Informationen "Tansania (Gesellschaft)

Informationen "Tansania (Gesellschaft)

Ich habe fragen an die Leute hier die sich für Städte wie Tansania interesieren.

Wie viele Einwohner ?
Was ist die Habtstadt?

......Wer vieleicht noch mehr Informaionen von Tansania hat könnte sie hier hienein schreiben
Ich habe schon gemerkt das ich viele Rechtschreibfehler habe und woolte mich Entschuldigen wem es nicht passt.


ich bin doch erst 13
Ich habe noch ein paar Fragen gefunden:

Wo liegt Tansania?
Gibt es mehr Kinder oder Erwachsene?
Welche Jobs giebt es?/Wovon leben sie?
Wie ist das Bildungswesen in Tansania?
Wenn du gut genug Englisch kannst, kannst du dich hier über Tansania informieren.
1.EINLEITUNG Tansania, Vereinigte Republik, amtlich Jamhuri ya Muungano wa Tanzania, Republik im Südosten Afrikas. Sie grenzt im Norden an den Victoriasee und Uganda, im Nordosten an Kenia, im Osten an den Indischen Ozean, im Süden an Moçambique, den Malawisee und Malawi, im Südwesten an Sambia und im Westen an den Tanganyikasee (die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo), Burundi und Ruanda. Zu dem Land gehören auch die Inseln Sansibar und Pemba sowie weitere Inseln im Indischen Ozean. Die Landesfläche von Tansania beträgt 945 100 Quadratkilometer, davon 942 626 Quadratkilometer auf dem Festland. Nominelle Hauptstadt von Tansania ist Dodoma, Regierungssitz ist Daressalam.
2.LAND Der Festlandsteil von Tansania (Tanganyika) ist entlang der Küste überwiegend eben und flach; den größten Teil der Fläche nimmt aber eine Hochebene mit einer mittleren Höhe zwischen 1 000 und 1 500 Metern ein. Im Nordosten und Südwesten erheben sich isolierte Berggruppen. Der Kilimanjaro, ein vulkanisches Bergmassiv, das mit 5 895 Metern die höchste Erhebung Afrikas darstellt, befindet sich im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Kenia. Drei von den großen Seen Afrikas liegen an den Grenzen Tansanias: Der Tanganyikasee bildet einen Teil der Westgrenze, durch den Victoriasee im Nordwesten verläuft die Grenze nach Uganda, und der Malawisee begrenzt das Land im Südwesten. Der Malawi- und der Tanganyikasee liegen im Ostafrikanischen Grabensystem, einem ausgedehnten Verwerfungssystem, das sich vom Nahen Osten bis Moçambique erstreckt.
Sansibar liegt etwa 30 Kilometer vor dem Festland; die Insel ist rund 90 Kilometer lang und hat eine Fläche von 1 660 Quadratkilometern. Sie ist die größte Koralleninsel vor der afrikanischen Küste. Pemba, ungefähr 40 Kilometer nordwestlich von Sansibar, ist 68 Kilometer lang und hat eine Fläche von 982 Quadratkilometern. Beide Inseln sind größtenteils sehr flach.
2.1.Klima Tansania hat Anteil an mehreren Klimazonen. Das Klima wird zumeist durch die Höhenlage und die Entfernung vom Indischen Ozean geprägt. In der Küstenebene ist das Klima tropisch-heiß und feucht. Die Temperaturen liegen im Jahresmittel bei rund 27 °C, die Niederschläge betragen zwischen 1 000 und knapp 2 000 Millimetern. Die Hochebene im Inland ist heiß und trocken, der Niederschlag liegt zwischen 500 und 750 Millimetern jährlich. Im südwestlichen Hochland sind die Niederschlagswerte höher.
Das Klima auf den Inseln ist tropisch, aber durch den beständigen Seewind besser erträglich. Die Temperaturen liegen im Jahresmittel zwischen 29 °C und 25 °C für die Stadt Sansibar; die Werte für Wete auf Pemba liegen zwischen 30 °C und 24 °C.
