Lügengeschichten für Kinder (Gesellschaft)

Lügengeschichten für Kinder (Gesellschaft)

Hi ihr!

Ein Thema, das mich schon länger beschäftigt, sind diese Lügengeschichten, die man seinen Kindern jedes Jahr aufs Neue auftischt.

Ein gutes Beispiel: Der "Weihnachtsmann". Weihnachten ist für Kinder das Fest der Geschenke und von kleinauf bringt man ihnen bei, dass sie diese vom Weihnachtsmann bekommen. Aber was sollen diese Märchen? Welchen Zweck erfüllen sie? Bei vielen Kindern sitzt doch hinterher der Schock tief, wenn sie mit 6/7 Jahren erfahren, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt und sie die ganze Zeit belogen wurden. Warum dürfen Kinder nicht von Anfang an wissen, dass die Geschenke von Eltern, Oma/Opa & Co. stammen? Ähnlich verhält es sich halt mit Osterhase etc.

Wenn man die Fantasie der Kleinkinder anregen will, soll man ihnen Märchengeschichten aus einem Buch vorlesen (mit der Anmerkung, dass diese alle frei erfunden sind). Aber eine fiktive Figur als existent hinzustellen, finde ich nicht richtig. Keine Ahnung also, was das alles soll.
Das ist ein besserer Anreiz artig zu sein.
Ich habe mich immer auf Weihnachten gefreut und die Welt ist nicht untergegangen als ich herausgefunden habe das es den Weihnachtsmann nicht gibt. Also was ist dein Problem? Hast du in Fontänen geflennt?
Der Weihnachtsmann ist deutsches Kulturgut, ihn aufzugeben wäre ein weiterer Verlust von Traditionen. Dann wäre er nur ein kommerzielles Produkt, das von Aldi etc vermarktet wird.
ähm is der Weihnachtsmann nicht amerikanisch und zu deutsch das Christkind? für mich is der Weihnachtsmann schon ein kommerzielles Produkt ihn zu entfernen würde den firmen die grundlage für ihre werbung nehmen :D
@Psy-Master: Anreiz, artig zu sein? Kinder sind niemals das ganze Jahr über artig, auch nicht, wenn sie an die Existenz eines Weihnachtsmannes glauben.

@Energy: Das Christkind "gibt" es hauptsächlich in Süddeutschland, also z.B. Bayern. Anderswo heißts nach wie vor Weihnachtsmann.
Der Weihnachtsmann basiert auf den in Europa entstandenen Brauch des Nikolaus. Im Amiland wurde daraus dann Santa Claus. Soviel mal dazu :)

Die Idee mit dem artig sein ist an sich gar nicht so blöd. Natürlich sind Kinder nie ununterbrochen artig, doch solch eine Geschichte kann das böse Verhalten schon etwas eindämmen. Trotzdem glaub ich, das solche Lügengeschichten irgendwo der falsche weg sind.
So eine Lügengeschichte hilft meist wenn die Eltern nicht weiter Wissen :<
Außerdem ist das Tradition. Ich hab mit 7 erfahren, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Das störte mich aber nicht mehr.
Tatjana, hast du jemals den Film "Das Wunder von Manhattan" gesehen? :>
Also was der Weihnachtsmann mit Weihnachten zu tun hat ist mir schleierhaft, schließlich ist Weihnachten die Geburt Christi daher auch das Christkind.

Ich hab mal gehört dass der Weihnachtsmann von Coca Cola erfunden wurde, wahrscheinlich nur ein Gerücht ;)
Der dicke Herr wurde das Markenzeichen von Coca Cola. Er basiert jedoch auf den heiligen Nikolaus, der zur Weihnachtszeit Geschenke brachte. Irgendwann wurde er eben das Symbol für Weihnachten. Heute sehe ich ihn nur mehr als Propagandamittel für die Firmen :)
@The Lord of Darkness: Was tut das zur Sache?

