Wie lange werden wir unser Hochdeutsch noch haben bzw. das Vulgäre sich schließlich durchgesetzt haben?
Wie viele sind denn jetzt nicht in der Lage den Konjunktiv nicht mehr richtig anzuwenden?
Am meisten fällt auf, dass "er" Endungen eines Wortes für ein "a" wegfallen, z. B. aus "schlechter" mache "schlechta", oder "aber" "ab*".
Was hält Ihr davon? Ein Anzeichen mehr, dass PISA recht hat? Denn bei uns den Jugendlichen fängt das an!
Bitte auch andere Änderungen posten!
EDIT: Konjunktiv
Wie viele sind denn jetzt nicht in der Lage den Konjunktiv nicht mehr richtig anzuwenden?
Am meisten fällt auf, dass "er" Endungen eines Wortes für ein "a" wegfallen, z. B. aus "schlechter" mache "schlechta", oder "aber" "ab*".
Was hält Ihr davon? Ein Anzeichen mehr, dass PISA recht hat? Denn bei uns den Jugendlichen fängt das an!
Bitte auch andere Änderungen posten!
EDIT: Konjunktiv
Im Prinzip wird die Sprache ja auch immer "reicher an Ausdrücken". Deine Beispiele wie "schlechter" ist ja beim reden eigentlich die das Hören verantwortlich. Da sag ich mal nur "Alta". Was auch noch auffällt ist diese Umgangsprache wie:"vornE, gernE u.s.w. Das ist da ja eigentlich überflüssig. Und so sprechen auch wirklich sehr viele Leute was ich aber nicht sonderlich schlimm finde. Das gibt da noch sehr viele andere Besipiele dazu. ^^
Ähem, Sprache hat es nunmal an sich, sich zu ändern. Zu Zeiten des guten Goethe wurde noch ganz anders artikuliert als heutzutage und einen "Jugendslang" gab es damals auch schon.
Außerdem muss im Deutschen zusätzlich noch der Dialekt bedacht werden, innerhalb dessen Gebiet ein Sprecher wohnt oder aufgewachsen ist. Und der Dialekt hat generell mal eine gewisse Sonderstellung zumal "Hochdeutsch" eigentlich genauso ein Dialekt ist, wie Sächsisch, Bayrisch, Badisch usw.
Eine Vulgär- bzw. Umgangssprache gab es schon immer und wird es auch immer geben, dieser Fakt muss akzeptiert werden, da helfen auch Threads mit Titeln wie "Die Sprache verändert sich" nix (oho, schon wieder so ein vulgärer Begriff-.-)
Eins noch:
Wie viele sind denn jetzt nicht in der Lage den Kunjunktiv nicht mehr richtig anzuwenden?
Den Konjunktiv können gerade einmal, grob gesagt, 20% aller Deutschsprechenden "richtig" anwenden, perfekt beherrscht ihn niemand ;-)
Außerdem muss im Deutschen zusätzlich noch der Dialekt bedacht werden, innerhalb dessen Gebiet ein Sprecher wohnt oder aufgewachsen ist. Und der Dialekt hat generell mal eine gewisse Sonderstellung zumal "Hochdeutsch" eigentlich genauso ein Dialekt ist, wie Sächsisch, Bayrisch, Badisch usw.
Eine Vulgär- bzw. Umgangssprache gab es schon immer und wird es auch immer geben, dieser Fakt muss akzeptiert werden, da helfen auch Threads mit Titeln wie "Die Sprache verändert sich" nix (oho, schon wieder so ein vulgärer Begriff-.-)
Eins noch:
Wie viele sind denn jetzt nicht in der Lage den Kunjunktiv nicht mehr richtig anzuwenden?
