Heimatland oder Heimatplanet? (Gesellschaft)

Heimatland oder Heimatplanet? (Gesellschaft)

Da im Thread_über_Toleranzgrenzen gewisse Diskussionen fern vom Thema krebsartig gewuchert haben, die dennoch diskussionswürdig erscheinen, würde ich vorschlagen, das in einem separaten Thread - diesem hier - fortzusetzen. Zumindest den Diskussionszweig, was Ausländer, Ethnien und Duldung angeht. Für die Euthanasiedebatte sollte - falls notwendig - ein eigener Thread eröffnet werden.


Ich fasse das ganze noch einmal zusammen:

Im Grunde keimte die Diskussion auf - angeregt von Tatjanas etwas extremer Meinung, Leute sollten in ihren eigenen Ländern bleiben* - ob es vernünftig sei, dass jeder in dem Land bliebe, in welchem er geboren wurde. Es ging hierbei um kulturelle Beeinflussung und Assimilation und was deren eventuelle Folgen sein mögen.
Auf der anderen Seite wurde von Sid Vicious wiederum eine extreme globalistische Anschauung eingebracht, nach welcher jeder Mensch - wenn ich das richtig verstanden habe - als Mensch dieses Planeten die selben Rechte haben und frei umherreisen und leben dürfen sollte. Ich teile diese Meinung und sehe bspw. die EU als guten Schritt in diese Richtung.

Quintessenz: Heimat Erde oder doch lieber streng abgegrenzte Staatengebilde ohne Migrationsmöglichkeiten?

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*) Nach einem späteren Kommentar nehme ich an, dass sie wohl eher von Volksgruppen als von Staaten spricht, da sie Franzosen toleriert. Trotz des zweiten Bundy'schen_Gebots.
Also wenn ich in das Ausland gehe als " reiner Deutscher " ( lassen wir mal die eventuellen Ausländer im Stammbaum außer Acht ) Dann bin ich doch der Ausländer und werde es genauso schwer haben Arbeit zu finden, mich zu intigrieren und vieles mehr. Aber solange ich dort arbeite oder mich um eben dies bemühe, kann mir keiner Vorwürfe machen. Es kommt auf die Art und Weise an wie ich als Ausländer oder die Ausländer hier sind sich benehmen und welche Möglichkeiten einem gegeben werden seinen Ruf als Ausländer gerecht oder nicht gerecht zu werden.

Ich bin dann hier sowas wie ein Fremdsprachen - Guru und dort im Ausland die deutsche die nicht richtig XY sprechen kann und dumme Jobs hat ( alles relativ )

Hier dies fand ich sehr interessant:

http://www.mogelpower.de/forum/thread.php?thread_id=209558

Auch wenn ich ahne, dass dieses auch bald geschlossen wird musste ich diese Aussage noch loswerden.
Ich lasse den Thread hier mal offen.
wieso sollten leute in ihren ländern bleiben?in manchen ländern geht es den leuten nicht so gut wie hier in deutschland,in afrika z.B;bürgerkriege,drogen und aids.das ist die hölle dort.den leuten sollte man die chance geben,ein besseres leben zu führen.

wir sind alle menschen.wir sollten uns helfen,wenn wir in not sind und nicht andere abweisen.

meiner meinung sind ausländer sogar eine bereicherung,solange sie sich hier nicht aufführen,die in der kneipe.wir lernen neue sachen von anderen,neues essen.ein multi kulti staat is was cooles.

und warum sollten besonders WIR deutschen den einlass von ausländern stoppen?wir haben so schlimme sachen im 2 weltkrieg gemacht,da kann man die türen auch für die leute auf haben und sie nicht verriegeln...
Vor allem nicht da sie nach der von dir erwähnten Dragödie eingeladen wurden mit aufzubauen.

Mir wurde von den älteren Generationen erzählt, dass Anfangs viele Italiener da waren und diese gehasst wurden, weil es Ausländer waren und es war eine Schande sich mit denen abzugeben, DAMALS, Heute sind es die Türken und die Italiener sind ja nun die guten Nachbarn, dann die DEUTSCHEN aus den neuen Bundesländern wurden gahasst, es gibt immer jemanden den es zu hassen gibt.

Aber man kann ja auch mal erwähnen, dass es auch positive Voruteile gibt:

Japaner- jeder von denen kann ja rechnen und Karate...
Schwarze sind in fast jedem Sport besser
und einige andere, aber Vorurteil bleibt Vorurteil, dass heißt das man ein Urteil hat beVOR man etwas beurteilen kann.
Es wird immer Voruteile geben ob nun gute oder schlechte und wenn ich mir Vorurteile gegen Deutsche anhöre kommen wir selten gut dabei weg und sagt mir man sollte selber auch keine haben, wenn man weiss (als alter Judenvernichter) wie dumm und unbegründet die sind da ich ja nicht dabei war und viele Ausländer können auch nichts für ihre Vorurteile.
Das Idealbild wäre natürlich der Planet Erde als eine Einheit. Jedoch glaube ich, dass dies nie passieren wird, höchstens bei Bedrohungen gegenüber der gesamten Menschheit.

Doch es gibt so viele Barrieren: Sprache, Kultur, Tradition, Geschichte...

"und warum sollten besonders WIR deutschen den einlass von ausländern stoppen?wir haben so schlimme sachen im 2 weltkrieg gemacht,da kann man die türen auch für die leute auf haben und sie nicht verriegeln..."

Ich kann mich nicht daran entsinnen, jemals Leute real getötet zu haben. Im Übrigen hat so gut wie jedes Land schon Verbrechen getan, z.B. Spanien in den Kolonien, die Türkei an den Armeniern (auch wenn sie dies noch nicht zugibt), die USA in einigen Kriegseinsätzen, (Diese Brandbomben waren vermutlich nicht sehr schön.) und und und...
Nun, ich denke eigentlich, Wohn- und Lebensrechte sollten jedem Menschen an jedem Ort zustehen.
Dieser Planet gehört allen Lebewesen, wir ( nicht wir User, der Mensch an sich! :> ) haben die Landflächen erobert und "unterworfen".

Was man besitzt steht einem auch zu, oder?

EDIT:
Dreifachpost gelöscht, Mogelower bzw. mein PC haben wieder gesponnen. >_<
Ja Ja, wer frei von Schuld ist der werfe den ersten Stein, schon klar @ Malcoim

Aber gerade dann dürften wir noch nicht mal Steine besitzen, denn viele Deutsche sind auch im Ausland.
"z.B. Spanien in den Kolonien"

Erster Weltkrieg?
"Heimat-Erde", aber solange wir noch in Staatensysteme leben müssen wir darauf achten, dass unser soziales Auffangnetz nicht irgendwann reißt. Mitbürger mit Migrationshintergrund fallen da sicherlich nicht mehr ins Gewicht, als "Ur-Deutsche".
"und warum sollten besonders WIR deutschen den einlass von ausländern stoppen?wir haben so schlimme sachen im 2 weltkrieg gemacht,da kann man die türen auch für die leute auf haben und sie nicht verriegeln..."