@-Sith-: Ja, es ist nur ein Gerücht ;) Soweit mir bekannt ist, stammt der Weihnachtsmann aus Europa. Mit deiner Argumentation, das Christkind sei angebrachter als der Weihnachtsmann, da es sich ja im Grunde beim Weihnachtsfest um die Geburt des Jesus-Kindes (also des Christkindes) handelt, mag schon stimmen. Aber: Die Kinder, denen vom Christkind erzählt wird, lernen ebenjenes nicht als Baby in einer Krippe kennen, sondern als Engel mit blonden Locken. Das hat auch nicht viel Weihnachten zu tun ;)

Ob mans nun als Tradition oder Kommerz ansehen will. Bräuche können schön sein, aber müssen nicht immer sinnvoll sein ;)
Der Weihnachtsmann ist wirklich nur einen Werbeikone von Cola. Demnach ist er jünger (und auch "unchristlicher") als das Christkind. (Das gab's bei uns!)

Nebenbei: Der Osterhase ist, genau wie die Ostereier, ein Fruchtbarkeitssymbol. Schließlich heißt das Männchen nicht umsonst "Rammler".
@Boomslang:
cola erfand das rot-weiße design nicht, das ist ein weit verbreitetes gerücht :/
cola war nur die erste firma, die es für werbezwecke nutzte.

das christkind ist trotzdem älter, und eher in d-land heimisch...
Also als ich erfahren habe das es keinen Weihnachtsmann gibt wahr ich keines falls irgend wie geschockt.
Hmmm....

Naja ich mein, umso älter man wird, desto besser kann man über die Dinge nachdenken.
Soll heissen, ich hätte es so oder so gemerkt das es den Weihnachtsmann nicht gibt, spätestens mit 8 Jahren. Ohne dass es mir jemand gesagt hätte.

Oder soll ich etwa noch bis 18 und weiter glauben, dass es den Weihanchtsmann oder Osterhasen gibt, nur weil es mir meine Eltern nie gesagt haben? o.O
Achtung jetzt kommt geballter Schwachsinn: Kulturanthropologen lesen besser nicht weiter ;-)

Die Geschichte vom Weihnachtsmann und dem gleichnamigen Baum:

Es war einmal vor langer langer Zeit, im 19 Jh., da dominierten im heutigen Deutschland zwei gesellschaftliche (und wissenschaftliche) Strömungen: die Aufklärung und die Romantik. Die Aufklärer setzten sich für technischen Fortschritt ein und sahen die Zukunft der Gesellschaft in der Industrie. Die Nachwehen der beginnenden Industrialisierung machten sich in Form gesellschaftlicher Umbrüche bemerkbar. Die Leute arbeiteten in Fabriken und nicht mehr zu Hause im Laden. Mit der Arbeiterklasse entstand eine völlig neue Bürgerschicht, welche nach Ansicht der Vertreter der Aufklärung die Zukunft prägen würde. Im Zuge der Industrialisierung und Technisierung (Bahn, Schiffe, Import, Export) verlor der Bauernstand allmählich an Bedeutung. Das wollten die Romantiker nicht wahr haben, denn sie fürchteten den Gesellschaftlichen Umbruch mit seiner ungewissen Zukunft. Die Romantiker wollten nicht, dass die Vergangenheit durch soziale Umwälzprozesse in Vergessenheit geraten konnte und so wurde die Vergangenheit (das germanische Zeitalter, als der Mensch noch im Einklang mit der Natur gelebt haben soll) aufgearbeitet und anschließend als harmonisch und friedlich idealisiert. Man suchte sich bewusst eine so weit weg liegende Vergangenheit wie das Germanentum aus, weil es so unmöglich war, gegenteilige Beweise zu angeblichen Naturvölkern zu finden. Außerdem glaubten damals viele Leute noch, dass die Welt vor 5000 Jahren entstanden sei, also kurz vor den Germanen. Das Bindeglied zwischen den Naturverbundenen Germanen und dem 19 Jh. sollte der Bauer sein.

