Kinderarmut, wirklich so schlimm (Gesellschaft)

Kinderarmut, wirklich so schlimm (Gesellschaft)

Also erstmal n´ Gutentag,
ich habe mir am Samstag den 16.09.2006 am morgen im Deutschlandradio, eine Disskusion über Kinderarmut angehört.
Es geht darum, dass Kinder in Deutschland automatisch arm werden, weil es ihre Eltern auch sind. Kinder aus ärmeren Familen kommen zB. nicht so leicht in eine höhere Schule und bekommen damit auch nicht die Chance einen gut bezahlten Beruf zu erlernen.

Aber was mich am meisten erschüttert hat, dass wenn die Eltern Hartz IV beziehen und die Kinder dann eine Ausbildung machen, dass den Kindern im Enddeffekt 50,- Euro von der Ausbildungsvergütung bleiben, weil die Eltern noch mehr Abzüge bekommen, weil ja das Kind Geld verdient.
Dabei bkeommen die reichen Eltern keine Abzüge weil ihre Kinder in die Ausbildung gehen.
Ich würde mal gern eure Meinung und was ihr über das Thema wisst, lesen.

Ciao VITA
also: erstmal fängt es mit dem neuenn gesetz an, dass die cdu ja durchsetzen will, dass man sich die grundschulen aussuchen darf und es nicht die am nächsten liegende schule sein muss. reiche eltern, die z.b. zwei autos haben, können ihre kinder dann zu den "elite grundschulen" schicken und die anderen nicht. daraus bilden sich dann wieder ghetto shulen. die kinder, die auf diesen "ghetto schulen" sind, werden automatisch abgestempelt. und das manchmal gra nicht extra. aber die lehrer wissen, was für einen sozialen hintergrund die kidner haben und entscheiden dann unbewusst, jenachdem, wei sie die eltern einschätzen. deshalb sidn soviele ausländer auf der hauptschule. das ist nicht so, dass die alle dümmer sind. auch diejenigen, die in deutshcland geborn sind, kommen oft dahin.
dann kommt noch häufig dazu, dass jugendliche aus sozil schwachen verhältnissen nicht lange zu hause bleiben (also nachmittags) weil es einfach nichgt genug platz gibt. sie treffen sich auf der straße und da geht es ganz schnell, dass man in kriminelle kriese gezogen wird, ohne das man es merkt oder will. und ich übertreibe nicht, das könnt ihr mir glauben. in großstädten ist das natürlich viel extremer aber auc in kleinen städten wird das ein immer größeres problem.
wenn jemand auch nur "kreuzberg" oder "neukölln" hört (ich nehm jetzt mal das beispiel berlin), haben sie gleich eine andere einstellung als wenn jemand sagt, er kommt aus z.b. wannsee. und die menshcen werden unbewusst beeinflusst.
man wird mitgezogen von leuten, die ebenfalls mitgezogen wurden und gelangt immer in "kriminellere" kreise... man lernt eigentlich os gut wie alles in seiner jugend und wenn man den größten teil seiner jugend sich auf der straße aufhält, dann prägt das unheimlich. das wirkt sich dann auch später auf den job aus und auf die sichtweisen. und wenn du von allen immer nur gesagt bekommst, du kommst da und da her, und du bist nicht so gut wie wir (die reichen), dann ist man irgendwann auch selber davon überzeugt uznd hat ein geringeres selbstwertgefühl und können deshlab nicht die leistungen erbringen, die sie eigentlich könnten. wenn sie dann wieder kinder haben, wird es auf grund des (wahrscheinlich niedrigen einkommens) wieder so werden, also eine art teufelskries.
was die cdu da vor hat, dass man siene grundschule wählen kann, verschlimmert das ganze mindestens um das zehnfache. es ist jetzt shcon das problem, dass man abgestempelt wird (nach sozialer herkunft, nationaler herkunft usw.) wenn sich erstmal ghetto shculen und elite schulen gebildet haben, sehe ich kaum noch hoffnung.
man müsste das problem direkt an der wurzel packen. jetzt fragt mich nicht wie, wenn ich es wüsste, hätte ich mich schon lange dafür eingesetzt, das könnt ihr mir glauben.
Ich finde diesen Vorschlag gar nicht so übel - man kann, aber man muss ja nicht. Allerdings wüsste ich mein Kind in einer Klasse mit weniger als 90% Ausländeranteil auch besser aufgehoben. Wozu durch äussere Zwänge und Gewalt die Leistungsmöglichkeit, Entfaltung und persönliche Entwicklung eines Kindes dem unteren Level anpassen müssen?