Genau wegen dieser Nazi-Vergangenheit wirds hier mit der, ich nenns mal staatlichen Ausländerfreundlichkeit, übertrieben. Jeder Ausländer darf erstmal hier bleiben damit ja niemand auf die Idee kommt wir deutschen wären ausländerfeindlich und wir müssen ja so viel wegen des 2. Weltkrieges gut machen. Deshalb darf auch jedes Ausländergesocks das sich nicht integrieren will hier bleiben.
Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Ausländer die sich hier integrieren, Deutsch lernen, sich ordentlich verhalten und unsere Gesetze beachten, ich find ein paar andere kulturelle Einflüsse in Ordnung, aber es darf nicht sein dass sich Ausländer in ihren Vierteln abschotten, ihre Sítten rücksichtslos fortführen, sich weigern unsere Sprache zu lernen und vor allem Deutsche beleidigen und dumm anmachen weil sie deutsch sind.
Ich begreif auch nicht nach welchen Kriterien entschieden wird wer hier bleiben darf und wer abgeschoben wird.
Meinst du andere in Europa nehmen keine Ausländer auf und mal ganz ehrlich würden die wenigstens in ganz Deutschland verteilt werden, wäre es auch nicht so schlimm, aber die ballen sich ja.

War da nicht sogar ein Aufstand in Frankreich wegen ähnlicher Probleme..?

Ich weiss nicht, vielleicht bin ich auch extrem Ausländer-freundlich, aber ich habe fast nur ausländische Freunde und Bekannte und das sind eben prima Leute.
@Flo: Nun ja.. So "extrem" war meine Aussage dann auch wieder nicht ;)
Generell finde ich, man sollte in seinem Land bleiben, ja. Ich fügte jedoch hinzu, dass jemand, der aus bestimmten Gründen auswandern möchte, die Möglichkeit dazu bekommen sollte. Nur: Man sollte genau aufpassen, wen man reinlässt. Es sollte nicht jeder einfach so überall hin dürfen, dies hätte meiner Meinung nach katastrophale Folgen. Ich finde, man muss die Einwanderer nach genauen Kriterien durchchecken. Aus welchem Grund sie einwandern wollen, ob sie gut Deutsch sprechen, über einen gewissen Bildungsstand verfügen, Grundkenntnisse über Deutschland besitzen, die Aussicht auf einen Job.. Ich finde, Ausländer, die nach einer gewissen Zeit in Deutschland immer noch keinen Arbeitsplatz haben, sondern nach wie vor auf Kosten des Staats leben, gehören sich nicht hierher.
Andererseits vertrete ich auch den Standpunkt, dass Ausländer uns teilweise die Jobs wegnehmen. (Und das sage ich nicht, weil ein Ausländer MIR den Job weggenommen hat, wie "kleines" im alten Thread mutmaßte. Ich sprach lediglich von den Deutschen im Allgemeinen. "kleines" argumentierte daraufhin, ich sei wohl eine von denen, denen von Ausländern die Jobs weggenommen würden, und ich konterte mit "Gut, dass du einsiehst, dass Ausländer uns die Jobs wegnehmen". Damit bezog ich mich aber, wie gesagt, nicht auf mich, sondern auf die Deutschen im Allgemeinen. Es war also kein Eigentor meinerseits.) Es ist schließlich so, dass viele Ausländer als billige Hilfskräfte gern eingestellt werden, weil sie, was Geld angeht, eher anspruchslos sind und somit nicht so viel Lohn verlangen wie manch ein Deutscher. Das finde ich aber nicht gut. Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will. Ausländer sollten nicht vor den eigenen Landsbürgern kommen. Wobei es aber mittlerweile auch viele Ausländer gibt, die sich selbstständig gemacht und somit Arbeitsplätze geschaffen haben, oder qualifizierte Fachkräfte, an denen es evtl. in manchen Bereichen mangelt. So sieht für mich auch das Idealbild aus.
Akzeptieren kann ich im Allgemeinen auch nur, wer sich, sobald er nach Deutschland kommt, komplett in die Gesellschaft eingliedert, und sich fühlt und auch so verhält wie ein Deutscher. Denn wie gesagt.. Ausländer, die nach 10 Jahren immer noch kein Deutsch können und auch mit Deutschland bzw. den Deutschen im Allgemeinen nichts zu tun haben wollen, sondern ihr Land über alles gehen lassen, kann ich einfach nicht tolerieren.
"Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will."

Hmm... würde das dann nicht ziemlich sehr ausländerfeindlich sein? Und dass fast jeder Ausländer dann arbeitslos wäre, würde doch nicht gerade der Völkerverständigung dienen. Einen Ausländer erst als letzte Wahl einzustellen ist doch ziemlich banal und teilweise rassistisch. Sollte man einen Menschen nicht eigentlich wegen seiner Fähigkeiten und seiner Qualifikation einstellen, ganz gleich seiner Abstammung oder seiner Ethnik?
"Ich finde, Ausländer, die nach einer gewissen Zeit in Deutschland immer noch keinen Arbeitsplatz haben, sondern nach wie vor auf Kosten des Staats leben, gehören sich nicht hierher.
[...]
Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will"


Beides zusammen umgesetzt, dürfte zu ziemlich absurden Situationen führen. Wer zählt in deinen Augen eigentlich noch als Ausländer? Ich habe bspw. Freunde, die in relativ jungen Jahren nach Deutschland gekommen sind und denen man eigentlich nicht ansehen würde, dass sie Einwanderer sind. Andere wiederum erkennt man nur am Akzent oder an einer etwas dunkleren Hautfarbe o.ä. Was ist mit diesen Leuten? Auch Menschen, die man bei der Jobvergabe benachteiligen sollte?
Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will.

Nein, das würde gegen die Gleichberechtigung verstoßen.

Allerdings gebe ich Tatjana in diesem Punkt recht:Akzeptieren kann ich im Allgemeinen auch nur, wer sich, sobald er nach Deutschland kommt, komplett in die Gesellschaft eingliedert, und sich fühlt und auch so verhält wie ein Deutscher. Denn wie gesagt.. Ausländer, die nach 10 Jahren immer noch kein Deutsch können und auch mit Deutschland bzw. den Deutschen im Allgemeinen nichts zu tun haben wollen, sondern ihr Land über alles gehen lassen, kann ich einfach nicht tolerieren.