Den Konjunktiv können gerade einmal, grob gesagt, 20% aller Deutschsprechenden "richtig" anwenden, perfekt beherrscht ihn niemand ;-)
Ehrlich gesagt regt mich das auch alles ziemlich auf. Bestes Beispiel ist wohl-> aba. Aber auch das weglassen vieler "E" am ende von Verben stört. Beispiele: kaufn, saufn, hoffn und so weiter und sofort. Genauso nervt mich, dass "Ja" zunehmend durch "ya" ersetzt wird. o.O
Doch ich :)
sonst hätte ich den deutschlehrer von mir auch nicht überlebt 0.o
l
sonst hätte ich den deutschlehrer von mir auch nicht überlebt 0.o
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Unsere Sprache verändert sich nicht mehr, als sie es schon immer getan hat und Jugendsprache gab es schon immer. "Schlechta" zu sprechen, ist btw laut Lautschrift sogar akzeptiert..lediglich schreiben darf man es so nicht. Es sind fast nur (geistige) Kinder, welche Slang wie "ya alda" benutzen.
Ich sehe (und höre) nur, das die klassischen Dialekte teilweise durch ausländische Dialektformen ersetzt oder ergänzt werden.
Vulgär kann man im jedem Dialekt sprechen, das muss sich nicht erst durchsetzen.
Das liegt wohl an der multikulturellen Gesellschaft hierzulande, das sich auch die (Umgangs-)Sprache verändert...
Manche jüngere Deutschen finden es einfach cool wenn sie gewisse Ausländerdialekte in ihren Sprachgebrauch aufnehmen, ..da kann man halten davon was man will, aber ändern kann man es jetzt kaum mehr...
Ob da ein direkter Zusammenhang mit der Pisastudie besteht mag ich aber nicht beurteilen...
Vulgär kann man im jedem Dialekt sprechen, das muss sich nicht erst durchsetzen.
Das liegt wohl an der multikulturellen Gesellschaft hierzulande, das sich auch die (Umgangs-)Sprache verändert...
Manche jüngere Deutschen finden es einfach cool wenn sie gewisse Ausländerdialekte in ihren Sprachgebrauch aufnehmen, ..da kann man halten davon was man will, aber ändern kann man es jetzt kaum mehr...
Ob da ein direkter Zusammenhang mit der Pisastudie besteht mag ich aber nicht beurteilen...
@Observator Scriptoris: Sry Fehler *g*. Wäre eigentlich nicht Observator Scriptium bzw. Observator Scriptiorum? passender? Wächer des Schreibers - wen bewachst du?
@banana: die multikulturele gesellschaft, die die sich intregieren, können t
@banana: die multikulturele gesellschaft, die die sich intregieren, können t
Ich gehe mal von Faulheit aus, oder davon, dass die meisten das eher lustig finden. Ich sage auch zu Freunden mal "ey du opfa alda" um mich ein bisschen über diese Sprachweise lustig zu machen. Aber es wird wohl immer genug kultivierte Menschen geben, die ihren Kindern Hochdeutsch beibringen.
@banane: sry, post net zuende; ich wollte (darin) nur darauf hinweisen, dass bei dieser sprachlichen Veränderung, die Ausländer keineswegs zu den Hauptfaktoren zu zählen sind.
Mich regt so was auf wenn es zu übertrieben ist (dass man es kaum noch lesen kann) oder wenn es mit totaler Absicht gemacht wurde, weil man zu faul ist zwei, drei Buchstaben mehr zu schreiben, wie odda, jezz,... das sieht auch irgendwie komisch aus.
Den Konjunktiv könnte ich schon bilden wenn ich alle Formen auswendig könnte...
Den Konjunktiv könnte ich schon bilden wenn ich alle Formen auswendig könnte...
An cutten throat:
"Observator Scriptoris" dürfte soviel wie "Überwacher des Geschrieben" heißen. Die is-Endung müsste auch die richtige sein, im Gegensatz zu deiner vorgeschlagegen um-Endung.
Zum Thema:
Wie vielen vielleicht schon aufgefallen ist, verwende ich so gut wie nie (zumindest hier so gut wie nie) vulgäre Ausdrucksweisen. Und wenn, dann nur, wenn ich auf einen jargonenthaltenden Beitrag eingehe.