Das Problem sind nicht die Schulen, sondern die Bezirke mit dem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Würden sich die Eltern nicht ghettoisieren und zum Großteil absichtlich in einer Parallelwelt leben, es gäbe diese Probleme nicht. Wir haben hier ein ähnliches Beispiel gleich um die Ecke. Knapp 500 m von hier beginnt Klein-Moskau. Dort leben fast nur Russen bzw. Leute aus den ehemaligen Sowjetrepubliken. Deutsch wird auf dem Spielplatz nicht gesprochen, Deutsche dagegen regelmässig verprügelt und abgezogen (Handys, Geld, Klamotten). Keiner hat diese Leute gezwungen dort auf einem Haufen zu wohnen. Sie wohnen dort freiwillig. Jeglichem Bestreben der Stadt zuwider werden sogar bessere Wohnungen abgelehnt - man bleibt eben lieber unter sich. Ich würde mein Kind NIE in so eine Schule schicken. Warum auch? Bloss weil sie gleich um die Ecke liegt? Ich könnte es vor mir selbst nicht verantworten.

Übrigens ist dies ja nicht das einzige Anliegen der neuen Gesetzentwürfe und Vorschläge. Die geforderte Deutschprüfung ist nur ein kleiner Schritt auf dem richtigen Weg. Man müsste auch den Eltern mal mit richtigen Strafen drohen, wenn sie aus religiösem oder ethnischem Dünkel heraus ihren Kindern die Zukunft verbauen.

Und schrei hier bitte nicht CDU, bloss weils am Stammtisch so schön ausschaut, die Genossen von der SPD wären genauso mit dabei, die CDU regiert ja nicht allein. Dass man für ein Kind, wenn es selbst Geld verdient, das Kindergeld gekürzt bekommt ist ja eigentlich logisch, oder? Die 'Reichen' bekommen nichts abgezogen, weil man ihnen gar nichts abziehen kann. Von was denn? Sie bekommen ja keine Unterstützung, sondern Zahlen im Gegenzug fleissig in den großen Topf ein.

Demzufolge ist dieser Abzug gerecht denjenigen gegenüber, die dieses Geld nämlich erst mal erwirtschaften und denen gegenüber, die es vielleicht noch wichtiger bräuchten. Wenn ich überlege, wieviel Geld im Monat vom Gehalt abgeht - es kann einem echt übel werden. Dann will ich wenigstens, dass meine Steuern effizent und für alle nützlich angelegt werden. Wenn ich die Wahl hätte, wer mehr Geld aus dem grossen Topf bekommt, die typische 25-Jährige HartzIV-Multi-Mutter (mit mindestens 3 Kindern) die vom Kindergeld lebt oder die Oma, die 50 Jahre gearbeitet hat und die Operation nicht bezahlt bekommt, weil sie angeblich schon zu alt ist, ich würds ohne nachzudenken der Oma geben. Im Kaufland suchen sie Leute wie blöd. Mein Vater hatte im Betrieb 7(!) offene Stellen. Ich über 2 Jahre lang eine. Ich habe mir inzwischen selbst jemanden gesucht. Vom Arbeitsamt kamen nur Leute, die einen Stempel brauchten und gleich wieder weg wollten.

