Wer malt in Acryl oder Oel auf Leinwand? (Gesellschaft)

Wer malt in Acryl oder Oel auf Leinwand? (Gesellschaft)

Hallo,Leute!
Neben meiner Leidenschaft für Rennspiele,die ich als Abwechslung pflege,stehe ich während der warmen Jahreszeit in Berlin Prenzlauer Berg hauptsächlich an der Gethsemanekirche und zeige dort der Öffentlichkeit meine Gemälde.Nun würde mich mal interessieren,wer sich von euch mit Malerei befasst.Welche Art der Malerei betreibt ihr (impressionistisch,expressionistisch,kubistisch,abstrakt etc.)?Welche Motive malt ihr vordergründig?Was für Farben werden verwendet?Wer malt auf Leinwand?Wo malt ihr (im Zimmer,im Freien etc. )?Wer besucht einen Mal-und Zeichenzirkel?Wer beteiligt sich an Ausstellungen?Gibt es Leute,die sich theoretisch mit Malerei befassen?
Bis 1993 war ich Pantomime.Doch plötzlich brach die Lust am Malen durch und die Malerei wurde mein Beruf.Allerdings hatte ich mich Jahrzehnte theoretisch mit der Malerei befasst,bin 56,und so hatte ich eine gute Ausgangsbasis.Nun interessiert mich also die malende junge Generation.Es wäre nett,wenn ihr euch ein bisschen zu diesem Thema im Forum äußern würdet.
Okay das klingt alles ziemlich interessant! Ich male nicht - ich zeichne. Und was? Mangas und Animes! ;-) Was anderes kommt an mich nicht ran - interessiert mich nicht. Natürlich mach ich auch die geforderten Bilder (im Kunstunterricht) so gut wie möglich, aber es mach einfach keinen Spaß wenn ich nicht meine eigenen Ideen im Vordergrund habe..nur Vorgaben. Meine Kunstlehrerin sagt immer, dass ich mein "Talent" doch nicht hinter diesem einen Gebiet verstecken soll. Dem stimme ich aber nicht zu! Sie wollte mich schonmal in ein "Schullandheim für begabte Künstler" stecken.. -.- ich mein hallo?! Wer bin ich denn.

Aber mal back to topic:
Kunstgeschichte? Theorie? Muss ich mich mit befassen. Unser Kunstunterricht besteht zu 50% aus dem..

Und ich benutze keine (bunten) Farben für meine Bilder - bzw Comics. Ich zeichne alles mit Bleistift, Tusche, Kreide oder Kohle. <--- Kohle hat natürlich Seltenheitswert, weil danach immer alles aussieht wie sonst was.. xD

Ok vielleicht war mein Beitrag nicht die Richtung in die dieser Thread gehen sollte, aber du/sie wolltest/wollten ^^ ja wissen was die Jugend so alles in ihrer Freizeit, bezüglich Kunst, so alles anstellt - tja und das mach ich. ;)

außerdem war mir der Thread a bissel leer..
@D.Raedel
Zeig uns doch dazu erstmal ein Werk aus deiner Hand via Internet...!

Selbst bin ich zumeist verwundert bis schockiert, was die Kunst des Malen's betrifft, und vorallem verstehe ich in keinster Weise warum manche Menschen Millionen bezahlen nur um ein sinnfreies Bild eines schwachsinnigen, das zudem sehr hässlich aussieht,in ihrem Besitz zu haben...
..zunächst denke ich da an Picasso, aber es gibt auch andere berühmte Maler die sehr hässliche Bilder gemacht haben..

(Kritiker oder Kunstbanause, wahrscheinlich bin ich aber nur normal.. ;-)
Für siMplePlaN.Ich finde die Mangazeichnungen äußerst interessant,habe jedoch keinen Bock und kein Talent,ähnliche Zeichnungen zu machen.Wer es kann,sollte das ruhig intensivieren.Wichtig scheint mir,den Spaß an der Sache zu pflegen.
Vorgaben bedeuten immer eine Art Zwangsweste,wo die eigene Fantasie verdurstet oder verdursten kann.Wenn man sich auf ein ganz bestimmtes Gebiet konzentriert,wie es in deinem Fall wohl ist,kann man davon ausgehn,schnell zu qualitativen Leistungen zu gelangen.Ein Verstecken hinter dem einen Gebiet kann ich aus meiner Sicht nicht erkennen.Bleib unbedingt bei deiner Sache und lass dich keineswegs davon abbringen.
In deinen Zeichnungen wird viel von deinem Denken und Fühlen stecken.Oft sind ja diese freien schöpferischen Leistungen das Spiegelbild des Egos.
Wer du bist?Hallo,offensichtlich sehr begabt.
Fixierst du die Kohlezeichnungen nicht?Zwar stinkt Fixativ oft vom Feinsten,doch es ist ratsam,das Zeug zu verwenden.
Zeichnen mit Kreide macht mir auch Spaß,doch bevorzuge ich Feder und Tusche.
Aus welcher Ecke kommst du denn?
@ simpleplan
Puah... naja, diese nippophilen Zeichenneigungen verfliegen hoffentlich mit der Zeit und du beschäftigst dich auch mal mit den Standarddisziplinen. Niemand hindert dich daran, damit weiterzumachen - auch wenn ich Manga als nervigen Trend sehe, welcher die Comicsalons in unangenehmen Quantitäten überflutet. Vergiss aber nicht, dass du auch in anderen Bereichen für deine Zeichnungen profitieren kannst.
Für gewöhnlich übt man sich an der Realität, bevor man zu abstrahierteren Figuren, wie dem Comic, übergehen kann. Man wird nicht alle Kenntnisse brauchen, aber von vielen profitieren.
Das gilt ebenso für die Kunstgeschichte und Theorie.

Kreide... naja, man braucht ein entsprechend großes Format. Statt Fixativ tut's auch Haarspray imo. Billiger und tut's in der Regel auch ^^

@ Banana
Du bist nicht normal, du weißt nur nichts über Picasso. Nagut, das ist vermutlich "normal".
1) Nicht jedes Bild dieses unfassbar begabten Malers und Zeichners ist "hässlich" - aber viele, zugegeben.
2) Sie sind nie sinnfrei oder inhaltslos.
3) Schwachsinnig war er nicht. Seine zahllosen Zitate in seinen Bildern und zweifelsfrei erkennbare akademische Vorbildung sprechen dagegen.
Picasso ist ein urschlechtes Beispiel :>

Das mit der Kommerzialisierung stimmt aber leider. Viele Künstler müssen da auch leider mitziehen, wobei es aber die Schuld derer ist, welche die Kunst als Wertanlage betrachten.