Wenn sich ein Ausländer, der nach Deutschland kommt, sich hier nicht eingliedern will und dann vielleicht auch noch völlig auf Kosten des Sozialsystems lebt, dann ist das inakzeptabel! Ha und am Ende sich auch noch für was besseres halten als seine deutsche Umgebung, die dann auch beschimfen und beleidigen, jaja, das haben wir dann gern, sowas gehört ausgewiesen (das ist kein sporadischer Fall, davon höre ich leider immer öfters...)!
Flo, wie du in vorigem Thread eben gesagt hast, es ist ein wenig "extrem". ;)
Ich muss Tatjana schon Recht geben^^

Die Bedingung dafür, dass ein Ausländer einwandern darf, sollte sein dss er sich so schnell wie möglich integriert sonst hat er IMO hier nichts zu suchen.
Tatjana, versuche vielleicht mal Menschen als Individuen und nicht als Völker, oder was auch immer, zu betrachten.
Wo ist dann die Rechtfertigung dafür, dass Ausländer hier nur Jobs bekommen sollten, die kein Deutscher will?

Wenn jemand der aus einem anderen Land herkam dann auf Kosten unsehres Sozialsystems lebt, warum nicht?
Dürfen Deutsche doch auch.
Warum sollte ein Deutscher, der meintetwegen auch nie in dieses System einzahlte, Geld bekommen, aber ein Ausländer nicht?

Man sollte vielleicht hier auch nochmal anmerken, dass nahzu alle großen Deutschen Firmen im Ausland (billig) produzieren.
Ist es nicht doch für uns noch vorteilhafter, wenn Ausländer hier in Deutschland "unsere Arbeitsplätze wegnehmen" als wenn die es in ihrem Heimatland tun?
Ich glaube schon.
(Angenommen, die Fabriken würden alle nach Deutschland verlagert. Die Steuern würde hier gezahlt werden)

Ohne Ausländer wäre unser Lebensstandart geringer, viele Dinge wären teurer.
Alleine sind wir Deutschen nicht in der Lage so zu leben, wir sind auf die Hilfe von Ausländern angewiesen, jedenfalls auf die der Ausländer im Ausland.
Aber einige wollen eben nur diese für sie positive Seite sehen und die Ausländer da lassen wo sie sind:
In Fabriken wo sie zu, für uns unvorstellbar niedrigen Löhnen, unsere Elektrogeräte bauen.
Sagen wir's so: Wenn jemand herkommt, um auf Kosten des Sozialsystems zu leben, dann ist das inakzeptabel. Es ist natürlich etwas vollkommen anderes, wenn er auf Kosten des Sozialsystems leben muss, sei es, dass er als Asylbewerber gar nicht arbeiten darf oder einfach - trotz angemessener Anstrengung - keine Anstellung findet.
Jedoch hat sich unser Staat - und das ist im Grunde gut so - dazu verpflichtet, jedem über dem Lebensminimum zu halten und da kann man niemanden ausschließen, der legal in Deutschland lebt.
Tatjana, versuche vielleicht mal Menschen als Individuen und nicht als Völker, oder was auch immer, zu betrachten.

Ja, genau, der Punkt ist im Grunde einer der gewichtigsten. Manche sagen, wir dürfen uns nicht als Völker betrachten. Das tue ich nicht, und könnte ich auch nicht. Aber wo sind die Grenzen?
Es ist zwar der Heimatplanet, aber mit der steigenden Verbundenheit schliessen wir immer mehr Reihen aus. Kontinente, Völker, Länder, Gemeinschaften, Familien...Individuum?
Es gründet alles auf das eigene System, zB
Lokalität -> Je weiter weg, desto weniger verbunden.
Kultur -> Je grösser der Unterschied (vorallem von Werten und Moralvorstellungen), desto fremder.

Und der Mensch fühlt sich iwie ein wenig angegriffen, wenn etwas Fremderes auf das "Eigenere", Heimatlichere trifft.
Wenn Ausländer kommen, definieren wir(also jene die sich "angegriffen" fühlen) uns als den Staat.
Wenn Aliens kämen, definierten wir uns als den Planeten Erde, weil es dann keine (grosse) Rolle mehr spielen würde, welcher Nation wir angehörten.


Ich finde, Ausländer, die nach einer gewissen Zeit in Deutschland immer noch keinen Arbeitsplatz haben, sondern nach wie vor auf Kosten des Staats leben, gehören sich nicht hierher.
[...]
Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will


Im Grunde muss ich sagen, dass beides geregelt ist.
Nocheinmal der ausdrückliche Hinweis ->http://www.loester.net/fakten1.htm
Post von Wolfpac Inc.
"Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will."
Hmm... würde das dann nicht ziemlich sehr ausländerfeindlich sein?


Würde ich so nicht sagen. Es gibt ja solche und solche Einwanderer. Die einen kommen nach Deutschland, weil sie evtl. hochqualifiziert sind und sich nur hier ordentlich gefordert und gefördert fühlen, weil sie hier ihre Träume verwirklichen können, z.B. studieren oder sich selbstständig machen. Die anderen lebten in ihrem eigenen Land vielleicht unter dem Existenzminimum, konnten sich kaum ernähren. Sie haben einen geringeren Bildungsgrad und sprechen schlechter Deutsch. Und ich würde mal behaupten, dass es von letzterer Gruppe mehr Ausländer in Deutschland gibt. Und die sind wohl froh über JEDEN Job, da alles besser ist als in ihrer Heimat. (Es sei denn, sie gehören zu jenen, die lieber den Sozialstaat ausnutzen.)

Und dass fast jeder Ausländer dann arbeitslos wäre, würde doch nicht gerade der Völkerverständigung dienen.

Ich würde nicht behaupten, dass fast jeder Ausländer in Deutschland dann arbeitslos wäre. Wie gesagt, jemand, der es in seinem eigenen Land schlechter hatte, nimmt hier vermutlich jeden Job an. Und für ebenjene Jobs sind sich die Deutschen oftmals zu schade. Deshalb bleiben so viele Stellen offen, die dann eben mit Ausländern besetzt werden können.

Sollte man einen Menschen nicht eigentlich wegen seiner Fähigkeiten und seiner Qualifikation einstellen, ganz gleich seiner Abstammung oder seiner Ethnik?