Also: Germanen stehen für Naturverbundenheit, Harmonie und Frieden, Bauer steht für Naturverbundenheit, Harmonie und Frieden, Weihnachten steht für Harmonie und Frieden, Bauer (und alle anderen) hat Tanne als Feuerholz im Winter, Weihnachten ist im Winter, Bauer steht für Tradition, Weihnachten steht für Tradition, der Bauer hat 'n Bart, der Weihnachtsmann hat 'n Bart - braucht man noch mehr Beweise für den Zusammenhang? Deswegen kommt das Weihnachten, wie wir es für die Kinder aufbereiten, aus dem 19 Jh.. Denkt mal drüber nach.
Es sind keine LÜGENgeschichten, sondern schlichtweg Täuschung. Lügen impliziert den Vorsatz etwas zum eigenen Vorteil zu verbergen.

Ganz abgesehen davon bringt man Kindern auf diese Weise Moral, moralisches Verhalten und ein wenig Disziplin bei.

Desweiteren ist es absurd, dass jedes Kind einen Schock erleidet, wenn es "die Wahrheit" erfährt. Wer seine Kinder gut erzieht, der braucht ihnen das nicht sagen, sie finden es selbst heraus.

Desweiteren erschliessen sich viele Moralen erst später im Leben, nicht schon mit 3,5 oder 7 Jahren. In dem man aber einen Grundstein legt ist es viel leichter später etwas zu erklären.
"Es sind keine LÜGENgeschichten, sondern schlichtweg Täuschung. Lügen impliziert den Vorsatz etwas zum eigenen Vorteil zu verbergen."

Nicht ganz. Man kann auch zum Vorteil einer anderen Person lügen, sprich um jemanden zu schützen, oder schlichtweg aus Höflichkeit.
Aber wenn dir der Begriff in diesem Zusammenhang Probleme bereitet, ändere ihn doch einfach um in.. Kindermärchen o.Ä. ;)

"Ganz abgesehen davon bringt man Kindern auf diese Weise Moral, moralisches Verhalten und ein wenig Disziplin bei."

Das würde ich so nicht sagen. Kinder lernen zwar: Bist du artig, gibts Geschenke; bist du böse, holt dich der Knecht Ruprecht. Aber dessen besinnen sich doch die meisten eh erst wieder im Dezember, wenn Weihnachten auf sie zu kommt ;) Ich glaube kaum, dass ein Kind sich das ganze Jahr über durch diese Geschichte einschüchtern bzw. beeinflussen lässt.

"Desweiteren ist es absurd, dass jedes Kind einen Schock erleidet, wenn es "die Wahrheit" erfährt. Wer seine Kinder gut erzieht, der braucht ihnen das nicht sagen, sie finden es selbst heraus."

Ich sprach nicht von allen, sondern von vielen. Mag sein, dass die meisten es selbst herausfinden (wüsste allerdings nicht, was das mit Erziehung zu tun hätte); aber hey, zu 'nem Schock kann das auch führen ;)
Ob ich selbst überhaupt an den Weihnachtsmann geglaubt habe, weiß ich gar nicht mehr. Kann daher auch nicht sagen, ob und wie ich herausgefunden habe, dass es ihn nicht gibt ^^

"Desweiteren erschliessen sich viele Moralen erst später im Leben, nicht schon mit 3,5 oder 7 Jahren. In dem man aber einen Grundstein legt ist es viel leichter später etwas zu erklären."

