Körperwelten - Prof. Gunther von Hagens (Gesellschaft)

Körperwelten - Prof. Gunther von Hagens (Gesellschaft)

Hallo,
ich war heute in München und bin in die "Körperwelten" gegangen. Es gab
faszinierende Motive - und viele neu Erkenntnisse (für mich). Wie komplex doch unser Körper aufgebaut ist, obwohl wir das alles für selbstverständlich halten!

Wart ihr auch schon da oder wollt ihr noch hin?
Wenn ja was ist eure Meinung, Erfahrung darüber und/oder wie habt ihr es gefunden?
Jo man zocker2150 !

Ist das nicht auch der,der öffentlich eine Leiche Opduzieren wollte ??Und er hat es dann auch in Holland letzendlich machen dürfen???

Das Thema ist super interessant,aber keiner würde zu geben ,das er auch nur an einer dieser Außstellungen vorbei gegangen sei,ohne auch nur einen Blick auf die Skulpturen geworfen zu haben.


Ja ,Ja wir deutschen sind schon ein komisches Volk.

Cu one
Der Mann ist nicht nur krank, sondern auch pervers!

Aufgesägte Leute, bis zu den Organen in Scheiben geschnitten und das dann dem Publikum vorgestellt.
Wenn das lehrreich sein soll, da hilft genauso gut jedes Programm oder Schulbuch. Das ist Schaubelustigung von geschändeten Leichen und ich weiß nicht, warum es da so viele Leute hinzieht!
@ Lee
Ohne Solche Leute wüssten wir heute kaum etwas über den Körper.Außerdem kann man dann ja auch sagen:"Du musst nicht in den Zoo.Tiere kannst du dir auch im Bilderbuch anschauen.


Ich persönlich finde es interresant und lehrreich.War noch nie dort aber ein Freund von mir.Wenn es manchen Leuten nicht gefällt müssen sie ja nicht hin.


PS: Gehört das net ins Geselschaftsforum?
Meinst du nicht auch, dass ein Zoo und manipulierte Tote nicht dasselbe sind?
Und: Wenn Menschen mit ihrem Einverständnis nach dem Tod zum Sinne der Forschung sich den jungen Ärzten zur Verfügung stellen wollen, ist das OK. Aber die Leute ins Museum stellen, das ist abartig!
Lass sie doch.Wenn es interessiert.UND GENAUSO HABEN DIE LEUTE AUCH AUF TRANSPLANTATIONEN reagirt.Und in 10 Jahren ist es warscheinlich selbsveständlich!
Ich lass sie ja doch. Interesse kann man das nicht nennen. Wer geht da aus rein wissenschaftlichem Nützen rein? Fast niemand! Jeder nur um mal so zu sehen, wie weit man einen Menschen zerhäckseln kann. Ich jedenfalls finde das nicht normal!
Ok bis jetzt haben sich nur Leute geäußer die es sich noch nicht angesehen haben.
Was mich erstaunt ist, dass ich einige Meinungen von euch, vor diesem Besuch, auch auf ähnliche weise vertrat!
Ich dachte auch oft darüber nach, dass dieses "Präparat" vor mir, mal ein lebendiger Mensch war. Jedoch gewann die faszination über neues Wissen immer wieder.

@ allen
Ok das mit der Obduktion was schon heftig!
Jedoch hatte die Ausstellung "Körperwelten" nichts mit dieser obduktion zu tun! Man sah eher einen Teil von sich selber - den Menschen.
--> In Bayern durfte sogar ein "Präparat" nicht ganz gezeigt werden!

Sicherlich gibt es Schaulustige, aber wenn jemand einen Autounfall miterlebt hat weis er das es überall Schaulustige gibt!

@ Lee
Wieso kann man das nicht als interesse bezeichnen. Interesse muss nicht gleich wissenschaftlicher Nutzen bedeuten.
Wo wären wir, wenn niemand Interesse zeigen würde?
Wo wären wir, wenn niemand forschen würde?
Wo wären wir, wenn niemand Grenzen überschreiten würde?