2.2.Flora und Fauna Je nach den klimatischen Bedingungen findet man Bergwald, Nebelwald, Trockenwald, Feuchtsavanne, Trockensavanne oder Dornstrauchsavanne. Einer der wichtigsten Reichtümer Tansanias sind die Wälder, die 36,8 Prozent der Landesfläche bedecken (vor allem im Süden und Westen). Zu den vielen Baumarten gehören Mahagoni, Rosenholz (Dalbergia) und Zedern.
Die Tierwelt Tansanias umfasst nahezu alle Großsäuger Afrikas wie Antilopen, Gazellen, Büffel, Zebras, Giraffen, Elefanten, Flusspferde, Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparden, Schakale, Wildhunde und Hyänen, außerdem Großvögel wie Strauße, Marabus, Schuhschnäbel und Sekretäre sowie Krokodile und zahlreiche Schlangenarten. Es gibt eine Reihe von Tierreservaten und Nationalparks, darunter den berühmten Serengeti-Nationalpark. Weitere Einrichtungen sind das Selous-Wildreservat im Südosten sowie die Nationalparks Ruaha und Ngorongoro, Letzterer liegt in einem ausgedehnten Krater eines erloschenen Vulkans und stellt einen einzigartigen Lebensraum für wild lebende Tiere dar.
3.BEVÖLKERUNG Über 90 Prozent der Bevölkerung Tansanias sind Afrikaner. Die Mehrzahl spricht Bantu-Sprachen, es gibt aber auch nilotische Gruppen wie die Massai. Die größten der 120 ethnischen Gruppen sind die Sukuma und die Nyamwesi. Weitere bedeutende Gruppen sind die Haya, Ngonde, Chaga, Gogo, Ha, Hehe, Njakjussa, Njika, Ngoni, Yao und Massai. Daneben gibt es eine große asiatische Minderheit, überwiegend Inder (viele aus Goa) und Pakistani, sowie kleine Gemeinden von Arabern und Europäern. Die meisten Menschen, 74 Prozent, leben auf dem Land.
Tansania hat etwa 32 Millionen Einwohner (2000). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 34 Einwohnern pro Quadratkilometer. Allerdings leben etwa zwei Drittel der Bevölkerung auf einem Drittel der Landesfläche, nördlich der zentralen Eisenbahnlinie, wo die Böden am fruchtbarsten sind. Ab 1972 begann die Regierung auf dem Land so genannte Ujamaa-Dörfer einzurichten, um den Entwicklungsproblemen zu begegnen, die mit der traditionellen Streubesiedlung verbunden waren. Bis 1980 lebten etwa 90 Prozent der Landbevölkerung in registrierten Dörfern, von denen aber nur ein kleiner Teil zu den Ujamaa-Dörfern gehörte.
3.1.Sprache und Relegion Amtssprachen sind Swahili und Englisch. Swahili ist die bedeutendste Verkehrssprache, Bildungs- und Handelssprache ist Englisch. Daneben sind zahlreiche weitere Bantu- und nilotische Sprachen im Gebrauch. Etwa 23 Prozent der Bevölkerung hängt traditionellen religiösen Vorstellungen an; der Islam, dem etwa ein Drittel der Bevölkerung angehört, spielt eine bedeutende Rolle vor allem in den Küstenstädten und auf Sansibar. Ein weiteres Drittel der Bevölkerung besteht aus Christen, überwiegend Katholiken, aber auch Anglikaner und Lutheraner sind vertreten.
3.2.Wichtige Städte Die größte Stadt in Tansania, der wichtigste Hafen und das bedeutendste Industriezentrum ist Daressalam. Im Großraum Daressalam leben etwa 1,80 Millionen Menschen (1996). Weitere wichtige Städte sind Mwanza (233 013 Einwohner), ein Binnenhafen am Viktoriasee; Tanga (187 634), Seehafen und Industriezentrum und Dodoma (203 833) im Landesinneren, das Daressalam als Hauptstadt abgelöst hat. Sansibar ist die Hauptstadt der gleichnamigen Insel und hat 157 634 Einwohner.