Indem man Kleinkindern Geschichten wie die vom Weihnachtsmann auftischt, legt man einen Grundstein für ihr späteres moralisches Ich? Soll also heißen, Kinder, die derartige Märchen nie zu hören bekamen, entwickeln sich zu emotionalen Versagern oO?
Indem man Kleinkindern Geschichten wie die vom Weihnachtsmann auftischt, legt man einen Grundstein für ihr späteres moralisches Ich? Soll also heißen, Kinder, die derartige Märchen nie zu hören bekamen, entwickeln sich zu emotionalen Versagern oO?
Dieser Rückschluss ist genauso daneben wie "alle Quadrate sind Vierecke also müssen alle Vierecke Quadrate sein"
eine lüge die ich gut kenne:
"Wenn du dich nicht mehr auf dem spielplatz benimmst, nimmt das jugendamt dich mir weg"
Das ist aber schon wesentlich brutaler als die Geschichte vom Weihnachsmann oder dem Osterhasen. Die beiden aber sind doch ok, solange man Kind ist, ist es doch auch schön, wenn man dran glauben kann und ich hab auch noch nie von jemandem gehört, der traumatisiert war, nachdem er erfuhr, dass der nette Herr im roten Mantel nicht existiert. Ebenso wenig ist es eine Tragödie, wenn man ohne ihn aufwächst.

Aber irgendwie muss man den Kindern ja n bisschen was beibringen und vor allem bei kleineren geht das gut, indem mans in eine Geschichte verpackt, auch Märchen erfüllen eine ähnliche Funktionen. Sagt zumindest Bruno Bettelheim.

Viel schlimmer find ich da schon eher die Geschichten von irgendwelchen Monstern im Schrank oder unter dem Bett, die ungezogene Kinder fressen kommen.
Der Weihnachtsmann ist eine Lüge? =( Ihr lügt >.< Der Thread ist doch nur eine Aktion Kinder hier bei Mp traurig zu machen und sie zu verkraulen -.-
@ Käpt'n LeChuck genialer Vergleich *merkenmuss*

Also ich habe nie richtig an den Weihnachtsmann geglaubt, bei uns brachte das Christkind die Geschenke! *lach*

Aber wenn ich mich zurück erinnere, war nicht schlimm das mit der Lüge herauszubekommen, aber schade war es, denn dann war Weihnachten nicht mehr so schön und ich hätte es am liebsten bis heute nicht herausbekommen. Aber auch hier kann mit der Wahrheit viel erreichen und dem Kind erklären warum es eigentlich Weihnachten gibt, sich dann die Geschenke gleich sparen, denn aus diesem Grund gibt es Weihnachten ja bekanntlich eigentlich nicht.

Aber ich finde es dumm, dass manche Erziehungsberechtigte ihren Kindern mit dem Jugendamt, dem Weihnachtsmann Angst machen und so erpressen, dass hilft auf Dauer eh nicht. Räume dein Zimmer auf oder es gibt keine Geschenke oder du wirst mir weg genommen, meine Mama hat immer gesagt räume dein Zimmer auf oder ich mache es das bedeutete, wenn ich nichts machte flogen alle meine kleinen Sammlungen auf den Müll (ich sammelte von Steinen bis Blätter fast alles)und ich erkannte außer meiner Möbel nichts mehr in dem Zimmer *gg*
Geschichten und Märchen, wie die vom Weihnachtsmann und vom Osterhasen, arbeiten nach dem Zuckerbrot und Peitsche-System. Es ist so leicht sehr viel Moral und Disziplin an ein Kind zu bringen, ohne, dass es den Sinn sofort versteht, aber trotzdem mitspielt. Du könntest dich mit einem Verhaltenspsychologen darüber unterhalten, welchen nachhaltigen Wert auch der jährliche Ritus in diesen Handlungen hat. Es sind wichtige Bestandteile einer kindlichen Entwicklung und des Versuchs der Eltern eine heile, aber trotzdem disziplinierte Welt um und für ihre Kinder zu erschaffen.
Ja aber irgendwann findet das Kind heraus, dass es den nicht (mehr) gibt und dann ist die Peitsche weg, da habe ich es lieber die Geschenke gleich ohne Peitsche zu bekommen und richtige Bestrafungen (meine bestimmt nicht schläge), damit ich oder später mein Kind auch weiss, dass wirklich etwas kommt wenn es sich falsch (ich weiss das ist relativ, aber ihr wisst was ich meine) macht und auch auf Dauer damit rechnet, aber was weiss ich schon von Erziehung ich habe ja (noch) keine Kinder, aber finde es immer etwas riskant mit leeren Drohungen/Versprechen, egal ob es um Kinder oder Erwachsene geht.
@kleines: Sehr richtig.
Was soll das heißen...es gibt keinen Weihnachtsmann?!
Nicht mehr den gab es aber mal vor langer Zeit und da hat der in schlimmer Zeit armen Leuten Geschenke hingelegt und heute feiert man den immer noch, aber eigentlich gibt es gar keinen Weihnachtsmann an sich, sondern nur den St. Nikolaus oder so ( *überleg* ) aber weil der so einen unfreundlichen Ruf hatte, hat sich Coca Cola gedacht, dass es besser wäre ihn lieb zu gestalten.....und Geschenke sollte er an Weihnachten bringen statt nur Süßem.
Hey, hey... Wer sagt hier, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt? Klick!