Die Menschen werden auch nicht einfach "zerhäckselt" sondern, meist sehr aufwendig, "präpariert"!
Sie werden in dünne Scheiben zerschnitten. Ich halte nichts davon, dass das ausgestellt wird, aber wenn du so auf die Leichen stehst.
Das ist jetzt wohl "modernste Kunst".

na klasse
@ Lee

Das hat nichts mit moderner Kunst zu tun.Er zeigt den Menschen nur wie sie im inneren aussehen.
@ Lee
was bei vielen Menschen Mittags auf dem Tisch kommt wurde auch in scheiben geschnitten und sogar gegessen. Ich hab die "Präparate" (nur) angeschaut!
Esst ihr Menschen? Nein ...
Ok das meinte ich auch gar nicht - aber ist den soooo viel unterschied zwischen Mensch und Tier?
Wo ist das Problem dabei einmal genau sehen zu können, wie verdammt komplex der Körper wirklich ist?
Sorry, ich gehe noch zur Schule, aber sowas siehst du im Bio Unterricht nicht. Moderne Kunst hat mehr Mist, aber diese Körperweltenasstellung ist mal was neues und etwas interessantes. Das ist kein Müll und keien Phantasie.
@ 3DKing

Ich bin ganz deiner Meinung.
Was hat euch am besten in staunen verstzt?
Ihr betrachtet Menschen also im wahrsten Sinne des Wortes als "Lehrkörper".

Habt ihr je frisch Verstorbenen in die Augen geblickt?

Dann würdet ihr anders reden.
WIE SOLLTE MAN DEN SONST ETWAS ÜBER DEN MENSCHLICHEN KÖRPER ERFAHREN??
Vor einiger Gelegenheit hab ich Gelegenheit gehabt die Ausstellung anzuschauen. Die "Dinger" sahen aus, wie Plastik, also normale Plastikanschaungsobjekte hätten es auch getan.

Die Verwendung von echten Menschen, ist mehr ein perverser, äußerst makaberer Werbegag.
Genau so ist es!
@ Lee
was haben den "frisch Verstobene" mit den ausgestellten "Präparate" zu tun?

- In den Medien werden weit brutalere und perversere Bilder gezeit z.B Irak - Videofilme/-spiele!
Sie sind und bleiben Verstorbene, ob man sie zersäbelt oder nicht!

Und "Präparate" ...
naja,

aber sie sind immernoch Menschen:

Misshandelte Menschen!
Sie sind keine Menschen.SIE SIND TOT!
Ach und wenn du stibst bist du kein Mensch mehr?
Was sind das für Ansichten?

Hmm, du bist laut Profil auch erst 2, da kann ich das nachvollziehen ^^
Ich war mal in "Körperwelten".Also ich fand es es zu Einem vollkommen uninteressant.Mir reicht es vollkommen,wenn ich sowas in Lehrbüchern sehe.Außerdem sah da Alles wie Plastik aus.Aber wenn man sich im Nachhinein vorstellt,dass man an Leichen vorbeigegangen ist,die zerstückelt wurden und dann wieder zusammengesetz wurden,find ich das extrem widerlich!Das ist für mich irgendwie so als würde ich auf einen Friedhof gehen und die Leichen wären dort nicht vergraben,sondern würden dort wahllos rumliegen.
Du hast es verstanden!
@ Chrislybear
Ja den Eindruck hatte ich auch, das alles so plastisch wirkte.

@ Lee
Gute Frage: Was bin ich, wenn ich gestorben bin?
- immer noch ein Mensch
- eine Leiche
- nixmehr
- ??????

"Misshandeln" schließt körperliches und seelisches befinden ein somit kann man keinen Toten misshandeln.