3.3.Soziales Die Regierung von Tansania hat mehrere Programme vorgelegt, um die Bildungs-, Arbeits- und Gesundheitsbedingungen zu verbessern, dennoch stand 1995 für 23 454 Einwohner nur ein Arzt zur Verfügung, und nur 66 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu reinem Wasser. Die Lebenserwartung für Männer liegt bei 43,5 Jahren, für Frauen bei 48,5 Jahren (2000).
4.BILDUNG UND KULTUR Die Kultur Tansanias beinhaltet afrikanische, arabische, europäische und indische Elemente. Die traditionellen afrikanischen Werte werden dem modernen Leben bewusst angepasst.
4.1.Bildung und Schulwesen Die Bildung hatte in der Zeit nach der Unabhängigkeit eine vorrangige Stellung. Es besteht eine Schulpflicht von 7 Jahren, doch obwohl die Zahl der Schulen stark erweitert wurde, sind nicht genug Plätze für alle Kinder vorhanden. Daneben gibt es zahlreiche private weiterführende Schulen, die überwiegend von Religionsgemeinschaften betrieben werden. An den Hochschulen, einschließlich der Pädagogischen Hochschulen, waren 1997-1998 17 812 Studenten eingeschrieben. In Tansania gibt es zwei Universitäten, die Universität von Daressalam (gegründet 1961) und die landwirtschaftliche Sokoine-Universität (gegründet 1984) in Morogoro. Großer Wert wurde auch auf die Alphabetisierung der Erwachsenen gelegt; inzwischen können 75,2 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren lesen und schreiben (2000).
4.2.Kultureinrichtungen Zu den bedeutendsten Bibliotheken in Tansania gehören die in Daressalam befindliche Nationalbibliothek, die British Council Library und die American Center Library. Auch die Universität Daressalam besitzt eine wichtige Bibliothek. Die Technische Hochschule Daressalam (gegründet 1956) verbreitet über Fernleihe Bücher im ganzen Land. Daneben gibt es mehrere städtische und Schulbüchereien sowie die Museumsbücherei und das Nationalarchiv Sansibar. Das Nationalmuseum von Tansania befindet sich in Daressalam, das staatliche Museum für die Insel Sansibar liegt in der gleichnamigen Hauptstadt.
4.3.Medien Tansania hat einen staatlichen und einen staatlich-kommerziellen Rundfunksender; eine staatliche Fernsehanstalt sendet in englischer Sprache und in Swahili. Zu den maßgeblichen Tageszeitungen, die in Daressalam erscheinen, gehören The Tanzania Standard (im Besitz eines britischen Zeitungskonzerns), The Nationalist und Uhuru, beides Organe der Staatspartei sowie The Ngurumo und die Daily News.
5.VERWALTUNG UND POLITIK Mit dem In-Kraft-Treten des Einigungsgesetzes zwischem dem Festland Tanganyika und der Insel Sansibar wurde am 26. April 1964 die Vereinigte Republik von Tanganyika und Sansibar ausgerufen. Am 29. Oktober des Jahres wurde der Name Tansania angenommen. Die Verfassung stammt aus dem Jahr 1977 und wurde mehrfach abgeändert. Die inneren Angelegenheiten Sansibars sind nach einer Verfassung von 1979 geregelt, die 1985 geändert wurde. Seit 1992 gibt es in Tansania ein Mehrparteiensystem. Im Februar 1995 wurden für den 29. Oktober des Jahres Parlaments- und Präsidentschaftswahlen anberaumt, bei denen erstmals mehrere Parteien zugelassen waren.
5.1.Exekutive Staatsoberhaupt von Tansania ist ein Präsident, der vom Volk auf fünf Jahre gewählt wird. Der Präsident ernennt zwei Vizepräsidenten und die Regierung; ein Vizepräsident ist zugleich Premierminister, der andere ist nach einer Bestimmung vom Dezember 1994 zugleich Präsident Sansibars.
