Meinungsfragen zu einer angefangenen Geschichte (Bücher / Autoren-Treffpunkt)

Meinungsfragen zu einer angefangenen Geschichte (Bücher / Autoren-Treffpunkt)

Also, ich habe ein paar Fragen dazu wie der nachfolgende Anfang eine Geschichte auf den Leser wirkt, lasst euch nicht davon abschrecken das das Thema recht seltsam ist, vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich mir bei den charakter der GEschichte ein Vorbild an Neon Genesis evangelion genommen habe gemischt mit einem selbstsüchtigen Pc nerd.

Die Fragen sind: Wie wirkt der Charakter auf euch (ich möchte in recht armselig wirken lassen, aber auch nachvollziehbar, also nicht einfach; er ist ein egoist, oder ähnliches.)

Findet ihr ich habe zu dick aufgetragen?

Findet ihr den Plot spannend, das heißt würdet ihr jetzt weiterlesen wollen?

Was haltet ihr vom Schreibstil?

Was erwartet ihr im weiteren Story Verlauf, aus dem bauch heraus?



naja, lest einfach mal:




Kapitel 1:


_________________________________________

>>Die sterbenden Völker sind müde geworden, vom Weihrauch und süßen Gesängen verführt
Verschwindet die Hoffnung noch aufzuerstehn ; das Lied des Propheten verklingt ungehört<<

Er war auch ziemlich müde.

Er schaltete seinen Mp3 player aus, nahm ihn aus der Hosentasche heraus und legte ihn auf seinen Schreibtisch.
>>Verdammte schule, macht mich noch fertig<<, dachte er.
Während der PC hochfahren lies, trottete er zum Spiegel, der in seinem kleinen rechteckigen Kellerzimmer rechts von der Tür an der Wand hing. Es spiegelte sich ein einmittelgroßer, etwas hagerer Junge, mit hellbraunem, mittellangen und glatten Haaren.
Er Trug einen Schwarzen Pullover zu einer weiten ausgefransten Jeans.
Die Haut war ziemlich bleich und an manchen stellen etwas unrein, außerdem sah man ihm die Müdigkeit deutlich an seinen Augenringen an, die unter den etwas geröteten, aber immernoch braun durchscheinenden Augen prankten, wobei das Gesamtbild insgesamt aber nicht abschreckend war.: >>Hmm....Kleidung ok, Haare gehen so<<
Er streifte mit der Hand durch die Haare >> Gesicht....ich brauch neue anti-Pickel Creme.....was soll's, mich sieht ja eh niemand an<< .
Seine sarkastische Grundeinstellung war zwar wie immer anwesend, doch er war relativ gut gelaunt.
Er ging zum Schreibtisch, der am genau entgegengesetzten Zimmerende zu finden war und nahm in seinem Sessel Platz während der Pc bereits hochgefahren war.


