Blinde Welt (Bücher / Autoren-Treffpunkt)

Blinde Welt (Bücher / Autoren-Treffpunkt)

Hallo allerseits...
Ich würde gerne einen Roman schreiben und habe auch schon ein paar Ideen.
Von euch hätte ich dann gerne gewusst, ob das etwas taugt, bzw. ob man es überhaupt lesen würde, Schreibstil, Inhalt, etc.
Offen für jede Kritik.
Bin ja froh wenn mir geholfen wird.
Also:
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Als Titel hatte ich, wie in dem Betreff bereits erwähnt "Blinde Welt" ausgedacht.

Habe dann ein paar Gedanken ur Story gemacht.
Buchthema ist in Science Fiction/Horror angesiedelt und soll besonders Jugendliche mehr zum lesen bringen.

Zum Inhalt:
John Miller hat es hart erwischt. Er ist Architekt in Boston und hatte vor geraumer Zeit die Baupläne und Skizzen für das neue Summerplace Hotel entwickelt.
Als er sich mit eigenen Augen überzeugen wollte, wie weit der Bau des Hotels vorangetrieben war, geschah ein schlimmer Unfall.
Ein offener Sack Trockenzement viel von dem Baugerüst herunter. Und das genau in Johns Augen, als er nach oben blickte.
Man brachte ihn sofort ins Krankenhaus, doch es war bereits zu spät. Die Netzhaut war völlig weggeätzt. John Miller, 32 Jahre alt, war nun ein blinder Mann...

Man konnte ihn jedoch mit einer starken Augenoperation retten. Mehrere Monate musste er eine Mulbinde um die Augen tragen, es durfte kein Sonnenlicht an die operierten und empfindlichen Augen geraten.
Als er sie endlich abnehmen durfte, war er oberglücklich. Er konnte wieder sehen...

Langsam gewöhnte er sich wieder an sein normales Leben. Er skizzierte weitere Architekturen und Baupläne, für Hotels -
Millers Fachgebiet waren nun mal Hotels.
Und seine Augen waren geheilt.

Doch eines Tages passierte etwas ganz und gar bizarres und das Leben auf der Erde, ob Mensch oder Tier, sollte nicht mehr so sein wie es vorher war.

John saß bei sich zuhause, an seinem Schreibtisch. Sein Arbeitsplatz. Mit dem Ausblick auf seinen wunderschönen Garten.
Zuerst nahm er es nicht war, doch beim zweiten Mal, hörte er, wie jemand aus der Ferne aufschrie.
Er dachte sich nicht allzu viel dabei.
Allerdings schrie 2 Minuten später wieder jemand. Ein tiefer erschrockender Schrei.
Nach einem kurzen Abstand schrie diesmal eine Frau. Sie schrie so laut und schrill, dass John eine Gänsehaut bekam.
Es folgten weitere Schreie von unterschiedlichen Personen.
Keine Freudeschreie, nein, erschrockende Schreie.
John hörte einen Hund aufheulen.
Plötzlich rannte jemand durch Johns Garten. Ein Mann, wohl mitte vierzig. Er taumelte, die Hände vor sich gestreckt, durch den Garten. Er murmelte etwas. John verstand es nicht, obwohl er sein Balkonfenster auf Kippe hatte. Dieser Mann sah wahnsinnig aus.
Unerhofft verwandelte sich das murmeln in Panikschreie. "Ich bin blind. Mein Gott, ich bin blind!" schrie er. Er rannte und viel über seine eigenen Beine.
Mit einem dumpfen Geräusch, fiel er auf den Rasen.
John schluckte und stand von seinem Bürostuhl auf. Erschrocken und ohne Worte, blickte er dem verzweifelten Mann hinterher, der sich gerade wieder aufrappelte und ziellos zum Nachbarsgrundstück lief.

Von überall hallten schrille Schreie durch die Straßen."Ich bin blind, wie konnte das passieren, ich bin blind!" hörte John die Leute schreien.

