Schullandheim,Austausch etc. abgeschafft (Gesellschaft)

Schullandheim,Austausch etc. abgeschafft (Gesellschaft)

Hi!Also ich hab mal gesucht,aber ich hab keinen Thread gefunden in dem es um sowas geht und falls es doch einen gibt,dann tuts mir leid.
Jetz zum eigentlichen Thema: Bei uns an der Schule sind dieses Jahr alle Fahrten gestrichen worden vom Schullandheim bis zum Austausch.Wahrscheinlich nur für dieses Jahr aber mir stinkts trotzdem total weil ich dieses Jahr nach Berlin fahren würde und mich so drauf gefreut hab.Jetz wollt ich mal fragen ob das bei auch auch so is oder ob ihr jemand kennt bei dem es so is ?
Bei uns wäre es so gewesen, wenn wir uns nicht gewehrt hätten. Und so kam die Auflage vom Oberschulamt, dass die Studienfahrt stattfinden muss.
sucette auf welcher schule bist du? georg-büchner-gymnasium vielleicht?
Gabs bei uns auch ein Jahr. Haben Eure Lehrer zufällig Mehrarbeit bekommen?
bei uns wars genauso weil die lehrer gestreikt haben weil sie angeblich zu wenig verdienen wuerden -.-
Nun bei uns in Baden Württemberg wars, weil die Lehrer eine Stunde mehr arbeiten müssen, aber wir haben uns gewehrt. Stundenlang mit den Lehrern im Unterricht gestritten und schliesslich das Oberschulamt eingeschaltet. Und wir fahren.
finds auch doof, wir haben zum glück letztes Jahr ende 11 unsere berlinfahrt gemacht, weil das da noch kein Thema war, dafür waren für letztes Jahr (12) alle Kursfahrten gestrichen. Kann die Lehrer aber auch ehrlich gesagt verstehen auch wenns mir stinkt. Ich meine vor allem Klassenfahrten sind für Lehrer meist nur Stress für den sie fast vollständig selbst aufkommen müssen! Und dann eine Stunde mehr arbeiten wenn man eh schon für eine AG die man vielleicht anbietet nicht voll bezahlt wird. Schon hart. Beide Seiten haben ihre Argumente. Aber auf Seiten der Schüler einfach nur protestieren aus dem Grund 'aber früher durften wir auch' find ich nicht fair! (Die bei denen wirklich ernsthaft diskutiert wurde: bitte nicht angesprochen fühlen)
so viel ich weiss sind Studienfahrten an Schulen pflicht;
Und können deshalb nicht so einfach von der Schule abgesetzt werden;
Also ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir unseren Lehrern die Klassenfahrt bezahlt haben und wie sie jeden Abend gemütlich bei einer Flasche Wein vor dem Schulandheim saßen.
Man ist ja nicht Lehrer geworden, weil man 170 Ferientage und einen sicheren Arbeitsplatz hat....hoffe ich doch. Und das ist mehr, als jeder andere Arbeitnehmer erwarten kann. Und in wirtschaftlich schweren Zeiten müssen eben alle Einschränkungen in Kauf nehmen. Auch Beamte.
ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr eueren Lehrern die Fahrt gezahlt habt;
Also ich kann Lehrer schon verstehen. die studieren 4 Jahre, bekommen nachher weniger als beispielsweise einer, der Informatik studiert oder BWL, haben eine 60 Stunden-Woche (oder mehr), müssen uninteressierten Eltern ihre Telefonnummer geben, damit dman sie nachts um 3 anrufen kann, wenn das Balg nicht aus der Disko zurückkehrt (was der Lehrer schon vor 3 Jahren prophezeit hat, aber da hat es keinen interessiert, weil Eltern solange alles besser wissen, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist), und die Ferien, von denn alle immer so großkotzig sprechen, verwendet man auf interne Fortbildungen, und um Arbeiten zu korrigieren etc.

Trotzdem sind Fahrten meines Wissens nach Pflicht, spätestens nämlich für Referendare. Ergo: länger als ein Jahr keine Fahrt geht nicht.
@Eliminator : Nee ich bin aufm Justus-von-Liebig Gymnasium in Neusäß (kennt wohl jeder hier oder *g* ?)
Hab heut erfahren,dass die Berlinfahrt vielleicht eh auf die 11. Klasse verlegt werden soll und des würd heißen ich könnt vielleicht doch fahren :-) )
Nun wenig verdienen Lehrer auch nicht, und sie haben wie gesagt zumindest einen gesicherten Arbeitsplatz.