Nun, wie dem auch sei, es mag eine Geschichte sein, aber im Grunde macht diese Geschichte Weihnachten doch erst zu diesem wundervollen Fest, oder?
Für mich zumindest ist Weihnachten immer die schönste Zeit im Jahr, ob mit oder ohne Weihnachtsmann. :>
So DareDevil, jetzt weist du's auch. ;-)

Weihnachten animiert Kinder evtl. teilw. wirklich dazu, zumindest ab und zu wenigstens über ihr Verhalten nachzudenken. Ich sehe in der Figur des Weihnachtsmannes so eine Art Unterstützung für die Eltern. Wenn das Kind mal nicht auf die Eltern hören möchte, dann wird der Weihnachtsmann von den Eltern erwähnt um deren Ansichten eine allgemeine Gültigkeit zu verleihen und zu legitimieren. Kinder können elterliche Entscheidungen/ Erziehungsmethoden nicht immer nachvollziehen und Erklären lohnt sich wegen fehlender Verständigungsbasis nicht immer. Die Geschichte mit dem Weihnachtsmann kapieren aber i.d.R. alle Kinder, weil sie so eindeutig ist. Dieser dickbäuchige Bartträger wird dermaßen konsequent als unfehlbar hingestellt, das selbst die Supernanny vor Neid kotzen muss. Der Weihnachtsmann sieht alles und weiß alles (im Grunde der Alptraum aller Kinder), was Kindern ernsthaft Respekt einflößt. Daher funktioniert das Zuckerbrot und Peitsche Prinzip bei den Kindern auch so gut. Bei manchen Erwachsenen funktioniert dieses Prinzip heute noch, allerdings muss statt dem Weihnachtsmann der "Liebe Gott" oder ein Stellvertreter anderer Glaubensrichtungen herhalten, weil Erwachsene ja wissen, dass es den Weihnachtsmann nicht (mehr) gibt.
Um beim Thema Weihnachtsmann zu bleiben:

Ein Kind weiß nicht, dass es eine leere Drohung ist. Oder will auch nur einer von euch sagen, dass er kein schlechtes Gewissen hatte, wenn der Nikolaus eine Rute brachte? Es geht einfach darum, dass einem Kind ein Gerüst gegeben wird, an welches es sich auch halten mag. Nicht umsonst spricht man von pubertierenden Rebellen, wenn sich Teenager später versuchen von diesem Gerüst zu lösen.