Du bist normal, kritisch und ein Kunstbanause :)

@ Topic
Ich habe bisher lediglich ein Acrylbild angefertigt. Simples Stillleben, um mich mal damit vertraut zu machen. Zeitaufwändiger als die Arbeit mit dem Computer, aber fixer als mit'm Airbrush.

Für mich geht nix über'n Bleistift, dessen Linien ich anschließend mit Tusche und Feder versaue... weshalb ich's mittlerweile bei Bleistift belasse, wenn ich nicht gerade irgendwas spezielles vorhabe ^^
@Flo: für mich ist es kein Trend. Ich mach das schon seit ich denken kann und finde den Trouble der in letzter Zeit darum gemacht wird lächerlich. Ich will keinem Trend folgen, es ist nur mein Interesse. Natürlich habe ich mich bereits an Stilleben, Landschaften und Personen orientiert - habe daran aber keinen Spaß gefunden. Es ist eine gute Abwechslung, mehr nicht.

@Banana:
Ich bin der gleichen Meinung wie Flo betreffend deines Kommentars. Außer in einem Punkt: ich finde das KEIN Bild Picassos hässlich ist! Jedes (was ich kenne - oder flüchtig gesehen habe) war einzigartig und echt schön. ... Jedem seine Meinung.

@D.Raedel:
Meine Kohlezeichnungen fixiere ich schon, nur leider mache ich beim Zeichnen immer ne riesen Sauerei ;)

Achja, Ich komm aus der Nähe von Erfurt.
Für Banana~im~Pyjama.Bilder via Internet sind bei mir noch nicht möglich,da ich erst seit ca.zwei Jahren mich mit Computerfragen befasse und folglich eine PC-Niete bin.Mein Sohn (26) will mir allerdings demnächst die Voraussetzungen dafür schaffen.Es gibt jedoch eine Möglichkeit,wie du ein paar Kopien meiner Bilder sehen kannst - allerdings höchst umständlich.Wenn du im Profil "Berliner Prenzlmaler" anklickst,erfährst du meine E-Mail-Adresse.Da könnten wir uns verständigen,und wenn du Bock hast,schicke ich dir via Post ein paar Kopien.
Dein Schock über verschiedene Werke der Malerei ist verständlich.Kishon hat sich in seinem satirischen Buch "Zieh den Stecker raus,das Wasser kocht!" herrlich darüber ausgelassen.
Picasso malte in den verschiedensten Perioden seines Schaffens wirklich phänomenale Bilder.Aber er experimentierte auch in Stilrichtungen,die nicht unbedingt bei jedem Kunstbetrachter als ästhetisch empfunden werden.Zudem hat er in seinem Testament einen Satz losgelassen,der für mich unverständlich ist:"Bin ich auf den Kopf gefallen,meine kostbare Zeit mit Ästhetik zu vergeuden?"Er wusste zu diesem Zeitpunkt ganz genau,welche Stilrichtungen ihm die meiste Kohle einbrachten.
Wenn ein Künstler zu Weltruhm gelangte,keine neuen Bilder mehr produziert werden können ( man beachte den Spruch: "Ein guter Künstler ist nur ein toter Künstler." ),können dessen Werke zu stabilen Währungen heranwachsen.Da ist es dann völlig egal, w i e das Bild gemalt wurde.Der Kunstmarkt schaukelt die Werke hoch und die Bilder werden zu einer konstanten Wertanlage.Grenzen scheint es nach oben kaum zu geben.
Warum geben Menschen Millionen aus?Diese Bilder unterliegen fast keinen Schwankungen.Das ist ideal für Wertanleger.Und beim erneuten Verkauf erhalten diese Sammler mit etwas Glück noch mehr Millionen.Pablo Picasso gehört zu den Spitzenreitern.
Wenn man sich mit Kunst befasst,tritt allerdings der individuelle Geschmack deutlich in den Hintergrund.So kann es vorkommen,dass ein hochgehandeltes Bild,was man als hässlich empfindet,in Wahrheit Millionen kostet.Vielleicht spielst du auf die jüngste Auktion in New York an,wo ein Picasso ( "Dora Maar mit Katze" ) 95,2 Millionen US-Dollar einbrachte.

Mich würde mal interessieren,welchen Maler du als schwachsinnig bezeichnest ???
Im Prinzip sind nicht die Maler schwachsinnig, sondern vielmehr die Menschen die Millionen bezahlen für Bilder von toten Malern.

Picasso aber malte zuletzt derartig abartige und sinnfreie Bilder das ich absolut nicht nachvollziehen kann wo da die "Kunst" sein soll..!
Generell scheint mir die Kunst irgendwie auch eine Glaubensfrage zu sein, aber ich bin nun mal bekennend ungläubig...
(sinnfrei muss nicht sinnlos sein, aber Picasso hatte scheinbar zumindest nicht mehr alle Sinne beisammen...)
Pardon,Banana~im~Pyjama,aber deine Vermutung,dass Kunst eine Glaubensfrage sein könnte,habe ich,ehrlich gesagt,nicht geschnallt.Könntest du das noch besser ausformulieren?Was Picasso angeht,so sollte jeder sich sein Bild von ihm machen,indem er sich mit seinem Werk auseinandersetzt.Die profane Betrachtung einzelner Werke kann meines Erachtens zu fatalen Fehleinschätzungen führen.Es gibt jedoch Werke Picassos,die schlicht und ergreifend aggressiver Natur sind.Mir ist unklar,ob er dem Kunstmarkt damit einen Denkzettel verpassen wollte.Was sich da so tummelt,ist oftmals äußerst fragwürdig.Vasareli sagte mal(mir ist der Ausspruch nicht mehr publik):"Die Malerei ist ein Niemandsland geworden.Jeder Kritz,jeder Kratz und jeder Fleck wird als Kunstwerk gelobt.Jeder kann sich zum Genie ernennen."Jedenfalls so ähnlich war's.
@Flo
Gewöhnlich übt man sich doch an realen Motiven bzw.kommt gar nicht an der Realität vorbei.Das abstrakte Schaffen beruht auf der Realität.Deine Äußerungen sind jedoch bemerkenswert und ich stimme denen fast in allen Punkten zu.

In der Tat: Haarspray ist verwendbar.

Über die Formulierung,Normalität in der Unkenntnis Picassos zu sehn,musste ich voll ablachen.

