Im Kongo soll bald gewählt werden. Um die Wahlen abzusichern sollen 1500 EU-Soldaten (500 davon aus Deutschland) die bereits dort stationierte 14.000 Mann starke UNO-Friedenstruppe Munoc unterstützen.
Im Osten des Landes herrscht Anarchie - und damit meine ich nicht die friedfertige linkspolitische Variante. Die UNO schätzt, dass dort täglich etwa 1000 Menschen wegen Gewalttaten sterben.
Es gibt aber auch andere - weniger laut verkündete Interessen Deutschlands, die dort eine Rolle spielen. Klick
Unter anderem der Bayerkonzern profitierte in der Vergangenheit von der Rechtlosigkeit im Osten des Landes.
Bereits jetzt wird - unabhängig von den Beweggründen für den Einsatz - Kritik unter anderem auch aus der Bundeswehr laut: Der Einsatz wird nur mit wenigen Soldaten durchgeführt (der Kongo hat etwa die Fläche von Westeuropa), bleibt auf Kinshasa beschränkt und ist auf nur 4 Monate begrenzt - sobald die Wahlen vorüber sind, übernehmen die unzufriedenen Kriegsherren wieder die Macht.
Über den Einsatz wurde in der Regierung noch nicht entschieden, ein UNO-Mandat gilt als sicher (er wäre also nicht völkerrechtswidrig) und auch die momentane Regierung des Kongo hat zugestimmt.
Ich habe mich unter anderem auf der_Seite_der_Uni_Kassel und auf der Wikipedia informiert. Wer mehr Informationen möchte, kann ja mal www.google.de|googeln.
Ich denke, dass es durchaus gerechtfertigt ist, dass unfassbare Leid der dort lebenden Bevölkerung zu beenden - genauso sicher bin ich mir aber auch, dass das mit nur 1500 Mann mehr nicht gelingen wird. Bisher war auch Monuc nicht in der Lage, mehr als Kinshasa und Umgebung halbwegs zu befrieden.
Im Osten des Landes herrscht Anarchie - und damit meine ich nicht die friedfertige linkspolitische Variante. Die UNO schätzt, dass dort täglich etwa 1000 Menschen wegen Gewalttaten sterben.
Es gibt aber auch andere - weniger laut verkündete Interessen Deutschlands, die dort eine Rolle spielen. Klick
Unter anderem der Bayerkonzern profitierte in der Vergangenheit von der Rechtlosigkeit im Osten des Landes.
Bereits jetzt wird - unabhängig von den Beweggründen für den Einsatz - Kritik unter anderem auch aus der Bundeswehr laut: Der Einsatz wird nur mit wenigen Soldaten durchgeführt (der Kongo hat etwa die Fläche von Westeuropa), bleibt auf Kinshasa beschränkt und ist auf nur 4 Monate begrenzt - sobald die Wahlen vorüber sind, übernehmen die unzufriedenen Kriegsherren wieder die Macht.
Über den Einsatz wurde in der Regierung noch nicht entschieden, ein UNO-Mandat gilt als sicher (er wäre also nicht völkerrechtswidrig) und auch die momentane Regierung des Kongo hat zugestimmt.
Ich habe mich unter anderem auf der_Seite_der_Uni_Kassel und auf der Wikipedia informiert. Wer mehr Informationen möchte, kann ja mal www.google.de|googeln.
Ich denke, dass es durchaus gerechtfertigt ist, dass unfassbare Leid der dort lebenden Bevölkerung zu beenden - genauso sicher bin ich mir aber auch, dass das mit nur 1500 Mann mehr nicht gelingen wird. Bisher war auch Monuc nicht in der Lage, mehr als Kinshasa und Umgebung halbwegs zu befrieden.
1500 Mann im Kongo sind lachhaft.
Der Kongo ist -wenn man Portugal und Spanien "abbricht" knapp so groß wie Europa.
Was sollen unsere 1500 Mann denn da ausrichten?
Der Kongo ist -wenn man Portugal und Spanien "abbricht" knapp so groß wie Europa.
Was sollen unsere 1500 Mann denn da ausrichten?
Eine 1500-Mann Mission ist sinnlos. Einsatz ja, aber mit mehr Schlagkraft.