Bei einer Obduktion (z.B Gerichtsmediziner - zwecks Todesursache) - würde niemand schreien - Leichenschänder o.ä. warum sollte es nur dort legitim sein.
- Man sieht nur das was andere schon seit Jahren durch ihren Job sehen!
Wenn du gestorben bist, bist du tot, was ist daran so kompliziert? ^^

"Misshandeln" kann auch das Misshandeln eines Körpers sein. Unabhängig ob dieser lebt oder nicht. Und genau das ist hier der Fall!

Gerichtsmediziner "misshandeln" nicht in dem Sinne. Ihre Arbeit ist für einen guten Zweck. Ja, einen Zweck! Den kann ich bei einer Schock-Ausstellung nicht entdecken.
"Man sieht nur das was andere schon seit Jahren durch ihren Job sehen"
Wie du weißt, ist es nicht für alle Augen geeignet, sowas zu sehen.
Und von wegen Job:
Mal angenommen, dir ballert ein Soldat beide Beine weg. 'Er hat ja nur seinen Job gemacht' Würdest du dich mit dieser Erklärung zufrieden geben?
Eher nicht, nehme ich mal an.

Die Leute, die sich zu dem Scheiß bereit erklärt haben, wurden doch alle nur verarscht! Im Sinne der Wissenschaft,' schon klar. Wer's glaubt.

Habt ihr mal gesehen, wie die 'hergestellt' werden? Na? Ich schon.

Und nebenbei habe ich Dinge gesehen, die noch weit ekliger und brutaler sind, als es die meisten hier sich vorstellen können. Und trotzdem habe ich bei alldem noch menschliche Ansichten! Und das sollte man auch.
Denn immerhin sind tote Menschen...
...auch nur Menschen!
Am Anfang schreibst du "Wenn du gestorben bist, bist du tot, was ist daran so kompliziert? ^^
Am Ende "Denn immerhin sind tote Menschen...
...auch nur Menschen!"
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Man muss nicht mit ansehen wie sie zerstückelt worden sind. (Selber schuld wer sich das anschaut und nicht vertragen kann!) Jeder kann ja frei entscheiden ob er sich das zumutet oder nicht. Im gegensatzt zu deinem Soldaten <-- er misshandelt in deinem Beispiel! Smiley (deshalb hab ich Zivi gemacht!)
Ich hab auch nicht gesagt, das ich bei lebendigem leib zerschnitten werden möchte!!!!
Die "Wissenschaft" ist und war am Anfang nur was für Auserwählte/Eingeweite bis sie nach und nach an die Allgemeinheit vermittelt wurde.
Ich hab auch viele Sachen gesehen die schlimmer waren als diese Ausstellung - liegt wohl daran, dass die Ausstellung net schlimm war - als das was man im TV mitbekommt!

