hi leute ich brauch für die schule zeugs über schottland über loch ness, die geschichte , kriege, besiedlung gewässer und über die tiere kennt jemand da so ne seite wo es n text dazu hat?
GESCHICHTE Das Land, zu dem das Gebiet des heutigen Schottland nach der Invasion der Römer gehörte, trug den Namen Kaledonien. Über das Volk der alten Kaledonier gibt es, abgesehen von den Pikten, keinerlei Überlieferungen.
7.1.Kaledonien zur Zeit der Römer Das kriegerische Volk der Pikten konnte sich der Eroberung durch die Römer erfolgreich widersetzen. Der erste Versuch einer Invasion erfolgte im 1. Jahrhundert n. Chr. unter dem römischen Feldherrn Gnaeus Julius Agricola. Die Legionen Agricolas drangen in nördlicher Richtung bis zum Firth of Forth vor. Die Römer stießen in den Gebieten zwischen Firth of Forth und Firth of Clyde auf den erbitterten Widerstand der Pikten, die durch britische Stämme unterstützt wurden. Im Jahr 122 n. Chr. ordnete der römische Kaiser Hadrian zum Schutz der römischen Siedlungen im Norden der Provinz Britannia die Errichtung eines Verteidigungswalles gegen die Pikten an, der vom Solway Firth bis zur Flussmündung des Tyne reichte. Einzelne Teile dieses zur schützenden Abgrenzung errichteten Walles, der als Hadrianswall bezeichnet wird, existieren auch heute noch und wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Zwei Jahrzehnte später wurde im Rahmen einer Ausweitung des Herrschaftsgebiets in nördlicher Richtung der so genannte Antoniuswall gebaut. Beide Wälle, vor allem der Antoniuswall, wurden wiederholt von den Stämmen aus dem Norden überrannt. Besonders erwähnenswert sind die Angriffe in den Jahren 155 bis 158 und 197. Im Jahr 211 legte man schließlich nach einem verlustreichen Feldzug gegen die Pikten den Hadrianswall als die nördliche Grenzlinie der römischen Provinz Britannia fest. Siehe auch Britannien (Frühgeschichte)
7.2.Frühe schottische Königreiche Nach dem Abzug der Römer im Jahr 409 fielen die Pikten in die Gebiete der keltischen Briganten im Süden ein. Die Invasionen wurden jedoch schon bald von den Briganten beendet, die vermutlich von den Sachsen Unterstützung erhielten und später von diesem germanischen Stamm unterworfen wurden. Im Verlauf der Eroberung durch die Germanen zogen sich viele Briganten im Norden der Insel in die kaledonische Region zwischen Firth of Clyde und Solway Firth zurück und legten den Grundstein für das spätere Königreich von Strathclyde. Das angrenzende Gebiet (heute Argyll) im Norden war zu Beginn des 6. Jahrhunderts von den keltischen Skoten besiedelt, die aus Nordirland vorgedrungen waren und das Königreich Dalriada gegründet hatten. Der Name des Landes geht auf die Skoten zurück; Scotland (Schottland) bedeutet „Land der Skoten". Gegen Mitte des 6. Jahrhunderts fielen die mit den Sachsen verwandten Angeln in weiten Teilen Kaledoniens südlich des Firth of Forth und östlich von Strathclyde ein, dem heutigen Verwaltungsdistrikt Lothian und dem Grenzgebiet zu England. Diese Region wurde zusammen mit dem umfassenden Reich der Angeln im Norden des heutigen England zeitweise zu einem Teil des englischen Königreiches Northumbria.
Während der Ausbreitung der Angeln in Kaledonien bekehrte der irische Missionar Columban der Ältere, der 563 aus Nordirland nach Dalriada kam, einen Großteil der Pikten zum Christentum. Strathclyde und mehrere Gebiete des Piktenreiches waren bereits vor der Ankunft Columbans christianisiert worden. Zwischen 655 und 664 widmeten sich schottische Missionare der Christianisierung von Northumbria.
7.3.Vereinigung Schottlands Im Jahr 685 wurden die Gebiete der Pikten nördlich des Firth of Forth von einem großen Heer aus Northumbria überfallen. Durch den Sieg der Pikten wurde der Einfluss des Königreiches Northumbria stark geschwächt. Um 730 unterwarf der Piktenkönig Angus MacFergus Strathclyde und Dalriada. Bis zum Ende des 8. Jahrhunderts folgte eine vergleichsweise friedliche Zeit. In der Folgezeit drangen die Wikinger aus Skandinavien in die kaledonischen Küstengebiete vor. Schon bald konnten die Skoten und die Briten (keltische Einwohner Britanniens) ihre Unabhängigkeit zurückerlangen, da sich die Pikten vor allem auf die Abwehr der skandinavischen Eindringlinge konzentrierten. 844 übernahm der König des Skotenreiches Dalriada Kenneth MacAlpine, der später König Schottlands wurde und aus der Königsfamilie der Pikten stammte, auch die Herrschaft des Piktenreiches, vermutlich mit Zustimmung der bedrängten Pikten. König MacAlpine vereinte die Kleinkönigreiche und errichtete das Königreich von Alban, das sich über sämtliche Gebiete nördlich des Firth of Forth und Firth of Clyde erstreckte. Er und viele seiner Nachfolger bemühten sich vergeblich um die Unterwerfung der kaledonischen Gebiete von Northumbria und versuchten gemeinsam mit Strathclyde, den Raubzügen der Wikinger Einhalt zu gebieten. Dank der Unterstützung aus Northumbria konnten die Wikinger in Dalriada nicht Fuß fassen, eroberten jedoch einige Küstengebiete im Norden, Osten und Westen und besetzten die Hebriden sowie die Orkney- und Shetland-Inseln. Die Orkney- und Shetland-Inseln blieben zunächst unter der Herrschaft der Wikinger und befanden sich bis zum 15. Jahrhundert im Besitz der Norweger. Später erhoben englische Herrscher Anspruch auf Schottland, den sie mit der Unterstützung des Königreiches von Alban durch ihre Vorfahren in Northumbria begründeten.
Im 10. Jahrhundert griffen die Könige von Alban nach der erfolgreichen Verteidigung gegen die Wikinger wiederholt die Stützpunkte Northumbrias südlich des Firth of Clyde an, konnten jedoch keinen Sieg erringen. Zur Zeit der Herrschaft von Malcolm II. Mackenneth (1005-1034) konnten die Gebiete schließlich nach der Schlacht von Carham (1018) erobert werden. Durch diesen Sieg und durch die Übertragung der Krone von Strathclyde an Malcolms Enkel und Nachfolger Duncan I. umfassten die Gebiete der Skoten, die fortan unter der Bezeichnung Schottland zusammengefasst wurden, das gesamte Land nördlich des Solway Firth und des Tweed.
Die Herrschaft Duncans, die geprägt war durch Kriege und interne Konflikte, endete 1040 mit seiner Ermordung durch Macbeth, den Verwalter von Ross and Moray, der Duncans Nachfolge übernahm und so König von Schottland wurde. Das Leben Macbeths ist im gleichnamigen schottischen Drama von William Shakespeare beschrieben. Historische Quellen deuten jedoch darauf hin, dass Macbeth (im Gegensatz zu Shakespeares Tragödie) bis 1057 auf dem Thron saß, als er von Duncans Sohn Malcolm Canmore im Kampf geschlagen und getötet wurde.