Mir persönlich gefällt die Hochsprache besser, wahrscheinlich weil sie eigentlich jeder versteht.
"Observator Scriptoris" dürfte soviel wie "Überwacher des Geschrieben" heißen. Die is-Endung müsste auch die richtige sein, im Gegensatz zu deiner vorgeschlagegen um-Endung.
Zum Thema:
Wie vielen vielleicht schon aufgefallen ist, verwende ich so gut wie nie (zumindest hier so gut wie nie) vulgäre Ausdrucksweisen. Und wenn, dann nur, wenn ich auf einen jargonenthaltenden Beitrag eingehe.
Mir persönlich gefällt die Hochsprache besser, wahrscheinlich weil sie eigentlich jeder versteht.
off-topic:
ein kleiner latein-exkurs @tiwu:
Es war nicht die um-endung, sondern die orum -endung, da das "geschriebene" neutrum und im plural dann wäre.
observator bedeutet - ganz klar - überwacher
Scriptor = Schreiber
genitiv plural = scriptorium
genitiv singular = scriptoris
Er hatte den Genitiv Singular von "Schreiber" genommen - also heißt er zu Deutsch "Überwacher des Schreiber"
scripere = schreiben
PPP scriptum = geschrieben
genitiv plural scriptorum
Also "überwacher des Geschriebenen" = "Observator scriporum"
ein kleiner latein-exkurs @tiwu:
Es war nicht die um-endung, sondern die orum -endung, da das "geschriebene" neutrum und im plural dann wäre.
observator bedeutet - ganz klar - überwacher
Scriptor = Schreiber
genitiv plural = scriptorium
genitiv singular = scriptoris
Er hatte den Genitiv Singular von "Schreiber" genommen - also heißt er zu Deutsch "Überwacher des Schreiber"
scripere = schreiben
PPP scriptum = geschrieben
genitiv plural scriptorum
Also "überwacher des Geschriebenen" = "Observator scriporum"
xD, jetzt wird sogar schon über meinen nick diskutiert. Nee, um euch nicht in Unklarheit zu lassen: Der Name ist an sich falsch. Ich hab ihn von jemandem bekommen, dem ich m.o.w. die Grundbegriffe der Literatur und des kreativen Schreibens beizubringen versucht hab. Hehe und immer, wenn er die Begriffe durcheinander gebracht hab, habe ich die Augen verdreht und gemeint, er sei 'nen hoffnungsloser Fall.
Irgendwann betitelte er mich dann, scheinbar einem Nervenzusammenbruch nahe, als "Observator Scriptoris". Er es sollte eigentlich in etwa "Wächter der Schreiberlinge" heißen und müsste, wie schon richtig erkannt, "Observator Scriptorum" lauten. Nur gefiel mir die -is-Endung vom Klang her besser und so blieb's bei "Observator Schriptoris"^^
Irgendwann betitelte er mich dann, scheinbar einem Nervenzusammenbruch nahe, als "Observator Scriptoris". Er es sollte eigentlich in etwa "Wächter der Schreiberlinge" heißen und müsste, wie schon richtig erkannt, "Observator Scriptorum" lauten. Nur gefiel mir die -is-Endung vom Klang her besser und so blieb's bei "Observator Schriptoris"^^
Und wie lange, bis aus "cut" "cutten" wird..? O_o
Dialekte, Veränderungen, Fremdeinflüsse usw. gab es schon immer. Ich glaube nicht, dass die Sprache degenerieren wird.
Dialekte, Veränderungen, Fremdeinflüsse usw. gab es schon immer. Ich glaube nicht, dass die Sprache degenerieren wird.
mir eignetlich auch egal.
was solls wenn sich das "hochdeutsch" ändert?
wenns einfacher wird ist es gut, wenns schwerer wird is es doof
was solls wenn sich das "hochdeutsch" ändert?
wenns einfacher wird ist es gut, wenns schwerer wird is es doof
Gut, "abgeschnittener Hals" (ist das wenigstens richtig!?). Ich war in Latein noch nie gut und nun auch noch zu faul, die Endungen nachzusehen. Ich glaube dir und es tut mir leid! ^^
Jetzt wird es aber Zeit, zum Thema zurückzukehren!