PS: Warst du schon drinn? Hab ich jetzt nimmer so in erinnerung.
PPS: Ich finde gut, dass du deinen Standpunkt mit verständlichen -->argumenten<-- begründen kannst - und nicht mit dummen Sprüchen! Smiley
Was ist an den beiden Zitaten widersprüchlich?
Um das mal zu klären: Ich kann sehr viel verkraften. Selbst das, und trotzdem ist es nicht menschlich! Auch wenn ich schon sehr viel Schlimmeres gesehen habe, so macht es das nicht harmlos.
PS: Ich war nicht drin! Das fiele mir ja gar nicht ein!
Das wäre einer der letzten Orte, an dem ich sein wollen würde (Oder wie das heißt) ;-)
PPS: Danke, das bedeutet mir sehr viel! Und mir gefällt es, dass du nicht so beleidigt reagierst, wie manch andere, wenn man mal andere Ansichten hat :-)
Du betrachtest doch diese 'Subjekte' als nicht menschlich?
Aber sie sollen den Aufbau des menschlichen Körpers zeigen?
Jenes also, was uns die Menschen näher bringt, ist nichtmal selbst menschlich?
Und: Es soll doch alles im Sinne der Wissenschaft sein. Warum ist die Ausstellung dann sooft besucht? Sollen das alles (künftige) Ärzte sein? Oder stimmst du mir zu, dass die Sensationslust überwiegt? So ist es.
Ich finde das zudem nicht gerecht, dass sich Menschen vertraglich darauf einigen, ihren Körper nach dem Tode der Wissenschaft zu spenden und die dann so zu schänden und konservieren, bis sie ausgelacht werden, Ekel erregen und Feinde bekommen. Nicht umsonst ist diese Ausstellung eine der umstrittensten der Welt. Diesen Menschen wurde genommen, was man nicht zurückgeben kann.
Und was wird mit ihnen in vielen Jahren passieren? Werden sie begraben? Eher landen sie auf dem Müll.
Und wenn dann noch einer sagt, das wäre menschlich, dann weiß ich auch nicht weiter.
Deine "Bücher" sind auch nicht menschlich - zeigen trotzdem den aufbau des Menschen!
Wieso sollten nur Ärtzt wissen dürfen wie mein eigener Körper aufgebaut ist?
Das WISSEN ist nicht mehr hinter verschlossenen Türen sondern ist für JEDEN - jedoch zur sicherheit der Allgemeinheit wären Einschränkungen möglich - nicht aber bei dem Thema!

Die Gründe warum jemand dort hineingeht sind sicherlich vielfälltig wobei Wissensdurst, Neugierde, Sensationslust sicherlich dazugehören!
Aber selbst bei einem Unfall stehen mehr Schaulustige drumherum als Helfer! WARUM?

Das mit der vertraglichen Regelungen hab ich nur so am Rande mal mitbekommen, dass es da auch einige unstimmigkeiten gab.
Da stimm ich dir auch zu, das ich dass nicht gut finde. Denn wenn ein verstorbenerer, nicht als Spender gennommen wird (und damit Leben retten könnte), sondern als Präparat verwendet wird ist das alles andere als human!
Was wir den Toten genommen? Ihre Selen? Das denke ich nicht - solange alles im Rahmen unserer ethischen Grundsätzen verläuft habe da keine bedenken mit!
Nun ja ich würde Wissen in Büchern, nicht als Wissen "hinter verschlossenen Türen" bezeichnen (außer für Analphabeten aber, die werden ja wohl kaum Artzt).

Die meisten Menschen (90%) gehen aus Sensationgier hin und mit den Schaulustigen hast du dir ein Eigentor geschossen :-)

Mir ist meine Seele eigentlich egal (soll kein Kirchenthread hier werden) aber ich denke nicht, dass das Strecken eines Menschen auf 5m Größe oder die "kunstvolle" Anordnung der Muskeln den ethischen Grundsätzen entsprechen. Sowas ist weder Kunst, noch wissenschaftlich wertvoll, sondern einfach nur makabere, ekelhafte Befriedigung der "Sensationsgeilheit" der Masse.
Einen Moment mal:
"Deine "Bücher" sind auch nicht menschlich - zeigen trotzdem den aufbau des Menschen!"
Ja, aber Chrislybear und ich sind der Meinung, dass in eben diesen Büchern alles finden kann, dazu muss man nicht in ein 'Museum'.
Und dieser Meinung hattest sogar du dich auch schon angeschlossen!
Und:
"Wieso sollten nur Ärtzt wissen dürfen wie mein eigener Körper aufgebaut ist?
Das WISSEN ist nicht mehr hinter verschlossenen Türen sondern ist für JEDEN"
Warum sollte sich nicht JEDER ein Buch dazu kaufen können? Wenn er wirklich daran interessiert ist, kann er sich ganz einfach eins kaufen, dazu muss man doch kein Arzt sein!