Es ist einfach der Glaube an etwas, der das Kind von Innen heraus dazu bringt sich brav zu verhalten und nicht rein äußerlich unter der Androhung von Hausarest oder TV Verbot. Es ist ja nicht so, dass aufgeklärte Kinder hinterher in eine völlig neue Welt fallen. Gut, es gibt den Weihnachtsmann nicht, trotzdem bleibt die Moral. Dass man brav ist, sich diszipliniert verhält, Ordnung hält. Der Weihnachtsmann ist nur ein Trägermedium, dass es einfacher macht eine für Kinder schwer verständliche Lebenserfahrung beizubringen.
Ich finde es einfach nicht klug und nicht gut leere Drohungen oder Versprechen zu machen, ich meine es sollte auf eine Reaktion auch eine wirkliche Aktion folgen, ich finde so lernt ein Kind doch schneller wie es im Leben richtig zugeht. Baust du Misst gibt es Ärger, egal ob du dann dein Spielzeug weggenommen bekommst oder später im Knast landest.

Oder wenn du aufräumst oder später mehr arbeitest dass du dann Belohnung bekommst oder mehr Lohn ( oder ähnliches )....

Ich finde das mit dem Lügen in anderer Hinsicht ok, z.B. esse das nicht, dass ist giftig auch wenn es das nicht isst, aber geht schneller als seinem Kind zu erklären welche Krankheiten es bekommen kann, nur weil Hund drauf gemacht hat (z.B.). Ich finde es einfach sinvoller dem Kind zu zeigen, dass es WIRKLICHE Konzequenzen hat, wenn es sich falsch verhält. Ich weiss du meinst es ähnlich im Sinne von Moral und anderem, aber ich finde es besser als zu sagen da kommt einer und holt/schlägt dich, damit macht man es sich einfacher man überträgt die Bestrafung ( um sich selber vielleicht nicht unbeliebt zu machen ) auf jemanden den es nicht gibt und ich habe als Kind schnell gemerkt wann dies der Fall war und ich will gar nicht wissen wie sich sowas anfühlt wenn man dann als Kind glaubt man kommt weg oder bekommt von einem bösen eins aufs Dach?!? Ich denke dann hätte ich mich nie mehr auf Weihnachten gefreut, aber ich mochte schon als Kind Silvester lieber und da hat die Drohung geholfen "Sonst darfst du nicht das Feuerwerk anschauen und musst schlafen" weil ich wusste wenn ich es zuweit treibe, dass es dann wirklich so kommt.
Kinder sollte man keineswegs wie Erwachsene behandeln, imo. Die Gabe der "Unschuld" soll man ihnen doch nicht wegnehmen! Die lernen noch früh genug das die Welt nicht so traumhaft schön ist wie sie das einst dachten! D:


Thema Weihnachtsmann & CocaCola:

CocaCola hat da eine PRIMA Tradition ins Leben gerufen! Basta! Da gibt's keine 2 Meinungen! D:
Auch heute noch ist für mich erst Weihnachten wenn ich den berühmten CocaCola-Truck sehe. >:¦
Wir sahen mal einen in Spanien (Sommer) und meine 2 kleinen Cousins (waren damals 5 & 6 Jahre alt) machten irsinnig grosse Augen. Sie konnten es nicht fassen den "Weihnachtsmann-Truk" gesehen zu haben. O_O Sie waren ein Tag restlos glücklich. (Aber wir mussten um's Verrecken 'ne Cola trinken gehen. Als Sponsoren des Nikolaus oder sowas. Smiley)

Das gleiche mit der Zahnfee. Die rennen gleich zu mir um mir zu zeigen, was Ihnen die Zahnfee hinterlassen hat. Diese Gesichter sind ihr Gewicht in Gold wert, allen ernstes!
Ich halte so'ne Aufklärung für pure Tyrannie! O_o

"Dein Zahn ist ab, ist zwar scheisse aber er wächst wieder nach. Hier, um dich zu trösten gebe ich dir was."
...ist doch purer Mist verglichen mit:
"Papaaaaa! Mamaaaaaa! Schaut nur was mir die Zahnfee gelassen hat! Das muss ich gleich den andern Zeigen!"