Das kommt ganz drauf an. Ich würde aber mal behaupten, dass wir Deutschen z.B. in vielen Bereichen wesentlich qualifizierter sind als die meisten Einwanderer, zumal diese oftmals nicht einmal der deutschen Sprache mächtig sind, zumindest nicht perfekt. Ich denke, man sollte grundsätzlich die Deutschen bei der Einstellung bevorzugen. Denn SIE sind schließlich hier zuhause, es ist ihre Heimat, ihr Herkunftsland, und somit sollten sie zumindest einige (Vor-)Rechte besitzen, die Einwanderen vorbehalten sein sollten.
ES SEI DENN, es tritt der Fall ein, dass ein Ausländer die Qualifikationen eines deutschen Mitbewerbers bei Weitem übertrifft. Dann ist es natürlich dem Chef überlassen, wen von beiden er einstellen will; zu seinem eigenen Vorteil wird er vermutlich den Ausländer nehmen.
Aber bei gleicher Qualifikation sind meiner Meinung, wie gesagt, nach die deutschen Bewerber zu bevorzugen. Ich könnte es also folgendermaßen zusammenfassen: Ausländer sollten die Jobs bekommen, die entweder kein Deutscher will, oder beiden sie die deutschen Mitbewerber mit ihren Qualifikationen ausstechen.


Post von Flo
"Ich finde, Ausländer, die nach einer gewissen Zeit in Deutschland immer noch keinen Arbeitsplatz haben, sondern nach wie vor auf Kosten des Staats leben, gehören sich nicht hierher.
[...]
Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will"
Beides zusammen umgesetzt, dürfte zu ziemlich absurden Situationen führen. Wer zählt in deinen Augen eigentlich noch als Ausländer? Ich habe bspw. Freunde, die in relativ jungen Jahren nach Deutschland gekommen sind und denen man eigentlich nicht ansehen würde, dass sie Einwanderer sind. Andere wiederum erkennt man nur am Akzent oder an einer etwas dunkleren Hautfarbe o.ä. Was ist mit diesen Leuten? Auch Menschen, die man bei der Jobvergabe benachteiligen sollte?


Ich würde mal behaupten, man kann zwei Argumente nicht einfach aus ihrem Zusammenhang reißen und hinterher miteinander verbinden. In diesem Zusammenhang aber sehe ich es gar nicht mal als so absurd an. Denn wie gesagt, auch wenn Deutsche bei der Jobwahl bevorzugt werden, heißt das immer noch nicht, dass Ausländer keine bekommen. Sie können ja immer noch mit ihren Qualifikationen (sofern vorhanden) auftrumpfen oder eben schlechter bezahlte Arbeiten annehmen, aber letzteres ist sowieso bei vielen üblich. Denn wie ich bereits erwähnte, werden Ausländer gern als billige Hilfskräfte eingestellt.
Wer in meinen Augen als Ausländer zählt? Jeder, der urspr. aus einem anderen Land kommt und/oder ausländische Eltern hat. Und Menschen mit dunklerer Hautfarbe oder Akzent zähle ich demnach natürlich auch dazu. Also zählen sie sehrwohl zu den Menschen, die man meiner Meinung nach "bei der Jobvergabe benachteiligen" sollte - Ausländer ist Ausländer.


Post von Observator Scriptoris
"Ich finde, Ausländer sollten nur eingestellt werden, wenn wirklich kein Deutscher die Stelle annehmen will."
Nein, das würde gegen die Gleichberechtigung verstoßen.


Richtig. Nur, dass man eben meiner Meinung nach über manche Gesetze noch einmal nachdenken sollte. Es ist nicht gestattet, Menschen aufgrund ihrer Rasse bei der Jobwahl zu benachteiligen, aber ich denke eben, dass man das schon tun sollte. Eben weil wir wirklich aus diesem Land stammen, die anderen sind nur dazu gekommen. Allein aus diesem Grund finde ich, dass wir mehr Rechte verdienen. Ausländer sollten, wie gesagt, Jobs bekommen, bei denen sie qualifizierter sind als ihre deutschen Mitbewerber, oder eben Jobs, die kein Deutscher will.


Post von C4
Wo ist dann die Rechtfertigung dafür, dass Ausländer hier nur Jobs bekommen sollten, die kein Deutscher will?

Wie bereits gesagt: Wir leben hier schon immer, die anderen kommen hierher und wollen dieselben Rechte wie wir. Ich finde es nicht in Ordnung.

Wenn jemand der aus einem anderen Land herkam dann auf Kosten unsehres Sozialsystems lebt, warum nicht?
Dürfen Deutsche doch auch.
Warum sollte ein Deutscher, der meintetwegen auch nie in dieses System einzahlte, Geld bekommen, aber ein Ausländer nicht?


Weil man einen Deutschen nicht ausweisen kann, einen Ausländer schon. Der Deutsche lebt schon immer hier, wohin jetzt auch mit ihm? Aber ein Ausländer hat kein Recht, herzukommen und Geld vom deutschen Staat zu kassieren, einem Staat, mit dem er im Grunde nichts zu tun hat. Wenn er nicht arbeiten will, soll er zurück gehen, wo er hergekommen ist. Er kann hier seine Lebenssituation verbessern, aber das nicht auf Kosten des Staats.

Man sollte vielleicht hier auch nochmal anmerken, dass nahzu alle großen Deutschen Firmen im Ausland (billig) produzieren.
Ist es nicht doch für uns noch vorteilhafter, wenn Ausländer hier in Deutschland "unsere Arbeitsplätze wegnehmen" als wenn die es in ihrem Heimatland tun?
Ich glaube schon.
(Angenommen, die Fabriken würden alle nach Deutschland verlagert. Die Steuern würde hier gezahlt werden)


Die Farbiken WERDEN aber nicht nach Deutschland verlagert. Sie sind im Ausland, und das ist gut so. Denn wie du schon sagtest, können auf diese Weise billig die Güter hergestellt werden, die wir hier verwenden. Und was ist daran schlimm, wenn sie im Ausland hergestellt werden? Sicher, die Arbeiter dort verdienen wenig, aber die Lebenshaltungskosten sind auch wesentlich geringer als hier. Verhungern muss also wohl kaum jemand.


Post von Flo
Es ist natürlich etwas vollkommen anderes, wenn er auf Kosten des Sozialsystems leben muss, sei es, dass er als Asylbewerber gar nicht arbeiten darf oder einfach - trotz angemessener Anstrengung - keine Anstellung findet.

Asylbewerber DÜRFEN sehrwohl arbeiten. Vom Arbeitsamt wird ihnen jedoch die Auflage gemacht, selbst nach einem Job zu suchen. Ist ihnen das gelungen, müssen sie dies dem Amt melden, welches dann vier Wochen lang prüft, ob sich kein Deutscher (juhu), EU-Ausländer oder bereits ein anderer Flüchtling auf diese Stelle bewirbt; ist die Stelle also nach vier Wochen noch frei, kann der Asylbewerber sie bekommen. Viele haben nur keinen Bock, immer wieder Pech zu haben und ständig auf der Suche zu sein, geben letztenendes auf und leben dann doch lieber vom Staat. Von wegen angemessene Anstrengung.. Wer sich wirklich anstrengt, der KANN auch irgendetwas finden, und wenn es der mieseste Job überhaupt ist.