7.4.Anglisierung Schottlands Die Besteigung des Thrones durch Malcolm Canmore als König Malcom III. Macduncan im Jahr 1057 begründete ein neues Zeitalter in Schottland. Malcom hatte in der langen Zeit seines Exils in England ein starkes Interesse an dessen Bräuchen und Traditionen entwickelt. Die Anglisierung seines Reiches wurde intensiviert und stark beschleunigt, als er sich im Jahr 1067 mit der englischen Prinzessin Margarete vermählte, die nach der normannischen Eroberung (1066) nach Schottland ins Exil geflüchtet war. Unter ihrem Einfluss als gläubige Katholikin wurden zahlreiche keltische Bräuche mit der katholischen Liturgie in Einklang gebracht. Der Einfluss Margaretes stieß bei vielen schottischen Clanführern auf Ablehnung, die sich nach Malcolms Tod zu einer Rebellion ausweitete. Margarete, ihr Stiefsohn Duncan (der spätere König Duncan II. von Schottland) und ihre englischen Berater wurden aus dem Land vertrieben. Mit Hilfe der Angeln und der Normannen konnte die Rebellion unter der Führung von Donald Bane, einem Bruder von Malcolm III., niedergeschlagen werden. 1097 bestieg Edgar, einer der sechs Söhne Malcolms und Margaretes, den schottischen Thron.
Die Anglisierung Schottlands erhielt während der Herrschaft Edgars und später seiner Brüder Alexander I. und David I. neue Impulse. Unter diesen Monarchen, die von den religiösen Überzeugungen und kulturellen Ansichten ihrer Mutter stark beeinflusst waren, wurde das anglonormannische Lehnssystem in Schottland eingeführt. Die Umstrukturierung beschränkte sich zuerst auf Kirchenreformen, beeinflusste jedoch schrittweise alle Lebensbereiche. Keltische Glaubensgemeinschaften wurden unterdrückt, die schottischen Mönche wurden durch englische Kirchengelehrte ersetzt, zahlreiche Klöster wurden gegründet, und die keltische Kirche wurde in Übereinstimmung mit der katholischen Liturgie erneuert. Am Hof sprach man jetzt nicht mehr Gälisch, sondern Französisch, während Englisch vor allem in den Grenzregionen und weiten Teilen der Lowlands gesprochen wurde. Das traditionelle Landpachtsystem der Clans wurde während der Regierungszeit Davids I. abgeschafft. Stattdessen beanspruchte David I. den gesamten Grund und Boden Schottlands, von dem er vor allem im mittleren und südlichen Schottland große Teile der Herrschaft anglonormannischer und schottischer Adliger unterstellte und sich diese als loyale Kronvasallen sicherte. Ferner förderte er nicht nur die Handelsbeziehungen zu England und gewährte den schottischen Freistädten umfassende Rechte, sondern führte auch zahlreiche Reformen im Bereich der Rechtsprechung, Gesetzgebung und Verwaltung ein, die sich an englischen Vorbildern orientierten.
7.5.Beziehungen zwischen Schottland und England Die politischen Beziehungen zwischen England und Schottland wurden während Davids Herrschaft durch Grenzkonflikte beeinträchtigt, die sich vor allem auf den Teil Northumbrias südlich des Flusses Tweed konzentrierten. 1138 und noch einmal im Jahr 1149 unterstützte er die Absetzung des regierenden Monarchen von England, um sein Herrschaftsgebiet in südlicher Richtung ausweiten zu können. Diese Versuche schlugen jedoch fehl. Als Folge dieser Umsturzversuche wurde Northumbria 1149 unter englische Herrschaft gestellt, nachdem es zuvor in schottischen Besitz übergegangen war. Der Enkel Davids I., Wilhelm der Löwe, wurde im Jahr 1165 zum König von Schottland gekrönt. Er versuchte, verlorene Gebiete Northumbrias zurückzuerobern, indem er in den Jahren 1173/74 eine Rebellion gegen Heinrich II. von England unterstützte. 1174 wurde er jedoch gefangen genommen und gezwungen, gemäß den Bestimmungen des Vertrages von Falaise die Lehnsoberhoheit des englischen Königs anzuerkennen. Dieser Vertrag wurde zwar 1189 von Richard I. von England als Gegenleistung für 10 000 Silbermark zur Finanzierung seiner Kreuzzüge für null und nichtig erklärt, jedoch stützten sich spätere Besitzansprüche auf die Oberherrschaft über Schottland auf den vorangegangenen Präzedenzfall und auf die Allianzen mit den Wikingern im 10. Jahrhundert. Wilhelms Sohn und Nachfolger Alexander II. verzichtete 1237 im Vertrag von York freiwillig auf den Anspruch auf Northumbria und andere Gebiete in Nordengland und leitete so eine Friedensperiode zwischen England und Schottland ein. 1266 eroberte Alexander III. nach dem Sieg im Krieg gegen Norwegen die Hebriden zurück.
Als Alexander III. 1286 starb, ging der Thron an seine minderjährige Enkelin Margarete, „Maid of Norway". Durch ihren Tod wurde ein Konflikt um die Thronfolge ausgelöst; nicht weniger als 13 Nachfahren früherer Monarchen beanspruchten nun die schottische Krone. Eduard I. von England unterstützte John de Baliol, einen Enkel Davids I., und zwang ihn unter seine Lehnshoheit. Ein Teil des schottischen Adels erkannte die englische Oberhoheit in Schottland an. Im November 1292 erklärte Eduard I., nachdem er in seinem Vasallenreich ein Heer zusammengezogen hatte, John Baliol zum König von Schottland.
7.6.Schottischer Unabhängigkeitskrieg Zahlreiche schottische Adlige und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung widersetzten sich der Einmischung Englands in die inneren Angelegenheiten Schottlands, sie fürchteten eine Gefährdung der schottischen Unabhängigkeit. John de Baliol schloss nach Beendung der englischen Vorherrschaft im Jahr 1295 eine Allianz mit Frankreich, das sich zu dieser Zeit im Krieg mit England befand, und rief seine Untertanen zur Revolte auf. In der ersten Kriegsphase konnte König Eduard den Sieg erringen, nachdem er Baliols Streitkräfte bei Dunbar im April 1296 zerschlagen hatte. In der Folgezeit ordnete er die Annektierung Schottlands durch England an. Baliol wurde abgesetzt, und sein Königreich wurde von englischen Truppen besetzt.
7.6.1.William Wallace Die schottischen Freiheits- und Unabhängigkeitsbestrebungen wurden 1297 unter der Führung des schottischen Patrioten und späteren Nationalhelden Sir William Wallace wieder aufgenommen. Mit seiner Armee schlug Wallace bei Sterling ein englisches Heer und verkündete als Vertreter John de Baliols das Ende der englischen Oberhoheit. Im darauf folgenden Jahr entsandte Eduard eine riesige Armee nach Schottland und konnte im Juli einen Sieg in der Entscheidungsschlacht bei Falkirk erringen. Nach diesem schweren Rückschlag führte Wallace einen dauerhaften Kleinkrieg gegen die Engländer. Er wurde 1304 nach einer großangelegten Invasion der Engländer für vogelfrei erklärt und ein Jahr später an die Engländer verraten, wegen Landesverrats verurteilt und schließlich hingerichtet.
