Sterbehilfe (Gesellschaft)

Sterbehilfe (Gesellschaft)

Wie denkt Ihr darüber. Sollte man einem Menschen, der nur noch durch künstliche Ernährung usw am Leben erhalten wird und laut Ärzte so gut wie keine Chance mehr hat, aus seinem Koma jemals wieder zu erwachen, von seinem Dahinvegetieren erlösen, oder lieber so lange, wie nur möglich an den Lebenserhaltungsmaschinen "angeschlossen" lassen ?
Ich selber habe noch keine Antwort darauf.
Ich denke, man sollte ihm helfen zu sterben. Aber ich denke auch, dass man, wenn man in der Situation ist, es nicht übers Herz bringt, sozusagen.
Für mich stehen da die fragen erlösung, oder hoffen
auf besserung im vordergrund.
Wenn jemand sterben wird und die wartezeit darauf
eine qual für ihn ist, bin ich schon für sterbehilfe.
Bei komapatienten, weiß ich nicht so recht was
passieren kann, z.b. kann er nicht plötzlich aufwachen
und weiterleben? oder ist es etwa so, das er jahre
im koma liegt und das irgentwie mitbekommt? das währe
ja auch schlimm.
Also kurtz gesagt, in manchen fällen bin ich dafür
und in manchen nicht.
Das Problem ist, wer soll entscheiden, dass ein Mensch Sterbehilfe braucht?
Das ist eine schwierige Frage. Meiner Meinung sollte
zuerst eine Ensprechende Verfügung des Patienten vorliegen, daß in diesem Fall die Maschinen abgestellt
werden. So eine Verfügung kann heutzutage jeder machen.

Dann kommt der schwierigste Teil. Liegt eine lebensver-
längernde Maßnahme vor, bei der keine Aussicht auf
Heilung besteht? Hier kann man es sicher verantworten.

Koma ist hier sehr kompliziert zu bewerten. Es sind
schon Leute erst nach Jahren wieder aufgewacht. Kann
ich dieses Risiko eingehen, das ich jemanden sterben
lasse, der vielleicht irgendwann mal wieder bewußt leben kann? Ich könnte diese Entscheidung nicht treffen.
Was werden die Lebensversicherungen dazu sagen?
Gute Frage, ich denke daß im Falle einer Sterbehilfe die Versicherung nicht zahlt. Kennen wir doch von denen.
Schlau wie versicherungen sind, kann man dann für
eine prämienerhöhung die lebensversicherung
auf tötung erweitern.

Aber ich denke schon das es ohne einwilligung des
betroffennen sehr schwer sein wird.
Und selbst wenn die einwilligung vorhanden ist,
denke ich nicht das bei einem komapatienten nicht
doch noch die hoffnung besteht das er aufwacht und
wenn das die angehörigen auch denken, wird wohl
niemand zustimmen das abgeschaltet werden soll.