Das ICQ Programm war im Begriff sich zu öffnen, allerdings brach er es nach einem Blick auf die Uhr ab, noch war es zu früh dazu, er wollte jetzt nicht angeschrieben werden, sondern sich bis heute abend
einen eher ruhigen Tag machen. Unvorbereitet von bestimmten Menschen angeschrieben werden kann einen in Schwierigkeiten bringen.
>>13.37 Uhr<<, dachte er amüsiert >>LEET time<< .
an sich nichts besonderes ab und zu, zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten zu sein, allerdings passierten ihm solche Zufälle markant oft, weswegen er, obwohl er Realist war, oft nach solcherlei Dingen Ausschau hielt.
Ob nun erfüllende Träume, unnatürliches Glück oder Pech oder ihn scheinbar verfolgende Zahlen.
Für ihn waren es Placebos, aber er fand es dennoch irgendwie interessant.
Er öffnete den windows Media Player und überlegte, was er hören sollte.
Punk! Ja, auf jeden Fall Punk, als Einstimmung für diesen Abend.
Im Endeffekt mixte er aber doch noch einige der stark vertretenen Metal-Interpreten in die Songauswahl hinein und einige seiner wenigen Reggae Songs, um das ganze aufzufüllen.
Er brauchte definitiv mehr Punk und Reggae Alben, allerdings kannte er diese beiden Musikstile erst seit kurzem und mochte die meisten ihrer Bands nicht einmal, wollte aber ja schließlich
mitreden können.
So begann er schlussendlich mit Quadrat im Kreis von WIZO, was aber sofort von einem ganzen Hammerfall Alben gefolgt war.
Genau als er sich seine Brille gesucht hatte und die ihn langsam nervenden Kontaklinsen herausnahm, begann mit Hearts On Fire, einem seiner Lieblingslieder, zu dessen Refrain er Mozilla Firefox aufrief.
Als erstes besuchte er wie immer replays.net, eine taiwanesische Seite, auf der man sich aufgezeichnete Spiele von online Spielen anschauen konnte.
Er navigierte in den Starcraft Bereich, stellte aber fest, dass es dort keine neuen Replays gab und verspürte auch keine große Lust selbst zu spielen.
Ins Bett legen bei der Müdigkeit? Nein, danach sah man nur aufgequollen und kaputt aus.
Er brauchte irgendeine Entspannung, etwas zum abreagieren, mit dem man etwas Zeit totschlagen konnte.
Ergo bliebe da nur eines....
Nachdem die Musik von ihm lauter gestellt wurde und er in der Music List auf 'Manowar-Warriors Of The World' vorsprang, öffnete er eine andere seiner Stammseiten, allmystery.de, eine Seite die von Dingen
wie Verschwörungen, Religion, Geisteswissenschaften und Ufos handelte und auf der sich tausende Psychopathen und Fanatiker tummelten.
Er geriet an diese Seite, als er ca 15 war um dort ein paar arme Seelen zu verarschen, doch es kam die Zeit als er sich auf Diskussionen einließ, dann kam die Zeit in der er 4000 Beiträge dort zu
verzeichnen hatte, besonders im Religionsbereich, oder in Politik.
Er interessierte sich stark für solche Dinge wie Philosophie, Politik oder Psychologie, daher fand er es interessant zu lesen, was Psychopathen so alles schreiben konnten, und irgendwann fing
es an, dass er sich auf die Diskussionen einließ.
Seine Hand fuhr durch seine wuscheligen Haare, unter dem headset hindurch und massierte seinen Nacken.
Als er sich etwas entspannter fühlte, setzte er sich in den Schneidersitz, beugte sich vornüber und stützte den Kopf mit der rechten Hand, während die linke Hand die Maus bediente.

Mit einem Mausklick wurde der Thread: 'Wer hat Recht?' geöffnet, in dem es praktisch darum ging, dass sich Glaubens- oder Unglaubensvertreter aller Arten
die Köpfe einschlugen.
Auch er selbst hatte hier eine Diskussion angefangen, obwohl er nichteinmal wusste warum er hier überhaupt schrieb, allerdings hatte er, da er oft zumindest versuchte die Freud'sche Selbstanalyse
bei sich durchzuführen eine Vermutung: Er ging davon aus, dass er in diesem Forum zum Ersten schrieb, um sich seines eigenen Standpunktes bewusst zu werden, und zum Zweiten, um andere Standpunkte kennen zu lernen.
Zu guter Letzt war es immer schön verlorene Existenzen zu sehen, an denen man sich hochziehen konnte.
Er las den neuesten interessanten Beitrag, der ihn betraf.
Es ging mal wieder um die Hölle und darum, dass Ungläubige und Heiden dort hineinkommen, wenn sie nicht aufpassten.

Tremondious schreibt:



Gott ist allmächtig. Sogar so allmächtig das er innerhalb seines Verantwortungsbereiches dir deinen Willen gab. Das ist der Knackpunkt. Du bist nicht deiner Verantwortung entledigt, sondern er lässt dich handeln. Oder bist du nicht im Stande zu entscheiden? Wie wir sehen bist du es, sonst würdest du hier nicht schreiben.
Wenn sich Menschen bewusst gegen gott entscheiden mit ihrem freien Willen, dann können sie sich der Verantwortung nicht entziehen.
Sie wurden von ihren Brüdern und Schwestern gewarnt, doch haben sich selbst über gott gestellt wegen ihrem unendlich Ego.
Dafür können sie nicht erwarten in die Göttliche Familie des Barmherzigen aufgenommen zu werden!



Augenrollen. Dann flogen Finger über die Tasten.