John Miller ging zur Haustür raus, auf die Straße. Was er sah, lies sein Blut in den Adern gefrieren. Überall Menschen, Hunde und Katzen, die Ziellos umhertaumelten. Als...als wenn sie blind wären. Er sah, wie seine Nachbarin, Frau Kolinsky, weinend aus ihrem Haus rannte. Sie stolperte und schlug sich das Kinn auf dem harten Asphalt auf.

John kam von seiner Starre los und rannte zur Nachbarin rüber. Er half ihr hoch.
"Alles in Ordnung, Frau Kolinsky? Was ist hier los?"

"Oh John, John, bist du das? John, ich bin blind!" verkündete sie weinend. John sah ihr ins Gesicht.
Ihre Augen waren starr und glasig. Sie war tatsächlich blind.
Alle Menschen um ihn herum waren blind. Wohlmöglich auch Tiere.
Was zur Hölle war hier los?
Plötzlich krachte es. Zwei Autos fuhren ineinander...

Was darauf folgte, war eine reine Katastrophe. Durch unerklärlichen Gründen, waren die Lebensformen, die auf der Erde lebten blind geworden.
Alle!
John Miller war es nicht. Lag es an seine Augenoperation?
Doch dies war erst der Anfang. Die Menscheit wusste nicht, dass es noch schlimmer werden würde...

etwas beobachtete die Menschen...

sah zu, wie hilflos sie nun waren...

dies war erst der Anfang...

John Miller würde es mit eigenen Augen sehen...

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So das wars...ich hoffe es hat euch mitgerissen. Dies waren nur meine Gedankenschnipsel, für eine mögliche Geschichte, die man sicherlich gut ausarbeiten könnte.
Eure Meinung ist gefragt.

Danke fürs Lesen...

DeepMaster
Die Formulierungen kannst du definitiv verbessern, in die ganze Szene muss mehr Spannung und Dramatik rein, bzw. vielleicht auch weniger, je nachdem was für ein Typ der ERzähler ist. Aber so ein Mittelding hier geht nicht, wenn schon, dann richtig ;-)
Der Name ist auch bearbeitungswürdig (KLISCHEEEE) aber ist ja ne Rohversion.

Die Idee allerdings, muss ich wirklich sagen, finde ich ziemlich cool.
Schreib mal weiter oder sag zumindest, wie du dir den Rest des Plots so vorstellst.

Rock on.
Also ich muss jemand, der Ahnung hat, zustimmen. Der Erzähler bzw. mehr/weniger Spannung und Dramatik muss verbessert werden. Die eigentiche Idee ist klasse, mal wieder etwas neues. Ich kann mir auch gut eine Gesellschaftskritik in dieser Geschichte vorstellen.
Danke euch, für die Kritikpunkte.

Gut, also das, was ich da oben geschrieben habe, wäre auch nicht der komplette Anfang. Der Text oben, sollte euch einen kleinen Einblick geben, was ich mir so vorgestellt habe. ;-)

Würde es dann in meinem kompletten Roman natürlich besser ausweiten/formulieren.

Aber da bin ich doch schon einmal erleichtert, dass euch meine Geschichte(von der Story her) schon mal gefallen hat.
Werde dann garantiert dran bleiben.

Welchen Namen hättet ihr denn für die Hauptperson.
Macht mal Vorschläge. ;-)
Würde mir sehr helfen.

Dann hätte ich noch eine Frage zur Dramatik. "Buschpunk", du meintest ja, die Dramatik müsste verbessert werden. Kannst du ein Beispiel, anhand meines Textes machen? Wäre nett.^^

Gut, zur Story hatte ich außerdem geplant, dass nun etwa 90% aller Menschen blind sind und die restlichen 10% weiterhin sehen können, durch Vorfälle wie "John Miller".
Böse/alptraumhafte Kreaturen kommen auf die Erde und wollen diese unterjochen.
Große intelligente, fliegende, schwarze Wesen. Kommen wie Vogelschwärme und fressen alles, was sich bewegt. Monsterdesign wird im Roman besser beschrieben.
John versucht der Ursache für das erblinden der Menschheit, bzw. einen Zusammenhang mit den Kreaturen zu finden. Ein Überlebenskampf beginnt...