7.6.2.Robert Bruce Nach Wallace' Hinrichtung übernahm Robert Bruce, ein Nachkomme Davids I., die Führung der Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung. Obwohl ursprünglich ein Widersacher von Wallace, wurde er vom schottischen Adel und Klerus größtenteils unterstützt. Im März 1306 wurde er als Robert I. zum König von Schottland gekrönt. Im ersten Jahr seiner Regierungszeit erlitt Bruce mehrere Rückschläge und Niederlagen im Kampf gegen die Engländer.
1307, im Jahr der Thronbesteigung des englischen Königs Eduard II., der die Unterwerfung Schottlands aufgegeben hatte, nahm Bruce einen systematischen Kleinkrieg gegen die englischen Garnisonen in Schottland sowie gegen proenglisch gesinnte schottische Adlige auf. Zwischen 1307 und 1314 gewann er mehrere Schlachten und konnte seinen Einflussbereich auch auf den Norden Englands ausdehnen. Eduard II. entsandte schließlich im Frühjahr 1314 eine Armee nach Schottland. Die Heere trafen am 24. Juni in der Schlacht von Bannockburn aufeinander, in der die Engländer eine vernichtende Niederlage hinnehmen mussten. Eduard II. weigerte sich jedoch, Schottland in die Unabhängigkeit zu entlassen, und der Krieg zwischen England und Schottland dauerte über ein Jahrzehnt. Zu dieser Zeit sicherte sich das schottische Volk erstmals 1326 seine Vertretung im schottischen Parlament. Der Krieg gegen England endete 1328 mit einem Sieg Schottlands, als die Berater Eduards III. von England den Vertrag im Frieden von Northampton unterzeichneten. Damit wurde die Unabhängigkeit Schottlands als eigenständiges Königreich formell anerkannt - eine Unabhängigkeit, die nahezu 400 Jahre fortbestehen sollte.
7.7.König David II. Über 200 Jahre lang blieb nach dem Tod von Robert Bruce 1329 und der darauf folgenden Thronbesteigung seines minderjährigen Sohnes als König David II. in Schottland das Problem rivalisierender Adelsgeschlechter bestehen. Die Feudalanarchie war aufgrund der Machtposition der Clans besonders in den Highlands und anderen Gegenden ausgeprägt. In diesen Gebieten existierten besonders enge persönliche Beziehungen zwischen den Clanangehörigen und ihren jeweiligen Oberhäuptern, die in der Regel einflussreich waren und die Autorität des Königs nicht anerkannten.
Vier Jahre nach dem Frieden von Northampton nahm Eduard III. den Kampf gegen Schottland wieder auf. Anfänglich machte er sich die Interessen Eduards de Baliol zunutze, der ein Sohn John de Baliols und damit Anwärter auf die schottische Krone war. Baliol fiel 1332 in Schottland ein und ließ sich nach dem Sieg bei Dupplin Moor zum König krönen, wurde jedoch schon bald darauf vertrieben. 1333 führte Eduard III. eine englische Armee nach Norden und besetzte große Gebiete im Südosten Schottlands. Im Jahr 1337 begann Eduard III. nach dem Eintritt Englands in den Hundertjährigen Krieg die englische Einflussnahme in Schottland zu vernachlässigen. 1341 hatten die Schotten mehrere von England besetzte Gebiete von der Fremdherrschaft befreit, darunter auch Edinburgh. 1346 marschierte David II. mit seinem Verbündeten Frankreich nach Nordengland ein, erlitt jedoch bei Durham eine schwere Niederlage und wurde gefangen genommen. Ein Großteil Südschottlands wurde unmittelbar darauf wieder von England besetzt. David wurde erst im Jahr 1357 freigelassen, nachdem sich Schottland zur Zahlung eines Lösegeldes in enormer Höhe verpflichtet hatte.
7.8.Die Könige des Hauses Stuart Unter den ersten beiden Königen aus dem Haus Stuart, Robert II. (Regierungszeit 1371-1390) und Robert III. (Regierungszeit 1390-1406), wurde das Land durch den anhaltenden Krieg mit England weiter zerstört, während die Autorität des Königs lediglich schwach war. König Jakob I. (Regierungszeit 1406-1437) bemühte sich um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung in diesem durch Krieg und Unruhen zerrissenen Land. Er legte dem Adel Schranken auf und stellte vor der Durchführung von Gesetzesänderungen die Zustimmung des Parlaments sicher. Allerdings waren diese Reformen ohne die Unterstützung der Feudalbarone nicht durchzuführen. Jakob I. wurde 1437 ermordet.
Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts schränkten die Nachfolger Jakobs I. (Jakob II., Jakob III. und Jakob IV.) die Macht des Adels immer mehr ein, jedoch konnte lediglich Jakob IV. bedeutende Veränderungen bewirken. Die Allianz mit Frankreich blieb weiterhin bestehen, so dass die Engländer bis 1460 aus dem südlichen Landesteil Schottlands vertrieben worden waren. Bemerkenswert war die Rückführung der Orkney- und Shetland-Inseln in schottischen Besitz, die sich durch die Eheschließung Jakobs III. mit einer dänischen Prinzessin ergab. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts heiratete Jakob IV. Margarete Tudor, die Tochter Heinrichs VII. von England, wodurch die anhaltenden Konflikte zwischen den beiden Ländern jedoch nicht beigelegt waren. Nach der Invasion Frankreichs durch die Armee Heinrichs VIII. im Jahr 1513 überschritt Jakob IV. die Südgrenze Schottlands und traf bei Flodden Field auf die englischen Truppen. Jakob fiel in der Schlacht, seine Armee wurde zerschlagen.
Nach dem Bruch Heinrichs VIII. mit der römisch-katholischen Kirche um 1530 bemühte sich der englische König vergebens darum, Jakob V. für die Durchführung grundlegender Kirchenreformen zu gewinnen und die Allianz zwischen Schottland und Frankreich zu beenden. Die Reformation verbreitete sich langsam in Schottland, die Protestanten waren gegen das Bündnis Schottlands mit Frankreich. 1538 heiratete Jakob V. Maria von Guise, ein Mitglied der französischen Königsfamilie, und wurde in einem weiteren Krieg mit England bei Solway Moss im Jahr 1542 geschlagen. Nur wenige Wochen nach der Schlacht starb er.
7.8.1.Maria Stuart, Königin der Schotten Jakobs Tochter Maria wurde im Kindesalter 1548 ins Ausland geschickt und am französischen Hof erzogen; ihre Mutter Maria von Guise übernahm 1554 die Regentschaft. Im Jahr 1559 kehrte John Knox, eine wichtige Führungspersönlichkeit der Protestanten, aus dem Exil nach Schottland zurück, die Reformation erhielt dadurch weiteren Auftrieb. Der Widerstand gegen die Regentschaft der Maria von Guise wuchs durch die Eheschließung ihrer Tochter mit dem Dauphin von Frankreich im April 1558. Im Jahr 1559 kam es unter der Führung von Knox zur offenen Rebellion. Elisabeth I. von England unterstützte die Aufständischen. Maria von Guise starb im Juni 1560. Im gleichen Jahr schafften die Anführer der schottischen Protestanten die römisch-katholische Kirche in Schottland ab und übernahmen das calvinistische Glaubensbekenntnis.