Jetzt wird es aber Zeit, zum Thema zurückzukehren!
Man sollte eine Sprache nicht nur nach ihrer Schwierigkeit bewerten, Janus. Gerade eine Vereinfachung könnte zum Verlust anderer Qualitäten führen.
hast vielleicht recht Flo, aber da ich in deutsch nie verständniss probleme habe, und meine noten immer durch schlechte rechtschreibung un grammatik versaue, würd ich das gern ganß einfach haben^^
@Tiwu: durschnittene Kehle knapp daneben ist auc hvorbei
@observator scriptoris: der wortklangi ist echt besser ^^
@janus: wenn es schwerer werden sollte, würde ich das gut heißen, da dann die Formulierungen im Allgemeinen viel schöner sind und eben jende von Flo angesprochene Qualitäten verliert.
@observator scriptoris: der wortklangi ist echt besser ^^
@janus: wenn es schwerer werden sollte, würde ich das gut heißen, da dann die Formulierungen im Allgemeinen viel schöner sind und eben jende von Flo angesprochene Qualitäten verliert.
Was soll "cutten" überhaupt bedeuten? Ich zweifle hiermit - noch einmal - die Existenz dieser Verbform an!
Man kann aber auch nicht erhöhte Schwierigkeit mit "besser" gleichsetzen. Sinnfrei komplexe Rechtschreib-/Grammatikregeln etc. helfen der Sprache und dem Verständnis kaum weiter - dem Klang auch nicht unbedingt, wobei ich's nicht ausschließen möchte.
Man kann aber auch nicht erhöhte Schwierigkeit mit "besser" gleichsetzen. Sinnfrei komplexe Rechtschreib-/Grammatikregeln etc. helfen der Sprache und dem Verständnis kaum weiter - dem Klang auch nicht unbedingt, wobei ich's nicht ausschließen möchte.
@Flo: die stammformen von (to) cut: cut cut cut
öhm ^^ dachte fälschlicherweise das wäre die PPP form - aber wir reden hier ja vom hochdeutsch: im Jahr wird die englische Sprache übrigens um 1000 wörter ergänzt (ic hweißt jetzt nicht ob da eine null zu viel oder zu wenig ist)
öhm ^^ dachte fälschlicherweise das wäre die PPP form - aber wir reden hier ja vom hochdeutsch: im Jahr wird die englische Sprache übrigens um 1000 wörter ergänzt (ic hweißt jetzt nicht ob da eine null zu viel oder zu wenig ist)
...während die deutsche Sprache im Jahr sicher auch um ca 1000 englische Wörter ergänzt wird... ^^
Und um richtig hässliche pseudoenglische Wörter wie "Handy". Das ist mein persönliches Unwort des vorigen Jahrzehnts.
Besser klingt es nicht, aber wozu haben die Deutschen noch ihre eigene Sprache, wenn sie im alltäglichen Sprachgebrauch zur Hälfte aus (pseudo-)englischen Vokabeln besteht?
Ich vermeide, so gut wie es geht, englische Wörter, aber meistens geht es eben nicht, wie zum Beispiel bei der englischen Bedeutung des Wortes "Rechner".
Ich vermeide, so gut wie es geht, englische Wörter, aber meistens geht es eben nicht, wie zum Beispiel bei der englischen Bedeutung des Wortes "Rechner".
"Mobiltelefon" klingt zumindest weniger lächerlich. Hätte sich nicht irgendeine Kurzform wie "Mobi" oder sowas in der Richtung durchsetzen können? Klingt auch dümmlich, ist aber kein linguistisches Verbrechen.
Dass "er"-Endungen von Worten als "a" ausgesprochen werden, ist im Deutschen schon lange verbreitet und entstammt einfach den Dialekten, aus denen unsere Sprache entstand (Standarddeutsch ist eigentlich eine Kunstsprache). Im Althochdeutschen endete kein ein Substantiv auf "er", Wasser war z.B. "wazzar".