"Das denke ich nicht - solange alles im Rahmen unserer ethischen Grundsätzen verläuft habe da keine bedenken mit!"
So ein ethischer Grundsatz ist das gar nicht, was wir da vor uns haben. Nur ziemlich vielen ist gar nicht mehr bewusst, dass das einst Menschen waren. Zugegeben vergisst man das auch äußerst schnell, so wie die zugerichtet sind!
Seit Anbeginn der Menschheit hielt man sich fern von den Toten, verbrannte oder vergrub sie und mied sogar meist den Berührungskontakt. Ich vermute, das ist ein menschlicher Instikt gegen Krankheiten. Doch bis heute blieb das erhalten und da willst du erzählen, das verstößt nicht gegen unsere ethischen Grundsätze?
Jeder Mensch hat ein würdiges Ende verdient, wenn ich mich nicht irre, steht das sogar im Gesetz.

Eines noch zum Abschluss:
Wusstest du überhaupt, dass jeder Mediziner in seiner Ausbildung Tote obduzieren muss? In großen Sälen stehen dutzende künftige Ärzte, die das Innen'leben' eines Menschen sehen sollen. Das geht oft über Wochen, in denen die Toten Stück für Stück auseinandergeschnitten werden.
Doch:
Erstens ist es sinnvoll, gute Ärzte braucht jedes Land!
Zweitens werden die Leichen anständig begraben und die Ärzte beten für diese Menschen. Das hört sich doch gleich viel besser an.
Und glaub mir: Das ist wirklich eklig, die Wenigsten werden sich noch zu "Körperwelten" hinbemühen.
Entweder, weil sie alles bereits wissen und wissen sollten, oder weil es sie ganz einfach anwidert, das ist mehr als verständlich, oder die Meisten, weil sie darin einen solche Verletzung der Menschenwürde sehen.

Edit:
Habe deinen Beitrag eben erst gesehen, Drac, wir stimmen wohl vollkommen überein :)
@ Draconis
wieso sollte ich ein Eigentor geschossen haben?
Meine Gründe habe ich nie genannt oder ausgeschlossen!
Bei WISSEN ging es nicht um Bücher sondern um die Tatsache, dass man früher der gleichen hinter verschlossenen Türen gemacht hatte. Es ist eher eine Imageverbesserung gegenüber solchen Berufen!

@ Lee
Er kann sich ein Buch kaufen, sich im Internet schlau machen oder in Körperwelten gehen; ist ja wie ein Museum!
Sie sind nicht "zugerichtet" sonder "präpariert"!
Nicht in allen Kulturen wird mit den Toten gleich verfahren!
"Jeder Mensch hat ein würdiges Ende verdient"
1.) Das interessiert den Toten auch nicht mehr - so hart das jetzt auch klingen mag! Man denkt im Leben viel zu oft ans Sterben das es kaum noch Zeit zum Leben gibt!
2.) Was mit den "Präparaten" danach geschieht weis man ja nicht also keine voreiligen schlüsse!

"...,in denen die Toten Stück für Stück auseinandergeschnitten werden."
Wo bleibt den da deine Menschnwürde????? Dort sind die Körper nur Lehrmaterial das wieder und wieder auseinandergeschnitten wird was ganz im kontrast zu den "Präparaten" ist die "Körperwelten zeigt!

"... die Leichen anständig begraben und die Ärzte beten für diese Menschen. Das hört sich doch gleich viel besser an."
Sorry aber das weiß du doch gar nicht was die Ärzte machen (- das beten)! Und wer fühlt sich dann besser? Der Tote oder wer?

