Muñoz kritisiert deutsches Bildungssystem (Gesellschaft)

Muñoz kritisiert deutsches Bildungssystem (Gesellschaft)

http://www.gmx.net/de/themen/beruf/bildung/schule/1962158,cc=000000055900019621581hkISb.html|Artikel zum Thema

Die Kritikpunkte sind zwar schon sehr alt, aber ich denke, es lohnt sich dennoch einmal einige Ideen zu diskutieren, wie man diese Fehler unseres Bildungssystems ausmerzen kann.

1. Vereinheitlicher Lehrplan in ganz Deutschland
Die Lehrpläne sind in allen Bundesländern verschieden - sie stimmen zwar in grundlegenden Zügen überein, sind aber dennoch sehr verschieden. (Mir ist es so nicht ergangen, aber es gibt Fälle, in denen es zu riesigen Problemen führte, wenn eine Familie mit schulpflichtigen Kindern umzog - weil die Lehrpläne zweier Bundesländer so verschieden waren.)

In Sachsen sind zumindest die Abschlussprüfungen vereinheitlicht wordern - jeder sächsische Schüler eines jahrgangs bekommt die selben Abituraufgaben. So erst wird dafür gesorgt, dass die Prüfungsergebnisse vergleichbar sind. Andernfalls stellt sich immer die Frage, ob dieser schüler vielleicht nicht auf einer schule war, bei der er sehr leichte Prüfungsaufgaben zu bewältigen hatte?!

2. Der soziale Punkt
Bildung sollte kostenlos sein - das ist sie aber nicht. Meine Eltern müssen jedes Jahr bestimmt 100€ allein für Arbeitshefte, Kopien oder Bücher bezahlen, die zwar Lesestoff in Deutsch sind, aber von der Schule nicht gestellt werden (können) - weil auch ihr die Mittel fehlen.
In diesen 100€ sind nicht die Kosten für Exkursionen oder Klassenfahrten enthalten - da kann man dann noch mal mehrere Hunderter verbuchen.
Hinzu kommen außerdem die Kosten für die Schülerbeförderung. In meiner Region wird das Schulnetz mehr und mehr ausgedünnt (Schulschließung). Da kann es schon mal sein, dass einige Schüler einen sehr weiten Weg mit dem bus zurückzulegen haben - auch diese Kosten müssen (zumindest anteilmäßig) von den Eltern selbst übernommen werden. Man könnte ja mit dem Fahrrad fahren oder laufen - aber nicht im tiefsten Winter und wenn die Schule einige Kilometer entfernt ist.
Fazit: Der Staat sollte wieder das halten, was er mal versprochen hat: das Bildung wenigstens bis zur 10ten Klasse gratis ist!

Ich könnte auch noch was zur frühzeitigen Selektion nach der vierten Klasse schreiben, aber mir fällt momentan nicht genug stichhaltiges ein. Vielleicht ja einem von euch.
Das ist alles richtig.

Ein weiterer Kritikpunkt ist imo, das man endweder gut in der Schule sein kann, oder sozial glücklich.

Wenn du nciht schwätzt usw., wirst du früher oder später zum Aussenseiter.

Wenn du mitmachst stehst du als sozialschwaches Stück dreck da (die beiden extrem sind das jetzt).

Dagegen müsste man auch was machen, das man zwar im Unterricht weiter leise sein soll, aber das man dafür mehr Möglichkeiten hat sich in der Klasse kennen zu lernen.

Denn wenn eine Klasse neu zusammen ist, dann lernt man sich nur durch das reden im Unterricht kennen, sonst kriegt man null KOntakte mit den LEute dort, udn die LEhrer sagen immer blabla macht das zu Hause.

Aber mit leuten, die man gerade kennen lernt, trifft man sich ja nicht unbedingt sofort, wenn man nciht vorher nen nettes Gespräch hatte.

Sogesehen kann man dann entscheiden: Sozial entsteller 1.0 Abiturient.

oder aber: Sozial beliebter Hauptschüler, der dann von HArtz 4 lebt (wie gesagt ist das natürlich überspitzt, aber trotzdem einer der Schwachpunkte).

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Der größte Schwachpunkt ist udn bleibt aber einfach das fehlende Geld, eine Schule ohne Geld kann ihre Probleme auch cnith lösen.

l
Es wäre vielleicht möglich sich in der Freizeit kennen zu lernen, wenn nicht die ganze Klasse quer über den Landkreis verstreut wäre - wieder die langen Anfahrtswege.

Aber es gibt ja Auswege aus dem Geldmangel. Ein Beispiel: das Chemiekabinett unseres Gymis macht in einigen Punkten sogar unis neidisch - der Fond der chemischen Industrie unterstützt uns mit Geldern, sodass wir ausreichend Lehrmaterial zur Verfügung haben. Wir danekn es mit interessierten und gut ausgebildeten Schülern.

Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt: die Industrie sollte angehalten werden auch in schulen zu investieren.
JA, das finde ich ist auf jeden fall ne Gute Sache.

Eine Schule ohne Geld hat meisst auch schlechte Lehrer, ein Schule mit viel Geld kann viele Lehrer nehmen, aber muss cnith jeden dahergeslaufenen Dorftrottel einstellen.

l
naja, die Schulen stellen ja keine Lehrer ein - das macht das Land. In einigen Ländern sind Lehrer auch Beamte.
Ich habe gehört der Spinner war nur ein paar Tage hier.Bisschen wenig um ein Schulsystem zu beurteilen.
"Ich habe gehört..." reicht aber aus, um ihn als "Spinner" zu beurteilen, ja?

Er war insgesamt 10 Tage hier, ist kein Spinner sondern UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung und wenn man weiß, wo man suchen muss (und den entsprechenden Hintergrund hat) reichen 10 Tage für eine Beurteilung durchaus.

Außerdem wurden viele der Kritikpunkte bereits von anderen Leuten aufgegriffen, die sich jahrelang mit dem deutschen Bildungssystem beschäftigt haben.
Wenn voher alle sagen unser Schulsystem ist schlecht(Was ich nicht denke),hätte er sich die Tour ja auch sparen können.
er sagte nicht, dass es schlecht ist, sondern kritisierte es. Meinst du es ist völlig frei von kritik? Dann begründe das oder lass deine Meinung aus der Diskussion (dann bringt sie nämlich nichts).
lol, ich würd nicht das system, verurteien, sondern die schüler......
die meisten haben nun mal kein bock irgent was zu machen, und machen dann a neds.
Daran wird ishc a neds ändern.
wenn man z.B. beschließt schulen bis 15 uhr lufen zu lassen(damit man mehr lernt) wird das neds bringen, da die schüler dann einfach abhauen würden, weil sie nicht einsehen so lange in der schule zu bleiben...
die schüler muss man ändern, nicht die schulen
Wie stellst du dir das vor? Wie willst du die Schüler ändern?

Wenn ich 8 Stunden Unterricht habe bin ich länger als nur bis 1500UHR in der Schule.
Schwänzen kann jedoch geahndet werden - notfalls mit Geldbußen oder "Zwangszuführung" durch die Polizei...
Woran ausserdem liegt das wohl, das Schüler null bock haben?

l
Viele Dinge könnte man ganz leicht bekämpfen.

Fehlstunde? Am gleichen Tag Notiz aus dem Schulsekretariat an die Eltern. e-Mails kosten nichts, SMS sind billiger als Briefe, Senderabatt bei der örtlichen Post, Telefonflat ist das einfachste.

Ganztagsunterricht und Motivation? Sport. 5-7 Stunden "normaler" Unterricht und Nachmittags immer Sport. Vll. mal die örtliche Kegel- o. Bowlingbahn besuchen, Sonderrabatte sollten immer drin sein. Gleichzeitig könnte man Fettleibigkeit vorbeugen.

Mehr Autorität für Lehrer.

Schüler schwätzt? Sonderaufgaben! Sonderaufgaben bzw. Strafaufgaben sind im Moment nicht erlaubt. Warum? Würden sich die Schüler aufgrund von Respekt besser benehmen, dann bräuchten sich Lehrer auch keine Opfer zu pisacken raussuchen.



Ja, alles hat oberflächlich betrachtet noch Detailprobleme und ist kritisierbar, aber jder will ja immer nur diese vorsichtigen Reformen. Keiner kommt man mit einem vernünftigen Hammerschlag vorran. Das ist einfach zu langsam so.
ich denke, dass das größte problem bei der frühen auslese liegt.
und eigentlich ist es doch bedauerndswert, wenn ein industrieland wie deutschland sich plätze mit schwellenländern und entwicklungsländern teilt, denen ganz einfach das geld für schulen fehlt.
Wie auch immer, es muss etwas passieren. Wir haben nur unsern guten Namen und vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte, sonst haben wir hier ja nix tolles was Investoren anlocken könnte. Wenn das mit den schlechten Pisaergebnissen so weitergeht dann seh ich schwarz, wobei ich mich frage was für Deppen die bei der Pisastudie befragt haben. Wir wurden jeweils nicht gefragt.
jo ich wurd auch net gefragt
wohwe soll dieser Munzo wissen ob das Bildungssystem funktioniert.nach 15 Tagen ,er sollte besser wo anders in der welt nach den rechten Schauen in afrika zb.
Ja, und dann sagt er denen das die ne schlechte Bildung haben, da haben die ja im Moment auch sonst keine Probleme -.-

Deutschland braucht gute Bildung, Deutschland könnte gute Bildung haben, und Deutschland sollte gute Bildung bekommen.