Roffler schreibt:



Wo habe ich denn meinen freien Willen wenn Gott allmächtig ist?
Als Gott den Ersten Menschen erschuf, sogar davor kannte er das Schicksal aller Menschen im Vorraus, und erschuf sie genau wie sie heute sind, erschuf sie so das sie genau das tun was sie tun müssen so wie Gott sie erschuf.
Ihnen dafür jez noch die Schuld in die Schuhe zu schieben ist dann doch etwas geschmacklos.
Wir können tun was wir wollen, aber nicht wollen was wir wollen.
Es ist keine freie Entscheidung ob du dich z.B. umbringst oder nicht, es ist ein lagnwieriger Prozess der dich zu dem mcht was du bist und dich am Ende dann zum Selbstmörder macht.

und auch wenn es keinen freien Willen gäbe, aus einer Sache kommst du nicht raus:

Wir wissen seit Spiderman das große Macht große Verantwortung bringt, also bringt allmacht Allverantwortung.

Selbst wenn Gott also die Chance zulässt das wir Sünder werden lässt eben ER die Chance zu, er macht ein Würfelspielchen um unsere Seelen.

Wenn dein Allah oder Jahwe also sagt: So, der gut Tremondous wird ein Sünder wenn der Würfel auf 5 rollt und sonst issa im Himmel, und,
der gute Roffler wird ein Sünder bei 1-5 und bei 6 kommt er ins Paradies ist es TROTZDEM seine VErantwortung das zu tun und nicht unsere Schuld.

Da müssen wir nicht noch seine *Barmherzigkeit* loben wenn wir für ihn nur kleine Anbeter und Spielfiguren sind.



Seufzen.

Er wusste in Ungefähr, welche Antwort darauf kommen würde, dafür schrieb er dort schon lang genug.
Und er erwartete sie auf gewisse Weise, auch wenn er wusste, dass es einfach nur eine Wiederholung des ersten posts sein würde, aber das machte ihm nichts aus.
Auf der einen Seite nervte ihn das schon, auf der anderen Seite würde es ihn auch irgendwie eine Beschäftigung rauben, die ihn immer irgendwie relaxte und zumindest oft auch
ganz unterhaltsam war.

Er bemerkte das er an seinen Fängernägeln kaute: >>Verdammt, das musst du dir echt abgewöhnen..<<

Er schloss die Augen, im Hintergrund lief gerade ein ziemlich lautes Drumming, welches er noch nicht kannte.
>>Was ist das? Ist Hammerfall schon komplett durch?!<<
Es wurde immer lauter, auch als er an seinem Headset den Tod immer leiser drehte, außerdem kam ein immer lauter werdendes, einzelner Gitarrenriff dazu.
>>Was geht?!<<
Er riss die Augen auf, dann stand sein Herz still und er hörte auf zu Atmen.





Zumindest fühlte es sich so an.
Aber trotzdem war er bei vollem Bewusstsein.
Er war nicht mehr in seinem zimmer, er schien zu schweben und fühlte sich kraftlos, so wie Menschen die Kurz vor dem Fiebertod stehen.
Seine Umgebung verängstigte ihm, außerdem tat sie ihm weh, aber nicht auf die körperliche Art und Weise, es war eher eine seelische Folter,
wie der schlafentzug.

Um ihn herum war totales Chaos, einerseits sah er wirre bilder um ihn herum, und er schien durch einen Tunnel zu schweben, andererseits hörte
er wirre Satzfetzen, die er nicht zuordnen konnte und Geräusche ohne Zusammenhang.

Alles drehte sich immer schneller, und nun fühlte es sich eher an als würde er durch den Tunnel fallen...

Er konnte einige Dinge zuordnen, er konnte einen kurzen Blick auf einen Strand erhaschen, vielleicht Spanien, wer weiß, und
auch einen Blick auf einen brennenden Panzer.
Außerdem hörte er Kennedy: >>Ich bin ein Ber.....<< ....nein, jetzt war es schon wieder in dem Geräuscheterror untergegangen.

