Stufen des Ruhms (Gesellschaft)

Stufen des Ruhms (Gesellschaft)

Ein Stückchen Geschichte!....

Ruhmlosigkeit ist, nach dem Russischen Dichter Fjodor Gladkow, existieren ohne eine Spur zu hinterlassen. Doch wieviel Ruhm braucht der Mensch? ISt es für einen Ehrgeizigen Mann schon Ruhmes genug, wenn ein Buch unter seinem Namen erschienen ist?

John Montague, 4 Earl of Sandwich (1718-1792), von dem in unserer Geschichte die Rede ist, hatte ein solches Buch veröffentlicht:>>Reise um das Mittelmeer<<-ein Vorläufer heutiger Globetrotter-Literatur.
Doch der Ruhm des Grafen ist damit erst auf seiner ersten, unteren Stufe beschrieben.-Um ein Vielfaches bekannter wird der junge Autor, als er diplomatischer Mission für sein Vaterland in der Fremde Dienst tut, in Spanien. Er avanciert zum ersten Lord der britischen Admiralität, wird Postminister. Doch auch der Ruhm seiner Karriere im Staatsdinest ist flüchtig, vergleicht man ihn mit dem, was dem Earl noch widerfährt:
Der Weltreisende James Cook gibt noch zu Lebzeiten, einer Inselgruppe der Südsee den Namen SANDWICH-INSELN- gelegen inmitten des Pazifik, im Zweiten Weltkrieg bekannt geworden durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbour. Inzwischen trägt eine weitere Inselgruppe bei den Südantillen im Antlantik den NAmen >>Süd-Sandwich-Inseln<<, und ein 8400 Meter tiefer Meeresbodeneinschnitt erhielt die Bezeichnung >>Sandwichgraben<<. Am Westufer von Namibia heißt eine bedeutende Bucht die >>Sanwichbay<<. Ist es damit genuug ? Der Ruhm des Grafen besiegelt, der Nachruhm gesichert, die Glorie vollendet? O nein.
Für die letzte und höchste Sprosse auf der Leiter zur Unsterblichkeit ist sein Hang zum verantwortlich. Eines Tages, der Graf sitzt wieder einmal mit erlauchten Freunden am Spieltisch, meldet sich im Innern unseres Mannes ein höchst profanes Begehren: Húnger. Das Kartenspiel aber ist spannend, die Gewinnchancen sind verlockend, der Graf kann das Spiel jetzt nich einfach unterbrechen. Aber höchstdero erlauchter Magen knurrt unerbitterlich, nicht achtend der Gestze des Glückspieles noch des höheren Anstandes. Das Organ meldet sich wieder und wieder. So läutet der Graf endlich seinem Diener und gebietet ihm, ein paar mit Butter bestrichene Brote anzufertigen, zwischen denen ein wenig Schinken und Wurst und Käse eingeschlossen ist. Dies erst ist die Krone, die sich der Earl of Sandwich selber aufsetzt. Das Sandwich ist geboren. Es zementiert den Ruhm seines Erfinders von Epoche zu Epoche, Ursprung für seine Woge zutiefst unadeliger Eßgewohnheiten.

|--> Auszug aus dem Buch
>>Wie der Hering zum Bismarcks Namen kam<< von Roger Rössing
(Komet Verlag)
Ein wirklich interesantes Buch!!

Das ist nur eine der Unbekannten Geschichten zu Bekannten Begriffen...
Also woher unser modernes Sandwich den Namen hat, wusste ich ja.

Aber Sandwich-Bay, Sandwich Inseln? xD
Ich meine es geht darum das der liebe kerl sich soviel mühe und Streß gemacht hat um an Ruhm zu kommen und bekam den meisten Ruhm schließlich ganz leicht nur deswegen weil er wie jeder andere auch mal Hunger bekam!
Also das ist bitter...

Trotzdem lollig. xD
Ich glaube ich weiß, was ich als nächstes lese. Dankeschön!
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