@topic
Das Lineare zu verwischen,ist eine völlig legitime Gestaltungsmethode und schafft oftmals geheimnisgeladenen Raum.Das von dir geschilderte Versauen kann die Arbeit u.U.sehr interessant erscheinen lassen.Wenn man mit verschiedenen Malmitteln arbeitet,die sich anscheinend widersprechen,wie beispielsweise Tusche und Wachsstifte (oder Pastellstifte),können coole Effekte erreicht werden.Allerdings musst du damit rechnen,dass anschließend jemand bei dir klingelt,um dir mitzuteilen,es handele sich um Effekthascherei.
Airbrushbilder können sehr zeitraubend sein.Okay.Aber gemalte Bilder können dir ebenso die Zeit nehmen,es kommt nur darauf an,ob man hurtig drauflos schweinert oder detaigestalterisch sich in Szene setzt.Beide Genres sind schwer vergleichbar.
Du betonst,ein simples Stillleben gemacht zu haben.Stelle doch deine Aktivitäten nicht unter den Scheffel.Es wäre interessant zu wissen,welche Motive du wähltest.
Obwohl ich bereits seit 13 Jahren intensiv male,habe ich erst zwei Stillleben vollbracht.Es waren Blumensträuße,die eigenartigerweise diabolischen Charakter trugen.Damit will ich zum Ausdruck bringen,dass die Farben surrealistischen Anstrich hatten.Beide Bilder entstanden auf Malkarton 100 x 70 cm - also nicht auf Leinwand.
Ich male vordergründig Stadtlandschaften,Szene,manchmal Akt und ab und an Fantasielandschaften.Abstrakte Malerei ist nicht mein Ding.Mein Malstil ist impressionistisch,aber sehr idividuell gefärbt.

@simpleplan
Da Farbe bekanntlich kein Dreck ist,stört mich die Kleckerei überhaupt nicht.Im Gegenteil,ich fühle mich äußerst wohl dabei.Ich bin schon mit versauten Klamotten in die nächste Kneipe geschlittert.Null problemo.
Die Gegend um Erfurt und Weimar kenne ich bestens.
MfG D.Raedel
Ich zeiche hauptsächlich in Tusche oder Kreide, ab und zu auch in Acryl.
Mein Hauptmotiv sind BEHÄBIGE KATZEN.
Hallo , Max !
Bin grad noch hier.Du zeichnest also mit Tusche,folglich ne Federzeichnung.Wenn du einen Pinsel benutzt und damit in die Tusche gehst,fällt es unter Malerei.Mit Kreide kann man zeichnen und auch malen.Hingegen ist Acryl für die Malerei bestimmt.Ich analysier es deshalb,um dich besser verstehn zu können.
Ihr habt also Katzen in eurer Wohnung oder im Garten.Und wenn sie faul sich ein Schläfchen gönnen,zeichnest oder malst du die Tiere.Gehst du mit Tusche direkt auf den Malgrund (Papier usw.) und legst gleich los oder machst du erst von den Katzen mit Bleistift oder Kohle eine Vorzeichnung?
Wenn ich male,mache ich mir vorher mit Kohle eine flüchtige Skizze auf die Leinwand.Sollte ich mich in den Proportionen oder der Perspektive vertan haben,lege ich eine weiße Acrylschicht über diese Linien und zeichne richtig nach.Schwierig wird es bei Federzeichnungen.Wenn man sich da irrt,kann man gewöhnlich von vorn beginnen,da man die falschen Striche kaum wegkriegt.
Malst du mit Acryl auf Leinwand oder auf Papier?
Bis denne ...
Wir haben gar keine Katzen im Haus. :D
Vielmehr bin ich auf das Thema gekommen, nachdem ich mir eine Tonfigur einer Katze gekauft hatte. Diese Figur strahlt so eine enorme Behäbigkeit aus - es ist unglaublich.
Und seitdem will ich behäbige Katzen in den verschiedensten Ausführungen zeichnen.
Allerdings schreibe ich mehr, alsdass ich zeichne.

Und wnen ich zeichne, dann wird natürlich vorskizziert - auf einen Malblock.
Acryl nur auf Leinwand.
@max
Du hast mich verdammt neugierig gemacht.Ist es dir möglich,die Tonfigur mal zu fotografieren und mir per Mail das Bild zuzuschicken?Die E_Mail-Adresse erfährst du unter Profil BERLINER PRENZLMALER.Ich selbst kann unter diesem Nicknamen nicht schreiben,da ich bei der Anmeldung einen Fehler gemacht haben muss.Jedenfalls wird mir stets und ständig der Zugang verwehrt.
Schreibst du Kurzgeschichten?
Die Katze ist natürlich schon fotografiert - möglicherweise werde ich demnächst sogar einen "behäbige-Katzen-Blog" machen.
Ja ich schreibe Kurzgeschichten. Sie sind unterschiedlich lang, so zwischen 10 und 30 Seiten.
Jedoch schreibe ich sie nicht alleine, sodnern zusammen mit einem Co-Autor.
Die HAndlung der Geschichten sind aber meist extrem bizarr.
Ein paar Beipspiele:
- Ein behinderter Mann, der in einem Restaurant wohnt
- Jemand, der von einem imaginären Sportlehrer verfolgt wird
- Der "Eiserne Hirsch": Eine Mischung aus Mensch, Hirsch und Eisen (Gibt es gerade im Buch/Autorenforum zu lesen: http://www.mogelpower.de/forum/thread.php?thread_id=174668)

Dazu kommen noch viele andere Geshcichten, mit ähnlich verrückten Ideen, die aber nicht beendet wurden.
@D.Raedel
Besser ausführen das Kunst eine Glaubensfrage ist kann ich leider nich..
Picassos eckige und realitätsfremde Bilder wo das Auge fast am Ohr hängt und das Ohr im Gesicht, oder sonstige realitätslose Mutationen dargestellt werden wirken für mich eher abstoßend..
Das Künstler unter sich verrückt sind und in einer anderen realitätsfernen Welt leben hast Du ja schon selbst deutlich genug ausgedrückt.. ;-)
Im Fall Picasso vermute ich das der zuviel Methadon oder sonstige Drogen bekommen hat, anders lassen sich seine letzten Bilder nicht erklären...

Beim lesen dieser Beiträge bekomme ich ehrlichgesagt hauptsächlich den Eindruck das Kunst schwul ist..
@ simpleplan
"für mich ist es kein Trend. Ich mach das schon seit ich denken kann und finde den Trouble der in letzter Zeit darum gemacht wird lächerlich"

Nun, der Trend geht schon länger immer mehr in Richtung Japan und ich beobachte das naturgemäß etwas länger. Ob du ewig dabei bleiben oder dich vielleicht doch anderen Dingen zuwenden wirst, kann man noch nicht wissen; auch du nicht. ;)

Hm... Picsso hat ein unfassbar umfangreiches Oevre. Wer lange genug sucht, wird schon etwas finden, was er nicht unbedingt für sehr ästhetisch hält. :P

@ D.Raedel
Farben mit einem surrealistischen Anstrich? Ich kann mir darunter wenig vorstellen. Wenn ich so an Max Ernst und Dalí denke, muss ich spontan an viele blau-orange Kontraste denken.

