Clerus diese Gabe, Könige und Kaiser meistens nicht. Damals wurde mit Tinte auf Pergament geschrieben.
Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks
Früher war die Verfältigung von Büchern oder Schriftstücken gar nicht oder kaum möglich. Die Mönche schrieben die Bibeln ab. Dies war aber sehr umständlich, weil die Buchstaben sozusagen gemalt wurden und sie deshalb teilweise ein Jahr dafür brauchten. Erst seit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg (1400 - 1468) konnten Schriftstücke beliebig vervielfältigt werden. Gutenberg, der sich zu dieser Zeit in Straßburg befand, beschäftigte sich schon seit 1436 mit dem Buchdruck. Vor ihm gab es auch schon Druck auf Papier und Stoff durch Stempel und eingefärbte Platten (teilweise war dies sogar mit gegossenen Eisenlettern möglich - in Asien und Europa). Das Neue an Gutenbergs Erfindung waren aber die beweglichen Lettern. Er druckte von der Bibel etwa 100 - 200 Exemplare, von denen bis heute nur noch etwa 40 erhalten geblieben sind. Diese Variante war viel billiger im Gegensatz zu der schon vorher existierenden, denn sie hatte den Vorteil, dass sich auch Bauern und arme Leute Bücher leisten konnten und das Wissen besser verbreitet werden konnte. Somit war ein höherer Bildungstand möglich.
Woher kommt unsere Schrift?
Durch die Finizier gelangte das Alphabet zu den Griechen, die es für ihre Sprache umwandelten. Die griechische Schrift ist die Grundlage des lateinischen Alphabets. Nach dem Untergang des römischen Reiches entwickelten sich aus dem Lateinischen die sogenannte Nationalschriften. Während der Zeit Karls d. Großen entstand daraus wiederum die Karolinger Minuskel, welche die Grundlage des heute gebräuchlichen Kleinbuchstabenalphabets ist. Darauf entstanden die gothischen Schriften und daraus wiederum die deutsche Schreibschrift, welche aber von der lateinischen Schrift verdrängt wird. (cd, sb, mf aw)
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinca-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).
Die Geschichte der Schrift ist nicht nur als eine Geschichte der Fixierung von Sprache zu sehen. Es ist damit zu rechnen, dass es auch eine eigene Geschichte der Symbole, Zeichen und Schriftzeichen gibt. Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Auch dort wurden bereits abstrakte Zeichen verwendet, die wohl magischen und symbolischen Charakter hatten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen diese Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann allerdings erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten. Die wahrscheinlich wichtigste Grundlage einer echten Schriftentwicklung. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland
Von Höhlenmalereien zum griechischen Alphabet
Die Geschichte der Schrift beginnt mit Bildern. Durch Höhlenbilder und Felsmalereien drückte der Mensch seine Hoffnungen, Wünsche und Ängste aus - lange bevor der Mensch schreiben konnte. Das älteste bekannte Schriftsystem der Welt, die etwa handgroße Keilschrift, entstand etwa 3100 v. Chr. in Mesopotamien ( = Zweistromland im heutigen Irak / Iran - Gebiet) und wurde in Ton geritzt. Die Schrift entstand im kulturellen Umfeld früherer Städte für die Verwaltung. Sie war zunächst eine reine "Buchhalterschrift" und keine Darstellung der gesprochenen Sprache.
Das erste Alphabet, das nicht mehr aus Zeichen, sondern aus Buchstaben bestand, wurde von den Phiniziern erfunden. Einige Zeit danach, um etwa 500 v. Chr., entstand das griechische Alphabet. Dieses war vergleichbar mit dem phinizischen Alphabet, bestand aber nicht mehr nur aus Konsonanten, sondern auch aus Vokalen.