"Handy" hieß ein Funkgerät von Motorola (auch in den USA schon) und später auch ein mobiles Telefon, es war einfach ein Gerätename, den sich ein Hersteller ausdachte. Schlimmer finde ich echt dumme Wortschöpfungen wie "unkaputtbar" oder gar den "Bodybag", mit dem hiesige Taschenhersteller Rucksäcke bezeichnen, obwohl das eigentlich "Leichensack" heißt.
Wie sich das Deutsche entwickeln wird, kann man wohl nicht so genau vorhersagen. In der ersten Person Singular wird sich vermutlich der Schwa-Laut über kurz oder lang verdrücken (also "ich hab" statt "ich habe", "ich denk" statt "ich denke"), das in einem Beitrag weiter oben angeprangerte Verschwinden des Schwa-Lautes beim Verbsuffix "en" ist ganz natürlich. Ich kenne niemanden, der wirklich im normalen Sprachgebrauch "kaufen", "laufen", "gehen" oder "lachen" mit dem Schwa ausspricht.
In einigen Bereichen wird der Genitiv zugunsten des Dativs verschwinden (irgendwann wird man "wegen" vermutlich auch offiziell mit dem Dativ benutzen können), wobei der Genitiv in anderen Bereichen stärker wird (in einigen Dialekten sagt man ja immer noch "dem Herbert seine Frau", das wird wahrscheinlich verschwinden zugunsten des Genitivs "Herberts Frau").
Das Präteritum wird fast vollständig aus der Mode geraten und durch Perfekt- und Plusquamperfekt ersetzt werden (statt "ich sah" eben "ich habe gesehen" oder "ich hatte gesehen"), aber das ist eine Entwicklung, die schon seit langem da ist (auch Luther hat häufiger das Perfekt als das Präteritum benutzt).
Man sollte sich mal angucken, wie sich die Sprache vom Althochdeutschen über das Mittelhochdeutsche zum Neuhochdeutschen verändert hat, dann sieht man einige grammatikalische und phonetische Änderungen etwas lockerer.
"Handy" hieß ein Funkgerät von Motorola (auch in den USA schon) und später auch ein mobiles Telefon, es war einfach ein Gerätename, den sich ein Hersteller ausdachte. Schlimmer finde ich echt dumme Wortschöpfungen wie "unkaputtbar" oder gar den "Bodybag", mit dem hiesige Taschenhersteller Rucksäcke bezeichnen, obwohl das eigentlich "Leichensack" heißt.
Wie sich das Deutsche entwickeln wird, kann man wohl nicht so genau vorhersagen. In der ersten Person Singular wird sich vermutlich der Schwa-Laut über kurz oder lang verdrücken (also "ich hab" statt "ich habe", "ich denk" statt "ich denke"), das in einem Beitrag weiter oben angeprangerte Verschwinden des Schwa-Lautes beim Verbsuffix "en" ist ganz natürlich. Ich kenne niemanden, der wirklich im normalen Sprachgebrauch "kaufen", "laufen", "gehen" oder "lachen" mit dem Schwa ausspricht.
In einigen Bereichen wird der Genitiv zugunsten des Dativs verschwinden (irgendwann wird man "wegen" vermutlich auch offiziell mit dem Dativ benutzen können), wobei der Genitiv in anderen Bereichen stärker wird (in einigen Dialekten sagt man ja immer noch "dem Herbert seine Frau", das wird wahrscheinlich verschwinden zugunsten des Genitivs "Herberts Frau").
Das Präteritum wird fast vollständig aus der Mode geraten und durch Perfekt- und Plusquamperfekt ersetzt werden (statt "ich sah" eben "ich habe gesehen" oder "ich hatte gesehen"), aber das ist eine Entwicklung, die schon seit langem da ist (auch Luther hat häufiger das Perfekt als das Präteritum benutzt).