Jedoch hat sich unser Staat - und das ist im Grunde gut so - dazu verpflichtet, jedem über dem Lebensminimum zu halten und da kann man niemanden ausschließen, der legal in Deutschland lebt.

Das ist wahr. Nur finde ich eben, dass Einwanderer, die nicht arbeiten wollen bzw. sich nicht genügend anstrengen, einen Job zu bekommen, nicht auf Kosten des Staats leben können sollten. Sprich: Ihr Aufenthalt sollte nicht länger legal sein. Sie sind ja schließlich hergekommen, um etwas an ihrer Lebenssituation zu verbessern. Und das sollen sie bitteschön aus eigener Kraft tun.


Post von Kualquappe
Manche sagen, wir dürfen uns nicht als Völker betrachten. [...] Aber wo sind die Grenzen? Es ist zwar der Heimatplanet, aber mit der steigenden Verbundenheit schliessen wir immer mehr Reihen aus. Kontinente, Völker, Länder, Gemeinschaften, Familien...Individuum?
Es gründet alles auf das eigene System, zB
Lokalität -> Je weiter weg, desto weniger verbunden.
Kultur -> Je grösser der Unterschied (vorallem von Werten und Moralvorstellungen), desto fremder.
Und der Mensch fühlt sich iwie ein wenig angegriffen, wenn etwas Fremderes auf das "Eigenere", Heimatlichere trifft.


Es ist etwas vollkommen Normales, wenn man sich den eigenen Landsleuten verbundener fühlt als beispielsweise den Afrikanern. Je kürzer die geographische Distanz, desto kürzer auch die emotionale. Menschen, die eine andere Sprache sprechen, eine andere Kultur haben, sind uns fremd. Wir haben nicht so viel mit ihnen gemeinsam wie mit den Deutschen, daher auch das geringe Verbundenheitsgefühl, was aber, wie gesagt, vollkommen normal ist.
Wo liegt also für dich das Problem? In der Definition, was nun genau eigentlich fremd ist und was nicht? Nun, auf Gemeinschaften will ich es nicht beschränken, aber auf Länder sehrwohl. Denn egal, in welcher Gemeinschaft Deutschlands man lebt, es ist immernoch dasselbe Land. Mit derselben Sprache, derselben Kultur und mehr oder weniger derselben Mentalität.
Staaten bedeuten für meine Begriffe nicht viel. Ein Mensch in Österreich oder der Schweiz ist einem Deutschen sehr ähnlich, wohingegen sich Menschen verschiedener Kulturkreise definitiv unterscheiden, wie z.B. der Muslime vom Westeuropäer.
Natürlich gibt es Staaten, die anderen sehr ähnlich sind. Im Vergleich zu uns sind das wohl Österreich und die Schweiz (wobei aber auch drastische Unterschiede vorliegen, z.B. beim Vergleich mancher Gesetze). Deshalb liegt es mir fern, diese Länder als fremd anzusehen.
Es kommt neben der Sprache natürlich auch auf die Kultur an, ja.
Aber ich stritt ja auch nichts von alledem ab.
@Tatjana

Mal ehrlich..
Einfach paar Sätze aus einem Post zu ziehen, sie totzutreten und mit deinen Aussagen zu verzaubern, ist wirklich nicht sehr sinnvoll. Es zählt der gesammte Post, nicht nur paar zurechtgelegte Sätze. Du untergräbst bewußt andere Meinungen!
@DareDevil:
Erstens tun das die anderen bei mir auch, und es ist nunmal üblich, einzelne Sätze zu zitieren. Ich habe rein gar nichts aus einem Zusammenhang gerissen, es war alles absolut verständlich. Nenne mir bitte ein Beispiel, in dem dies nicht der Fall war. Ein Beispiel für meine Untergrabung anderer Meinungen.
Zweitens ist es nicht unbedingt erwünscht, komplette Posts zu zitieren. Und wenn man sich immer einen Abschnitt nach dem anderen vornimmt, dient das auch der Übersichtlichkeit.
Wir sind nicht ohne Grund ein Teil der Europäischen Gemeinschaft und halten uns zum Glück an den Freien Personenverkehr.

Ausländer jeglicher Art und Qualifikation bereichern unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard. Dass aber niemand Schmarotzer im Land haben ist jedem hier klar. Darum faselst du auch einfach zuviel um den Brei herum. Nochmal:

Schmarotzer will niemand haben.
@Nils: Jeder hat so seine Ansichten. Aber ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher Art und Qualifikation unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard bereichern. Ausländer beispielsweise mit geringer Qualifikation, denen es evtl. tatsächlich trotz einiger Anstrengungen nicht gelingt, einen Job zu finden, und die deshalb auf Kosten des Staats leben müssen, sind in meinen Augen in keinster Weise eine Bereicherung. Weder für unser Land noch für unseren Lebensstandard. Und über kulturelle Fragen lässt sich streiten; ich denke, das wurde zur Genüge durchgekaut.
Meines Wissens dürfen Asylbewerber sich aber nicht sofort auf die Suche nach Arbeit machen. Zudem unterstellst du ein paar Millionen Menschen gerade, sie würden sich nicht ordentlich anstrengen...


"Es ist nicht gestattet, Menschen aufgrund ihrer Rasse bei der Jobwahl zu benachteiligen, aber ich denke eben, dass man das schon tun sollte."

Moooment, reden wir hier von "Rassen" oder von Nationalitäten? Die "Rasse" hat mit der Nationalität erst einmal wenig zu tun, abgesehen von der individuellen Verteilung innerhalb eines Landes, und sollte wirklich in keinem Fall ein Kriterium darstellen, ob jetzt jemand kaukasisch, asiatisch, afrikanisch oder sonstwie ist.


Bezogen auf die Behauptung, Tatjanas Forderung, einserseits Ausländer ohne Arbeit abzuschieben aber andererseits auch bei der Jobsuche zu benachteiligen, sei paradox:
"Ich würde mal behaupten, man kann zwei Argumente nicht einfach aus ihrem Zusammenhang reißen und hinterher miteinander verbinden."


Es waren zwei allgemeine Forderungen. Keine Argumente. Der Kontext war demnach relativ irrelevant und hat diese Forderungen auch nicht geeignet relativiert.

Also gut, wenn jemand, der aus einem anderen Land stammt Ausländer ist, ist das logisch. Jemand, dessen Eltern ursprünglich aus einem anderen Land stammen ist auch Ausländer? Hey, dann hat folgerichtig niemand die Chance deutsch zu werden. Ist dann überhaupt jemand deutsch? Du solltest vielleicht eine Grenze setzen, ab wievielen Generationen man eingedeutscht wird oder ab wievielen Vermischungen dir das Blut wieder deutsch genug ist...