Im August 1561 kehrte Maria Stuart, die Königin Schottlands, nach Schottland zurück, nachdem ihr Gatte Franz II. im Dezember 1560 bereits 17 Monate nach seiner Thronbesteigung gestorben war. Als loyale Katholikin und Thronerbin wurde Maria zur zentralen Figur der Gegenreformation in Schottland und später auch in England. Das letzte Kräftemessen zwischen dem schottischen Protestantismus und dem Katholizismus war von Verschwörungen, Morden, Rebellion und Bürgerkriegen gekennzeichnet. Im Jahr 1567 wurde Maria nach der Niederlage ihrer Armee zum Abdanken zugunsten ihres Sohnes Jakob VI. gezwungen, der 1566 aus ihrer Verbindung mit Lord Darnley hervorgegangen war. Sie wurde in Schottland in Haft gesetzt, konnte jedoch im Mai 1568 fliehen. Aber es gelang ihr nicht, den Thron wiederzuerlangen. Daraufhin suchte sie in England Zuflucht, wurde aber von Elisabeth I. gefangengesetzt und 1587 hingerichtet. Siehe Babington, Anthony; Bothwell, James Hepburn, Vierter Earl of; Darnley, Henry Stewart, Lord; Walsingham, Sir Francis
7.8.2.Jakob VI. Bis 1578 saßen protestantische, proenglische Regenten auf dem schottischen Thron. Jakob VI. war ein fähiges Staatsoberhaupt und verhalf der Monarchie in Schottland zu großer Macht. Nach dem Tod Elisabeths im März 1603 wurde er als Jakob I. König von England. Obwohl die beiden Länder nun durch eine Personalunion verbunden waren, blieben England und Schottland auch in den darauf folgenden 100 Jahren weiterhin zwei politisch getrennte Einheiten mit eigenen Parlamenten.
7.9.Schottland im 17. Jahrhundert Bis zum Tod Jakobs im Jahr 1625 erlebte Schottland unter seiner Regentschaft eine Zeit des relativen Friedens. Sein Sohn Karl I. (Regierungszeit 1625-1649) trug durch die hohe Besteuerung und insbesondere den Versuch, die anglikanische Liturgie durchzusetzen, schließlich zum Kampf zwischen Krone und Parlament bei, der von 1639 bis 1640 dauerte. Diese Auseinandersetzungen führten schließlich zur Puritanischen Revolution und einem Krieg zwischen Königstreuen und Anhängern des Parlaments. Oliver Cromwell siegte mit seinem Heer gegen die Truppen des Königs, und Karl I. wurde vom Rumpfparlament zum Tode verurteilt. Im Verlauf dieses Krieges unterstützten viele Schotten das Parlament gegen den König, da ihnen die Einführung des presbyterianischen Glaubens in beiden Reichen zugesichert worden war. Dieses Versprechen wurde jedoch nicht eingelöst, und nach der Hinrichtung des Königs schlug Cromwell nun unter dem Titel Lordprotektor die Aufstände der Schotten nieder, die sich zugunsten ihres Thronprätendenten, Karl II., einsetzten. In den fünfziger Jahren schaffte Cromwell Monarchie und Oberhaus ab und regierte als absoluter Herrscher. Nach der Wiedereinsetzung Karls II. als König im Jahr 1660 war Schottland in politischer Hinsicht abermals von England getrennt. Während seiner Regierungszeit gab es mehrere kriegerische Aufstände der Presbyterianer. Der Niedergang Jakobs VII. (Jakob II. von England), Karls Nachfolger, fand in der Glorious Revolution 1688 ohne schottische Beteiligung statt, aber das schottische Parlament erkannte den neuen König Wilhelm III. unmittelbar danach als Wilhelm II. von Schottland an. Er schaffte das schottische Episkopat im Jahr 1690 ab, wodurch er bei den Schotten in den Lowlands starken Rückhalt gewann. In den Highlands blieb jedoch die Unterstützung des Exilkönigs Jakob auch weiterhin stark. Siehe Jakobiten
7.10.Schottland als Teil des Vereinigten Königreiches Im Jahr 1707 wurde das schottische Parlament auf eigenen Beschluss aufgelöst. Nachdem Schottland eine unabhängige Kirchenpolitik und ein eigenes Rechtswesen zugesichert bekam, wurde das Land Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien. Es entstand also eine Realunion, und die schottischen Abgeordneten waren im britischen Parlament in London vertreten. Die Union hatte ebenso wie die Glorious Revolution von 1688 vor allem unter den Schotten der Highlands viele Gegner, die den Sohn Jakobs VII., Charles Edward Stuart, in den Jakobiterrebellionen in den Jahren 1708, 1715 und 1745/46 unterstützten. Nach der Niederschlagung der Rebellion von 1745 erzwang die britische Regierung die Auflösung der Clanstruktur in den Highlands.
Zur gleichen Zeit wuchs Edinburgh, der Mittelpunkt der schottischen Aufklärung, zu einem der bedeutendsten Kulturzentren Europas im 18. Jahrhundert heran. Zu den herausragendsten Denkern ihrer Zeit gehörten der Nationalökonom und Moralphilosoph Adam Smith und der Philosoph David Hume. In der Literatur erlangten unter anderem Tobias Smollett, James Boswell, Robert Burns und etwas später auch Sir Walter Scott überragende Bedeutung.
Im späten 17. Jahrhundert begann die Industrialisierung. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts hatte sich aus dem ursprünglich agrarisch geprägten Schottland ein Industrieland entwickelt. Die schottische Textil-, Stahl- und Schiffbauindustrie trug in nicht unerheblichem Maß zur wirtschaftlichen Vorrangstellung Großbritanniens in dieser Zeit bei.
Nach dem Niedergang des Britischen Empire und auch infolge der Entdeckung großer Erdölreserven vor der Nordostküste Schottlands im Jahr 1969 haben das Nationalbewusstsein und das Autonomiestreben in Schottland eine Wiederbelebung erfahren. Bei den Parlamentswahlen Mitte der siebziger Jahre konnte man laute Rufe nach Unabhängigkeit vernehmen. Die Schottische Nationalistische Partei erhielt in dieser Zeit erstmals Sitze im Parlament. Die gleiche Partei trat in den achtziger Jahren und Anfang der neunziger Jahre teilweise gemeinsam mit den Liberalen als Hauptwidersacher der Labour Party auf kommunaler Ebene auf. Die Frage einer effektiven und gerechten Vertretung Schottlands im Parlament erhielt in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren eine neue Tragweite, auch wenn die meisten Schotten sich nicht für die vollständige Unabhängigkeit Schottlands aussprachen.
Am 12. September 1997 votierte die schottische Bevölkerung in einem Referendum für eine (begrenzte) regionale Selbstverwaltung, für ein eigenes Regionalparlament und eine eigene Regionalregierung. Am 25. Januar 1999 trat der entsprechende, vom britischen Parlament verabschiedete Scotland Act in Kraft, und im Mai 1999 fanden die ersten Parlamentswahlen in Schottland seit fast drei Jahrhunderten statt. Aus den Wahlen ging die Labour Party als stärkste politische Kraft vor der Scottish Nationalist Party hervor und übernahm in Koalition mit den Liberaldemokraten die Regionalregierung. Dem schottischen Regionalparlament und der Regionalregierung wurden von der britischen Zentralregierung die vollen gesetzgeberischen und exekutiven Kompetenzen in den Bereichen Justiz, Bildung, Gesundheit, Arbeit, Verkehr, Tourismus und Landwirtschaft übertragen sowie begrenzte Steuerhoheit. Am 1. Juli 1999 nahmen Regionalparlament und Regionalregierung ihre Arbeit auf.