Meine meinung für sterbehilfe orientiert sich eher
dahin das es menschen in einem fürchterlichen zustand
gibt, sie werden sterben, aber das leiden bis da hin
ist unerträglich, wenn dieser mensch sagt er will
sterben, dann könnte man ihm den willen erfüllen,
vorrausgesetzt er leidet tatsächlich und sein verstand
ist so weit in ordnung.
Niemand kann im Nachhinein überprüfen, ob ein Mensch wirklich gelitten hat. Die Möglichkeit der Sterbehilfe gibt wohl dann viel Raum für neue verdeckte Tötungsverbrechen.
man sollte sie nur anwenden wenn man es wirklich möchte!
Beispiel, ein mensch hat knochenkrebs und weiß der
geier was noch, er leidet sehr, er ist aber bei
verstand und bittet um erlösung, er würde nur noch tage
leben aber er hält es nicht aus.
In diesem fall wäre ich für sterbehilfe.
Das mit den verdeckten tötungsverbrechen kann gut
möglich sein, doch auch da kann man sich absichern,
z.b. es könnte die bitte gleichzeitig an einem
artzt und einem pfarrer ausgesprochen werden oder
einem artzt und einem anwalt(da pfarrer die sache ja etwas anders sehen)
diese "vertrauenspersonen" beaufsichtigen dann das weitere geschehen.
So eine Verfügung werden wohl die wenigsten unterschrieben haben. Ich würde das wohl glaube ich nie tun, wenn ich mal ganz ehrlich bin.
Denn wenn mir wirklich mal was schlimmes zustoßen sollte, hoffe ich schon im vorraus, daß die Ärzte alles tun um mich am Leben zu erhalten - man weiß ja nie...
Wunder gab es schon einige.
Ich glaube man kann hier schon erkennen das die sache
nur von fall zu fall beurteilt werden kann.
Pauschal kann man sicher kein 100% dafür oder dagegen
stimmen.
So sehe ich das auch.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Sterbehilfe.
Wenn der Betroffene selber diesen Wunsch hat, sollte man es ihm gewähren.
Im Falle des Komas, wo man nicht genau weiß ob der jenige noch etwas fühlt, hört etc. ist das sicher eine
moralische Gewissensfrage.
Angenommen es gibt keine Verfügung und der Patient ist sozusagen nur noch biologisch am Leben.
Wer entscheidet dann ? Ein direkter Angehöriger könnte das sicher tun. Aber das ist wohl mehr als eine Gewissensfrage !
Das ist alles nur sehr schwer zu verstehen, weil man sich einfach nicht in solch eine Lage versetzen kann/will.
Ich würde sagen, das man in dem fall nicht abschalten
sollte, und wenn er jahre da liegt so steigt doch
die hoffnung das ein weg gefunden wird wie ein
hirn wieder stimmuliert werden kann.
Ich stelle mir allerdings vor, wie schlimm es sein
könnte wenn ein komapatient da liegt, sich nicht
verständigen kann, aber alles mitbekommt.
Da bekommt der ausdruck "sterben vor langeweile"
eine völlig neue bedeutung.
und die frage bei den komapatienten ist da auch noch, je nachdem wie lange sie im koma liegen, dass sie bleibende schäden mitsich tragen und vielleciht in eine nuee zeit "geboren" werden.

ich dneke wer nur noch von geräten lebt, dem sollte man die ruhe gönnen.

siehe mib, nach 34 jahren. du wachst auf und alles ist anders, viele sind gestorben. du wahcst auf und wünschst dir sofort du wärst tot. das kann nicht das wahre sein in meinen augen.

aber zu diesem thema kann man durch aus lange diskutierne ohne an eine allgemein gültige lösung zu kommen. ich glaube man muss so mehrer möglichkeiten anbieten oder es lassen.
Hm! Ich glaube, man kann die Frage nach der Sterbehilfe nicht im Allgemeinen beantworten. Wenn ich mir so die Beiträge durchlese, dann erkenne ich, dass jede(r) eigene Ängste zum Vorschein kommen lässt und sich vorstellt: Wie wäre es denn, wenn ich.....

Ich hätte da nur ein interessantes Buch vorzuschlagen! Der Titel heißt "Bis auf den Grund des Ozeans" und erzählt die Geschichte einer Frau die aufgrund 2er Gehirnschläge im ca. 6 Monate im Koma liegt; danach ist sie völlig bei Bewußtsein. Leider bekommt dies das Pflegepersonal im Krankenhaus nicht mit; jahrelang!! Und diese arme Frau kann sich nicht bemerkbar machen - nur noch mit den Augen rollen. Erst nach 6 Jahren entdeckt eine Therapeutin, dass diese Frau mit ihren Augen "sprechen" kann. Von diesem Moment an, fängt diese Frau für ihre Umwelt wieder an zu existieren und schafft es letztlich sogar, sich im elektrischen Rollstuhl zu bewegen. Sie genießt ihr Leben unverblümt und ist froh, dass sie lebt. Mit Hilfe anderer hat sie das Buch mit dem o.g. Titel verfasst!

Diese Frau wurde 1935 geboren, heißt Julia TAVALARO und lebt meines Wissens noch immer. Wer, ich frage wer kann eine solche Verantwortung für ein Menschenleben übernehmen? Das Unmögliche ist in diesem Falle möglich geworden. Bei Gott, überlegt einmal ihr liegt da, die Ärzte unterhalten sich darüber, ob die Maschinen abgeschalten werden sollen und ihr könnt Euch nicht bemerkbar machen. Hier zur Sterbehilfe ja zu sagen, bedarf unerbittlicher Prüfung des Einzelfalles.
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