Körperliche Arbeit? Schicht? Überstunden? Wie uncool. Die Oma könnte es nicht, die Mutter ab einem gewissen Alter der Kinder schon. Wenn sie denn wollte. Und genau hier liegt ein riesengroßes Problem.

Solange nämlich HartzIV unterm Strich nicht wesentlich weniger abwirft als eine normale, einfache Arbeit - dann wirds nichts mit der besseren Rente für Oma. So einfach könnte Politik sein.
Es ist klar, dass du für dein Kind das Beste willst. Das ist doch klar. Aber es gibt nunmal auch Eltern, denen ihre Kinder regelrecht am Arsch vorbei gehen. Aber da können die Kinder doch nichts dafür. Ich rede nicht nur von Ausländern. Es leben auch Deutsche in diesen Vierteln, dass weiß ich, auch wenn es nicht sehr viele sind. Wenn man in alle Schulen gleich investieren würde, dann könnte man das gesamte Niveua der Schulen erhöhen. So passiert das nur an den Schulen, wo die reichen Leute ihre Kinder hinschicken. So entschetht eine immer weitere Spanne zwischen Arm und Reich.
Das Problem: Die Kinder, die auf den sogenannten Ghettoschulen sind, haben viel kleinere Chancen, später eine Arbeit zu finde, besonders in der heutigen Situation. Ich will nicht sagen, dass die alle nichts dafür können, es gibt sicherlich auch welche, die gar keine Lust haben und wirklich sich nicht anpassen wollen, aber das sind bei weitem nicht alle. Sie sind nur stärker. Sie wollen sich beweisen. Die anderen, die wikrlich etwas aus ihrem Leben amchen wollen, werden mit den anderen, vorlauten in eine Schublade gesteckt. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wir müssen zahlen, damit die Arbeitslosen ihr HarzIV bekommen. Aber wäre es nicht vielleicht sinnvoller, das Geld vorher zu investieren, beispielsweise in Problemvierteln in KJindergärten oder Grundschulen? So das dort alle Kinder, die dort wohnen (müssen), die gleichen Chancen haben, wie die aus den reichen Gegenden? Das Geld muss ausgegeben werden, dass ist keine Frage, aber ich halte es für sinnvoller, das Geld vorher zu investieren, anstatt es später in die Arbeitslosen hilfe zu stecken.
Das mit der CDU: Es war die Idee der CDU. Und damit eins klar ist: ich bin definitiv auch kein Anhänger der SPD.
Wenn erst einmal die Ghettoschulen exestieren, gibt es da keinen Weg mehr raus und die Kinder, die dort in die Schule gehen müssen, denen ist die Zukunft verbaut. Aber die Kinder sind doch nicht Schuld an ihrem sozialen Stand oder an Sitution ihrer Eltern, oder gar ihrem Wohnsitz.
Ich hab noch eine Frage: Du meintest, dass bei dir in der Nähe gleich "Klein-Moskau" wohnst. Wo wohnst du denn genau?
Falls Du Chemnitz kennst - ich meine denn Sonnenberg. Was dort abgeht, sehe ich erstens selber und weiss dies aus den fast täglichen Anrufen Bekannter. Dass dort jetzt ein Großteil der Betonklötze abgerissen wird ist löblich, aber an Stelle diverse Angebote in verschiedenen Stadtteilen anzunehmen, ziehen viele (auch aus meinem Bekanntenkreis) wieder zusammen in das nächste Ghetto (Heckert-Gebiet). Das ist nicht mal eine Frage der Miete. Ich engagiere mich in meiner Freizeit auch für Integrationspojekte bzw. pflege engen Kontakt zu vielen dieser Familien (ich spreche Russisch, übersetze oft irgendwelche Schriftstücke und meine bessere Hälfte ist Ukrainerin). Aber die wollen einfach lieber unter sich bleiben. Und da sollte man ansetzen. Notfalls muss man Integration eben erzwingen. Selbst mich haben mal 3 Bübchen (ca. 14-16) abziehen wollen. Schlechte Karten und hinterher noch eine gediegene Tracht Prügel von den Eltern, von denen ich zufällig einen Vater kannte. Anzeigen bringt da nichts. Und dort sollte ich meine Kinder hinschicken? O.o.