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7.1.Kaledonien zur Zeit der Römer Das kriegerische Volk der Pikten konnte sich der Eroberung durch die Römer erfolgreich widersetzen. Der erste Versuch einer Invasion erfolgte im 1. Jahrhundert n. Chr. unter dem römischen Feldherrn Gnaeus Julius Agricola. Die Legionen Agricolas drangen in nördlicher Richtung bis zum Firth of Forth vor. Die Römer stießen in den Gebieten zwischen Firth of Forth und Firth of Clyde auf den erbitterten Widerstand der Pikten, die durch britische Stämme unterstützt wurden. Im Jahr 122 n. Chr. ordnete der römische Kaiser Hadrian zum Schutz der römischen Siedlungen im Norden der Provinz Britannia die Errichtung eines Verteidigungswalles gegen die Pikten an, der vom Solway Firth bis zur Flussmündung des Tyne reichte. Einzelne Teile dieses zur schützenden Abgrenzung errichteten Walles, der als Hadrianswall bezeichnet wird, existieren auch heute noch und wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Zwei Jahrzehnte später wurde im Rahmen einer Ausweitung des Herrschaftsgebiets in nördlicher Richtung der so genannte Antoniuswall gebaut. Beide Wälle, vor allem der Antoniuswall, wurden wiederholt von den Stämmen aus dem Norden überrannt. Besonders erwähnenswert sind die Angriffe in den Jahren 155 bis 158 und 197. Im Jahr 211 legte man schließlich nach einem verlustreichen Feldzug gegen die Pikten den Hadrianswall als die nördliche Grenzlinie der römischen Provinz Britannia fest. Siehe auch Britannien (Frühgeschichte)
7.2.Frühe schottische Königreiche Nach dem Abzug der Römer im Jahr 409 fielen die Pikten in die Gebiete der keltischen Briganten im Süden ein. Die Invasionen wurden jedoch schon bald von den Briganten beendet, die vermutlich von den Sachsen Unterstützung erhielten und später von diesem germanischen Stamm unterworfen wurden. Im Verlauf der Eroberung durch die Germanen zogen sich viele Briganten im Norden der Insel in die kaledonische Region zwischen Firth of Clyde und Solway Firth zurück und legten den Grundstein für das spätere Königreich von Strathclyde. Das angrenzende Gebiet (heute Argyll) im Norden war zu Beginn des 6. Jahrhunderts von den keltischen Skoten besiedelt, die aus Nordirland vorgedrungen waren und das Königreich Dalriada gegründet hatten. Der Name des Landes geht auf die Skoten zurück; Scotland (Schottland) bedeutet „Land der Skoten". Gegen Mitte des 6. Jahrhunderts fielen die mit den Sachsen verwandten Angeln in weiten Teilen Kaledoniens südlich des Firth of Forth und östlich von Strathclyde ein, dem heutigen Verwaltungsdistrikt Lothian und dem Grenzgebiet zu England. Diese Region wurde zusammen mit dem umfassenden Reich der Angeln im Norden des heutigen England zeitweise zu einem Teil des englischen Königreiches Northumbria.
Während der Ausbreitung der Angeln in Kaledonien bekehrte der irische Missionar Columban der Ältere, der 563 aus Nordirland nach Dalriada kam, einen Großteil der Pikten zum Christentum. Strathclyde und mehrere Gebiete des Piktenreiches waren bereits vor der Ankunft Columbans christianisiert worden. Zwischen 655 und 664 widmeten sich schottische Missionare der Christianisierung von Northumbria.
7.3.Vereinigung Schottlands Im Jahr 685 wurden die Gebiete der Pikten nördlich des Firth of Forth von einem großen Heer aus Northumbria überfallen. Durch den Sieg der Pikten wurde der Einfluss des Königreiches Northumbria stark geschwächt. Um 730 unterwarf der Piktenkönig Angus MacFergus Strathclyde und Dalriada. Bis zum Ende des 8. Jahrhunderts folgte eine vergleichsweise friedliche Zeit. In der Folgezeit drangen die Wikinger aus Skandinavien in die kaledonischen Küstengebiete vor. Schon bald konnten die Skoten und die Briten (keltische Einwohner Britanniens) ihre Unabhängigkeit zurückerlangen, da sich die Pikten vor allem auf die Abwehr der skandinavischen Eindringlinge konzentrierten. 844 übernahm der König des Skotenreiches Dalriada Kenneth MacAlpine, der später König Schottlands wurde und aus der Königsfamilie der Pikten stammte, auch die Herrschaft des Piktenreiches, vermutlich mit Zustimmung der bedrängten Pikten. König MacAlpine vereinte die Kleinkönigreiche und errichtete das Königreich von Alban, das sich über sämtliche Gebiete nördlich des Firth of Forth und Firth of Clyde erstreckte. Er und viele seiner Nachfolger bemühten sich vergeblich um die Unterwerfung der kaledonischen Gebiete von Northumbria und versuchten gemeinsam mit Strathclyde, den Raubzügen der Wikinger Einhalt zu gebieten. Dank der Unterstützung aus Northumbria konnten die Wikinger in Dalriada nicht Fuß fassen, eroberten jedoch einige Küstengebiete im Norden, Osten und Westen und besetzten die Hebriden sowie die Orkney- und Shetland-Inseln. Die Orkney- und Shetland-Inseln blieben zunächst unter der Herrschaft der Wikinger und befanden sich bis zum 15. Jahrhundert im Besitz der Norweger. Später erhoben englische Herrscher Anspruch auf Schottland, den sie mit der Unterstützung des Königreiches von Alban durch ihre Vorfahren in Northumbria begründeten.
Im 10. Jahrhundert griffen die Könige von Alban nach der erfolgreichen Verteidigung gegen die Wikinger wiederholt die Stützpunkte Northumbrias südlich des Firth of Clyde an, konnten jedoch keinen Sieg erringen. Zur Zeit der Herrschaft von Malcolm II. Mackenneth (1005-1034) konnten die Gebiete schließlich nach der Schlacht von Carham (1018) erobert werden. Durch diesen Sieg und durch die Übertragung der Krone von Strathclyde an Malcolms Enkel und Nachfolger Duncan I. umfassten die Gebiete der Skoten, die fortan unter der Bezeichnung Schottland zusammengefasst wurden, das gesamte Land nördlich des Solway Firth und des Tweed.
Die Herrschaft Duncans, die geprägt war durch Kriege und interne Konflikte, endete 1040 mit seiner Ermordung durch Macbeth, den Verwalter von Ross and Moray, der Duncans Nachfolge übernahm und so König von Schottland wurde. Das Leben Macbeths ist im gleichnamigen schottischen Drama von William Shakespeare beschrieben. Historische Quellen deuten jedoch darauf hin, dass Macbeth (im Gegensatz zu Shakespeares Tragödie) bis 1057 auf dem Thron saß, als er von Duncans Sohn Malcolm Canmore im Kampf geschlagen und getötet wurde.