5.2.Legislative Das Bundesparlament von Tansania, die Nationalversammlung, hat 232 Mitglieder, die vom Volk für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt werden.
5.3.Judikative Das Rechtssystem in Tansania orientiert sich am britischen Vorbild; die obersten Gerichte sind das Appellationsgericht und der Hohe Gerichtshof. Nachgeordnete Gerichte sind Distrikt- und Basisgerichte. Sansibar ist in Rechtsfragen zum Teil autonom.
5.4.Kommunalverwaltung Die Republik Tansania ist in 25 Regionen gegliedert, 20 auf dem Festland, drei auf Sansibar und zwei auf Pemba. Die Regionalverwaltung wird von einem Regionalkommissar geleitet. Die Regionalverfassung von Sansibar, verabschiedet 1985, sieht einen direkt gewählten Präsidenten und ein Abgeordnetenhaus mit 75 Mitgliedern vor; davon werden 50 gewählt und 25 berufen.
5.5.Politische Parteien Von 1965 bis 1992 war Tansania ein Einparteienstaat. Die einzige zugelassene Partei war die Chama Cha Mapinduzi (CCM: Revolutionäre Staatspartei von Tansania), die 1977 durch Zusammenschluss der Tanganyika African National Union (TANU: Afrikanische Nationalunion von Tanganyika) und der Afro-Shirazi Party (ASP) von Sansibar entstand. 1992 wurden Oppositionsparteien zugelassen. Bei den Parlamentswahlen vom Oktober 1995 wurde die CCM stärkste Partei.
5.6.Verteidigung Die Streitkräfte von Tansania umfassen etwa 34 000 Soldaten (1998), davon 30 000 im Heer, 3 000 in der Luftwaffe und 1 000 in der Marine. Daneben gibt es paramilitärische Gruppen, darunter die Bürgermiliz. Der Grundwehrdienst umfasst zwei Jahre.
6.WIRTSCHAFT Tansania ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Hauptbeschäftigungszweige sind Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei; 84 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Tansania zählt zu den weltgrößten Erzeugern von Sisal und Gewürznelken. Wirtschaftsreformen, die in den ausgehenden achtziger Jahren eingeleitet wurden, sahen die Liberalisierung des Agrarmarktes vor, außerdem eine Senkung der Zölle und Einschnitte bei den staatlichen Ausgaben. Die Entwicklungspläne seit der Unabhängigkeit legten stets das Hauptgewicht darauf, den Verkauf von Agrarprodukten zu fördern und die Abhängigkeit vom Import an Industriegütern zu verringern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 8 016 Millionen US-Dollar (1998; Dienstleistungen 39,4 Prozent, Industrie 14,9 Prozent, Landwirtschaft 45,7 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Kopf von 250 US-Dollar.
6.1.Landwirtschaft Wichtigster Produktionszweig innerhalb der Landwirtschaft ist der Ackerbau, wobei nur 3,5 Prozent der Landesfläche als Ackerland genutzt werden. Der größte Teil der Weltproduktion an Gewürznelken stammt von den Inseln Sansibar und Pemba. Kaffee, Baumwolle, Sisal, Gewürznelken, Tee, Tabak und Cashewnüsse sind die wichtigsten Exportgüter, daneben auch Pfeffer und Pyrethrum (ein aus Chrysanthemen extrahiertes Insektizid). Für die Ernährung am bedeutendsten sind Maniok, Mais, Reis, Sorghumhirse, Hirse, Weizen, Bataten, Honig und Bananen. Etwa 45 Prozent der Fläche werden als Weideland genutzt. Der Viehbestand umfasst vor allem Rinder, Ziegen, Schafe und Hühner.
6.2.Forstwirtschaft und Fischerei Der überwiegende Teil des Nutzholzes wird als Brennstoff für Haushaltszwecke verwendet. Die wichtigsten Nutz- bzw. Edelhölzer sind Zedern, afrikanisches Rosenholz, Mahagoni und Kampfer. Drei Viertel der Fischfänge betreffen Süßwasserfische, überwiegend aus dem Victoriasee; im Indischen Ozean werden Thunfische gefangen.