Nun ging es so schnell und so wirr zu, das er fand, es mache keinen Sinn mehr Sinn darin zu suchen.
Er sah das Bild eines merkwürdigen Blauen Riesenkäfers, der von kleinen Roten punkten scheinbar zersetzt wurde und bereits zur Hälfte
verwest war.
War er tot? War er im Koma, hatte er vielleicht eine Hirnblutung gehabt?
>>Mach dich auf was ge --kchchc-- du Schla,...*BUMM*<<
Nun begann es wirkliche Qual zu bereiten, und er hoffte einfach nur noch das es aufhörte...
>>WAS HEIßT BUTT GETT<< kreischte es in seine Ohren.
Er wollte schreien, er wollte um sich schlagen, er wollte seine realen augen öffnen, weil er nun der festen Überzeugung war, in einem Traum zu sein.
Manchmal, wenn er falsch lag, fühlte er sich ähnlich kraftlos wie hier, aber noch nie hatte er solchen seelischen Terror durchstehen müssen.
>>Gedulden sie sich, Mr. Qwan<<
Nichts funktionierte, es ging immer weiter, und das einzige was ihm Idiot dazu einfiel war: >>deine Mudda soll sich gedulden<<
Als ob er für seinen idiotischen Gedanken bestraft werden sollte, nahm jetzt alles Überhand.
Er hörte etwas wie Trompeten, und dann sollte er doch schreien können.
Nicht auf die körperliche Art, aber doch, wenn er nur noch eins wusste, er schrie, nachdem er einen unglabulcih lauten
Glockenschlag hörte, der alles in erhabener Grausamkeit erfüllte, wusste er nicht mal mehr das.

Dann war es still..








Kapitel 2:


Erwachen.
Wie lange war er ohne Bewusstsein gewesen?
Wo war er?
Es war nicht abzuschätzen, er schwebte Frei in der Finsternis umher...nein!
Es war eher als würde er an einem Punkt feststehen, aber er spürte seine Gliedmaßen nicht mehr.
Außerdem hatte er keine Kleidung mehr an, was aber nicht viel ausmachte, da er nicht merh aus Fleisch und Blut zu bestehen schien.
Er sah sehr wohl seinen Körper in dieser Finsternis, aber es waren eher Matt gläntenden Konturen, die eher an einen Schatten erinnerten,
oder an eine mit Schwarzlicht angestrahlte Puppe.
Es war wie in der Horrovorstellung des Todes von ihm, Nichts - komplette Finsternis.
>>Ich hoffe einfach...das es das noch nicht war<<, dachte er einsam und vol Furcht.
>>Ich hatte nichtmal Sex....und meine Erfahrungen mit Weibern waren bis jetzt auch nicht so das Wahre....
Ich kann jetzt hier nich einfach so draufgehn! Ich hatte noch so viel vor....und das gerade wo nen bischen Schwung in mein Leben kommt,
war ja mal wieder klar.......pfff............
Ich sollte mich erstmal beruhigen, ich komm hier schon irgendwie raus, über so 'nen Scheiß sollte ich nicht nachdenken....und...
falls ich hier nicht rauskomme habe ich dazu noch genug Zeit<<

Letzterer Gedanke löste Panik in ihm aus, auch wenn er sich sehr bemühte sich zu beruhigen

Es gab keine Temperatur, es gab keinen Wind, keine Gefühle....seine Gedanken und der matte surreale Anblick seines Körpers waren das einzige was es hier gab.

Diese Neutralität war etwas unerträgliches, er wollte das etwas passierte, sofort, doch der Versuch seine Muskeln anzuspannen, zu sprechen, etwas zu berühren war vergeblich.
Er war wie gelähmt, doch in seinem Kopf tobte wilde Raserei - etwas muss passieren!


Wie auf Geheiß wurde es hell, so als ob von allen Seiten scheinwerfer auf ihn gerichtet worden, das einzig Dunkle was noch da war war sein Körper, oder der Schatten desselbigen, denn alles
andere erstrahlte so hell, das er sich überreizt fühlte und sich abwenden wollte vom Licht.
Da seine Augen allerdings sich nicht schließen konnten und das Licht sowiso überall versuchte er sich daran zu gewöhnen, funktionieren tat es so recht aber nicht.

>>LIAM SAND<<

Es war eine unglaublich laute und klare Stimme.
Sie flüsterte, und doch war es das durchdringendste was Liam in seinem ganzen Leben hörte, noch durchdringender als der Glockenschlag, und vorallem
respekteinflößend vor ihren Besitzer.
So schlimm seine Situation vorher war, er wünschte sie sich zurück.
Woher kannte es seinen Namen, war es....?

>>REDE, ZÖGERE NICHT!<<

Wie sollte er reden? Er konnte seinen Mund nicht bewegen, er konnte sich gar nicht bewegen.