7.4.Anglisierung Schottlands Die Besteigung des Thrones durch Malcolm Canmore als König Malcom III. Macduncan im Jahr 1057 begründete ein neues Zeitalter in Schottland. Malcom hatte in der langen Zeit seines Exils in England ein starkes Interesse an dessen Bräuchen und Traditionen entwickelt. Die Anglisierung seines Reiches wurde intensiviert und stark beschleunigt, als er sich im Jahr 1067 mit der englischen Prinzessin Margarete vermählte, die nach der normannischen Eroberung (1066) nach Schottland ins Exil geflüchtet war. Unter ihrem Einfluss als gläubige Katholikin wurden zahlreiche keltische Bräuche mit der katholischen Liturgie in Einklang gebracht. Der Einfluss Margaretes stieß bei vielen schottischen Clanführern auf Ablehnung, die sich nach Malcolms Tod zu einer Rebellion ausweitete. Margarete, ihr Stiefsohn Duncan (der spätere König Duncan II. von Schottland) und ihre englischen Berater wurden aus dem Land vertrieben. Mit Hilfe der Angeln und der Normannen konnte die Rebellion unter der Führung von Donald Bane, einem Bruder von Malcolm III., niedergeschlagen werden. 1097 bestieg Edgar, einer der sechs Söhne Malcolms und Margaretes, den schottischen Thron.
Die Anglisierung Schottlands erhielt während der Herrschaft Edgars und später seiner Brüder Alexander I. und David I. neue Impulse. Unter diesen Monarchen, die von den religiösen Überzeugungen und kulturellen Ansichten ihrer Mutter stark beeinflusst waren, wurde das anglonormannische Lehnssystem in Schottland eingeführt. Die Umstrukturierung beschränkte sich zuerst auf Kirchenreformen, beeinflusste jedoch schrittweise alle Lebensbereiche. Keltische Glaubensgemeinschaften wurden unterdrückt, die schottischen Mönche wurden durch englische Kirchengelehrte ersetzt, zahlreiche Klöster wurden gegründet, und die keltische Kirche wurde in Übereinstimmung mit der katholischen Liturgie erneuert. Am Hof sprach man jetzt nicht mehr Gälisch, sondern Französisch, während Englisch vor allem in den Grenzregionen und weiten Teilen der Lowlands gesprochen wurde. Das traditionelle Landpachtsystem der Clans wurde während der Regierungszeit Davids I. abgeschafft. Stattdessen beanspruchte David I. den gesamten Grund und Boden Schottlands, von dem er vor allem im mittleren und südlichen Schottland große Teile der Herrschaft anglonormannischer und schottischer Adliger unterstellte und sich diese als loyale Kronvasallen sicherte. Ferner förderte er nicht nur die Handelsbeziehungen zu England und gewährte den schottischen Freistädten umfassende Rechte, sondern führte auch zahlreiche Reformen im Bereich der Rechtsprechung, Gesetzgebung und Verwaltung ein, die sich an englischen Vorbildern orientierten.
7.5.Beziehungen zwischen Schottland und England Die politischen Beziehungen zwischen England und Schottland wurden während Davids Herrschaft durch Grenzkonflikte beeinträchtigt, die sich vor allem auf den Teil Northumbrias südlich des Flusses Tweed konzentrierten. 1138 und noch einmal im Jahr 1149 unterstützte er die Absetzung des regierenden Monarchen von England, um sein Herrschaftsgebiet in südlicher Richtung ausweiten zu können. Diese Versuche schlugen jedoch fehl. Als Folge dieser Umsturzversuche wurde Northumbria 1149 unter englische Herrschaft gestellt, nachdem es zuvor in schottischen Besitz übergegangen war. Der Enkel Davids I., Wilhelm der Löwe, wurde im Jahr 1165 zum König von Schottland gekrönt. Er versuchte, verlorene Gebiete Northumbrias zurückzuerobern, indem er in den Jahren 1173/74 eine Rebellion gegen Heinrich II. von England unterstützte. 1174 wurde er jedoch gefangen genommen und gezwungen, gemäß den Bestimmungen des Vertrages von Falaise die Lehnsoberhoheit des englischen Königs anzuerkennen. Dieser Vertrag wurde zwar 1189 von Richard I. von England als Gegenleistung für 10 000 Silbermark zur Finanzierung seiner Kreuzzüge für null und nichtig erklärt, jedoch stützten sich spätere Besitzansprüche auf die Oberherrschaft über Schottland auf den vorangegangenen Präzedenzfall und auf die Allianzen mit den Wikingern im 10. Jahrhundert. Wilhelms Sohn und Nachfolger Alexander II. verzichtete 1237 im Vertrag von York freiwillig auf den Anspruch auf Northumbria und andere Gebiete in Nordengland und leitete so eine Friedensperiode zwischen England und Schottland ein. 1266 eroberte Alexander III. nach dem Sieg im Krieg gegen Norwegen die Hebriden zurück.
Als Alexander III. 1286 starb, ging der Thron an seine minderjährige Enkelin Margarete, „Maid of Norway". Durch ihren Tod wurde ein Konflikt um die Thronfolge ausgelöst; nicht weniger als 13 Nachfahren früherer Monarchen beanspruchten nun die schottische Krone. Eduard I. von England unterstützte John de Baliol, einen Enkel Davids I., und zwang ihn unter seine Lehnshoheit. Ein Teil des schottischen Adels erkannte die englische Oberhoheit in Schottland an. Im November 1292 erklärte Eduard I., nachdem er in seinem Vasallenreich ein Heer zusammengezogen hatte, John Baliol zum König von Schottland.
7.6.Schottischer Unabhängigkeitskrieg Zahlreiche schottische Adlige und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung widersetzten sich der Einmischung Englands in die inneren Angelegenheiten Schottlands, sie fürchteten eine Gefährdung der schottischen Unabhängigkeit. John de Baliol schloss nach Beendung der englischen Vorherrschaft im Jahr 1295 eine Allianz mit Frankreich, das sich zu dieser Zeit im Krieg mit England befand, und rief seine Untertanen zur Revolte auf. In der ersten Kriegsphase konnte König Eduard den Sieg erringen, nachdem er Baliols Streitkräfte bei Dunbar im April 1296 zerschlagen hatte. In der Folgezeit ordnete er die Annektierung Schottlands durch England an. Baliol wurde abgesetzt, und sein Königreich wurde von englischen Truppen besetzt.
7.6.1.William Wallace Die schottischen Freiheits- und Unabhängigkeitsbestrebungen wurden 1297 unter der Führung des schottischen Patrioten und späteren Nationalhelden Sir William Wallace wieder aufgenommen. Mit seiner Armee schlug Wallace bei Sterling ein englisches Heer und verkündete als Vertreter John de Baliols das Ende der englischen Oberhoheit. Im darauf folgenden Jahr entsandte Eduard eine riesige Armee nach Schottland und konnte im Juli einen Sieg in der Entscheidungsschlacht bei Falkirk erringen. Nach diesem schweren Rückschlag führte Wallace einen dauerhaften Kleinkrieg gegen die Engländer. Er wurde 1304 nach einer großangelegten Invasion der Engländer für vogelfrei erklärt und ein Jahr später an die Engländer verraten, wegen Landesverrats verurteilt und schließlich hingerichtet.
7.6.2.Robert Bruce Nach Wallace' Hinrichtung übernahm Robert Bruce, ein Nachkomme Davids I., die Führung der Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung. Obwohl ursprünglich ein Widersacher von Wallace, wurde er vom schottischen Adel und Klerus größtenteils unterstützt. Im März 1306 wurde er als Robert I. zum König von Schottland gekrönt. Im ersten Jahr seiner Regierungszeit erlitt Bruce mehrere Rückschläge und Niederlagen im Kampf gegen die Engländer.