Man weiß erst was man verpast hätte, wenn man "es" gesehen hat!
"ist ja wie ein Museum!"
Das ist ja das schlimme, es sollte kein Museum sein, wenn schon, dann nur für Wissenschaftler!
Bei jedem Kinderkram heißt es FSK 16, gibt es hierfür eine?
"Nicht in allen Kulturen wird mit den Toten gleich verfahren!"
Stimmt, das schon, aber ich bin in dieser Kultur aufgewachsen, in der ich eben diese Ansichten habe!
"Das interessiert den Toten auch nicht mehr"
Doch, das interessiert die Toten sehr wohl, was denkst du, wozu u.a. das Testament gedacht ist? Z.B. wo man begraben wird, oder ob man verbrannt werden will, oder was auch immer.
"Was mit den "Präparaten" danach geschieht weis man ja nicht"
Dass die plastifizierten 'Austellungsstücke,' wie ihr Eigentümer sie vielleicht nennt anständig begräbt, erwarte ich ja nun nicht unbedingt. Du siehst ja, dass er sie nicht unter die Erde bringen will.
"Wo bleibt den da deine Menschnwürde?????"
Die Würde ist, dass die Menschen vorher genaustens wissen, was mit ihnen geschieht. Das wird auch eingehalten und es hilft später, Menschenleben zu retten. Das ist der einzige Sinn und dieser ist gerechtfertigt und bestätigt! Und diese Toten werden wenigstens begraben und es wird um sie getrauert. Kein Mensch sieht diese Menschen als 'Subjekte' an. Viele müssen sich sehr überwinden, das überhaupt mitmachen zu können.
"Sorry aber das weiß du doch gar nicht was die Ärzte machen"
ich habe das so gesehen und vertraue mal darauf. Klar weiß ich es nicht genau, aber ich denke nicht, dass die Leute in Mülltonnen landen. Außerdem gibt es einen eigenen Friedhof rimgs um solche "Studierstätten."
Das hat schon mit den Sinn, die Psyche zu prägen: Man ist für jedes Leben verantwortlich.
"Und wer fühlt sich dann besser?"
Die Angehörigen, sowie die Ärzte selbst.

Ich weiß nur, was ich zum Glück verpasst habe, es nicht sehen zu müssen.
Wieso sollte ein Museum nur für Wissenschaftler sein wo kämen wir den da hin? - zurück in die Steinzeit??
Damit würde ja ein auslese stattfinden, nur "auserwählte" dürften sich Fachwissen aneignen?!

Wo ist denn da das brutale daran??? Du sagtes doch selber, dass du viel schlimmere sachen gesehen hast!

Klar, wenn im Testament steht dass derjenige begraben werden möchte - fände ich es auch verachtent wenn man diesen letzten Willen nicht respektieren würde!

Es besteht immer noch ein unterschied zwischen den die an Menschen rumschneiden (- Mediziener) und denen die sich "Körperwelten" anschauen! Jedoch nicht an der tatsache, dass der Körper sofort begraben wurde!

"Sorry aber das weiß du doch gar nicht was die Ärzte machen (- das beten)!" Das war nur aufs BETEN bezogen. (Wenn du sagst du hast das so gesehen glaub ich dir natürlich!)

Zuerst zerlegt man sie in den "Studierstätten" dann tun alle so als sei nix geschehen! Damit keiner ein schlechtes Gewissen bekommt.
Da die identität der "Präparate" geheim gehalten wird muss sich erst gar keiner schlecht fühlen.

"Man ist für jedes Leben verantwortlich." Genau LEBEN!
Aber wenn die Welt so wäre würde Honig in den Bächen fließen und Grillhänchen auf den Bäumen wachsen!

Mal davon ausgegangen:
Es wäre vorher von den Menschen, die ausgestellt werden, einen Vertrag unterschreiben mit genau diesem Inhalt, das sie als "Präparate" im Museum verewigt werden!
Wie würdest du dann über die Sache denken?
Bloß hat man nach Besuch der Ausstellung kaum etwas an Fachwissen gewonnen.

Das ganze würde mich ja nicht weiter stören, wenn denn die Toten in einem würdevollen Rahmen zu besichtigen sind.

Aber wenn sie irgendwie "kunstvoll" hergerichtet sind und aus ihnen versucht wurde Kunstwerke zu machen hat das für mich wenig mit Wissenschaft zu tun.
"Wieso sollte ein Museum nur für Wissenschaftler sein"
Du selbst sagtest doch, es wäre nur, um Fachwissen zu prägen. Wenn man die Schaulustigen auschließt, sind es eben nurnoch Wissenschaftler, die Gruppe, die am ehsten ein Anrecht darauf hat, das anzusehen.