Ja, ein Gemälde kann durchaus länger brauchen als ein Airbrushbild, aber dort kann man einfach den Pinsel in die Farbe tauchen und los geht's. Die Zeitaufwändige Vorbereitung (und Nachbereitung, wie das Säubern der Spritzpistole) geht enorm auf die Geduld. Ich bin auch noch nicht wirklich gut darin, da ich mir das ganze autodidaktisch anzueignen versuche und dauernd unüberlegte Fehler mache. Das ist hart, weil man nicht alles durch einfaches weiß-Übersprühen korrigieren kann.
Was mich aber reizt und ich demnächst mal umsetzen möchte, das wäre eine Leinwand mit einem Comicmotiv (diese richtig schön klischeebeladenen amerikanischen Comics ^^) oder 'ne einzelne Comicseite so etwa 50x70cm.
@max
An dieser Stelle möchte ich mich für die Mail noch einmal ganz herzlich bedanken.Ebenso verdienen die umfassenden Erläuterungen Anerkennung.Das Katzenmotiv in Ton hat auch mein Interesse geweckt,und ich muss gestehn,eine solche Tonfigur noch nicht gesehen zu haben.Die Zeichnung spiegelt gut das Motiv wider,wobei individuelle Empfindungen in die Gestaltung einflossen.Ich bin gespannt,wie die kommende Kreidezeichnung ausfallen wird.
Danke für den Link betreffs der Kurzgeschichten.Sobald ich ein bisschen mehr Zeit habe,werde ich meine Neugierde in dieser Richtung stillen.Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
Ich mal gern in meinem Zimmer, bei schönem Wetter sitz ich im Garten.
Meistens mal ich im Auftrag meiner Familie (Chinesisches, Landschaften usw.).
Aber für mich mal ich am liebsten Stars oder Menschen und Tiere von Postern und aus Zeitschriften ab.
Arbeite am liebsten mit Acryl. Mit Öl hab ich schlechte Erfahrungen gemacht (Billigtuben ausgelaufen und Kasten schmierig geworden)
Meine Kunstlehrerin hatte zwar mal ne Idee mit ner Ausstellung, wollts auch machen, aber hat se wohl wieder vergessen. Ansprechen tu ich se auch nich, bis ich genug Bilder hab.
@Banana~im~Pyjama
Ehrlich gesagt,ist es für mich nicht ganz einfach,deinen Ausführungen in jedem Fall folgen zu können,obwohl ich mir allergrößte Mühe gebe.Könnte es sein,dass du mit der Glaubenssache ausdrücken möchtest,Kunst bedarf den Glauben des Künstlers an sich selbst und an seiner Umwelt?Sollte ich hier in deinem Sinne richtig liegen,würde ich dir gern zustimmen wollen.Künstlerisch tätige Menschen,egal ob Profis oder Amateure,sollten unbedingt an sich glauben,ansonsten bleiben sie mit ihrem Schaffen auf der Strecke.
Die Malerinnen und Maler sind leicht angreifbar,da sie den Mut besitzen,ihre Arbeitszeugnisse der Öffentlichkeit zugängig zu machen.Oftmals werden sie von Leuten mit profanem Müll überschüttet,die nur ihre trainierte Großklappe in die Waagschale werfen können,ohne selbst künstlerisch etwas Bemerkenswertes zu vollbringen.Haben sie ihren geistlosen Schrott abgeladen,sind sie auf der Suche neuer Opfer.Ihnen fehlt die Toleranz und das Abweichen von ihrem allgegenwärtigen Egoismus und Egozentrismus.
Würde der Künstler nicht an sich glauben,wäre er hoffnungslos der Vernichtung preisgegeben.

Picasso entwickelte seine breite Variationstechnik stets aus der Zeichnung,wobei die Form dominierte.So hatte die Farbe für ihn eine untergeordnete Rolle,sie sollte lediglich die Aussagekraft der Form unterstützen.Einige seiner Werke wirken auf mich abstoßend,doch war er keineswegs verpflichtet,den Betrachtungsweisen des Publikums zu entsprechen.Insofern toleriere ich auch Werke,die mir nicht zusagen.Der größte Teil seiner Werke in den verschiedensten Perioden zeugt von seinem einzigartigen G e n i e.
Wenn du versetzte Augen,Extremitäten etc. auf's Korn nimmst,so kannst du nicht der konzipierten Architektur des Künstlers folgen.Und die Bereitschaft musst du auch nicht haben,wenn du dich für realitätsgetreue,eventuell sogar naturalistische Bilder eher interessierst.Das ist allein dein Bier und du hast ein Recht darauf,deine Ansichten zu manifestieren.
Oftmals brauchte Picasso viele Vorstudien,um sein angestrebtes Werk zu vollenden.Um die "Sylvette David im grünen Sessel" (ein hübsches Mädchen in sitzender Haltung)zu schaffen,entstanden mehrere eigenständige Werke.Das Bildnis begann er mit Bleistift auf Papier und war dabei mit Dürer ebenbürtig.Picasso verdankt die Kunst mehrere
Techniken,die es vorher nicht gab.

Kunst kann drogenähnliche Wirkungen hervorbringen,da bedarf es keiner Konsumierung einschlägiger Mittel.Wenn man tief im Schöpfungsprozess verwurzelt ist,eröffnen sich Welten,die anderen Menschen verschlossen bleiben.Das ist in anderen Künsten ebenso,besonders auch in der Musik (Beethoven !!!).
Wenn man sich einer Sache total hingibt,ist das verdammt normal.Und das Exzentrische der Künstler ist i h r e Normalität.
Was Kunst mit innergeschlechtlichen Regungen zu tun haben soll,ist für mich nicht greifbar.
Ich danke dir nochmals für deine Antwort.
Fehlerberichtigung.Entschuldigt meine Unkonzentriertheit,habe beim letzten Bericht aus Versehen einen Satz verdreht.Wenn man jedoch während den Malpausen spontan loslegt,kann's schon mal vorkommen.Der Satz muss richtig heißen:
Die Kunst verdankt Picasso mehrere Techniken,die es vorher nicht gab.
"Die Kunst verdankt Picasso mehrere Techniken,die es vorher nicht gab."