1307, im Jahr der Thronbesteigung des englischen Königs Eduard II., der die Unterwerfung Schottlands aufgegeben hatte, nahm Bruce einen systematischen Kleinkrieg gegen die englischen Garnisonen in Schottland sowie gegen proenglisch gesinnte schottische Adlige auf. Zwischen 1307 und 1314 gewann er mehrere Schlachten und konnte seinen Einflussbereich auch auf den Norden Englands ausdehnen. Eduard II. entsandte schließlich im Frühjahr 1314 eine Armee nach Schottland. Die Heere trafen am 24. Juni in der Schlacht von Bannockburn aufeinander, in der die Engländer eine vernichtende Niederlage hinnehmen mussten. Eduard II. weigerte sich jedoch, Schottland in die Unabhängigkeit zu entlassen, und der Krieg zwischen England und Schottland dauerte über ein Jahrzehnt. Zu dieser Zeit sicherte sich das schottische Volk erstmals 1326 seine Vertretung im schottischen Parlament. Der Krieg gegen England endete 1328 mit einem Sieg Schottlands, als die Berater Eduards III. von England den Vertrag im Frieden von Northampton unterzeichneten. Damit wurde die Unabhängigkeit Schottlands als eigenständiges Königreich formell anerkannt - eine Unabhängigkeit, die nahezu 400 Jahre fortbestehen sollte.
7.7.König David II. Über 200 Jahre lang blieb nach dem Tod von Robert Bruce 1329 und der darauf folgenden Thronbesteigung seines minderjährigen Sohnes als König David II. in Schottland das Problem rivalisierender Adelsgeschlechter bestehen. Die Feudalanarchie war aufgrund der Machtposition der Clans besonders in den Highlands und anderen Gegenden ausgeprägt. In diesen Gebieten existierten besonders enge persönliche Beziehungen zwischen den Clanangehörigen und ihren jeweiligen Oberhäuptern, die in der Regel einflussreich waren und die Autorität des Königs nicht anerkannten.
Vier Jahre nach dem Frieden von Northampton nahm Eduard III. den Kampf gegen Schottland wieder auf. Anfänglich machte er sich die Interessen Eduards de Baliol zunutze, der ein Sohn John de Baliols und damit Anwärter auf die schottische Krone war. Baliol fiel 1332 in Schottland ein und ließ sich nach dem Sieg bei Dupplin Moor zum König krönen, wurde jedoch schon bald darauf vertrieben. 1333 führte Eduard III. eine englische Armee nach Norden und besetzte große Gebiete im Südosten Schottlands. Im Jahr 1337 begann Eduard III. nach dem Eintritt Englands in den Hundertjährigen Krieg die englische Einflussnahme in Schottland zu vernachlässigen. 1341 hatten die Schotten mehrere von England besetzte Gebiete von der Fremdherrschaft befreit, darunter auch Edinburgh. 1346 marschierte David II. mit seinem Verbündeten Frankreich nach Nordengland ein, erlitt jedoch bei Durham eine schwere Niederlage und wurde gefangen genommen. Ein Großteil Südschottlands wurde unmittelbar darauf wieder von England besetzt. David wurde erst im Jahr 1357 freigelassen, nachdem sich Schottland zur Zahlung eines Lösegeldes in enormer Höhe verpflichtet hatte.
7.8.Die Könige des Hauses Stuart Unter den ersten beiden Königen aus dem Haus Stuart, Robert II. (Regierungszeit 1371-1390) und Robert III. (Regierungszeit 1390-1406), wurde das Land durch den anhaltenden Krieg mit England weiter zerstört, während die Autorität des Königs lediglich schwach war. König Jakob I. (Regierungszeit 1406-1437) bemühte sich um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung in diesem durch Krieg und Unruhen zerrissenen Land. Er legte dem Adel Schranken auf und stellte vor der Durchführung von Gesetzesänderungen die Zustimmung des Parlaments sicher. Allerdings waren diese Reformen ohne die Unterstützung der Feudalbarone nicht durchzuführen. Jakob I. wurde 1437 ermordet.
Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts schränkten die Nachfolger Jakobs I. (Jakob II., Jakob III. und Jakob IV.) die Macht des Adels immer mehr ein, jedoch konnte lediglich Jakob IV. bedeutende Veränderungen bewirken. Die Allianz mit Frankreich blieb weiterhin bestehen, so dass die Engländer bis 1460 aus dem südlichen Landesteil Schottlands vertrieben worden waren. Bemerkenswert war die Rückführung der Orkney- und Shetland-Inseln in schottischen Besitz, die sich durch die Eheschließung Jakobs III. mit einer dänischen Prinzessin ergab. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts heiratete Jakob IV. Margarete Tudor, die Tochter Heinrichs VII. von England, wodurch die anhaltenden Konflikte zwischen den beiden Ländern jedoch nicht beigelegt waren. Nach der Invasion Frankreichs durch die Armee Heinrichs VIII. im Jahr 1513 überschritt Jakob IV. die Südgrenze Schottlands und traf bei Flodden Field auf die englischen Truppen. Jakob fiel in der Schlacht, seine Armee wurde zerschlagen.
Nach dem Bruch Heinrichs VIII. mit der römisch-katholischen Kirche um 1530 bemühte sich der englische König vergebens darum, Jakob V. für die Durchführung grundlegender Kirchenreformen zu gewinnen und die Allianz zwischen Schottland und Frankreich zu beenden. Die Reformation verbreitete sich langsam in Schottland, die Protestanten waren gegen das Bündnis Schottlands mit Frankreich. 1538 heiratete Jakob V. Maria von Guise, ein Mitglied der französischen Königsfamilie, und wurde in einem weiteren Krieg mit England bei Solway Moss im Jahr 1542 geschlagen. Nur wenige Wochen nach der Schlacht starb er.
7.8.1.Maria Stuart, Königin der Schotten Jakobs Tochter Maria wurde im Kindesalter 1548 ins Ausland geschickt und am französischen Hof erzogen; ihre Mutter Maria von Guise übernahm 1554 die Regentschaft. Im Jahr 1559 kehrte John Knox, eine wichtige Führungspersönlichkeit der Protestanten, aus dem Exil nach Schottland zurück, die Reformation erhielt dadurch weiteren Auftrieb. Der Widerstand gegen die Regentschaft der Maria von Guise wuchs durch die Eheschließung ihrer Tochter mit dem Dauphin von Frankreich im April 1558. Im Jahr 1559 kam es unter der Führung von Knox zur offenen Rebellion. Elisabeth I. von England unterstützte die Aufständischen. Maria von Guise starb im Juni 1560. Im gleichen Jahr schafften die Anführer der schottischen Protestanten die römisch-katholische Kirche in Schottland ab und übernahmen das calvinistische Glaubensbekenntnis.