"Wo ist denn da das brutale daran??? Du sagtes doch selber, dass du viel schlimmere sachen gesehen hast!"
Ich sagte auch: Das macht es trotzdem nicht harmlos/ungültig!
Man kann Schlimmes nicht mit Schlimmerem rechtfertigen!

"Da die identität der "Präparate" geheim gehalten wird muss sich erst gar keiner schlecht fühlen.!"
Warum sollte man auch den Namen dranhängen, was hätte das für einen Sinn?
Und warum überhaupt "schlecht"-fühlen? Die Ärzte, als auch die Freiwilligen haben sich für einen guten Zweck eingesetzt.
Viel besser, als manche Krankenhäuser, die den Toten ihre Organe heimlich entnehmen!

Den Abschnitt: "Man ist für jedes Leben verantwortlich." Genau ...
Ich habe leider nicht nachvollziehen können, was du damit ausdrücken möchtest, erkläre das bitte noch einmal.

Zum Schluss, wie ich über diese Sache denken würde:
Rechtmäßig wäre das in Ordnung, aber schon allein der Plan, so etwas zu tun, oder die Folgen, die sich daraus ergeben, sind grausam. Und ich denke nicht, dass diese Leute vorher so genau wussten, was mit ihnen passiert.

Verewigt werden kann man auch nicht sagen, denn immerhin gibt es bestimmte Leute, die solche "Präparate", wie du sie nennst, nichtmal als Menschen ansehen.

Wenn ein zerschnittener Mensch, der aussieht wie nach einem schlimmen tödlichen Unfall mit keinen Organen oder Adern mehr auf einem Pferd sitzt, das auch nicht besser aussieht, sitzt, so finde ich das unethisch!

PS: Ich finde dein Profil irgendwie gut. ^^
@ Draconis
Naja was jeder einzelne der Besucher im nachhinein behält ist jedem seine Sache ich für meinen Fall habe einiges übers Leben und den Tot erfahren können.
Was währe den für dich ein "würdevoller Rahmen"?
Es sind keine kustwerke sie wurden lediglich "konsterviert" damit man sie überhaubt betrachten kann! Wie würden sie sonst nach ein paar Tagen aussehen?

@ Lee
Du hast am 22.07.03 00:54 folgenden geschrieben:
"Das hat schon mit den Sinn, die Psyche zu prägen: Man ist für jedes Leben verantwortlich."
Jedoch geht es in Körperwelten um Tote!

Die "Präparate" sehen mit sicherheit nicht so schlim aus wie jemand nach einem schlimmern (tödlichen) Unfall!

PS: ich weiß - könnte etwas text vertragen - vieleicht ja so ein Roman wie deiner :-)
:-)

Ein würdevoller Rahmen wäre, wenn einzelne Körperteile konserviert worden würden. Und die dann auch ganz normal präsentiert, nicht etwa beim Fußballspielen o.ä.
Vielleicht kennst du diese ähnliche Ausstellung, in der Körperteile von Behinderten und behinderte Embryos+Säuglinge selbst konserviert präsentiert werden.
Etwa ein Baby ohne Beine, dafür einem Schwanz, oder ein Kopf mit einem dreifach so großem Ohr wie auf der anderen Seite. Oder die Zusammenwuchsstellen siamesischer Zwillinge usw. Das ist genauso ein Schwachsinn! Was soll das Ganze überhaupt? Wer muss ernsthaft wissen, wie eine Hand aussieht, die 9 Finger hat? Es gibt wichtigeres im Leben!