Aber dennoch, bei uns hier wurde auch niemand befragt, wenn die natürlich nru zu Hauptschulen gehen, ja toll, dann ist das ja wohl klar.

Hauptschulen sind total unangebracht, es wäre besser nur real und gymnasium zu haben.

Die meissten Hauptschüler können viel mehr leisten, werden aber demotiviert.

Es sit der falsche weg, ihnen weniger zuzumuten, weil sie au Gründen der LEthargie weniger tun.

Es fängt schon in der Grundschule an, Freidenken ist heutzutage auch schon eine böse Sünde -.-

UNd dann bildet sich schon früh ein gewisser trotz.


l
Das jetzige Schulsystem hat ein Riesenproblem, das ist sichtbar und lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Die zu frühe Trennung in verschiedene Bildungswege und die zum Teil einseitige Ausrichtung der Gymnasien sind ein nicht unwesentlicher Grund für diese Misere.

Ich habe seinerzeit Russisch und Kunst auf Lehramt studiert und durch Nachwende-Wirren zunächst meine Arbeit verloren (es waren nach der Wende in Dresden einfach nicht mehr genügend Schüler da, bleiben durften auf Grund des Filzes '90 nur verdiente SED-Genossen und mehrfache Mütter. Danke Herr Berghofer!) und durch glückliche Fügung danach mein jahrelang ausgeübtes Hobby zum Beruf machen können.

Ich halte heute noch (und wer meine Posts kennt, weiss, dass mein Herz nicht grade links blutet, siehe oben) das Schulsystem der ehemaligen DDR für das effizientere, gerechtere und bessere (wenn man von der Willkur um die Vergabe der Studienplätze mal absieht). Aber es gab einen einheitlichen Lehrplan und einheitliche Lehrbücher. Kinderreiche (ab dem 3. Kind) erhielten die Lehrbücher von der Schule kostenlos gestellt. Lehrbücher wurden auch weitergegeben (und nicht weggeworfen).

Kindergarten, Vorschule
1. bis 4. Klasse Unterstufe + Hort
5. bis 7. Klasse Mittelstufe
8. Klasse Entscheidung, wer will was:

1. Weg:
Schulabgang (Ausnahme. Hilfsarbeiter, vgl. Hauptschulabschluß)

2. Weg
Normaler Abschluß 10. Klasse (Realschulabschluss)
danach z.B. 3-jährige Facharbeiter-Ausbildung oder Fachhochschulstudium (die große Mehrheit)

3. Weg
Abitur nach 12 Jahren
trotzdem mussten auch Abiturienten in der 10. den Abschluss wie alle anderen machen. Wers verhauen hat, war raus. Danach Studium.

Argumente, gute Schüler würden durch schwächere gebremst, lassen sich auch widerlegen. Begabte Schüler konnten z.B ab der 3. Klasse Sprachförderschulen oder spezielle mathematisch ausgerichtete Schulen besuchen. Darüber hinaus gab es in der Freizeit umfangreiche Angebote für z.B. technische 'Arbeitsgemeinschaften'. Zumindestens habe ich so mit 13 (sehr zum Leidwesen meiner Eltern) meinen ersten Verstärker incl. Boxen zusammengebaut (nicht so wie heute, wo es alle Platinen fertig gibt, nene, von der Leiterplatte bis zum Gehäuse alles Eigenbau, es gab ja nix). Motivation war genug da und ansonsten hat man halt zusammen auf der Strasse gespielt...

Ich habe auf diesem Weg ab der 3. Klasse Russisch, ab der 5. Englisch und ab der 11. Klasse Französisch gehabt. Nach 12 Klassen habe ich mein Abitur UND 2 Sprachkundigenprüfungen (Russisch, English, 2a) abgelegt und danach studiert.

Es gab Sitzenbleiber, aber wenige. Gute Schüler haben (mussten) sich um schwächere kümmern und Nachhilfe geben, Hausaufgaben wurden im Hort (beide Eltern waren berufstätig) erledigt und schwänzen? Da stand man dann im Wiederholungsfall vor der versammlten Schule beim Appell vorn und durfte sich vor allen eine Standpauke anhören. Nicht gerade jedermans Geschmack, aber das System Bootcamp funktioniert heute noch.

Mit 11/12 Jahren erkennt man doch gar nicht, wer sich später mal wie entwickelt. Und oftmals sind die Streber aus Klasse 1-5 später auf der Strecke geblieben und umgekehrt.
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