Es ist einfach nicht das gleiche! Ich könnte jeden prügeln der Kinder den irrationalen Glauben an etwas "tolles" wegnimmt. >:
Den Glaube an etwas tolles kritisiere ich doch nicht, gar nicht. Ich finde es nur nicht schön, dass man es benutzt um sich selber die Bestrafung abzunehmen oder dem Kind irgendwelche Horrorgeschichten erzählt um nicht ernsthafte Konsequenzen zu zeigen. Ich habe mich als Kind auch auf Weihnachten gefreut aber ich habe keine Angst haben müssen, dass der mich holt ( der hätte mich eh wieder gebracht ;-) ) Und so ein Cola - Truck ist schon was schönes, gerade für ein Kind oder einen kindischen Erwachsenen wie mich, aber sollte nicht als Bestrafung oder Belohnung gelten, sowas sollte man mit richtigen Konsequenzen belohnt oder bestraft werden, ist meine Meinung aber vielleicht ändere ich die auch wenn ich eigene Kinder habe aber im Moment finde ich das einfach nicht gut, da sollte man sich als Erziehungberechtigter schon selber die Mühe machen dem Kind zu zeigen, so geht es nicht ( ich erwähne lieber nochmal, dass ich auf keinen Fall schläge meine! )

Stell dir vor ich verliere gerade keinen Zahn und es ist Januar, also der Weihnachtsmann war gerade da und da denke ich mir doch als Kind, Ätsch! Oder bekommt dann der Osterhase die A-Karte zugeschoben....und versteckt die Eier zur Strafe auf dem Dach oder gar nicht?

Ich fand es toll als Kind erzählt zu bekommen wie toll der Nikolaus/Weihnachtsmann war als er noch lebte und ganz Armen geholfen hat, egal an was man nun glaubt als Kind ob es ihn noch gibt oder nicht, so habe ich gelernt, dass er ein großzügiger Mensch war und nicht die Bestrafung mit der Rute oder ähnliches, an den konnte ich noch glauben und wenn ich Misst gebaut habe hat es meine Famillie schon verstanden mich zu bestrafen ohne mich zu schlagen.
Ich finde es nur nicht schön, dass man es benutzt um sich selber die Bestrafung abzunehmen

Ein Kind das auch ohne Bestrafung ein schlechtes Gewissen hat, oder ein Kind das exakt weiss, was die maximale Konsequenz ist...

...wo ist wohl die Wahrscheinlichkeit höher, dass er Unfung anstellt?
Genau sehe ich auch so man soll Kindern lieber AGB Geschäftsbedingungen vorlesen!
Die AGBGB? /!\ Pleonasmenalarm /!\
Ich war mal im Zoo mit den beiden Kindern meiner damaligen Freundin (Zwillinge, ca. 5 oder 6 Jahre alt waren die beiden), die fragten mich dort warum die Paviane so "komische rote Ärsche" haben...
Spontan hatte ich dann geantwortet das die Hämoriden haben, und das dies davon kommt, weil die immer auf den kalten Steinen rumsitzen!... :-)

Naja, die Kinder waren zufrieden mit meiner Antwort und wirkten sogar ein bisschen nachdenklich bis wir zum nächsten Gehege weitermarschierten....

Jedenfalls denke ich, das man Kinder je nach Alter schon ein bisschen anschwindeln darf...
(..zumal ich ja nichtmal weis warum die Paviane wirklich so komische Ärsche haben, aber als Teilzeit-Papi natürlich allwissend sein musste.. ;-)
An mich haben die Menschen auch geglaubt,aber als sie auf brutale weise erfuhren dass es mich nicht gibt,waren sie schockiert.
Die Mainzelmännchen haben mich aber generell böse enttäuscht seit die nicht mehr original ausschauen.., die sind so unecht jetzt! ;-)
Ich finde solche Geschichten nicht schlimm. Es sind ja nicht nur die Eltern dran schuld, sondern auch die Medien... (nein, nicht die Killerspiele)
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