Die Verhältnisse dort sind absolut katastrophal. Wirklich. Die Blauhelme wollten mal zusammen mit einheimischen Sicherheitskräften ein Rebellennest ausräuchern, bis die Sicherheitskräfte auf die Blauhelme geschossen haben.
Mauer drum und fertig :)
Die Leben der Soldaten wären nur unnütz für nichts und wieder nichts aufs Spiel gesetzt.
Mauer drum und fertig :)
Die Leben der Soldaten wären nur unnütz für nichts und wieder nichts aufs Spiel gesetzt.
Ich bin der Meinung, dass wir überhaupt nirgendwo Soldaten hinschicken sollten, wenn wir irgendwo Truppen hinschicken, dann Arbeiter, Feuerwehrleute und Manager etc., die den Staat aufbauen helfen. Auch wenn wir Soldaten in den Kongo schicken würden, dann wäre das (zumindest mit den 1500 Mann!!!) bloß eine pure Geste!
@XitXit
im Kongo werden diese Manager und Feuerwehrleute aber wohl nicht wirklich was bringen, solange das land unter Kontrolle von Privatarmeen irgendwelcher Kriegsherren steht.
Irgendwie kotzt es mich doch tierisch an, dass deutsche Konzerne da knietief mit drinstecken und dann hier die Arzneimittelpreise erhöhen.
"»Kapital«, sagt der Quarterly Reviewer, »flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.«"
Passt irgendwie wie die Faust aufs Auge in diesem Fall. Die illegalen Geschäfte scheinen sich ziemlich gelohnt zu haben...
im Kongo werden diese Manager und Feuerwehrleute aber wohl nicht wirklich was bringen, solange das land unter Kontrolle von Privatarmeen irgendwelcher Kriegsherren steht.
Irgendwie kotzt es mich doch tierisch an, dass deutsche Konzerne da knietief mit drinstecken und dann hier die Arzneimittelpreise erhöhen.
"»Kapital«, sagt der Quarterly Reviewer, »flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.«"
Passt irgendwie wie die Faust aufs Auge in diesem Fall. Die illegalen Geschäfte scheinen sich ziemlich gelohnt zu haben...
is schon wahr, leider :-(
einfach unglaublich, dass es solche verdammten arschlöcher gibt!
einfach unglaublich, dass es solche verdammten arschlöcher gibt!
Der Kongo-Einsatz kann theoretisch garnichts werden. Man kann nicht einfach in ein Land einmaschieren, und mal eben eine Demokratie aufbauen (ein gutes Beispiel ist der Irak).
Dazu sollen die 1500 Mann nur die Wahlen des Präsidenten absichern, und nicht die aufständischen zurück schlagen.
Und ich meine, der Präsident wird dann doch sowieso wieder nach dem Abzug der Truppen getötet...
Aus meiner Sicht ist der Einsatz absolut schwachsinnig.
Dazu sollen die 1500 Mann nur die Wahlen des Präsidenten absichern, und nicht die aufständischen zurück schlagen.
Und ich meine, der Präsident wird dann doch sowieso wieder nach dem Abzug der Truppen getötet...
Aus meiner Sicht ist der Einsatz absolut schwachsinnig.
is auch irgendwie ein geiles oxymoron mit krieg frieden zu bringen und freie wahlen zu erzwingen
@XitXit
Streng genommen ist der Krieg ja schon da - jetzt sollen EU-Truppen dabei helfen, ihn zu beenden.
Wenn ich das hier richtig erkenne, dann habt ihr kein Problem mit einem Kriegseinsatz im Allgemeinen - ihr verlangt dann aber, dass er auch nachhaltig eine Veränderung bringt.
Streng genommen ist der Krieg ja schon da - jetzt sollen EU-Truppen dabei helfen, ihn zu beenden.
Wenn ich das hier richtig erkenne, dann habt ihr kein Problem mit einem Kriegseinsatz im Allgemeinen - ihr verlangt dann aber, dass er auch nachhaltig eine Veränderung bringt.
man schickt keine soldaten um einen krieg zu beenden, man schickt sie um diesen fortzuführen und zu gewinnen!
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