Das Buch hätte ich so gegliedert:
1. Hälfte
-Das plötzliche erblinden auf der Welt.
-Das auftauchen der Kreaturen
-Die Flucht(John versucht viele blinden Menschen zu helfen. Er führt sie z.B. in einen Büro Komplex.
Wo ich dann erst einmal den Lesern mit unterschiedlichen Charakteren vertraut machen möchte. John wird mit vielen blinden Leuten reden, auch sein nun erblindeter Freund ist da. Eine Handlung aufbauen, die ich aber am Anfang nicht zu lange haben möchte, da es ja sonst ziemlich schnell langweilig werden könnte, oder?
Später kommen die Wesen aber in das Gebäude und John muss z.B durch einen stehengebliebenen Fahrstuhl, etc...
Man darf sich auch nicht draußen aufhalten, da die Kreaturen sonst kurzen Prozess machen.
Warum diese Kreaturen intelligent sind, wird auch dann im Roman beschrieben.
Es soll wie eine aufregende Achterbahnfahrt werden. Voller Spannung und Höhepunkten.

2.Hälfte
-John trifft auf andere "Sehende"
-John versucht Ursachen für die Vorfälle zu suchen, weshalb die Welt zur "Hölle" wurde.
-Überlebensstrategien mit den anderen Flüchtlingen diskutiert. Wie soll es weitergehen.
-Die "Sehenden" setzen sich zur Wehr.
-Überraschendes Ende
-etc. was mir noch einfällt.

Das alles ordentlich und mit viel Spannung in einem Roman verfasst. Wenn ihr weitere Tipps, z.B. für eine andere Überschrift habt, nur her damit.^^

UND NUN HERZLICHEN DANK, wenn ihr euch alles durchgelesen habt und euch extra Zeit genommen habt.


DeepMaster
Hm. Interessant; "sehr interessant" träfe es besser. Ein wirklich hübsches Exposé, verschafft einen ziemlich guten Überblick. Ich frage mich... na ja, ich gehe später darauf ein. Im Moment alles der Reihe nach:

a) Was mich sehr interessieren würde, ist dieser Satz:
Das Buchthema [...] soll besonders Jugendliche mehr zum lesen bringen.
Kannst Du mir erklären, was das für Dich genau bedeutet?

b) "John Miller" musst Du killen. Oder aber - und das ist neben dem "Vermeiden" die einzige Strategie, wie man mit Klischees umgeht - Du gehst auf dieses Klischee ein und nimmst Stellung dazu, beschreibst, was es für eine Situation ist, so zu heissen wie ein Protagonist aus einem Abenteuerroman oder -film. Natürlich braucht das ziemliches Einfühlvermögen, Kreativität und ich würde dir das nur empfehlen, wenn Du wirklich eine Vorstellung davon hast, wie Du das einbinden könntest. Ansonsten: Den Namen ersetzen.
Die Idee eines Architekten dagegen gefällt mir. Sind interessante, vielfältige Menschen und nicht unbedingt stark klischiert.

c) Die Formulierungen kannst du definitiv verbessern, in die ganze Szene muss mehr Spannung und Dramatik rein, bzw. vielleicht auch weniger, je nachdem was für ein Typ der ERzähler ist.

Hm. Interessanter Punkt. Die Frage ist natürlich auch, wie sehr ein Exposé die Distanz zu seinem Protagonisten und die Dramatik der Geschichte repräsentieren kann. Ich glaube, die Dramatik ist sehr schwer zu erkennen, in dem Stil, wie Du es hier geschrieben hast. Schliesslich hast Du ja auch gesagt, Du willst es ausschmücken...