>>SPRICH!<<

Liam versuchte es, und so wie er zuvor innerlich schreien konnte, vermochte er es nun auf eine ihm unbekannte Weise zu sprechen.
>>Wer....wer ist da?<< sagte, oder besser, kommunizierte er mit der Stimme, deren Ursprung nicht Auszumachen war; sie war überall, wenn sie sprach.

>>Du weißt es<<

Tat er das? Ja, vielleicht tat er das, es schien offensichtlich, auch wenn er es nicht so recht glauben konnte, und schon gar nicht wollte.
>>Bist du.....Gott?<<

>>ICH HABE VIELE NAMEN, ICH BIN DEIN SCHÖPFER, LEISTE MIR RECHENSCHAFT!<<

>>Game over<< dachte er, egal welcher Gott das war, er hatte es sich mit allen verscherzt, oder?
Er dachte sich immer, wenn es ein göttliches Gericht gibt würde zumindest er ganzschön aufmüpfig sein, doch ohne Schutz, in diesem Scheinwerferlicht gegenüber
dieser geballten Macht fühlte er sich kleiner als ein Quäntchen Asche.
Auch wenn er mittlerweile seine Sprache (oder sollte man es Telepathie nennen?) unter Kontrolle bekam, so machte es ihm doch Mühe; an Lügen war nicht zu denken,
ohnehin hatte er nicht das Gefühl das es Sinn machen würde, denn er ward im wahrsten Sinne des Wortes durchleuchtet.

>>Rechenschaft? Über...über meine Sünden? Ich weiß...ich weiß nicht welcher Gott du bist, Jahwe..Allah? Was ist Sünde? Ich bin kein Sünder.<<

>> ICH BIN DER, DER ICH BIN, UND ICH WERDE DER SEIN, DER ICH SEIN WERDE. VERSUCHE NICHT MICH ZU TÄUSCHEN, SÜNDER.
DEINE SÜNDEN WERDEN DIR NUN VORGETRAGEN!<<

>> Was? Meine Sünden, ich weiß nicht...hey...AAAAAAAHH!!!!!!!!!!!<<

Mit einen mal fühlte sich Liam zurückversetzt in den Tunnel durch den er hier her gekommen war, doch er irrte sich.
Er war in etwas ähnlichen, aber dieses mal war war er selbst das Thema.
Er sah alle Schlechte und Böse was er je in seinem Leben getan hat.

Er Sah wie er jemand anderen mit 11 Jahren von einem Baum schubste und sich das Bein brach, weil dieser ihn beleidigt hatte.
Ihm wurde vorgeführt wie er andere Menschen und deren Gutgläubigkeit ausgenutzt hatte.
Damals benutzte er ein Mädchen mit wenig Freunden und schmeichelte sich bei ihr ein, damit sie ihn zu einem Konzert mitnahm.
Danach ließ er sie fallen wie ein heiße Kartoffel und macht sich vor anderen Über sie lustig.
Es waren viele kleine vergehen, und noch konnte Liam Problemlos standhalten, hatte er sich nicht geändert und schon selbst eingesehen
das er damals falsch gehandelt hat?

Doch das war nicht das einzige ihm gezeigt wurde.

Ihm sollte auch all das gezeigt werden, was er an Leid und Trauer verursacht hatte.

Ihm wurde gezeigt, wie er seine Mutter dazu überredete nicht zu spenden für die Afrika Hilfe, weil er gelesen hatte das das Geld ja doch nicht ankäme, und im Anschluss dazu wie 2 kleine
Mädchen langsam und qualvoll erstickten weil sie keine Medikamente bekamen.

Er sah ein Mädchen, lange blonde haare, etwas mollig, Stupsnase und gerötete Augen.
Es war genau das Mädchen , welches er damals ausnutzte , Nadine, die sich ritzte und anderweitig Schmerzen zufügte und weinend in ihrem Zimmer saß.
Dann holte sie unter ihrem Bett eine kleine Tasche hervor, die ein Spritzenset beeinhaltete, nahm es heraus und....
>>Ich wusste nicht das sie sich ritzt..und das mit dem Heroin..ob sie das schon lange macht?
Das hätte man doch bemerkt....wobei, sie sah doch schon immer ziemlich abgewrackt aus....alle Ander'n haben sie doch auch fertig gemacht, das ist nicht meine Schuld, oder?<<