Wenn man in alle Schulen gleich investieren würde, dann könnte man das gesamte Niveua der Schulen erhöhen. So passiert das nur an den Schulen, wo die reichen Leute ihre Kinder hinschicken.

Das ist purer Unsinn, ich weiss, dass Mittel prozentual verteilt werden. Ohne Ansicht der Person und Schule. Privatschulen werden über die Gebühren und nicht den Staat finanziert - die restlichen Schulen werden nach einem Schlüsel gefördert. Das liegt dann auch in der Verantwortung der Kommunen und Länder.

Ich habe auch keine 'reiche' Kindheit gehabt - man kann natürlich bestimmte Situationen und Umstände auch trefflich als Argument für die eigene Faulheit nutzen - wer wirklich will der kann.
Der Staat inversitiert gleich viel Geld in alle Schulen, das ist mir klar. Aber es liegt auch an den Eltern, wieviel Geld sie haben und was sie selber in die Schule invesitieren wollen.
Dann hat Papa halt n PC Laden und spnosord mal n paar Computer oder irgendwelche Akademiker geben der Schule einen Zuschuss... Hab ich schon oft genug erlebt. Dann haben aber nur die Kinder etwas davon, die auf der "reichen Schule" sind und sowieso schon nen PC und ne Playstation und alles zu Hause haben. Die Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen haben keinerlei ERfahrung mit Computern und bekommen auch keine Möglichkeit die zumachen. Dann braucht man sich nicht wundern, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht.
In Chemniz kenne ich mich jetzt nicht so gut aus, aber ich glaube dir das aufs Wort. Ich weiß wie es generell in Großstädten aussieht und mir ist die Situation bewusst. Aber das liegt an den Eltern und nicht an den Kindern. Wie ich bereits gesagt habe, können die KInder gar nichts für ihr soziales Umfeld. Wenn man im Ghetto aufwächst oder im Bonzenviertel, je nach dem entwickelt man sich auch anders. Wenn man den ganzen Tag nichts anderes als die russische Sprache hört, dann nennt man das eben normal. Aber dafür darf man den Kindern die Zunkunft nicht verbauen.
Ich finde es übrigens gut, dass du dich so engagierst, nur leider gibt es viel zu wenig Leute die soetwas tun.
Ey gutentach, na ihr habt euch ja übelst ins Zeug gelegt vom Schreiben her.
Kommentar von FormatC, 16.09.06 - 19:20,

"Dass man für ein Kind, wenn es selbst Geld verdient, das Kindergeld gekürzt bekommt ist ja eigentlich logisch, oder?"

In der von mir angesprochenen Radiodiskussion, habe ich es eigentlich so verstanden:
Als Beispiel wird eine Hartz IV eingestufte Mutter genommen, so jetzt geht das Kind eine Ausbildung machen, und zwar eine wo das Kind glaub ich jetzt ca. 400 Euro (brutto oder netto) bekommt. Aber bei einem solch niedrigen Verdienst bekommt niemand etwas vom Kindergeld gestrichen, besonders nicht nach der Neureglung nach der man im Jahr als Azubi 7680,- Euro NETTO verdienen darf. Ich bekomm als Azubi gut 500 - 600 auf´d Netto. Ich denke es geht darum das die Hartz IV Zuschüsse noch weiter gekürzt werden und die sind so drastisch, dass dem Kind im Endeffekt 50,- Euro bleiben.
Leider weiß ich jetzt nicht was so ein Hartz IV Empfänger bekommt.

Bis zum nächsten Schrieb.. Vita
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