Tut dies nicht im Endeffekt... jeder Künstler?
Beispiel Cezanne, welcher als "Vorreiter" der modernen Kunst gilt.
@Chrisony
Hallochen!Malerinnen und Maler,die innerhalb einer gewissen Stilrichtung sich einbringen,ohne von ihr nennenswert abzuweichen oder abweichend davon in eine bereits bekannte Stilrichtung erneut gehen,bringen sich nicht mit neuen Techniken oder Malverfahren ein.Selbst der absolut eigene Malstil(mit Ausnahmen !) kann nicht als neue Technik gewertet werden.
Ganz anders bei Cézanne,den du völlig berechtigt nanntest.Obschon er zu dem Kreis der Impressionisten gehörte,war er in der Tat e i n e r der Vorreiter für die Kunst am Anfang des 20.Jahrhunderts.Aus den reifen Werken Cèzannes der postimpressionistischen Werke,ist der Grundstein für den Kubismus und Fauvismus erkennbar.Du hast das völlig richtig erkannt bzw.gewusst.Cécanne bastelte an seinen Werken solange rum,bis er die aus Einzelformen gestalteten Details zu einem Ganzen vereinen konnte.Manchmal verzweifelte er bei seinem Schaffen und die Bilder blieben unvollendet.So hatte er unwahrscheinliche Angst,von anderen Malern bei seinen Experimenten gestört zu werden.Seine Bilder waren im ersten Stock seines Atelier-Hauses nahe Aix-en-Provence zu finden,damit kein Eintretender seine Arbeiten erspähen konnte.Nur der damals junge Maler Emile Bernard durfte in seiner Nähe weilen.Bei seinen ordnenden und konstruktiven Bemühungen der künstlerischen Gestaltung,stand die Farbe im Vordergrund.
Chrisony,Cézanne gehört zur Riege meiner Lieblingsmaler.
MfG D.Raedel
@D.Rädel:
Ich habe dir eine weitere Mail geschick, mit dem katzenbild in Kreide.
@MAX
Danke!Ich werde mir deine Kreidezeichnung in wenigen Minuzten ansehn.Nur will ich schnell aus einem Liebermann-Buch für Chrisony eine Story abschreiben,die mit Cézanne zu tun hat.
Bis gleich...
@Chrisony
Wahrscheinlich bist du längst weg vom Fenster,aber ich habe es nicht schneller schaffen können.Im Zusammenhang mit Cézanne gibt es eine Anekdote über Max Liebermann.Hierbei geht's um das weltberühmte Gemälde "Der Knabe mit der roten Weste".Es sollte,von der Düsseldorfer Kunstausstellung kommend,von der Kunsthalle angekauft werden,doch der einflussreiche Edurad von Gebhardt protestierte,weil Cézanne,der akademischen korrekten Anatomielehre zum Trotz (?), den im Vordergrund befindlichen Arm des Jungen zu lang malte.
Jetzt schreibe ich vom Buch ab:
Eines Tages trafen sich in der Ausstellung vor dem Bilde Gebhardt und Liebermann.Es erhob sich eine heftige Diskussion,da Liebermann begeistert die Farbschönheit des Gemäldes pries.Gebhardt wurde rot vor Zorn.
"Aber sehen Sie doch",rief er in höchster Wut,"sehen Sie doch diesen unendlich langen Arm!"
"Ach was",sagte Liebermann,"der Arm is so schön jemalt - der kann ja jar nich lang genug sein!"

Dir einen schönen Abend!
@MAX
Danke für die zweite E-Mail mit deinem neuen Werk "Katze 2" als Anhang.
H u t ab !
Auf diese Arbeit darfst du mächtig stolz sein.Die Farbgebung hast du prima gewählt.Die herrliche Monochromie in Ocker und Braun,die ausgefeilten Braunschattierungen,die kissenartig die Tonfigur beleben,sind super gearbeitet.Die helle Fläche unter dem Katzenkopf hast du absolut richtig aufgebracht.Gratuliere!
Deine Arbeit is ne runde Sache!
MfG D.R.
Vielen Dank für das Lob. ^^
Kreide finde ich für sowas am besten, weil man diese herrlichen Farbverläufe erzeugen kann.
Das Katzen-Thema ist noch nicht ausgereitzt, denke ich, da komtm noch mehr. :)
@Sabbi17
Hallochen!Hat zwar ne Weile gedauert,aber dafür bekommst du eine umfassende Antwort.Von deinem Bericht war ich begeistert.Klasse,wie du dich mit der Kunst engagierst.Wie ich unschwer merken konnte,hast du Möglichkeiten gefunden,vor der Natur und im geschlossenen Raum zu arbeiten.Was liegt dir denn mehr,das Abzeichnen oder Abmalen von Motiven oder die Malerei mit ungebundenen,freien Motiven in deiner Umwelt?
Eins steht fest wie das Amen in der Kirche:Die freien Motive,egal ob im Zimmer oder vor der Natur,sind künstlerisch wertvoller.Wenn man sich beispielsweise ein Stillleben arrangiert,um es anschließend auf den Malgrund zu bringen,ist das Herangehen sehr lobenswert.Oder man versucht sich mal an einem Interieur,um eine interessante Zimmerecke bzw.ein Zimmerdetail zu gestalten,so kann man seine malerische Vielfalt trainieren.
Hast du schon Porträts deiner Familie versucht?Wenn nicht,so versuch das mal bald anzugehn.Hierbei wirst du mit der Perspektive und den Proportionen konfrontiert,was manchmal gar nicht so einfach ist.Wenn's mal daneben geht,so ärgere dich nicht,sondern betrachte die gesamte Kiste als Übung.Es schult immens die Beobachtung und die zeichnerische bzw.malerische Umsetzung.
Das Abmalen kann zur Stagnation führen und das Talent einengen.Doch möchte ich ausdrücklich betonen,dass selbst das bloße Abmalen das Auge schult.Bei freien Motiven kommt die intuitive Betrachtungsweise ins Spiel und somit Herz und Verstand.Vielleicht machst du die Sache wechselweise,um mehr Abwechslung erfahren zu können.
Besonders freut es mich,deinerseits die Familie im Rücken zu haben.Es ist wunderbar,wenn du die Anerkennung deiner Leistung von deinen Eltern (und Geschwistern ?)erfährst.So bist du unterstützend eingebettet und musst nicht abgeschieden dem Hobby nachgehn.Grüß deine Familie von mir,sie haben es verdient.
Malst du auf einer planen Fläche oder an einer Staffelei?Malen oder Zeichnen auf einer Tischfläche ist äußerst schwierig,da der Winkel zur Malfläche recht ungünstig ist.Hierbei kommt es häufig zu Irritationen,da sich in der Sichtachse eine eigene Perspektive zum Malgrund auftut.Sobald die Augen und die Malfläche parallel zueinander stehn,wie es bei Tischstaffeleien und Atelierstaffeleien der Fall ist,wird das Malen erheblich einfacher und man hält länger durch.Solltest du noch keine Staffelei haben,so wünsch dir doch eine zum Geburtstag. *,_,*
Acryl hat viele Vorteile,okay.Die Farbe trocknet schneller und man kriegt die besudelten Hände selbst nach Stunden noch problemlos mit kaltem Wasser sauber.Acryl hat plakative Eigenschaften und man kann auch Farbschlieren gut für plastische Hervorhebungen nutzen.Du solltest bei der Acrylmalerei sehr darauf achten,öfters die Pinsel zu reinigen,vor allen Dingen am Borstenansatz.Ansonsten machen die Dinger ganz schnell den Abgang und verwandeln sich in einen verhärteten Besen.Und billiger wird's auch nicht.
Hingegen überleben die Pinsel bei Öl viel länger und bleiben lange geschmeidig.Fließende Übergänge oder transparende Schichten,lassen sich mit Öl besser an.Zudem können als Fehler erkannte Details zügig beseitigt werden.Öl kommt auch wärmer rüber,obwohl das natürlich eine Sache der Farbwahl ist.
Um die Ölfarben schneller trocknen zu lassen und sich nicht dem Gestank des Terpentins auszusetzen,nimmt man S h e l l s o l.Damit kannst du auch mühelos die Pinsel reinigen.
Übrigens kannst du auch auf getrocknete Acrylmalerei Ölfarben aufbringen,ohne unbedingt sehr pastös vorzugehn.Das Bild kann durchaus attraktiver werden.Kannst es ja mal ausprobieren.Sind alle Acrylflächen mit Öl bedeckt,ist es ein Ölgemälde.
Deine abwartende Taktik,die Lehrerin erst wegen einer Ausstellung zu fragen,wenn genügend Bilder vorhanden sind,finde ich gut.Allerdings solltest du dich von keiner Person abwimmeln lassen.
Das war's.
Ciaoi! D.R.
@MAX