Es ging weiter, es kamen zwischendurch kleinere Vergehen, so wie auch 'ketzerische' Aussagen seinerseits im Sekundentakt.
Normalerweise hätte er mit einem gewissen Galgenhumor vielleicht noch gedacht: >> Man, das *hey ich bin ein Heide* T-shirt und das *Ich bin der Antichrist* Avatar hätte ich mir vielleicht sparen sollen.<<,
aber daran konnte er nach dem Bild der zitternden, weinenden Nadine nicht denken.
Außerdem sah er sich selbst, und sein oftmals sehr unfreundliches und undankbares auftreten jetzt wie in einem Tunnelblick, beispielsweise wie seine Mutter in der Küche Stand und für
ihn Abendessen kochte und als er nach Hause kam mit einem: >>Ey, du weißt doch das ich so nen Scheiß nicht esse<< abgefertigt wurde und Liam unter dem traurigen, gekränkten Blick seiner Mutter
ohne ein weiteres Wort auf sein Zimmer ging.
Zugegeben, ein schlimmeres Beispiel, so verhielt er sich für gewöhnlich nicht, aber warum hatte er das damals gesagt?

In Gedanken noch immer bei Nadine, kam eine weitere, schlimmere Tat.
Diesmal war es keine 'Sünde' aus Kindertagen...

Es war sogar erst vor kurzer Zeit.

Es war eine Musikstunde, besser gesagt, eine Fünf-Minutenpause zwischen zwei Musikstunen.
der Lehrer war nicht im Raum: was allerdings im Raum war war sein Stundennotenbuch, in dem er eine Strickliste über
die getätigten Meldungen führte und darauf die mündliche note der Schüler ermittelte.
Obwohl er sowas normalerweise nicht tat, er war ziemlich regelbewusst, ging Liam zu dem buch, nahm es, und fügte Striche hinzu:
>>Hey Leute, wer weil will ne 1 in der mündlichen Mitarbeit?<<, was von etwas unterdrückten (man wollte schließlich den Lehrer nicht vorzeitig zurückrufen)
Jolen seitens seiner Klassenkameraden kommentiert wurde.

Liam war erleichtert, das nach der Sache mit Nadine, die ihn geistig ziemlich mitgenommen hatte, nun eher leichtere Vergehen kamen:
>>Hey, bis auf das mit Nadine und 'nen paar mal etwas unfreundlich sein war ich eigentlich nen ziemlich netter Kerl, oder?<<

Es gab in seiner Klasse ein Opfer, sein Name war Jean.
Normalerweise war Liam sogar relativ nett zu ihm gewesen, auch wenn kaum ein anderer das in der Schule jemals war,
er war sogar 2 mal bei ihm zu Hause gewesen, zwar mit dem Hintergedanken bei ihm ein PC-Spiel auszuprobieren was auf seinem
Rechner nicht funktionierte, aber immerhin, er war schließlich auch noch ein Zweites mal dagewesen, und das obwohl Jean sonst wie ein
Pestkranker behandelt wurde.
An den Tag, an den Liam geistig zurückversetzt wurde war er aber scheinbar ziemlich schlecht gelaunt.
Anders konnte er sich das nachfolgende nicht erklären.
Während Liam sich weiterhin an dem Buch zuschaffen machte, ging Jean zu ihm und flüsterte besorgt:
>>Hey, vielleicht soltlest du besser damit aufhören, sonst riskierst du noch nen Tadel<<
Liam schaute ihn spöttisch an und erwiderte:
>>Vielleicht solltest du besser aufhören zu reden, sonst riskierst du noch eins auf die Fresse<<,
was ebenso von mittlerweile weniger, ja fast gar nicht gedrungenen Jolen und Spotten begrüßt wurde,
woraufhin Jean gebrochen und unter Gelächter den Klassenraum verließ.