"Jedoch geht es in Körperwelten um Tote!"
Ich habe damit nur gemeint, der Arzt oder die Ärztin sollen lernen, Verantwortung zu tragen und lernen, was passiert, wenn sie scheitern.
Damit wollte ich ausdrücken, dass die Obduktionen hier gerechtfertigt sind. Mehr nicht!
Vieleicht entschließt sich ja auch jemand, der "Körperwelten" gesehen hat - Arzt zu werden und rettet Leben. Damit wäre (für diese Person) "Körperwelten" gerechtfertigt?!

Die (hässlichen) Sachen, die du aufgezählt hast sind ja einzig und alleine der Belustigung und der Neugirde der Betrachter jedoch wird man in "Körperwelten" z.B darauf aufmerksam gemacht warum und wieso es zu ähnlichem kommen kann!
"Vieleicht entschließt sich ja auch jemand, der "Körperwelten" gesehen hat - Arzt zu werden"

Mich würde es nicht überraschen, wenn einige Leute, die Ärzte werden wollten, sich hiervon vom Gegenteil überzeugen lassen.
hehe

"einzig und alleine der Belustigung"
Jetzt siehst du ja, wie es mir geht.

Und in Körperwelten wird aufmerksam gemacht, wie es zu so etwas kommen kann? Wo?
Eher wird das vielleicht in dem Menschenteile-Museum erklärt, aber nicht in Körperwelten, oder sollte es da wirklich professionelle Führungen geben?
Es gab zu der Zeit wo ich da war (ca. 2h) keine Führungen doch die soll es geben. Zu den ganzen Texten konnte man sich auch ein ("Gerät") holen, das in verschiedenen Sprachen dir alles was du wissen möchtest näher erklärte. So ne art Tonband!

"Mich würde es nicht überraschen, wenn einige Leute, die Ärzte werden wollten, sich hiervon vom Gegenteil überzeugen lassen."
Klaro das kann natürlich auch so gesehen werden! Aber denkst du nicht auch, wenn sich deshalb schon jemand entschließt nicht Arzt zu werden, dann hätte er früher oder später auch sein Studium abgebrochen?

Ja Belehrung von (werdenden) Mütter usw. jedoch war auch erschreckend wie oft solche Embryos so werden.
Wissenschaft in Toten wird vom Tonband erklärt?
Schön, dass man sich noch die Mühe gegeben hatm wenigstens ein Band aufzunehmen.
Besser keine Führungen, um noch mehr Geld zu bekommen, was ja ohnehin der einzige Zweck der Ausstellung ist.

Ob jemand sein Studium später abgebrochen hätte deswegen? Ich weiß nicht. Niemand selbst kann sagen, was passiert, wie die Mediziner vorbereitet werden, wie weit sie mal gegangen sein werden, welche Ziele und Auswege sie haben. Du glaubst doch wohl aber genausowenig, wenn einer diese Geschöpfe sieht, dass er dann besonders Lust drauf bekommt, Arzt zu werden.
Also 'Blut geleckt' hat ;P
Ja für den Beruf Arzt muss man geborten sein - das kann nicht jeder!
- ich wolte damit sagen, wenn einige Leute, die Ärzte werden wollten, sich wegen "Körperwelten" umentscheiden. Dann hatten sie sowieso nicht das Zeug zum ARZT!
Was aber nicht heißt, dass Leute, die sich durch die Ausstellung als Arzt berufen fühlen auch wirklich das drauf haben, was ein Arzt drauf haben muss. :)
hihi ne
aber mal was anderes,
In den Nachrichten kommen immer wieder das/die Bild/er von den (vermutlichen) Söhnen Sadams.
Das nen ich grausam und menschenverachtend - nur aus propaganda Gründen werden die Bilder, fast schon 24 Stunden gezeigt, da hört es bei mir auch auf!
Da geh ich lieber nochmal in "Körperwelten"
jetzt weicht das ganze hier etwas vom Thema ab :)
Hab ich ihn endlich :-)
Angeblich sind die Söhne von ihm tot, ich schau mal nach einem Link.
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