Bräche nach ein paar Generationen bei einem Menschen irgendein Merkmal, wie dunklere Haut o.ä. wieder durch: Ist er dann plötzlich wieder Ausländer, auch wenn man seine Familie bereits als eingedeutscht gilt? Smiley Deutsch sein halt sicher wenig mit Genetik zu tun.

Ich kenne genug Menschen, deren Eltern aus Polen, Rumänien, Tschechien etc. stammen und denen du nur sehr schwer - eigentlich gar nicht - ansehen kannst, dass sie ihre Wurzeln irgendwo anders haben. Einer lebte sogar noch ein paar Jahre im Ausland, ist sprachlich auf höchstem Niveau und übertrifft die meisten Muttersprachler. Die genannten Menschen haben Abitur. Wüsste nicht, was sie weniger deutsch machte als mich.
Das sind auch Menschen, welche laut deinen Forderungen benachteiligt werden sollten. Gott weiß, warum.

Hier drängt sich mir auch die Frage auf, wie diese Benachteiligung konkret aussehen sollte? Du sagtest, durch Qualifikation solle sich der ausländische Mitbewerber hervorheben. Ja, toll, sowieso, so werden die Mitarbeiter ausgewählt, egal, welcher Nationalität sie angehören, angehörten oder ihre Eltern hatten.


Warum willst du unseren Heimatplaneten so straff mit Grenzen versehen?

edit:
Also, ich finde schon, dass ein bspw. hochqualifizierter Arzt aus dem Ausland unseren Lebensstandard erhöhen könnte. Du wirst es nicht glauben, aber das Ausland hat tatsächlich auch ein paar Genies, Erfinder, große Denker usw. hervorgebracht - aber du würdest vermutlich auch Tesla die Einreise verwehren, weil er Russe ist... äh, war.


@ einsamerschuetze
Ähm, auch Europäer können Muslime sein. Man sollte Religionen trotz ihres hohen Anteils gewisser Ethnien nicht auf diese Beschränken. Okay, ich habe noch nie von schwarzen Juden gehört, aaaber es wäre möglich.
Tatjana, Kritik ertragen können, zeugt mehr von Bildung als Wikipedia.
Kriminelle werden des Landes verwiesen. Der Rest hängt in den Asylverfahren. Illegale Zuwanderung betrifft den Part der Kriminalität, ansonsten bekommt jeder Asylantrag eine faire Chance. Dass es manchen Zuwanderern gar nicht erst möglich gemacht wird hier Fuß zu fassen ist Dir wohl nicht bewußt, darum wird seid Jahren versucht die Integrationspolitik zu verbessern.

Und es bleibt: Schmarotzer will keiner.
Wo liegt also für dich das Problem? In der Definition, was nun genau eigentlich fremd ist und was nicht? Nun, auf Gemeinschaften will ich es nicht beschränken, aber auf Länder sehrwohl. Denn egal, in welcher Gemeinschaft Deutschlands man lebt, es ist immernoch dasselbe Land.

Ich habe kein Problem. Ich finde es einfach seltsam, dass man beinahe bewusst eine Stufe der Indentität wählt(zB Ethnien, Länder) um andere Menschen von sich selber zu distanzieren. Und man schraubt die Anforderungen so hoch wie möglich, dass möglichst wenige ihnen gerecht werden können.
Moooment, reden wir hier von "Rassen" oder von Nationalitäten? Die "Rasse" hat mit der Nationalität erst einmal wenig zu tun, abgesehen von der individuellen Verteilung innerhalb eines Landes, und sollte wirklich in keinem Fall ein Kriterium darstellen, ob jetzt jemand kaukasisch, asiatisch, afrikanisch oder sonstwie ist.

Ok, ich gebe zu, ich habe mich in dem Punkt etwas unklar ausgedrückt. Wobei ein Mensch, der einer anderen Rasse angehört, für gewöhnlich gleichzeitig auch aus einem anderen Land stammt. Asiaten können aus China kommen, aus Japan oder woher auch immer, es sind - für uns - Ausländer. Aber gut, ich grenze es hiermit ein und beziehe mich auf verschiedene Nationalitäten statt Rassen.

Bezogen auf die Behauptung, Tatjanas Forderung, einserseits Ausländer ohne Arbeit abzuschieben aber andererseits auch bei der Jobsuche zu benachteiligen, sei paradox:
"Ich würde mal behaupten, man kann zwei Argumente nicht einfach aus ihrem Zusammenhang reißen und hinterher miteinander verbinden."
Es waren zwei allgemeine Forderungen. Keine Argumente. Der Kontext war demnach relativ irrelevant und hat diese Forderungen auch nicht geeignet relativiert.


Je nachdem, wie man es sieht, können es durchaus Argumente gewesen sein. Beispielsweise kann man den Satz "Ausländer müssen raus, wenn sie keinen Job finden " als Argument dafür werten, wieso bestimmte Ausländergruppen nicht das Recht haben sollten, in Deutschland zu verweilen: eben aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit, wie ja auch aus dem Satz hervorgeht. Aber ich finde, an solchen sprachlichen Haarspaltereien sollten wir uns nicht festkrallen ;)

Jemand, dessen Eltern ursprünglich aus einem anderen Land stammen ist auch Ausländer? Hey, dann hat folgerichtig niemand die Chance deutsch zu werden. Ist dann überhaupt jemand deutsch? Du solltest vielleicht eine Grenze setzen, ab wievielen Generationen man eingedeutscht wird oder ab wievielen Vermischungen dir das Blut wieder deutsch genug ist...

Diese Grenze habe ich doch gesetzt. Jemand, dessen Eltern Ausländer sind, der ist in meinen Augen auch Ausländer, ganz gleich, ob er in Deutschland geboren wurde und/oder hier aufgewachsen ist. Aber über die Eltern geht es meiner Meinung nach nicht hinaus. Ausländische Großeltern machen somit einen Menschen in meinen Augen nicht mehr zu einem Ausländer, sofern dieser sein ganzes Leben in Deutschland verbrachte und sich auch wie ein Deutscher fühlt und benimmt.

Bräche nach ein paar Generationen bei einem Menschen irgendein Merkmal, wie dunklere Haut o.ä. wieder durch: Ist er dann plötzlich wieder Ausländer, auch wenn man seine Familie bereits als eingedeutscht gilt? Deutsch sein halt sicher wenig mit Genetik zu tun.

Nein, er ist dann für mich kein Ausländer. Aber es weist auf seinen nicht-deutschen Ursprung hin, und jeder, der ihm auf der Straße begegnet, wird ihn für einen Ausländer halten. Man kann ja auch nicht ahnen, dass die Familie dieses Menschen seit Generationen in Deutschland lebt und nun der Betroffene durch einen Gendefekt "wieder" schwarz geworden ist o.Ä.