Man sollte sich mal angucken, wie sich die Sprache vom Althochdeutschen über das Mittelhochdeutsche zum Neuhochdeutschen verändert hat, dann sieht man einige grammatikalische und phonetische Änderungen etwas lockerer.
@ Klopfer: Genau: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. (hieß des überhaupt so? xD)
Die "Abkürzung" a für er finde ich persönlich auch nicht besonders gut. Klar, so gut wie keiner spricht das er wirklich deutlich aus (zu mindist nicht hier in Pfalz), aber ich denke wenn man schreibt sollte man die Worte auch so schreiben, wie sie gehören. Abgesehen davon das es (teilweise) auch zur Erhaltung der Sprache dient, kann man so auch viel besser verstehen was eig gemeint ist.
Ich mein, klar, jeder lässt mal nen Buchstaben weg (schon in diesem Satz: meine, einnen), aber das finde ich jetzt nicht ganz so schlimm.
Was wirklich nervt ist, z.B. auf unzähligen HP's, dieses v0lL $t@!L!$cHä, t0t@L uNl€$b@R€, $€lT$@M€ "Groß - Klein - Dialekt - Zeichen"-Geschriebene... Das wird sich vermutlich immer weiter verbreiten.
Dennoch glaube ich nicht, dass das Hochdeutsche verloren geht oder total "verformt" wird. Schon allein durch die Schule und Arbeiten, bei denen geschrieben werden muss, ist das garnicht möglich... Das Geschriebene muss ja eine gewisse Richtigkeit haben.
Bei der Sprache mach allerdings auch ich mir sorgen. Viele Kinder/Jugendliche meinen wirklich es wäre "cool", sich in einer Gossensprache zu unterhalten und/oder kennen es garnicht anders... Das könnte zu einem Verhängnis werden.
Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, ich kenne mich überhaupt nicht aus und kann nur meine Meinung posten... Wir werdens ja sehen :)
Die "Abkürzung" a für er finde ich persönlich auch nicht besonders gut. Klar, so gut wie keiner spricht das er wirklich deutlich aus (zu mindist nicht hier in Pfalz), aber ich denke wenn man schreibt sollte man die Worte auch so schreiben, wie sie gehören. Abgesehen davon das es (teilweise) auch zur Erhaltung der Sprache dient, kann man so auch viel besser verstehen was eig gemeint ist.
Ich mein, klar, jeder lässt mal nen Buchstaben weg (schon in diesem Satz: meine, einnen), aber das finde ich jetzt nicht ganz so schlimm.
Was wirklich nervt ist, z.B. auf unzähligen HP's, dieses v0lL $t@!L!$cHä, t0t@L uNl€$b@R€, $€lT$@M€ "Groß - Klein - Dialekt - Zeichen"-Geschriebene... Das wird sich vermutlich immer weiter verbreiten.
Dennoch glaube ich nicht, dass das Hochdeutsche verloren geht oder total "verformt" wird. Schon allein durch die Schule und Arbeiten, bei denen geschrieben werden muss, ist das garnicht möglich... Das Geschriebene muss ja eine gewisse Richtigkeit haben.
Bei der Sprache mach allerdings auch ich mir sorgen. Viele Kinder/Jugendliche meinen wirklich es wäre "cool", sich in einer Gossensprache zu unterhalten und/oder kennen es garnicht anders... Das könnte zu einem Verhängnis werden.
Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, ich kenne mich überhaupt nicht aus und kann nur meine Meinung posten... Wir werdens ja sehen :)
"[...] wobei der Genitiv in anderen Bereichen stärker wird (in einigen Dialekten sagt man ja immer noch "dem Herbert seine Frau", das wird wahrscheinlich verschwinden zugunsten des Genitivs "Herberts Frau")."