Die frühere Darstellung der Zahlen
Verbunden mit der Entwicklung der Keilschrift in Mesopotamien verlief auch die Entwicklung von Techniken der Informationsverarbeitung. Die Entstehung der babylonischen Mathematik bildete um 1800 v. Chr. einen Höhepunkt. Sie gilt als höchstentwickelte Form der Verarbeitung abstrakter Information vor der klassischen Antike.
Ziffernsysteme sind älter als Schriftsysteme. Durch Tonkugeln, Kerben in Holzstäbchen, Knochen und Ton oder Knoten, die an Schnüren aufgereiht waren, wurden Zahlensysteme "notiert". Bestimmte Zahleneinheiten und ihren Vielfachen kamen dabei oft besondere Zeichen zugeordnet: Zum Beispiel wurde die Zahl 5 mit den Fingern einer Hand, die 10 mit den Fingern beider Hände und die 20 mit den Fingern und Zehen beider Füße und Hände dargestellt. Rechnen konnte man zu dieser Zeit allerdings noch nicht.
Die Deutung der Schrift
Die Schrift ist die Wiedergabe der Sprache durch sichtbare fixierte Zeichen, die uns unabhängig vom gesprochenen Wort macht. Sie speichert Information und hält sich über längere Zeit verfügbar. Unsere heutige Buchstabenschrift steht am Ende einer Entwicklung, die um 3000 v. Chr., vor 5000 Jahren, mit Bildzeichen, Wort- und Silbenschriften begann. Jahrtausendelang war die Schrift fast die einzige Möglichkeit, Informationen über größere Entfernungen zu transportieren. Die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens sind bis heute wichtig für das Funktionieren hochentwickelter Kulturen. Seit der Römerzeit wurde diese Fähigkeit für immer größere Teile der Bevölkerung nutzbar. Etwa nur 30 Prozent der Römer konnte Lesen und Schreiben. Diese schrieben auf Wachstäfelchen mithilfe eines Griffels. Im Mittelalter jedoch hatte nur der Clerus diese Gabe, Könige und Kaiser meistens nicht. Damals wurde mit Tinte auf Pergament geschrieben.
Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks
Früher war die Verfältigung von Büchern oder Schriftstücken gar nicht oder kaum möglich. Die Mönche schrieben die Bibeln ab. Dies war aber sehr umständlich, weil die Buchstaben sozusagen gemalt wurden und sie deshalb teilweise ein Jahr dafür brauchten. Erst seit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg (1400 - 1468) konnten Schriftstücke beliebig vervielfältigt werden. Gutenberg, der sich zu dieser Zeit in Straßburg befand, beschäftigte sich schon seit 1436 mit dem Buchdruck. Vor ihm gab es auch schon Druck auf Papier und Stoff durch Stempel und eingefärbte Platten (teilweise war dies sogar mit gegossenen Eisenlettern möglich - in Asien und Europa). Das Neue an Gutenbergs Erfindung waren aber die beweglichen Lettern. Er druckte von der Bibel etwa 100 - 200 Exemplare, von denen bis heute nur noch etwa 40 erhalten geblieben sind. Diese Variante war viel billiger im Gegensatz zu der schon vorher existierenden, denn sie hatte den Vorteil, dass sich auch Bauern und arme Leute Bücher leisten konnten und das Wissen besser verbreitet werden konnte. Somit war ein höherer Bildungstand möglich.
Woher kommt unsere Schrift?
Durch die Finizier gelangte das Alphabet zu den Griechen, die es für ihre Sprache umwandelten. Die griechische Schrift ist die Grundlage des lateinischen Alphabets. Nach dem Untergang des römischen Reiches entwickelten sich aus dem Lateinischen die sogenannte Nationalschriften. Während der Zeit Karls d. Großen entstand daraus wiederum die Karolinger Minuskel, welche die Grundlage des heute gebräuchlichen Kleinbuchstabenalphabets ist. Darauf entstanden die gothischen Schriften und daraus wiederum die deutsche Schreibschrift, welche aber von der lateinischen Schrift verdrängt wird. (cd, sb, mf aw)
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