6.3.Bergbau Tansania ist reich an Diamanten, außerdem werden Gold und Steinsalz abgebaut. Im Süden gibt es große Vorkommen von Steinkohle und Eisenerz, die aber nur in geringem Maß abgebaut werden. Im Gebiet um die Insel Songo Songo südöstlich von Daressalam wurde Erdgas gefunden. Daneben gibt es Vorkommen an Glimmer, Blei, Zinn, Wolfram, Pyrochlor (wichtig für die Herstellung von Niob, Tantal und Uran), Kaolin, Phosphat und Magnesit.
6.4.Industrie Der überwiegende Teil der Industrie in Tansania beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Rohstoffen, insbesondere Kaffee, Getreide, Sisal, Kapok (Ceibawolle), Jute und Kokosfaser. In den siebziger Jahren wurde u. a. mit dem Fahrzeugbau begonnen, Zementfabriken und Gerbereien wurden ausgebaut. 5 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt. 70,59 Prozent der elektrischen Energie werden in Wasserkraftwerken erzeugt; die wichtigsten Kraftwerke liegen am Pangani.
6.5.Währung und Bankwesen Währungseinheit ist der Tansania-Schilling (T.Sh.) mit 100 Cents, der 1966 den Ostafrikanischen Schilling ablöste. Im Jahr 1967 verstaatlichte Tansania fast alle Geschäftsbanken und verschmolz sie zur Nationalen Handelsbank. 1992 wurden im Gefolge der wirtschaftlichen Liberalisierung zwei Privatbanken zugelassen. Notenbank ist die 1966 gegründete Bank of Tanzania.
6.6.Außenhandel Die Handelsbilanz ist stark defizitär. Die wichtigsten Exportgüter sind Kaffee, Baumwolle, Diamanten, Tabak, Tee, Gewürznelken und Sisal. Die Importe setzen sich überwiegend aus Mineralöl, Maschinen, Verkehrsmitteln, Eisen, Stahl und anderen Metallen sowie Nahrungsmitteln und lebenden Tieren zusammen. Die wichtigsten Handelspartner sind Großbritannien, Saudi-Arabien, Deutschland, Japan, Italien, der Iran, Belgien, Luxemburg, Portugal und Indien. Bedeutende Deviseneinnahmen stammen aus dem Tourismus. Jährlich besuchen rund 447 000 Touristen das Land, überwiegend um den Kilimanjaro und die Nationalparks aufzusuchen. Tansania war Mitglied der Ostafrikanischen Gemeinschaft, einer wirtschaftlichen Allianz mit Uganda und Kenia, die 1977 auseinanderbrach. Tansania gehört dem Commonwealth an.
6.7.Verkehrswesen Tansania hat ein Eisenbahnnetz von rund 2 606 Kilometern Länge, das Daressalam mit dem Tanganyikasee verbindet; Stichbahnen gehen nach Mwanza, Mpanda und Arusha. Von der insgesamt 1 857 Kilometer langen Tansania-Sambia-Bahn (Tansam), die Daressalam mit Kapiri Mposhi in Sambia verbindet, verlaufen 969 Kilometer in Tansania. Die Bahnlinie wurde mit Hilfe der Volksrepublik China errichtet und 1975 in Betrieb genommen. Von den rund 88 200 Kilometern Straße sind 4 Prozent asphaltiert. Die Insel Sansibar ist durch Flugzeuge und Fährschiffe mit dem Festland verbunden. Die wichtigsten Seehäfen sind Daressalam und Mtwara. Internationale Flughäfen befinden sich in Daressalam und Arusha, daneben gibt es noch eine Reihe von Regionalflughäfen, der wichtigste in Sansibar (Stadt). Die nationale Fluglinie ist Air Tanzania.
7.GESCHICHTE Die Republik Tansania ging 1964 aus dem Zusammenschluss von Tanganyika und Sansibar hervor. Die Geschichte der beiden Teilgebiete ist sehr unterschiedlich.
