Deutschland hat DOCH Geld! (Gesellschaft)

Deutschland hat DOCH Geld! (Gesellschaft)

Die Luftwaffe bekommt 180 neue Eurofighter. Pro Stück kostet solches Kriegsgerät 83.000.000 € (Dreiundachtzig Millionen). Das macht dann insgesamt eine Rechnung von 14.940.000.000 € (Vierzehn Milliarden Neunhundervierzig Millionen). Klick

Der Bund der Steuerzahler schätzte die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland im Januar 2005 auf 1.418.000.000.000 € (oh man, für die Zahl musste ich erstmal im Tafelwerk suchen: Eine Billionen Vierhunderachtzehn Milliarden). Klick

Naja, ich werf diese Zahlen jetzt einfach mal so in den Raum. Die aktuelle Schuldenuhr findet ihr hier.
Olle Kamellen. Die aktuellen Flugzeuge sind 20-30 Jahre alt. Willst Du warten, bis die alle von alleine runterfallen?

Es gibt leider ganz andere Geldverschwender hier in Deutschland. Darüber könnte man sicher mal diskutieren. Die paar Eurofighter sind dagegen eine Luftnummer und noch nicht mal so unnötig wie Du denkst.
Naja, sagen wir mal, wir brauchen Eurofighter (hab den Link eigentlich nur gesetzt, damit ihr seht, dass die Preise stimmen) - in der Republik gibt es ja recht viele Dinge, die wir sicher dringend brauchen, für die aber kein. Es überrascht mich persönlich eben, dass wir offenbar genug Geld haben um Auslandseinsätze in Afghanistan, dem Kongo und wie man hört vielleicht auch bald im Libanon als Teil einer UNO-Mission zu finanzieren, auf der anderen Seite aber seit Jahren keinen Haushalt ohne Neuverschuldung auf die Reihe bekommen.
Die 180 Flugzeuge werden nicht alle gleichzeitig gebaut, das ist ein Folgeauftrag für ein ganzes Jahrzent oder mehr. Folglich werden Rechnungen auch in kleinen Stücken abbezahlt. Hinzu kommt, dass diese Flugzeuge aus dem Etat der Bundeswehr bezahlt werden und nicht komplett vom Bund der Steuerzahler getragen werden. Daraus eine Schlagzeile zu machen ist Bild-Recherche-Niveau ;)
Eigentlich sollten die Eurofighter nur ein Beispiel sein, wofür wir noch so Geld haben. Naja, da hab ich mich wohl in die Nesseln gesetzt. Vielleicht suche ich nochmal ein besseres Beispiel raus.
Ich hätte da z.B. eines. Ein ziemlich fettes sogar. So hat Putins Gaskumpel Schröder Gerd dem ach so armen Russland mit einer Geste von Nonchalance die noch offenen 9 Mrd(!) Altschulden Russlands an die ehemalige DDR erlassen. Tolles Geschenk eines politischen Bankrotteurs an einen selbstverliebten Ex-KGB'ler.

Rechnen wir doch mal zusammen:
• 1 neuer, grosser Kindergarten kostet max. 5 Millionen Euro
• 1 komplett ausgestattetes Gymnasium kostet ca. 20 Mio Euro

Die Kumpanei zweier Selbstdarsteller hat das Deutsche Volk also
über 1800 Kindergärten oder 450 Gymnasien gekostet.
Könnte mir bitte mal einer glaubhaft den Sinn dieser Verbrüderungsgeste vermitteln?

Einen interessanten Artikel über die Krankeit 'Steuerverschwendung' findet man hier.

Ein ausgewältes Beispiel aus dem zitierten 'Schwarzbuch':
”German TV“ – Ein Projekt, mit dem die rot-grüne Bundesregierung die ”mediale Außendarstellung Deutschlands“ aufpolieren wollte. Doch was einst mit einer einmaligen Anschubfinanzierung von 20 Mio. Euro ins Rollen gebracht werden sollte, droht dauerhaft am Tropf der Steuerzahler zu hängen. Das befürchten zumindest der Bund der Steuerzahler und der Bundesrechnungshof...

Fazit des BdSt: Von dem Punkt, ab dem sich der Betrieb von German TV rechnet, ist man noch weit entfernt. Schade, dass damit über 20 Mio. Euro in den Sand gesetzt worden sind....