Liam tat es ziemlich Leid.
>>Das stimmt schon, ich war damals ziemlich grob zu ihm gewesen, das war unfair. Warum war ich an dem tag wohl so drauf? Das sieht eigentlich nicht nach mir
aus. Aber hey, ich WAR zumindest mal nett zu ihm, man kann mir nicht vorwerfen das ich einmal fies zu ihm war, obwohl jeder andere IMMER so gehandelt hat.
Außerdem hat der Typ danach doch sowiso die Schule gewechselt, da geht's ihm jetzt bestimmt besser und er denkt nichtmal mehr an dieses eine mal, sein Leben war doch
eh voll von Mobbing<<

Allerdings war der 'Film' noch nicht zu Ende:

Er sah wie Jean an seinem Schreibtisch saß und in ein Buch schrieb.

>> Ich ahne Böses<<, schoss es in Liam hervor.
>>Hoffentlich...endet das nicht so wie mit Nadine....<<
Dann enstspannte er sich wieder.
>>Kann es nicht. Nadine habe ich über Wochen hinweg verarscht und dann sie sie dummerweise noch mitbekommen wie ich das jemandem erzählt habe...
Das war etwas anderes, ich war ein idiot und total egoistisch, so bin ich aber nichtmehr.
Zu Jean habe ich einmal etwas fieses gesagt, naund? Es war sowiso sein Alltag das die LEute ihn fertig gemacht haben, wenn der sich jetzt auch ritzt ist das bestimmt nicht
meine Schuld!<<
Er fing an sich auf die Sache einzulassen, es klang mehr wie eine stille Hoffnung als eine Aussage, was er da gerade dachte.
>>Wie schlimm war es denn was ich gesagt habe...ich meine....<<

Nun sah er was Jean in das Buch schrieb:

Liebes Tagebuch

Heute ist ein schöner Tag.
Ich bin unfähig, ja, selbst die Leute die es gut mit mir meinen beginnen mich zu hassen, und heute habe ich endlich den Mut
gefunden die einzig logische Konsequenz zu ziehen.
Ich bin verabscheungswürdig, ich weiß das ich es bin, selbst wenn sich einmal jemand versucht nett zu mir zu sein, so erkennt er
schnell mein wahres Wesen.
Ich hatte die letzten tage naive Hoffnungen geschöpft, nur weil jemand ein, zwei mal bei mir zu Hause war und mir nicht sofort
mein armseliges Leben um die Ohren gehauen hat.
Aber auch er musste erkennen das ich es nicht Wert bin, gemocht zu werden, ich kann es ihm nicht verübeln, ich muss ihm sogar
dankbar sein, er war der letzte Stoß, der mir geholfen hat die Welt endlich von meiner armseligen Existenz zu erlösen.
Die letzten zwei tage war ich traurig, aber heute bin ich froh, denn heute ist der Tag an dem es geschehen soll.
Der Sonnenuntergang ist wunderschön, der HImmel ist klar, ich bin sicher, ich kann die Sterne sehen wenn es zuende geht,
das wäre ein schönes Ende, wenn schon nicht mein Leben als solches, dann aber wenigstens mein tod von einem schönen Naturphänomen
gefeiert wird.

Vielleicht sollte ich jetzt aber wirklich besser aufhören hier zu 'reden', sondern endlich das, was ich so thatralisch hier anpreise in die Tat umsetzen,
warum sollte ich jetzt noch zögern? Ich brauche keine Angst zu haben, mein Tod ist besser für alle.

Wenn das irgendjemand irgendwann lesen sollte, freu dich, und honoriert wenigstens das eine mal, das ich das
'geh sterben' diesmal wörtlich genommen habe.

Sayonara,

Jean 22.3.2008





Stille, selbst in Liams sonst so überreizten und vor Gedanken fast glühenden Kopf.
Er war wieder in der neutralen Dunkelheit.
>>Das........das ist nicht wahr.
Das Datum ist drei Tage nachdem....nachdem ich....aber ich dachte er hätte die Schule gewechselt, das haben zumindest alle gesagt....
Wobei...es kannte ihn ja auch niemand, er ging nie raus und wohnte in einer anderen Stadt, kam mit dem Bus, hatte keine Freunde....
Aber....bin etwa ich?.... DAS IST EINE VERDAMMTE LÜGE, ICH DURCHSCHAUE ES; DAS MIT NADINE IST AUCH EINE LÜGE; DU WILLST MICH
REINLEGEN!<<.


Erst erschrak er, doch im tunnel hatte sich sein zustand verbessert, er hatte eine gewisse Kraft,
er war wütend und ängstlich, doch als das Licht ihn wieder durchstrahlte, schwand sie so schnell wie sie gekommen war.