7.1.Sansibar Im 8. Jahrhundert n. Chr. richteten arabische Kaufleute auf Sansibar und anderen Inseln vor der Küste Ostafrikas Handelsstationen ein; von dort aus trieben sie Handel mit dem Festland, das sie „Land der Zenj" (arabisch Zenj: Schwarze) oder Asania nannten. Im Lauf der Zeit wurden einige dieser Inseln, darunter Sansibar und Kilwa, zu unabhängigen muslimischen Sultanaten mit gemischter arabischer und afrikanischer Bevölkerung. Im 16. und 17. Jahrhundert standen sie unter portugiesischem Einfluss, im 18. Jahrhundert wurden Sansibar und Pemba von den Sultanen aus Muscat und Oman unterworfen. 1828 verlegte der Sultan von Oman, Said al-Busaidi, seine Residenz nach Sansibar. Hier förderte er die Erzeugung von Gewürznelken und Palmöl und betrieb Sklavenhandel mit dem Festland. Sein Herrschaftsgebiet umfasste auch Teile des Festlandes, war aber eher ein Kaufmanns- als ein territoriales Reich. Seine Nachfolger hatten keine rechtlichen Ansprüche auf das Land, das sie als Kaufleute beherrschten. Als die europäischen Nationen in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts mit der Aufteilung Afrikas begannen, konnten sie die Deutschen und Briten nicht an einer Annexion hindern. Nachdem die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft vom Sultan einen Teil der Insel erworben hatte, wurde Sansibar 1890 durch einen vertraglich festgelegten Tausch zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien zum britischen Protektorat. (Das Deutsche Reich erhielt dafür Helgoland.) Der Sultan hatte nur noch zeremonielle Bedeutung, die meisten wichtigen Entscheidungen wurden von den Briten getroffen. Sultan Khalifa Ibn Harub nutzte seinen Einfluss zur Unterstützung der britischen Herrschaft. Nach seinem Tod entließ Großbritannien Sansibar am 9. Dezember 1963 als Sultanat in die Unabhängigkeit. Die Insel war politisch zerstritten. Einige Wochen später wurden die konservative Regierung und der Sultan in einer blutigen Revolution gestürzt; die linksgerichtete Afro-Shirazi Party unter Amani Karume errichtete die Volksrepublik Sansibar und Pemba.
7.2.Tanganyika Funde in der Olduvaischlucht und in einigen anderen Landesteilen lassen darauf schließen, dass das Gebiet bereits zu prähistorischen Zeiten besiedelt war. In den dreißiger Jahren entdeckten Mary Leakey und ihr Mann Louis Leakey Spuren, die beweisen, dass der Homo erectus in Ostafrika bis zu 1,6 Millionen Jahre alt ist. In späterer Zeit war das Gebiet des späteren Tanganyika von verschiedenen Bantu-Gruppen - darunter Chaga, Hehe, Gogo, Yao und Nyamwesi - sowie von Massai und anderen nilotischen Gruppen bewohnt. Ab dem 16. Jahrhundert stand das Küstengebiet unter dem Einfluss der Portugiesen, die später jedoch von Oman-Arabern verdrängt wurden. Ab 1886 wurden die Grenzen Tanganyikas in mehreren Verträgen zwischen verschiedenen europäischen Staaten ausgehandelt. Koloniale Interessen in dem Gebiet hatten u. a. Deutschland, Großbritannien, Portugal und Belgien. Die Verträge ignorierten die Ansprüche des Sultans von Sansibar und übertrugen weite Teile des Gebiets an das Deutsche Reich (Deutsch-Ostafrika). Kenia und Uganda wurden den Briten zugesprochen, das Kongobecken ging größtenteils an Belgien, Moçambique an die Portugiesen. Die Deutschen investierten große Summen in Tanganyika, um den Nordteil mit Kaffee- und Teeplantagen profitabel zu machen. 