Im August 1561 kehrte Maria Stuart, die Königin Schottlands, nach Schottland zurück, nachdem ihr Gatte Franz II. im Dezember 1560 bereits 17 Monate nach seiner Thronbesteigung gestorben war. Als loyale Katholikin und Thronerbin wurde Maria zur zentralen Figur der Gegenreformation in Schottland und später auch in England. Das letzte Kräftemessen zwischen dem schottischen Protestantismus und dem Katholizismus war von Verschwörungen, Morden, Rebellion und Bürgerkriegen gekennzeichnet. Im Jahr 1567 wurde Maria nach der Niederlage ihrer Armee zum Abdanken zugunsten ihres Sohnes Jakob VI. gezwungen, der 1566 aus ihrer Verbindung mit Lord Darnley hervorgegangen war. Sie wurde in Schottland in Haft gesetzt, konnte jedoch im Mai 1568 fliehen. Aber es gelang ihr nicht, den Thron wiederzuerlangen. Daraufhin suchte sie in England Zuflucht, wurde aber von Elisabeth I. gefangengesetzt und 1587 hingerichtet. Siehe Babington, Anthony; Bothwell, James Hepburn, Vierter Earl of; Darnley, Henry Stewart, Lord; Walsingham, Sir Francis
7.8.2.Jakob VI. Bis 1578 saßen protestantische, proenglische Regenten auf dem schottischen Thron. Jakob VI. war ein fähiges Staatsoberhaupt und verhalf der Monarchie in Schottland zu großer Macht. Nach dem Tod Elisabeths im März 1603 wurde er als Jakob I. König von England. Obwohl die beiden Länder nun durch eine Personalunion verbunden waren, blieben England und Schottland auch in den darauf folgenden 100 Jahren weiterhin zwei politisch getrennte Einheiten mit eigenen Parlamenten.
7.9.Schottland im 17. Jahrhundert Bis zum Tod Jakobs im Jahr 1625 erlebte Schottland unter seiner Regentschaft eine Zeit des relativen Friedens. Sein Sohn Karl I. (Regierungszeit 1625-1649) trug durch die hohe Besteuerung und insbesondere den Versuch, die anglikanische Liturgie durchzusetzen, schließlich zum Kampf zwischen Krone und Parlament bei, der von 1639 bis 1640 dauerte. Diese Auseinandersetzungen führten schließlich zur Puritanischen Revolution und einem Krieg zwischen Königstreuen und Anhängern des Parlaments. Oliver Cromwell siegte mit seinem Heer gegen die Truppen des Königs, und Karl I. wurde vom Rumpfparlament zum Tode verurteilt. Im Verlauf dieses Krieges unterstützten viele Schotten das Parlament gegen den König, da ihnen die Einführung des presbyterianischen Glaubens in beiden Reichen zugesichert worden war. Dieses Versprechen wurde jedoch nicht eingelöst, und nach der Hinrichtung des Königs schlug Cromwell nun unter dem Titel Lordprotektor die Aufstände der Schotten nieder, die sich zugunsten ihres Thronprätendenten, Karl II., einsetzten. In den fünfziger Jahren schaffte Cromwell Monarchie und Oberhaus ab und regierte als absoluter Herrscher. Nach der Wiedereinsetzung Karls II. als König im Jahr 1660 war Schottland in politischer Hinsicht abermals von England getrennt. Während seiner Regierungszeit gab es mehrere kriegerische Aufstände der Presbyterianer. Der Niedergang Jakobs VII. (Jakob II. von England), Karls Nachfolger, fand in der Glorious Revolution 1688 ohne schottische Beteiligung statt, aber das schottische Parlament erkannte den neuen König Wilhelm III. unmittelbar danach als Wilhelm II. von Schottland an. Er schaffte das schottische Episkopat im Jahr 1690 ab, wodurch er bei den Schotten in den Lowlands starken Rückhalt gewann. In den Highlands blieb jedoch die Unterstützung des Exilkönigs Jakob auch weiterhin stark. Siehe Jakobiten
7.10.Schottland als Teil des Vereinigten Königreiches Im Jahr 1707 wurde das schottische Parlament auf eigenen Beschluss aufgelöst. Nachdem Schottland eine unabhängige Kirchenpolitik und ein eigenes Rechtswesen zugesichert bekam, wurde das Land Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien. Es entstand also eine Realunion, und die schottischen Abgeordneten waren im britischen Parlament in London vertreten. Die Union hatte ebenso wie die Glorious Revolution von 1688 vor allem unter den Schotten der Highlands viele Gegner, die den Sohn Jakobs VII., Charles Edward Stuart, in den Jakobiterrebellionen in den Jahren 1708, 1715 und 1745/46 unterstützten. Nach der Niederschlagung der Rebellion von 1745 erzwang die britische Regierung die Auflösung der Clanstruktur in den Highlands.
Zur gleichen Zeit wuchs Edinburgh, der Mittelpunkt der schottischen Aufklärung, zu einem der bedeutendsten Kulturzentren Europas im 18. Jahrhundert heran. Zu den herausragendsten Denkern ihrer Zeit gehörten der Nationalökonom und Moralphilosoph Adam Smith und der Philosoph David Hume. In der Literatur erlangten unter anderem Tobias Smollett, James Boswell, Robert Burns und etwas später auch Sir Walter Scott überragende Bedeutung.
Im späten 17. Jahrhundert begann die Industrialisierung. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts hatte sich aus dem ursprünglich agrarisch geprägten Schottland ein Industrieland entwickelt. Die schottische Textil-, Stahl- und Schiffbauindustrie trug in nicht unerheblichem Maß zur wirtschaftlichen Vorrangstellung Großbritanniens in dieser Zeit bei.
Nach dem Niedergang des Britischen Empire und auch infolge der Entdeckung großer Erdölreserven vor der Nordostküste Schottlands im Jahr 1969 haben das Nationalbewusstsein und das Autonomiestreben in Schottland eine Wiederbelebung erfahren. Bei den Parlamentswahlen Mitte der siebziger Jahre konnte man laute Rufe nach Unabhängigkeit vernehmen. Die Schottische Nationalistische Partei erhielt in dieser Zeit erstmals Sitze im Parlament. Die gleiche Partei trat in den achtziger Jahren und Anfang der neunziger Jahre teilweise gemeinsam mit den Liberalen als Hauptwidersacher der Labour Party auf kommunaler Ebene auf. Die Frage einer effektiven und gerechten Vertretung Schottlands im Parlament erhielt in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren eine neue Tragweite, auch wenn die meisten Schotten sich nicht für die vollständige Unabhängigkeit Schottlands aussprachen.
Am 12. September 1997 votierte die schottische Bevölkerung in einem Referendum für eine (begrenzte) regionale Selbstverwaltung, für ein eigenes Regionalparlament und eine eigene Regionalregierung. Am 25. Januar 1999 trat der entsprechende, vom britischen Parlament verabschiedete Scotland Act in Kraft, und im Mai 1999 fanden die ersten Parlamentswahlen in Schottland seit fast drei Jahrhunderten statt. Aus den Wahlen ging die Labour Party als stärkste politische Kraft vor der Scottish Nationalist Party hervor und übernahm in Koalition mit den Liberaldemokraten die Regionalregierung. Dem schottischen Regionalparlament und der Regionalregierung wurden von der britischen Zentralregierung die vollen gesetzgeberischen und exekutiven Kompetenzen in den Bereichen Justiz, Bildung, Gesundheit, Arbeit, Verkehr, Tourismus und Landwirtschaft übertragen sowie begrenzte Steuerhoheit. Am 1. Juli 1999 nahmen Regionalparlament und Regionalregierung ihre Arbeit auf.
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ich war mal 2 wochen in schottland, auch loch ness, war echt geil.
sehr zu empfehlen
sehr zu empfehlen
@shinichi kudo:wow du weißt echt viel!kompliment!
Ich fahre diese jahr nach schottland,freu mich schon.
Ich fahre diese jahr nach schottland,freu mich schon.
@mari- kate:so schlau ist niemand ohne die hilfe vom computer oder einem buch.wann fährst du nach schottland,und wohin?
h.d.g.d.l
h.d.g.d.l
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