Vergleich: 4 Kindergärten oder 1 Gymnasium

und noch eines:
Auch die Öffentlichkeitsarbeit der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung stellt das Schwarzbuch an den Pranger. Deren Informationsgehalt sei "oft mehr als dürftig". So wie die überdimensionierte sechsseitige Medienbeilage mit dem Titel "Agenda 2010 - Deutschland bewegt sich", die 522.810 Euro kostete. Auch der Geschäftsbericht der Bundesregierung 2003/2004 sei als "Imagepflege auf Kosten der Steuerzahler" zu sehen. "284.000 Euro mussten die Steuerzahler für den 76-seitigen Bildband mit wenigen Informationen aber vielen Werbeslogans berappen", sagte Däke. Zusammen mit den geschalteten, ganzseitigen Zeitungsannoncen, belaufen sich die Ausgaben auf weit über eine Million Euro....

Vergleich: Unterhaltszuschüsse für 10 Kindergärten für 1 ganzes Jahr an Stelle steuerfinazierter Politpropaganda

Jährlich werden über 30 Milliarden Euro von unfähigen Bürokraten, aufgeblasenen Ämtern, übergeschnappten Politikern, Regionalfürsten und Krötentunnel-Fetischisten regelrecht verblasen. Das ist sogar viel mehr als die jährliche Neuverschuldung!

Eigentlich könnten wir ja einen mehr als ausgeglichenen Haushalt haben. Könnten...
Das will mir einfach ncht in den Kopf - diese Sachen sind bekannt, aber immer wieder passiert sowas. Wieso? Wollen unsere Politiker es nicht besser machen oder sind sie unfähig?

Ich fänds ja toll, wenn man gewählte Vertreter zumindest teilweise mit ihrem Privatvermögen für so etwas haftbar machen könnte. Das würde vielleicht zu etwas mehr Vorsicht im Umgang mit Geld führen.

Ich hab grad mal den Link gelesen - bei einigen Sachen musste ich echt schon anfangen zu lachen, weil es einfach so dämlich ist. Bloß blöd, dass durch sowas dann eben Geld flöten geht.
Weil es nicht interessiert, desswegen. -.-
Wisst ihr, ich glaube, dass Politiker, die über die genaue Höhe unseres deutschen Schuldenberges bescheid wissen, sich einfach ausklinken, mit der Selbstrechtfertigung, dass eine solche Schuldenmasse sowieso nicht in einer Regierungsperiode abgetragen werden kann. Keiner fühlt sich diesbezügl. verantwortlich, man kümmert sich eher um "naheliegendere" Probleme, wie z.B. der Kauf von Eurofightern, das Schuldenproblem wird auf die lange Bank geschoben...
Was in Deutschland aber noch erschwerend dazukommt, ist unsere übermäßig akribische Bürokratie, die die staatliche Flexibilität zusätzlich immens einschränkt!
Und dann kommt noch die "deutsche Demokratie" hinzu. Aufgrund unserer Geschichte sind wir das Volk in Europa, das am "demokratischsten" lebt, so demokratisch, dass für einen noch kleinen Beschluss erst einmal ein Entwurf bestätigt werden muss, der dann noch in endlos langen Debatten abgewogen, verworfen und reformiert wird, bis er letztlich an ein weiteres Organ gegeben wird, wo sodann der ganze Prozess erneut losgeht. Und erst, wenn die Mehrheit all dieser unzähligen, gesichtslosen ... Abgeordneten, Beratenden und dergleichen mehr, für diesen Beschluss stimmt, erst dann wird er legitimiert und kommt in die Mühlen unserer deutschen Bürokratie... Demokratie ist ja schön und gut und ich wollte in keinem Nicht-Demokratie-Staat leben, aber was in Deutschland "Demokratie" genannt wird, ist eigentlich polit. Kastration, denn keiner hat hier genug zu sagen, um schnell und flexibel reagieren zu können und das sehe ich als Hauptproblem an!
Zudem werden die Eurofighter doch evt. auch von deutschen Werkstaetten hergestellt...?

(Ohne Recherche...)
oder vllt hat deutschland ja einen kredit, was nochmehr schulden bedeutet ...
Der Betrag von 14.940.000.000 ist doch gar nichts!
Die U.S.A. haben für nur 20 Stealthbomber 40.000.000.000 € hingeblättert und haben jetzt schon wieder Aufträge in Milliardenhöhe an Lookheed für die neuen F/A-35 Joint-Strike-Fighter Jagdflieger ausgegeben!Außerdem sind die wie schon gesagt wichtig für die deutsche Luftraumüberwachung gegen Anschläge!Die alten Tornado Flugzeuge sind absolut zu alt!
Hersteller ist die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH in Hallbergmoos bei München. Auf Basis der ursprünglichen veranschlagten Bestellungen der jeweiligen Länder wurden die Produktionsanteile wie folgt verteilt:

* 46% EADS ehemals 33 % DASA (Deutschland) und 13% CASA (Spanien)
* 33% BAE SYSTEMS (Großbritannien)
* 21% Alenia Aeronautica (Italien).