1905 kam es zum Maji-Maji-Aufstand. Die antikolonialistisch motivierte Erhebung wurde nach blutigen Kämpfen und einem zweijährigen Buschkrieg 1907 von den Kolonialtruppen niedergeschlagen. Der 1. Weltkrieg machte die Pläne zur Nutzbarmachung des Landes zunichte, auch in Deutsch-Ostafrika kam es zu Kämpfen. Eine behelfsmäßige Schutztruppe von 12 000 Afrikanern und 4 000 Deutschen unter General Paul von Lettow-Vorbeck konnte sich lange gegen die 250 000 Mann von belgischen, britischen, portugiesischen und südafrikanischen Truppen halten. Nach ihrem Rückzug nach Moçambique, später Nord-Rhodesien, kapitulierte sie schließlich im November 1918. Die Sieger teilten sich das Land; der Völkerbund machte Tanganyika, den größten Teil von Deutsch-Ostafrika, zum britischen Mandatsgebiet (Tanganyika Territory innerhalb Britisch-Ostafrika). Da die britische Verwaltung während der zwanziger Jahre wenig Maßnahmen zur Kolonialisierung ergriff, baute sich in Tanganyika - anders als im benachbarten Kenia - kein „Siedler"-Problem auf. Das zeigte sich auch in der Übergangszeit vor der staatlichen Unabhängigkeit. Die größte Partei, die 1954 gegründete Afrikanische Nationalunion Tanganyikas (Tanganyika African National Union, TANU) unter Julius Nyerere war eine gemäßigte Organisation, die ihre Anhängerschaft aus allen ethnischen Gruppen und nationalen Gebieten erschloss. Nyerere wurde nach der Unabhängigkeit Tanganyikas im Dezember 1961 erster Ministerpräsident; ein Jahr später wurde das Land mit Nyerere als Staatspräsident zur Republik. Tanganyika verblieb im Commonwealth.
7.3.Tansania unter Nyerere Im Januar 1964 überstand Nyerere einen fehlgeschlagenen Militärputsch. Um seine Regierung gegen revolutionäre Umtriebe zu stärken, begann er in der Folgezeit Gespräche mit dem Ministerpräsidenten Karume von Sansibar; am 26. April führten diese Gespräche zur Bildung der Vereinigten Republik Tansania.
7.4.Die Natur der Föderation Die Übereinkunft lag in gegenseitigem Interesse. Sansibar erhielt Hilfeleistungen vom Festland, und Nyerere konnte ganz legal die Revolution auf Sansibar dämpfen. Er wurde Präsident der Union, Karume wurde der erste Vizepräsident. Jedes der Gebiete behielt sein eigenes Parlament und Rechtssystem, ein weiteres Abkommen für mehr Integration war aber vorgesehen. Diese Integration erwies sich jedoch als schwierig, trotz der Föderation blieben die beiden Teilgebiete des Staates sehr unterschiedlich. Die Regierung in Sansibar war wesentlich radikaler und doktrinärer als die Tanganyikas. Auf dem Festland wurden mehrere Wahlen abgehalten, nicht hingegen auf der Insel. Wenn auch die TANU bis 1977 die einzige zugelassene Partei auf dem Festland war, so gab es dennoch für jeden zu besetzenden Sitz in der Regel mehr als einen Kandidaten. Während man in Tanganyika dem britischen Rechtssystem folgte, wurde das Gerichtswesen auf Sansibar 1970 umorganisiert: man führte Volksgerichtshöfe mit drei Mitgliedern ein, Verteidiger waren nicht zugelassen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Rechtssysteme lehnten die Gerichte des Festlandes die Auslieferung von Gefangenen nach Sansibar ab. 1977 schlossen sich die TANU und die Afro-Shirazi Party, die einzige Partei Sansibars, zusammen und bildeten unter dem Vorsitz von Nyerere die Einheitspartei Chama Cha Mapinduzi (CCM, Revolutionäre Staatspartei).