Worüber ich gerade nachdenke ist, wie die Geschichte herauskäme, wenn Du diesen distanzierten Stil beibehalten könntest. Ich glaube, das wäre sehr sehr genial. Du wechselst("switch") zwischen den verschiedenen Distanzebenen. In den ersten Sätzen schreibst Du über mehrere Jahre John Millers und Du zeigst viele Dinge zusammenfassend. Du erklärst bspw. nicht genau, wie der Sack Zement auf Miller fiel, nicht wie er schreit, nicht wie er sich an den Kopf fasst, nicht wie es ihn schmerzt, sondern geradzu nüchtern den tatsächlichen Sachumstand.
Die Möglichkeit in eine persönlichere Perspektive zu gleiten, wie Du es bei jener Szene des kollektiven Erblindens getan hast, bleibt aber genauso erhalten. Allerdings wäre das Interessante der Geschichte dann, dass du später wieder in eine distanzierte Haltung zurückgehst und wieder einige Zeit ohne viel Dramatik und ohne viele Beschreibungen verstreichen lässt.
Das fände ich wirklich cool. Aber überleg es Dir gut, denn es ist nicht sehr einfach und vorallem musst du gut plotten, weil man keine Zeit mit Beschreibungen und Rumsäuseln sparen kann, sondern die Geschichte konsequent weiterziehen muss. Du wärst überrascht, wie schnell Dir die Ideen ausgingen, ohne dass dabei viel Text zurückbleibt. Aber egal, das ist nur ein kleiner Vorschlag.

Natürlich aber ist das was die beiden Vorsprecher gesagt haben, möglicherweise auch richtig. Es ist manchmal eher unbequem sowas zu lesen. Aber mir persönlich würde es gefallen.
Trotzdem sind Sätze wie zB Keine Freuden/sschreie, nein, erschrockende Schreie., die eine starke Dramatik suggerieren, weil sie kurz, prägnant und persönlich sind, nach Sätzen wie Mehrere Monate musste er eine Mulbinde um die Augen tragen, es durfte kein Sonnenlicht an die operierten und empfindlichen Augen geraten., eher "gefährlich", weil hier ein zu starker dramatischer Anstieg besteht. So würde ich das sehen.

d) Schreibfehler natürlich. Viel statt fiel, warnehmen statt wahrnehmen und Dinger dieser Sorte. Nicht gut...

Ausserdem Als...als wenn sie blind wären. ist, glaube ich, stilistischer Splatter. Auch rein erzählerisch ist das sehr unschön während du doch immerhin mehr oder weniger eine trockene Erzählhaltung eingenommen hast so sind solche Sätze eher störend. Das Zögern am Anfang ist dabei nur die Spitze des Eisbergs(aber die Spitze ist ja auch meistens das Störendste am Eisberg. Ausser man steckt zufälligerweise in Edward_John_Smiths Haut. Steckte.)

e) Etwas schade finde ich es schon, dass es für die ganze Geschichte keinen "rationaleren" Grunde gibt, als irgendwelche exorbitale Kreaturen. Aber ich hab dementsprechen ja auch keine bessere Idee. Ich befürchtete, dass eine solche Situation auf sowas hinauslaufen muss.

f) Mir gefällt wie Du so sauber den Plot wiedergeben kannst. Die Wenigstens haben eine wirklich grosse Ahnung, wohin mit ihrer Geschichte. Ich meine, jeder stellt sich seine Geschichte anfangs so vor: Es soll wie eine aufregende Achterbahnfahrt werden. Voller Spannung und Höhepunkten.
Nur ist das nicht so einfach. Deshalb schon mal gut, dass Du Dir die Höhepunkte und Spannungen schon etwas überlegt hast. Aufpassen würde ich allerdings hier: -Überraschendes Ende
Ich will Dich nicht vor zu grosse Probleme stellen, aber sich damit schon früher etwas mehr auseinandersetzen kann nicht wirklich schaden.
Ich danke dir!
Du hast mir wirklich SEHR geholfen!
Ich werde mal über die Dinge nachdenken und mir deine Kritik ans Herz legen.

Anschließend werde ich dann anfangen zu schreiben.

DANKE!

DeepMaster
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