Fortbilden tut sich der Durchschnittslehrer nach ein paar Jahren auch nicht mehr. Ist immer ganz interessant, wenn jüngere Geschwister beim selben Lehrer unterricht haben und exakt den selben Heftaufschrieb, wich ich vor 5 Jahren haben.

Eine 60 Stunden Woche hat kein Lehrer zumindest nicht an den mir bekannten Schulen, da haben viele sogar nur einen halben Lehrauftrag und fangen irgendwann um 11 an zu arbeiten.
hm, du darfst nicht vergessen, dass Lehrer nicht nur die Schulstunden haben;
da kommt auch noch mehr dazu :-)
Lehrer verdienen nicht wenig? Das mag für Gymnasiallehrer zutreffen, aber Hauptchullehrer? Grundschullehrer? Und die haben sogar eine noch höhere Stundenzahl als Gymnasiallehrer (Gym=24, Hauptschule=29). So nimm die Zahlen mal drei (eine Stunde Vorbereitung eine Stunde Nachbereitung), dann liegst Du bei 87 Stunden, das ist ungefähr das Doppelte von dem, was ein normaler Mensch arbeitet. Und das für A7 oder was man am Anfang bekommt.
^^^genau
Naja, mache z.B. Sport und Kunst Lehrer müssen sich auch nicht viel vorbereiten.
schon mal was von AZM gehört?

ich weiß nicht wie das bundesweit aussieht aber in Hamburg wurde vor einiger zeit das 'Arbeitszeitmodell' eingeführt.
Durch dieses Modell erhalten alle Fächer einen bestimmten Faktor und so müssen alle Lehrer auf eine bestimmte Zahl kommen. Eine sportstunde zählt somit deutlich weniger als beispielsweise ein Deutschleistungkurs.

Was man zwar als einen Ausgleich zwischen den Lehrern sehen kann ist ziemlich schlecht von der Behörde durchgesetzt. Natürlich bekommt nun kein Lehrer weniger Wochenstunden, einige Lehrer(Kunst,Sport) müssen aber um die 25% mehr stunden geben. Da ist es auch verständlich, dass viele Lehrer sich weigern, keine Klassenreisen mehr durchzuführen, für die es nur einen minimalen Faktor gibt.

Ich finde es sowieso ziemlich ungerechtfertigt immer alles auf die Lehrer zu schieben. Zwar haben sie relativ viele Ferien allerdings ist bei einem 'normalen' Arbeitnehmer der Arbeitstag zu ende, wenn er nach Hause kommt. Ein Lehrer muss dann noch massig Korrekturen etc. machen.
Wohlgemerkt ich rede von Gymnasiallehrern, was die Hauptschullehrer arbeiten müssen und ob sie deswegen Sachen wie die Studienfahrt (falls es sowas auf der HS gibt) streichen ist mir eigentlich relativ egal. Ausserdem "streiken" die Gymnasiallehrer ja nicht, weil ihre Grundschulkollegen zuviel arbeiten müssen.

Aber mal ehrlich, welcher Lehrer bereitet sich denn eine Stunde auf seinen Unterricht vor? Zumindest keiner mehr, der bereits 1 Jahr in dem Fach unterrichtet hat. Und nachbereiten muss man die wenigsten Stunden, was soll er denn bitte nachbereiten?

Gehen wir davon aus, dass sie nicht ganz soviel Zeit mit vor-bzw. nachbereiten verbringen (wenn überhaupt irgendetwas), wie sie auch unterrichten.

Macht dann ungefähr 20 Schulstunden vorbereiten und 25 Stunden Unterricht. Zusammen 45 Schulstunden.
Schulstunden wohl gemerkt, in wirkliche Stunden umgerechnet rund 34 Stunden. Wo liegt nun das Problem?
Kennst Du nen Lehrer persönlich? Wenn nein, woher nimmst Du Deine Weisheit, wieviel oder wie wenig die arbeiten?
Es gibt sicherlich engagierte Lehrer, dass stell ich gar nicht in abrede, aber wie gesagt, wenn ein Lehrer jedes Jahr den selben Heftaufschrieb hat und seine Materialen selbstgeschriebene (immerhin) schon total vergilbte Blätter sind, wird er wohl nicht allzuviel neues in den letzten Jahren mehr vorbereitet haben.
Logge dich ein um einen Beitrag zu schreiben.