7.5.Wirtschaft Seit der Gründung der Republik war Tansania ein armes Land, das nur wenige zu exportierende Mineralien besaß und in dem kaum Industrie angesiedelt war. Die Landwirtschaft war mehr dem Gedanken der Selbstversorgung verpflichtet als dem Handel. Um die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage zu bessern, entwickelte Nyerere 1967 ein Programm, das sozialistische Ideen mit den Charakteristiken Afrikas verbinden sollte. Im Zuge dieser Politik sollten alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens verstärkt unter staatlicher Kontrolle stehen. Banken und private Unternehmen wurden verstaatlicht, staatliche Genossenschaften sollten die Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen versorgen. Das sozialistische Experiment erlitt mit der Ölkrise Anfang der siebziger Jahre einen schweren Schlag. Der Anstieg der Ölpreise zehrte alle Devisenreserven Tansanias auf. Durch die Kombination moderner Techniken mit dem traditionellen afrikanischen Gemeinschaftsdenken sollte das Ujamaa-Programm der Belebung der Landwirtschaft dienen und eine Grundlage für weitere Entwicklungen schaffen. Auch dieses Programm schlug letztlich fehl, einmal durch die globalen ökonomischen Entwicklungen, aber auch durch staatliche Ineffizienz und Widerstände bei den regionalen Verwaltungen.
7.6.Außenpolitik Während der siebziger und achtziger Jahre stand die Führung Tansanias an vorderster Front der Afrikanischen Befreiungsbewegung. Nationalisten aus Moçambique hatten in Tansania ihre Übungs- und Rückzugsstützpunkte bei ihrem Widerstand gegen die Portugiesen. Tansanische Truppen halfen in Uganda, den Diktator Idi Amin Dada 1979 zu stürzen, und blieben bis 1981 im Land. Präsident Nyerere war einer der führenden afrikanischen Vertreter bei den Verhandlungen um die Unabhängigkeit von Rhodesien (heute Zimbabwe). Außenpolitisch schloss sich Tansania der Bewegung der blockfreien Staaten an, pflegte gute Beziehungen zum Westen, in Philosophie und Praxis lehnte es sich eng an die Länder des Ostblocks an. Besonders aus der Volksrepublik China erhielt das Land viele Hilfeleistungen.
Im November 1985 verzichtete Nyerere auf die Kandidatur um die Präsidentschaft; sein Nachfolger wurde Ali Hassan Mwinyi. Nyerere blieb weiterhin in der Politik und behielt bis August 1990 den Vorsitz der CCM. In der Folgezeit leitete Mwinyi Reformen zur Liberalisierung der Wirtschaft ein. Im Februar 1992 beschloss die CCM, auch Oppositionsparteien zuzulassen, im Juni wurde das entsprechende Gesetz verkündet. Im Dezember 1994 entließ der Staatspräsident die Regierung unter John Samuel Malecela, nachdem im November bekannt geworden war, dass vermutlich bestochene Finanzbeamte in großem Umfang Importsteuerbefreiungen erteilt hatten. Die mutmaßlichen Einnahmeverluste betrugen rund 160 Millionen US-Dollar. Neuer Regierungschef wurde der bisherige Industrie- und Handelsminister Cleopa David Msuya. Der Bürgerkrieg in Ruanda führte zu einem beträchtlichen Zustrom von Flüchtlingen. Um den weiteren Flüchtlingszustrom aus Ruanda und Burundi einzudämmen, wurden im März 1995 die Westgrenzen des Landes geschlossen. In den Lagern bei Kagera befinden sich rund 500 000 Flüchtlinge. Im Oktober 1995 fanden die ersten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit Einführung des Mehrparteiensystems statt. Neues Staatsoberhaupt wurde Benjamin William Mkapa von der CCM, die die absolute Mehrheit der Parlamentssitze erhielt. Im Januar 1996 öffnete die Regierung die Grenze zu Burundi für zahlreiche Hutu-Flüchtlinge.
Einem von den Vereinten Nationen im März 1999 veröffentlichten Bericht zufolge waren die Ernteerträge 1998 so gering, dass unzureichende Versorgung bei einigen Grundnahrungsmitteln für weite Teile der Bevölkerung die Folge war.
Hoffe das hilft.
Hey Bruder, toller Name ;-)
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