Wenn man ein Thema als Serie angeht,kommen immer neue Erfahrungswerte hinzu,die automatisch in die Arbeit einfließen.So lernt man bedeutend tiefer sein Motiv kennen.Zudem kann man kritisch die Arbeiten vergleichen,was sonst gar nicht der Fall sein könnte.Folglich ist deine getroffene Entscheidung begrüßenswert.

Gutes Gelingen wünscht D.R.
MAX: Wenn es dir nichts ausmacht - könntest du mir vlt. auch eines deiner Bilder schicken? ;) Ich habe Interesse gefasst und nun möchte ich auch gern eines deiner Kätzchen begutachten. Meine Mailaddy steht im Profil. Ich würde mich freuen!

Glg
@simpleplan: Freut mich, dass es dich interessiert. :D
Email wurde versendet.
@max
Leider kann ich noch keine Bilder versenden - siehe Eintrag vom 05.05. - 20:28
Ich bin mir nicht sicher,ob ich mich deutlich genug ausgedrückt hatte.Aber ich habe bisher keine Katzen gemalt,die bildbeherrschendes Thema waren.
1995 hatte ich mal ein Acrylbild auf Malkarton ( 100 x 70 )gemalt,wo Katzen eine milieuverstärkende Wirkung einnahmen.Beschreibung des Bildes: Auf einem sommerlichen Balkon sitzt ein junges Mädchen ( Akt nach einer 17 jährigen Gymnasiastin ) und beobachtet zwei zu ihren Füßen spielende Katzenkinder.Hinter ihrem Rücken eine parkähnliche Landschaft mit der fernen Gethsemanekirche.Voll impressionistisches Bild.

MfG D.R.
Hey D.R.,
thx für deinen Bericht.
Nun ja, hätte auch selbst mehr Spaß dran, wenn ich Sachen einfach durch den Blickwinkel abmalen könnt, aber teilweise fehlt mir die Perspektive dafür. Aber ich werd da schon besser ;) Solche Sachen wie Porträts von Stars, Haustieren usw. mache ich meist durch Projezieren von ner Folie. Zwischendurch versuche ich aber immer wieder, so etwas frei Hand zu machen. Und durch den Kunstunterricht (zum ersten Mal seit Jahren gehts hier auch wirklich um Kunst) habe ich da schon einiges hinzugelernt beim freien Malen.
Ich male oft auch einfach Bleistiftzeichnungen, habs da auch schon mit meiner Family versucht, aber da sahs echt nicht gut aus (lach), aber meine Mum hatte mir schon öfter nahe gelegt, ihr Hochzeitsfoto auf Leinwand zu verewigen. Werde ich demnächst wohl mal machen.
Danke für die Grüße, die werd ich ausrichten. ;)
Meine kleine Schwester wollte oft schon Bilder ihrer Lieblingsbands von mir haben, für meinen Bruder hab ich sein erstes Auto verewigt und die Sachen für meine Eltern und Großeltern kann ich schon gar nicht mehr zählen.
Bis jetzt habe ich eigenltich immer mit der Leinwand aufm Tisch gemalt, aber meine Mutter hatte mir vor einigen Wochen doch nahe gelegt, eine Staffelei zu kaufen. Is auch wirklich besser so, sitz ich wenigstens gerade bei und meine Haare hängen nie in der Farbe.
Das mit dem Terpentin ist wirklich keine schöne Sache, aber ich werde deinem Tip mit dem Shellsol mal nachgehn, danke. Vielleicht kauf ich mir demnächst wieder Ölfarben, ich schau einfach mal.
Seit einigen Monaten verfolge ich auch regelmäßig die Sendung "Joy of painting" mit Bob Ross. Der malt ja auch mit Öl. Und vor allem ist das einfach geil, welche Effekte er damit zaubern kann. An sowas arbeite ich teilweise auch noch.
Aber ich danke dir für deine netten Worte. Viel Spaß auch noch beim Malen (Ich fang nächstes Wochenende wohl wieder was neues an).
LG Sabbi17
@Sabbi17

Merci!Du scheinst auf dem richtigen Weg zu sein und ich nehme an,dich dürfte die Malerei im Leben begleiten.Sie ist wie Meditation und kann die Seele stärken und erfrischen.Und sich im Beobachten zu üben,ist auch aller Ehren wert.
Bleistiftzeichnungen kannst du jedoch n i c h t malen - es sind ja Zeichnungen. ;o)
Mal doch deiner Schwester eine ihrer Bands,die wird bestimmt happy.
Beim Kauf der Staffelei achte bitte darauf, k e i n e Schülerstaffelei zu kaufen,sondern eine einfache Atelierstaffelei.Du würdest dich später nur ärgern,weil diese nicht mehr deinen Ansprüchen gerecht wird.
Ja,kaufe unbedingt Shell sol.,zumal das Zeug auch geruchsfreundliche Eigenschaften besitzt.