>>LEGE RECHENSCHAFT AB, BIST DU EIN SÜNDER?<<

>>....Ich.....ICH WOLLTE DAS ALLES NICHT, (aaah...dieses Licht...) ich....ich habe nicht.... ich wusste nicht...ich bin kein.......(urgh...)<<

>>DANN ERKLÄRE DICH, FÜR JEDE EINZELNE KETZERTAT<<

Lange würde er nichtmehr Standhalten

>>Ich...ich kann....<< Es gab so viele philosophische, sozialogische und physikalische Erklärungen für das was er tat, doch keine fiel ihm ein, und keine schien ihm angemessen...denn war es nicht wahr? war er nicht wirklich ein Sünder nach all dem was er gesehen hatte?
Ein letzter Kraftakt:
>>ICH-BIN-KEIN-SÜNDER, ich....ich hab das doch alles nicht gewollt...<<
Ein philosophischer Ansatz viel ihm doch ein, doch sollte er es sagen?
Konnte er es sagen?
Das Licht schien ihn zu lesen, bestimmt war er ein offenes Buch, nach seinem Ausbruch
war es drohend still...konnte er es in seiner Situation noch schlimmer machen?
er konnte kaum noch klar denken, einen letzten Versuch war es wohl wert.

Zaghaft kommunizierte er:>> Du....Sie....erm...Du hast mich doch so geschaffen wie ich bin....oder?<<

Das Licht wurde stärker, ja, nun war es wirklichbedrohlich geworden und schmerzhaft.
Er hätte besser geschwiegen, doch es war zu spät, er weurde geistig immer schwächer, was sollte er tun?



>>Wer ist es, der den Ratschluß verdunkelt mit Worten ohne
Verstand?fragen, lehre mich! Wo warst Du, als ich die Welt gründete?
Sag's mir! Weißt Du, wer ihr das Maß gesetzt hat, oder wer
über sie die Richtschnur gezogen hat? <<

>>Ich....ich weiß nicht, es tut mir...<<

>>Worauf sind ihre
Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als mich
die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle
Gottessöhne? Wer hat das Meer mit Toren verschlossen, als
es herausbrach wie aus dem Mutterschoß, als ich's mit Wolken
kleidete, als ich ihm seine Grenzen bestimmte mit meinem
Damm und setzte ihm Riegel und Tore und sprach: "Bis hierher
sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen Deine
stolzen Wellen!"?<<

>>Nein...aaaber...AAAAH<<

Wenn er sprach wurde das Licht noch stärker, also schwieg er.



>>Hast Du zu Deiner Zeit dem Morgen
geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt, damit sie die
Ecken der Erde faßte und die Gottlosen herausgeschüttelt
würden? Haben sich Dir des Todes Tore aufgetan, oder hast
Du gesehen die Tore der Finsternis? Welches ist der Weg
dahin, wo das Licht wohnt, und welches ist die Stätte der
Finsternis? Kannst die Bande des Siebengestirns
zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? Wer
gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige
Gedanken? Wer ist so weise, daß er die Wolken zählen könnte?
Wer mit dem Allmächtigen rechtet, kann der ihm etwas
vorschreiben? Wer Gott zurechtweist, der antworte! Willst Du
mein Urteil zunichte machen und mich schuldig sprechen, daß
Du Recht behältst? Antworte, LIAM!<<

Auch ohne das er sprach war das licht und eine schreckliche Pein für ihn.
Er hielt nicht mehr Stand, er war gebrochen, er würde alles dafür tun damit es endet.

>>ANTWORTE, SÜNDER! Willst Du
mein Urteil zunichte machen und mich schuldig sprechen, daß
Du Recht behältst? <<

>>NEIN!<<

GIBST DU ES ZU, EIN SÜNDER ZU SEIN, DER KEINE SCHONUNG VERDIENT!

>>JAAA!<<

>>SODANN....BRENNE UND BEREUE AUF EWIG<<

Ein weiteres mal verlor Liam sein Bewusstsein, oder das was davon übrig war.


_______________


Alles bleibt in dir bestehn
Alles wird mit dir vergehn
Wenn du wirklich willst dann wirst du in dich gehn
Und du wirst 1000 neue Lügen sehn

Oomph-1000 neue Lügen
_________________
Logge dich ein um einen Beitrag zu schreiben.