Ich kenne genug Menschen, deren Eltern aus Polen, Rumänien, Tschechien etc. stammen und denen du nur sehr schwer - eigentlich gar nicht - ansehen kannst, dass sie ihre Wurzeln irgendwo anders haben. Einer lebte sogar noch ein paar Jahre im Ausland, ist sprachlich auf höchstem Niveau und übertrifft die meisten Muttersprachler. Die genannten Menschen haben Abitur. Wüsste nicht, was sie weniger deutsch machte als mich.
Das sind auch Menschen, welche laut deinen Forderungen benachteiligt werden sollten. Gott weiß, warum.


Nein, nicht ganz. Wenn diese Menschen, die du aufzähltest, hochqualifiziert sind, dann haben sie meiner Meinung nach auch Chancen, ihre deutschen Mitbewerber auszustechen.

Hier drängt sich mir auch die Frage auf, wie diese Benachteiligung konkret aussehen sollte? Du sagtest, durch Qualifikation solle sich der ausländische Mitbewerber hervorheben. Ja, toll, sowieso, so werden die Mitarbeiter ausgewählt, egal, welcher Nationalität sie angehören, angehörten oder ihre Eltern hatten.

Richtig. Aber ich sagte auch dazu, dass die Zahl der qualifizierten Deutschen wohl deutlich höher über der der qualifizierten Ausländer läge, und dass von den ganzen Einwanderern wohl nur wenige wirklich hochqualifiziert seien. Es wird für diese also wohl schwieriger sein, wirklich mit ihren Qualifikationen auftrumpfen zu können. Das wollte ich damit sagen - wenn ein Deutscher besser qualifiziert ist, was ich in vielen Fällen für wahrscheinlich halte, dann sollte er das Vorrecht auf den Job haben.

Also, ich finde schon, dass ein bspw. hochqualifizierter Arzt aus dem Ausland unseren Lebensstandard erhöhen könnte.

Habe ich etwas anderes behauptet? Ich zitiere mich mal selbst:
Aber ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher Art und Qualifikation unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard bereichern. Ausländer beispielsweise mit geringer Qualifikation , denen es evtl. tatsächlich trotz einiger Anstrengungen nicht gelingt, einen Job zu finden, und die deshalb auf Kosten des Staats leben müssen, sind in meinen Augen in keinster Weise eine Bereicherung.

Ich sprach nicht von Hochqualifizierten.

Du wirst es nicht glauben, aber das Ausland hat tatsächlich auch ein paar Genies, Erfinder, große Denker usw. hervorgebracht.

Und was hat dies nun mit meinen Aussagen zu tun? Es ist doch schön, wenn jemand etwas erfindet, und wir profitieren sicherlich davon. Aber inwiefern sollte das unsere Einwanderungspolitik beeinflussen?


Post von DareDevil:
Tatjana, Kritik ertragen können, zeugt mehr von Bildung als Wikipedia.

Soso. Welche der bisher genannten Informationen sollte ich denn bitte genau von Wikipedia haben?


Post von Kualquappe:
Ich finde es einfach seltsam, dass man beinahe bewusst eine Stufe der Indentität wählt(zB Ethnien, Länder) um andere Menschen von sich selber zu distanzieren. Und man schraubt die Anforderungen so hoch wie möglich, dass möglichst wenige ihnen gerecht werden können.

Diese Stufe wählt man nicht, man gehört ihr an. Und die Anforderungen werden nicht bewusst hochgeschraubt, sie sind nunmal da. Menschen, die andere Kulturen und Mentalitäten haben, die anders sprechen und aussehen, die erscheinen nun einmal fremd, weil man von kleinauf meist Personen trifft, die der eigenen sehr ähnlich sind. Und Menschen mit anderer Nationalität und/oder Rasse sind das nunmal nicht.

@Nils: Inwiefern sollte es ihnen nicht möglich gemacht werden, hier Fuß zu fassen?
Für gewöhnlich, Tatjana, aber nicht immer ist jemand mit einem asiatischen, afrikanische, orientalischen oder was-auch-immer Hintergrund automatisch kein Deutscher.


Zur Benachteiligung/Abschieben-wenn-zu-lange-arbeitslos Sache:

Ja, diese Aussagen kann man als Argumente betrachten... wenn man den thematischen Blinkwinkel massiv verändert und auch die Wortbedeutung des Begriffs "Argument" erheblich modifiziert. Na ja, Haarspalterei, wie du gesagt hast.


"Diese Grenze habe ich doch gesetzt"

Dann artikuliere deine Grenze doch bitte eindeutiger. Vorzugsweise auf Deutsch :>
So wie du's vorher ausgedrückt hast, wäre ja der Enkel noch immer ein Ausländer, weil seine Eltern auch noch welche waren, da deren Eltern wiederum aus - was weiß ich - Bolivien.
Uh - und was ist mit Kindern von Deutschen und Ausländern? Ich nehme an, deutsch, sofern deutschsprachig in Deutschland erzogen?
Zwischenfrage: Wie benimmt sich denn ein Deutscher? Einer der genannten Freunde von mir fühlt sich übrigens sehr deutsch - nur dass seine Eltern und er selbst - nicht aus Deutschland stammen. Er ist für mich das Paradebeispiel, dass deutsch zu sein, nicht unbedingt etwas damit zu tun haben muss, wo man geboren wurde und noch weniger hat es etwas mit dem phänotyp gewisser genetischer Merkmale zu tun, deiner "Rasse", sofern man beim Menschen überhaupt von Rassen sprechen kann. Was sonst, wenn nicht deutsch, wenn auch mit anderen Wurzeln, wäre ein Adoptivkind aus bspw. Afrika bei einer Deutschen Familie?


"Aber es weist auf seinen nicht-deutschen Ursprung hin"

Ja, das tut es wohl. Leider weist nichts mehr auf meine nicht-deutschen Ursprünge hin. Oder deine.



"Nein, nicht ganz. Wenn diese Menschen, die du aufzähltest, hochqualifiziert sind, dann haben sie meiner Meinung nach auch Chancen, ihre deutschen Mitbewerber auszustechen."

Erstens sind sie wie die meisten ihrer Mitbewerber auch Deutsche (nur nicht gebürtig oder ihre Eltern sind's nicht), zweitens ging es darum, dass du meintest, diese Leute sollten benachteiligt werden. Ich weiß noch immer nicht, wie diese Benachteiligung aussehen soll...



"Habe ich etwas anderes behauptet? Ich zitiere mich mal selbst:
Aber ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher Art und Qualifikation unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard bereichern. [...]"


Ja, hast du. Ich zitiere dich mal:
"Aber ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher Art und Qualifikation unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard bereichern."