Der Trend ist leider genau das Gegenteil. Der Genitiv wird vom Dativ immer weiter verdrängt und in ein paar Jahren werden die ewigen Genitivfans "dem 2. Fall gedenken." Bastian Sick hat große Arbeit geleistet, jeder den ich kenne, der sein Buch "Der Dativ ist dem genitiv sein Tod" gelesen hat, bemüht sich seitdem, Hochdeutsch zu sprechen - oder wenigstens zu schreiben, denn den Dialekt kann man ja nicht einfach unter Tisch kehren - und sogar der Lamborghini wird mittlerweile in meinem Bekannten- und Freundeskreis richtig gesprochen.
Wer sich darüber beschwert, dass die Deutschen viele Wörter aus der englischen Sprache übernehmen, sollte sich vor Augen führen, dass Deutsch eigentlich eine Weltsprache ist. Wer oben genanntes Buch kennt, weiß, dass die Japaner "arubaito" kennen und sich die Tschechen lieber auf ihr "sitzflaijsch", statt auf den Hosenboden setzen.
Der Trend ist leider genau das Gegenteil. Der Genitiv wird vom Dativ immer weiter verdrängt und in ein paar Jahren werden die ewigen Genitivfans "dem 2. Fall gedenken." Bastian Sick hat große Arbeit geleistet, jeder den ich kenne, der sein Buch "Der Dativ ist dem genitiv sein Tod" gelesen hat, bemüht sich seitdem, Hochdeutsch zu sprechen - oder wenigstens zu schreiben, denn den Dialekt kann man ja nicht einfach unter Tisch kehren - und sogar der Lamborghini wird mittlerweile in meinem Bekannten- und Freundeskreis richtig gesprochen.
Wer sich darüber beschwert, dass die Deutschen viele Wörter aus der englischen Sprache übernehmen, sollte sich vor Augen führen, dass Deutsch eigentlich eine Weltsprache ist. Wer oben genanntes Buch kennt, weiß, dass die Japaner "arubaito" kennen und sich die Tschechen lieber auf ihr "sitzflaijsch", statt auf den Hosenboden setzen.
@Tiwu: Ich hatte ja auch geschrieben, dass der Genitiv in einigen Bereichen verdrängt wird. Bastian Sick und die ganzen anderen selbsternannten Sprachschützer lassen aber immer gerne unter den Teppich fallen, dass es eben auch Bereiche gibt, in denen der Genitiv weiterhin üblich ist und sogar stärker wird. Echte Sprachwissenschaftler, die sich mit der Entwicklung der deutschen Sprache befassen und dabei auch die Dialekte untersuchen, haben eben festgestellt, dass der Genitiv in diversen Konstellationen überhaupt nicht verschwindet.
Außerdem wird oft verschwiegen, dass es ja verschiedene Arten von Grammatikregeln gibt, die präskriptiven und die deskriptiven Regeln. Deskriptive Regeln bestimmen, wie wir wirklich sprechen (also etwa, dass wir im Standarddeutschen bei "mit" den Dativ und nicht den Genitiv benutzen), präskriptive Regeln sollen zeigen, was "gutes" Deutsch ist, nicht was richtiges Deutsch ist. "Wegen dem Schild" ist kein falsches Deutsch im deskriptiven Sinn, sondern "schlechtes" Deutsch im präskriptiven Sinn. Präskriptive Regeln ändern sich öfter als die deskriptiven Regeln, die einfach intuitiv in unserem Sprachgebrauch sind.
Außerdem wird oft verschwiegen, dass es ja verschiedene Arten von Grammatikregeln gibt, die präskriptiven und die deskriptiven Regeln. Deskriptive Regeln bestimmen, wie wir wirklich sprechen (also etwa, dass wir im Standarddeutschen bei "mit" den Dativ und nicht den Genitiv benutzen), präskriptive Regeln sollen zeigen, was "gutes" Deutsch ist, nicht was richtiges Deutsch ist. "Wegen dem Schild" ist kein falsches Deutsch im deskriptiven Sinn, sondern "schlechtes" Deutsch im präskriptiven Sinn. Präskriptive Regeln ändern sich öfter als die deskriptiven Regeln, die einfach intuitiv in unserem Sprachgebrauch sind.
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