Mit dem Abschluss des endgültigen Produktionsvertrages 1997 wurden diese Anteile neu verteilt, da sich die Zahl der bestellten Flugzeuge in der Zwischenzeit geändert hatte:

* 43% EADS ehemals 29% DASA und 14% CASA
* 37% BAE SYSTEMS
* 19,5% Alenia Aeronautica


Für die Triebwerke gilt:

Beteiligte Firmen - Entwicklunganteile - Fertigungsanteile
Rolls-Royce 33 % 34,5 %
MTU 33 % 30 %
Avio 21 % 19,5 %
ITP 13 % 16 %

Probleme und Kosten [Bearbeiten]

Umstritten ist der Eurofighter in Deutschland vor allem, weil derzeit eine entscheidende militärische Bedrohung als fragwürdig und ein Verteidigungsfall unwahrscheinlich erscheinen. Andererseits steht Deutschland zunehmend in einer internationalen Verantwortung, der es mit nahezu 50 Jahre alten Kampfflugzeugen kaum gerecht werden kann. Im Zuge der langen Entwicklungszeit wurde dennoch immer wieder zum Thema, ob militärisches Großgerät in diesem Umfang im Allgemeinen sinnvoll und selbst die reduzierte Anzahl Jets im Speziellen von Nöten sei. Es wurde zudem argumentiert, dass die ca. 85 Mio. € pro Flugzeug an anderen Stellen besser zu investieren wären. Die durch den Eurofighter zu ersetzenden Kampfflugzeuge vom Typ F-4 Phantom (entwickelt 1958) gelten zugleich jedoch als deutlich überaltert, ähnlich wie die bis 2015 zu ersetzenden Tornados (Entwicklungsstand 1970) bei den JaBo-Geschwadern 31 und 33 der Luftwaffe. Der stückzahlbedingte Preis liegt für Österreich bei ca. 63 Mio € "fly-away" Kosten (reines Flugzeug ohne Logistik, EuroDASS, MIDS) und ca. 100 Mio. € für das gesamte System; hingegen zahlt Deutschland laut BMVg 15,4 Mrd €, was einem Systempreis von ca. 85 Mio. € pro Flugzeug entspricht. Allerdings wurden mit Österreich Kompensationsgeschäfte vereinbart, die insgesamt sogar die Beschaffungskosten deutlich übersteigen sollen.



Btw: die 180 Maschinen wurden von Deutschland bereits am 8. Oktober 1997 bestellt.

Quelle: Deutsche Wikipedia.


Der Militär-Etat der USA ist nicht mit dem von Deutschland zu vergleichen. An dieser Stelle sei auchgesagt, dass Deutschland z. B. nicht über eine aufgeblähte Marine verfügt. GB und Frankreich verfügen beide über sehr teure Flugzeugträger mit entsprechender Begleitflottille. Die Deutschen sparen sich das. Man braucht also nicht unbedingt aufschreien, wenn man diese Zahlen sieht, aber Kritik ist mit Sicherheit angebracht. Vor allem in Anbetracht spezialisierte Mini-Infantrie-Kommandos, Hochtechnologie-Fahrzeugen und Multinationalen Spezialeinsatzkräften in Kombination mit einer eher pazifistischen und unterstützenden Haltung Deutschlands bei internationalen Hilfseinsätzen.

Es wäre wohl eher die Frage, ob man eine JaBo-Staffel mit 180 Flugzeugen braucht oder nicht das Geld lieber in ausgereifte Future-Fighter investiert. Angesichts von 100-Stückzahlen bei Soldateneinsätzen wäre das wohl wesentlich schonender.
An der Usa kann man sich gerade auch kein Vorbild nehmen ; )

Weitere Verschwendungsmöglichkeiten. Aufbau alter längst nicht mehr existierender Gebäude wie Kirchen und Stadtschlösser. So Kostet der Wiederaufbau der Stadtschlösser in Potsdam und Berlin ca. 800 Mio. € . Das ganze ist beliebig weiter mit anderen Gebäuden zu addieren.
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