Christenverfolgung (Gesellschaft)

Christenverfolgung (Gesellschaft)

Ich bin grad in der Schule und der doofe Lehrer hat mir eine Frage gestellt: Welche Keiser haben die Christen statk verfollgt. Es
ppe nett wenn ihr mir auch ein par Deteils über die Keiser schreiben würdet.
Nero, glaub ich. Verlass Dich aber nicht drauf, nur falls keiner was schreibt, dass Du nen Ansatzpunkt zum Suchen hast. Nero war römischer Kaiser und hat kurz nach Christus gelebt. Er hat dafür meines Wissens nach auch Rom niedergebrannt (Nero - burning Rom - daher kommts).
Such doch einfach mal im Internet;
PS: Deine Rechtschreibung ist nicht so besonders. *g*

Am besten du gibst in einer Suchmaschine irgendwelche Schlagworte ein, z.B.: Christenverfolgung, ...

Du solltest dich für Deine Noten schon etwas anstrengen.
"Im Römischen Reich
Entgegen mancher Annahmen wurden Christen im römischen Reich nicht ständig und überall wegen ihres Glaubens verfolgt, aber vor dem Toleranzedikt von Mailand 313 gab es nirgends im römischen Reich für Christen eine Rechtssicherheit oder Sicherheit vor Verfolgung.
Das Weigerung der Christen, am Kaiserkult und den heidnischen Opfern teilzunehmen, wurde von der allgemeinen Bevölkerung als bedrohlich empfunden - diese Kulte hatten den Zweck, die Götter zu besänftigen, und wer sich ihnen verweigerte, war dadurch eine Gefahr für das allgemeine Wohl. Tertullian schreibt 196: "Den Christen wird die Schuld gegeben für jede öffentliche Katastrophe und jegliches Unglück, das die Menschen befällt. Wenn der Tiber Hochwasser hat, wenn der Nil nicht genügend Wasser führt, wenn es Erdbeben oder Hungersnot oder Seuchen gibt, sofort erschallt der Ruf "Die Christen vor die Löwen"". Auch zur Zeit von Decius wurden den Christen die Schuld gegeben für Naturkatastrophen und die Invasion der Goten.

Die rechtliche Grundlage dieser Christenverfolgungen ist bis heute nicht vollständig geklärt, in den meisten Fällen dürfte die Grundlage kein kaiserliches Edikt, sondern die Polizeivollmacht der Provinzstatthalter gewesen sein. In manchen Fällen ging auch die Bevölkerung direkt gegen die Christen vor, ohne auf behördliche Genehmigung zu warten. Daneben gab es Kriminalprozesse wegen fiktiver Anschuldigungen wie Ritualmord (Abendmahl) oder Inzest. Gegen solche Anklagen wehren sich Apologeten wie Justin der Märtyrer oder Tertullian.

Bekannt ist ein Schreiben von Trajan um 115 an den bithynischen Statthalter Plinius, das die Verfahren gegen die Christen so regelt: anonyme Anzeigen seien nicht zu berücksichtigen, jeder Christ, der das Opfer für den Kaiserkult verweigere, solle aber wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt hingerichtet werden. Nur der Vollzug des Opfers garantierte Straffreiheit. Nach dieser Regelung wurde für die nächsten hundert Jahre vorgegangen.

Die Christenverfolgung unter Nero war keine prinzipielle Verfolgung der Christen aus religiösen Gründen: Nero suchte den Verdacht der Brandstiftung von sich auf die unbeliebte religiöse Minderheit zu lenken, was zu einer Art Kriminalverfolgung führte, die in einem Blutbad endete: Christen wurden gekreuzigt, in Säcke eingenäht und Hunden vorgeworfen oder als lebende Fackeln verbrannt. Die Apostel Petrus und Paulus wurden gemäß verschiedenen Kirchenvätern in Rom im Rahmen dieser Verfolgung hingerichtet, Paulus, als römischer Bürger, durch das Schwert, Petrus durch Kreuzigung.