Von Bob Ross kannst du dir einige Techniken und den Umgang mit Farben und Malzubehör abgucken.Insofern ist die Sendung noch brauchbar.Allerdings ist sein Herangehen als Künstler primitiv.Er malt 0-8-15 im Fließbandverfahren und erinnert mich an einen kommerziellen Roboter.Wenn der malt oder seine Büsche tupft,stehen mir die Haare zu Berge und ich bekomme vor Fassungslosigkeit 'n Schütteltrauma.Viele seiner Bilder sind der blanke Kitsch!Nimm dir an diesem geislosen Zeug kein Beispiel,bitte nicht,es ist Scharlatanerie pur.Wenn ich seinen Namen in den Mund nehme,bekomme ich Sodbrennen! (g.g.)

Also nischt wie ran und gieß das Pflänzchen der Euphorie!

MfG D.R.
Ich habe vor,einen weiteren Thread zu eröffnen,wo ihr eure Lieblingsmaler nennen könnt und möglichst ein paar Worte dazu,warum die entsprechenden Maler euch gefallen.So kommt noch mehr Abwechslung in die Bude... *,_,*
Wie wär's mit... imageshack und öffentlich Posten statt Emailversand?
@Flo 06.05. 13:39

Hallo,Flo,bin dir noch ne Antwort schuldig.

Im Zusammenhang mit meinen Blumensträußen sprach ich von Farben mit surrealistischem Anstrich.Damit meinte ich den Charakter der Farben,der sich innerhalb der Komposition entlädt.
Auf einer ebenen Fäche inmitten einer öden Landschaft stehr eine Vase mit Blumen.Während das Blattwerk mit sattem Moosgrün gemalt wurde,treten die Blüten mit knalligem Rot und Gelb im 3-D-Effekt in den Vordergrund.Die Standfläche wurde hellviolett gestaltet und die Vase wirft dunkelvioletten Schatten.Der Himmel,der sich mit dem Horizont vermischt,ist ebenfalls violett gemalt und hat eine untere ockerfarbene Lichtzone.Die Schattenseiten der Pflanzen,auf dem Gemälde die linken Konturen,sind ebenfalls violett.So erhielt das Bild einen unwirklichen Charakter (surrealistischer Anstrich),bedingt ndurch die Farbwahl.

Du erwähntest die Blau-Orange-Kontraste von Ernst und Dali.Es stimmt,die Werke mit diesen Kontrasten gibt es bei beiden Surrealisten häufig.Max Ernst war ein Späteinsteiger in surrealistische Regionen,ich glaube so gegen 1825/26 in Frankreich.M.Ernst ist auch ein Pionier der Malerei und hat ihr sehr viel gegeben.Als Autodidakt malte er vordergründig seine Erlebniswelt des I.Weltkrieges und auch später spielen Tod und Verdammnis noch eine Rolle.Sein Werk mag ich nicht vordergründig,da ich beim Betrachten der Bilder glückliche Empfindungen spüren möchte.
Salvador Dali ist hingegen mit seinem Surrealismus ein Jahrhundert-Genie.Vor vier Jahren habe ich mich über 6 Wochen täglich mit ihm und seinen Werken auseinandergesetzt.Neben anderer Literatur orientierte ich mich an dem dicken Wälzer "DALI" mit 1648 Werksabbildungen.

Bis denne ... D.R.
Klingt für mich eher expressionistisch, aber wahrscheinlich stelle ich's mir nur falsch vor :)

Beim Surrealismus habe ich immer einen blauen Himmel, einen Boden in einem Ockerton und minimalster Landschaft vor Augen. Der Horizont sitzt tief und gibt dem dargestellten Objekt eine gewisse Monumentalität, aber die Farben sind meist der Realität angepasst, wenn es nicht irgendeinen Grund für eine Abweichung gibt.

Unwirklich ist ja nicht automatisch gleich surrealistisch. Es muss schon "überwirklich" sein ;) Das Wort sollte es im Deutschen geben.

1924 (kleiner Typo? :P) kam meines Wissens das "surrealistische Manifest" von Weißnichtmehrwem heraus. Um 1920 fing's meines Wissens an und das früheste surrealistische Werk Ernsts, welches ich kenne, stammt von 1923: "Die heilige Cäcilie". Zählt er damit tatsächlich als "Späteinsteiger"? Ich dachte immer, er sei recht früh... besser ich les das nochmal nach.
@Flo

An deiner Vorstellung is was dran,aber das Bild hat nun mal keinen expressionistischen Charakter - höchstens ich. (g.)

Hm,Flo,viele richtige Beobachtungen und Gedankengänge.Die Abweichungen machen zwar nicht das Kraut fett,aber sie gibt es.In deinen Worten,einen Grund für Abweichungen zu finden,wird deren Existenz bereits dargelegt.
Wenige Beispiele bei Dali:
Spanische Tänze in einer Landschaft.Der Himmel(von oben nach unten)blauschwarz-grün-gelb;
Fischer von Port Lligat,seine Netze flickend.Der Himmel ist dunkelbraun,hellbraun,ocker und mittendrin tummelt sich ein blauer Wolkenaufriss.Innerhalb der unteren Kompositionsebene bräunliche Monochromie.
Bildnis Chester Dale mit seinem Hund Coco (als ich soeben diesen Namen schrieb,dachte ich an Renoir):indifferenter blauer Himmel mit violettweißen Wolken. etc.

Automatische surrealistisch-unwirkliche Überwirklichkeit wird demnächst eine Rolle spielen.Ich erahne es. :o)))

Was ich zu Max Ernst sagte,habe ich mir im Gehirn zusammengewürfelt.Genau wie du,werde ich mal in meine Bücher kicken.

Bis gleich.
@Flo

Habe soeben mal kurz nachgelesen.Du lagst gold richtig.Max Ernst ist kein Späteinsteiger,sondern gehörte zu den Gründungsmitgliedern in Paris.Ich war etwas irritiert worden,weil er doch mit großformatigen Dada-Gemälden noch bis 1924 von sich reden machte.Wie ich der Literatur entnehmen konnte,schloss er mit "Weib,Greis und Blume II"seine dadaistische Schaffensperiode ab.Okay.

Das von dir richtig erwähnte Manifest von 1924,war von André Breton kreiert worden.Die Surrealisten spalteten sich jedoch,von Breton abweichend,in zwei Hauptrichtungen.
So, habe jetzt mal mit einer neuen Katze angefangen - auch in Kreide.
Von der Form wieder fast gleich, aber diesmal in starken Rot und Orangetönen.
@MAX

Für dein neues Werk drücke ich dir die Daumen.Wie ich dich inzwischen kenne,dürfte es wieder ein Treffer werden.
Tausende junge Leute zeichnen und malen.Verirren sich meine jungen Kollegen nicht in dieses Forum?
Tach ich bin wieder da (D.Raedel, wie spät schreibst denn du noch? lol)

Ich bin grad dabei, mich für für eine Ausbildung als Mediengestalter, oder wenn das nicht klappt, für ne Berufsschule mit Schwerpunkt Kunst zu bewerben.
Sprich: Ich muss die Tage mal mit neuen Bildern beginnen, die ich dann für meine Bewerbungen nutzen kann.