Moment, hochqualifizierte Menschen sind ein Teil der Leute "jeglicher Qualifikation". Du hast natürlich von denen gesprochen - lediglich dein Beispiel bezog sich auf die geringer qualifizierten.
Die Sache mit den großen Leuten außerhalb unserer Grenzen war nur'n Beispiel für potentiell bereichernde Menschen.
ohmann... ich kann mir hier jetzt nicht alles durchlesen, aber langsam denke ich, du, tatjana, bist ein bisschen...ähm...naja, vielleicht sag ich lieber nicht, was ich denke.
nur eins: du hättest in deinem (bundes-)land bleiben sollen, du nimmst den armen bayern ihre arbeitsplätze weg... o_Ô

PS:
von Flo: aber du würdest vermutlich auch Tesla die Einreise verwehren, weil er Russe ist... äh, war.
Tesla ein Russe? woher hast du denn das? ^^
Alle die keinen 1000jährigen deutschen Stammbaum haben und was von "ausländer klauen uns die arbeitsplätze" mögen bitte sofort dahin reisen, wo seine vorfahren warscheinlich herkommen. danke
War Tesla keiner? Ups, Kroate bzw. Österreicher. O_o Grober Fehler, tut mir leid.
Sein Name und diverse mit dem Ostblock gekoppelte Verschwörungstheorien haben meine Gedanken verwirrt.


Krisska, ab der zweiten Generation zählst du ja als Inländer - laut Tatjana. Nur falls du dich auf sie beziehen solltest, was ich natürlich nicht unterstelle. Möchte es nur erwähnen, damit's nicht Missverständnisse und Unterstellungen hagelt.
Dann artikuliere deine Grenze doch bitte eindeutiger. Vorzugsweise auf Deutsch :>
So wie du's vorher ausgedrückt hast, wäre ja der Enkel noch immer ein Ausländer, weil seine Eltern auch noch welche waren, da deren Eltern wiederum aus - was weiß ich - Bolivien.


Tut mir Leid, wenn ich mich missverständlich ausdrückte. Ich werde es nun an einem Beispiel erläutern.
Stell dir vor, deine Oma kommt aus Bolivien (ich greife dieses Beispiel einfach mal von dir auf). Sie hat schon immer dort gelebt, genau wie ihre Vorfahren. Nun wandert sie aber nach Deutschland aus. Sie lernt dort einen (deutschen) Mann kennen, heiratet meinetwegen und wenig später kommt einer deiner Elternteile - nehmen wir mal deine Mutter - zur Welt. Sie wächst hier auf, lebt und fühlt evtl. wie eine Deutsche, aber sie ist nur halbdeutsch, da --> Mutter Bolivierin, Vater Deutsch. Nun lernt deine Mutter also mit 20 auch einen (ebenfalls deutschen) Mann kennen, heiratet ebenso und kurz darauf bist auch schon du unterwegs. Du bist dann in meinen Augen sehrwohl deutsch, da du einen deutschen Vater und auch eine (zumindest halb-)deutsche Mutter hast.
Ich denke, das Beispiel war nun recht verständlich geschildert. Damit hätte sich auch die Antwort auf deine Frage "Was ist mit Kindern von Deutschen und Ausländern?" erledigt.

Wie benimmt sich denn ein Deutscher?

Anders als Menschen in vielen anderen Ländern. Das betrifft allein schon die kulturellen Unterschiede, Moralvorstellungen usw.

Einer der genannten Freunde von mir fühlt sich übrigens sehr deutsch - nur dass seine Eltern und er selbst - nicht aus Deutschland stammen.

Und somit ist er für mich auch kein Deutscher. ABER er ist einer der Ausländer, die ich akzeptiere, weil sie sich integrieren.

Er ist für mich das Paradebeispiel, dass deutsch zu sein, nicht unbedingt etwas damit zu tun haben muss, wo man geboren wurde und noch weniger hat es etwas mit dem phänotyp gewisser genetischer Merkmale zu tun, deiner "Rasse", sofern man beim Menschen überhaupt von Rassen sprechen kann.

Natürlich kann man den Menschen in Rassen unterteilen, diese sind sogar festgelegt; nur ist es heute nicht mehr üblich, von Rassen zu sprechen, man könnte ja gleich wieder als Nazi abgestempelt werden.

Was sonst, wenn nicht deutsch, wenn auch mit anderen Wurzeln, wäre ein Adoptivkind aus bspw. Afrika bei einer Deutschen Familie?

Ein afrikanisches Kind -.-

Erstens sind sie wie die meisten ihrer Mitbewerber auch Deutsche (nur nicht gebürtig oder ihre Eltern sind's nicht), zweitens ging es darum, dass du meintest, diese Leute sollten benachteiligt werden. Ich weiß noch immer nicht, wie diese Benachteiligung aussehen soll...

Ich habe genau definiert, wie ich mir die Jobsuche für Ausländer wünsche. Wenn ein Ausländer qualifizierter ist als seine (deutschen) Mitbewerber, soll er meinetwegen den Job kriegen. Bei gleicher Qualifikation eines deutschen und eines ausländischen Bewerbers soll der Deutsche den Job bekommen. Bei schlechterer Qualifikation soll der Ausländer schauen, dass er überhaupt was kriegt, eben z.B. jene Jobs, für die sich Deutsche zu schade sind, damit er dem Staat nicht auf der Tasche liegt.

"Aber ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher Art und Qualifikation unser Land, unsere Kultur und unseren Lebensstandard bereichern."
Moment, hochqualifizierte Menschen sind ein Teil der Leute "jeglicher Qualifikation". Du hast natürlich von denen gesprochen - lediglich dein Beispiel bezog sich auf die geringer qualifizierten.


In diesen Satz kann man viel hineininterpretieren, deine Interpretation traf meine Kernaussage nicht ganz. "Ich finde nicht, dass Ausländer jeglicher [= jeder, sprich egal welcher] Qualifikation unseren Lebensstandard bereichern". Einfacher ausgedrückt also: "Nein, nicht alle Ausländer bereichern unseren Lebensstandard, es kommt auf ihre Qualifikation an." Aber ich glaube, das artet nur wieder in Haarspalterei aus. Lassen wir das.

Die Sache mit den großen Leuten außerhalb unserer Grenzen war nur'n Beispiel für potentiell bereichernde Menschen.

Ich weiß schon, was du damit zum Ausdruck bringen wolltest. Sicher werden wir durch Erfindungen, gleich woher sie kommen, bereichert. Aber wie gesagt, mit unserer Einwanderungspolitik hat dies nichts zu tun.
Du hast Glück, dass du aus Deutschland kommst..wärest du in einem Kriegsgebiet geboren und hättest dort keine Zukunft gehabt und wärest dann nach Deutschland geflüchtet, hätte eine Tatjana2 auf dich gewartet und deine Zukunft ebenfalls versaut

Aber Gott sei dank lebst du im reichsten Bundesland Deutschlands..
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