Ab dem Ende des ersten Jahrhunderts gab es unter praktisch allen Kaisern von Domitian (81-96 bis Aurelius Commodus (180-192) territorial begrenzte Verfolgungen, die je nach Prokurator mehr oder weniger blutig waren. Eusebius von Caesarea zitiert in seiner Kirchengeschichte (V,1) einen Bericht der Gemeinde in Lugdunum (englisch) Lyon in Gallien aus dem Jahr 177.

Meistens wurden die Christen verbrannt (Das Martyrium von Polykarp von Smyrna, der älteste Märtyrerbericht aus der Mitte des 2. Jahrhunderts), römische Bürger wurden enthauptet, in einigen Fällen gekreuzigt oder in der Arena von wilden Tieren zerrissen. Bei Bedarf sah man auch von der Todesstrafe ab, die Männer landeten in Bleibergwerken, wo sie langsam zugrunde gingen, Frauen und Mädchen werden an Freudenhäuser ausgeliefert.

Die christlichen Märtyrer werden von den Gemeinden hoch geachtet.

Die Römer sahen in der Verehrung ihrer Götter und dann auch im Kaiserkult einen wesentlichen Faktor im Zusammenhalt ihres Reichs. Sie waren aber gegenüber andern Religionen tolerant, sofern diese sich bei einer 'zusätzlichen' Verehrung römischer Gottheiten beteiligten, was für polytheistische Religionen gewöhnlich kein Problem war - wer sich entzog, galt als Verschwörer und gefährdete das Reich. Besonders der Kaiserkult, die Verehrung des Kaisers als Abkömmling der Götter, spielte dabei eine große Rolle.

Zur ersten allgemeinen Christenverfolgung kam es unter Kaiser Decius (249-251), nachdem sich das Christentum stark ausgebreitet hatte. Decius erließ 250 ein allgemeines Opfergebot, jeder Bürger musste sich eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass er geopfert habe. Viele Christen, die sich weigerten, wurden gefangengesetzt, gefoltert und hingerichtet. Gründe dafür waren vermutlich

die römische Staatsreform bei der Tausendjahrfeier 247 (Gründung Roms 753 v. Chr.), die bewusst religiös orientiert war und den Kaiserkult festigte
die Größe der christlichen Kirche, die sich betont vom öffentlichen Leben fernhielt und so als 'Staat im Staat' verdächtig wurde
der Protest vieler Berufsgruppen (Priester, Götzenbildhersteller, Veranstalter von Spielen, etc.), die durch die Ablehnung seitens der immer zahlreicheren Christen ihre Existenz gefährdet sahen
die Bedrohung des Reichs durch die Germanen, die im Innern Einigkeit erforderte.
Die Verfolgung unter Decius endete 251 mit dem Tod des Kaisers. Sein Nachfolger Valerian setzte sie nach wenigen Jahren verschärft fort, indem er 257 ein generelles Versammlungsverbot für Christen erließ und 258 die Verhaftung und Hinrichtung der christlichen Bischöfe anordnete, um die Organisation der Kirche zu zerstören. Diese Verfolgungen wurden 260 unter Valerians Sohn Gallienus, der mit einer Christin verheiratet war, wieder eingestellt.

Aus ähnlichen Gründen wie bei Decius kam es 303-313 zur zweiten allgemeinen Christenverfolgung unter Diokletian. Zu den vorherigen Maßnahmen trat jetzt die Zerstörung von Kirchen, die Vernichtung christlicher Schriften, und die Deportation standhafter Christen in die Bergwerke. Die Verfolgung wurde im Westen eher moderat durchgeführt, im Osten des Reichs verlief sie blutig.

Unter Kaiser Konstantin I. fanden die klassischen Christenverfolgungen mit dem Toleranzedikt von Mailand ihr prinzipielles Ende, um unter Julian Apostata noch einmal aufzuflackern. Theodosius erklärte 380 das Christentum zur offiziellen Religion. Er erließ 383 nach einem gescheiterten Religionsgespräch ein Häretikergesetz, das Arianer, Donatisten und Manichäer mit Verbannung bedrohte."

Quelle
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