Meine Frage ist: Was zählt alles unter "Arbeitsproben"?
Nur Zeichnungen, oder auch Comics, Bilder aus dem Kunstunterricht, oder auch Fotos von Gemälden und selbst erstellte Filme?
Hoffentlich kann mir einer weiterhelfen.
@Sabbi17

Hallochen!Mir sind die Arbeits-und Studienmappen bekannt,die Studienbewerber für die Kunsthochschulen,Kunstakademien und Unis vorlegen müssen,um in mehreren Auswahlverfahren ( Das Sieben )eventuell angenommen zu werden.Hierbei geht es um das Erkennen des Talents für eine gewisse Studienrichtung.Dabei kommt es keinesfalls auf eine vorhandene Meisterschaft an und schon gar nicht auf abgezinkte (abgemalte) Fremdwerke.Es muss in grafischer und malerischer Richtung das Talent für die Kunst erkennbar sein.Besonders wertvoll sind meist Arbeiten,die einen gewissen individuellen Schwung in Zeichnung und Malerei erkennen lassen.Auch spielt Originalität eine Rolle,da man hierbei auf das Wesen des Bewerbers blicken kann.Mit kleinen bemalten Blättchen ist da absolut nichts drin.Zudem spielt der äußere Gesamteindruck ebenfalls eine Rolle.Wichtig ist auch,die Begeisterung für den angestrebten Beruf wenigstens im Ansatz erkennen zu können.

Für deine beabsichtigte Studienrichtung kann ich mir gut vorstellen,dass das zeichnerische/grafische Engagement in Schule und Freizeit von Bedeutung sein kann.Ich glaube,dass die Malerei hier keine vordergründige Rolle spielt.Es muss erkennbar sein,dass der Studienbewerber ganz bestimmte Interessen in seinen vorgelegten Arbeiten vermittelt.
Das grafische Gestalten von Alltagsgegenständen nach Funktionalität in den vertschiedensten Betrachtungsweisen,die ästhetische Wirkung von Gebrauchsgegenständen,Entwürfe von Möbeldesign (sehr leicht sind Entwürfe von schwungvollen Regalen aller Art)etc.Das gestalterische Talent sollte erkennbar sein.Die variable Gestaltung von Gegenständen dürfte jedenfalls eine große Rolle spielen.Hierbei ist auch positiv,wenn man erkennen kann,mit welcher Intensität der Studienbewerber sich in der Vielfalt der Skizzen an einem Objekt versucht,um an einer Lösung bemüht zu sein.Das legt Zeugnis des Interesses am Gestalten ab.
Ich kann mir vorstellen,das das Erstellen von Layouts und werbewirksamen Fotografien interessant sein kann einschließlich von Arbeiten an Grafikprogrammen.Auch das Erfinden von Logos könnte hier mit hineinspielen.Auche Modedesign.
Comics können ebenfalls innerhalb der Werbebranche eine Rolle spielen.
Meines Erachtens solltest du dich auf ganz spezielle Bereiche konzentrieren,damit nicht querbeet ein nicht mehr zu überschauendes Durcheinander sich zeigt.
Bereits bewertete Arbeiten der Schule würde ich an deiner Stelle nicht vorlegen,da ja an der betreffenden Studieneinrichtung bewertet wird.Und diese Dozenten lassen sich von Benotungen von Kunstlehrern nicht beeinflussen,im Gegenteil,es kann als Vorurteil gewertet werden.Und das kommt mit Sicherheit nicht gut an.
Im Klartext heißt das,sich nicht in den Garten zu setzen und blühende Bäume malen,sondern sich für Design zu interessieren.
Na,nu mach mal was draus!

P.S.: Es wäre nicht falsch,dich ins Auto zu schmeißen und eine Studieneinrichtung zu besuchen,um dort Studienanfänger zu konsultieren;
@Sims2

Sitzt du vorm Spiegel und zeichnest dich mit Bleistift?Oder sitzt du vor einer Staffelei und malst dich mit Farben?Oder zeichnest oder malst du dich von Fotos ab?
Alle die zeichnen oder malen können hier gern darüber berichten - nur keine Hemmung!Hier dürfte Platz für alle sein.
Vorsicht beim Kauf bespannter Keilrahmen!

Wer im Billig-Discount bespannte Keilrahmen kauft,sollte sich vorher genauestens von der Qualität überzeugen.Viele Produkte sind total verzogen.Es ist ätzend,wenn die krummen Dinger dann als Malerei an der Wand hängen.Zudem kommt es bei der industriellen Anfertigung oft zu erhöhten Spannungen,sodass über die Längsachse der Diagonale der Stoff auseinandergezogen wird.Das hat Stoffdellen im Bereich der Ecken zur Folge.Beim Kauf wird das oft übersehen,da die Leinwände mit Schutzfolie überzogen sind.
Es ist ratsam,die Keilrahmen in den Künstler-Magazinen zu kaufen,weil dort die Leinwände ohne Schutzfolie betrachtet werden können.Man sollte sich auch die Zeit nehmen,die Oberfläche des Stoffes zu bewerten.Manchmal kann man unschöne Webfehler (Knoten oder gar Risse)erkennen.

Mit ein bisschen Übung kann man sich die Keilrahmen problemlos selber bespannen.Vorher sollte man ebenfalls die Rahmenteile untersuchen,ob die Leisten gerade sind.Viele Holzleisten kommen aus Billigländern.Meist ist das Holz noch nicht genug trocken.Es lohnt sich,die Leisten eben zu lagern und austrocknen zu lassen.

Man muss die Leinwände nicht unbedingt annageln,es kann auch getackert werden.Es sollte darauf geachtet werden,dass der rechte Winkel eingehalten wird,ansonsten gibt es seltsame Überraschungen.

Beim Grundieren der Leinwand sollte die Farbe nicht zu dick und nicht zu dünn aufgetragen werden.Wer auf ein Keilrahmenkreuz bei Formaten wie beispielsweise 70 x 100 verzichtet,sollte vor dem Grundieren in der Mitte eine Leiste als Stabilisator annageln,damit sich die Querleisten nicht verziehen können.Der Zug der nassen Leinwand wird oft unterschätzt.

Sollte ein Leinwandgemälde eine Delle aufweisen,weil man es gegen eine Kante stellte udgl.,muss man sich nicht groß ärgern.Man bestreicht die Rückseite großflächig und gleichmäßig mit kaltem Wasser.Meist ist die Delle dann nach wenigen Minuten bereits verschwunden,weil sich der Stoff erneut zusammenzieht.
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