Gegen den Strom:
Clair Obscur und Silksong mit kostenlosen DLC-Inhalten
Unentwegt sinniert die AAA-Branche über neue Möglichkeiten, Spiele zu monetarisieren. Indie-Spiele schwimmen gegen diesen Trend an, machen mit DLC-Inhalten auf sich aufmerksam, ohne einen Cent zu verlangen.
Spiel des Jahres bedankt sich mit kostenlosem DLC
Kaum war Clair Obscur: Expedition 33 bei den Game Awards 2025 zum Spiel des Jahres gekürt worden, veröffentlichte Sandfall Interactive einen Dankeschön-Trailer. Samt kostenlosem DLC. Neben einem Fotomodus und technischen Verbesserungen wie einem Filter für die vielzähligen Luminas enthält der DLC eine skurrile Region ("Verso's Drafts"). Im Endless Tower lassen sich neue - ungemein schwierige - Bosskämpfe bewältigen. Neue Ausrüstungsgegenstände und Kostüme warten als Belohnungen. Und Lorien Testard hat selbstredend neue Songs komponiert.
Auch wenn der DLC bloß zwei bis vier Stunden Spielzeit bietet, hätten sich andere Hersteller das Update teuer bezahlen lassen. Schon im Hauptspiel war auffällig, dass jeder Charakter in Clair Obscur einen Kleiderschrank voller Outfits mit sich führt. AAA-Produktionen würden Kostüme allzu häufig hinter einer Bezahlschranke verstecken. Expedition 33 erinnert mit seinen freizuschaltenden Inhalten an Spiele aus den 1990er und 2000er Jahren.
Updates werden oft ohne Kosten herausgebracht
Tatsächlich feilen AAA-Entwickler regelmäßig an kostenlosen Inhalten. Zusätzliche Quests, neue Spielmodi oder Funktionen wie ein Fotomodus finden oft durch Updates Einzug ins fertige Spiel, ohne dass Kosten entstehen. Gacha-Spiele wie Zenless Zone Zero und andere Free-to-play-Titel werkeln an aufwendigen DLC-Inhalten, ohne dass diese kostenpflichtig wären. Jedoch sieht das Geschäftsmodell vor, Charaktere, Kostüme ("Skins") oder Battle Passes mit einem Preisschild zu versehen. So werden die Entwicklungskosten gegenfinanziert. Und größere inhaltliche Erweiterungen erfordern bei AAA-Games fast immer einen weiteren Kauf.
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Neue Inhalte für Silksong: Vollkommen kostenlos
Ende Dezember 2025 bestätigte Hollow Knight: Silksong einen DLC fürs beliebte Metroidvania. Irgendwann 2026 soll Sea of Sorrow erscheinen und dem Spiel neue Regionen, Bosse und Werkzeuge hinzufügen. Team Cherry hat in einem Teaser angekündigt, den DLC kostenlos veröffentlichen zu wollen.
Bereits das erste Hollow Knight hatte sich über kostenlose Inhalte freuen dürfen: Vier Updates an der Zahl, die allesamt neue Gegner und Geheimnisse mit sich brachten, im Umfang stark über simple Updates hinausgereicht haben.
Neben den Gratis-Updates sorgte der günstige Kaufpreis von 19,99 für Furore. Dies hatte zum Release andere Indie-Hersteller in Bedrängnis gebracht. Tatsächlich soll sich Silksong bis Dezember 2025 über sieben Millionen Mal verkauft haben. Und das, obwohl Hollow Knight: Silksong zur Veröffentlichung zeitgleich über den Xbox Game Pass erhältlich war. Offensichtlich hat der niedrige Preis die Verkaufszahlen stark angekurbelt.
Andere Indie-Spiele, die DLC gratis veröffentlicht haben
Indie-Spiele sind ein wahrer Quell, was kostenlose DLC-Inhalte anbelangt. Vermutlich sind die Entwickler dankbar, Anklang gefunden zu haben, wollen mit dem DLC Danke sagen, anstatt ein zweites Mal abzukassieren. Zum Teil sind die Erweiterungen derart umfangreich, dass sie in früheren Zeiten als eigenständiges Add-on erschienen wären.
• Celeste hatte sich im September 2019 mit Kapitel 9: Farewell verabschiedet. Von wegen kurzes Kapitel: Madeline muss durch 100 Bildschirme hüpfen. Bis zu 10 Stunden extra, samt neuer Spielmechaniken, die zu meistern sind.
• Sea of Stars hat mit Throes of the Watchmaker einen DLC umgesetzt, der ebenfalls 8 Stunden und länger unterhält. Inmitten eines Uhrwerks gilt es, knifflige Rätsel zu lösen, artistische Fähigkeiten einzusetzen und in Kämpfen der neuen "Mystery Locks" Herr zu werden.
• Dungeons of Hinterberg ist ein österreichisches Action-Adventure, das im fiktiven Hinterberg spielt. Episode: Renaud ist ein kostenloses Update, das die Vorgeschichte von Renaud erzählt, neue Outfits und Fähigkeiten mit sich bringt.
Indie-Projekte wie Stardew Valley oder Terraria bekommen seit Jahren Gratis-Updates spendiert. Eigentlich ist der Stardew-Valley-Entwickler mit seinem nächsten Spiel - Haunted Chocolatier - beschäftigt. Doch immer wieder hat ConcernedApe neue Einfälle, die unbedingt Einzug in den Harvest-Moon-Klon finden müssen.
Fokus auf Monetarisierung in der AAA-Branche
Während Indie-Entwickler oft leidenschaftlich für ihre Projekte brennen, sind AAA-Entwickler stärker auf Monetarisierung bedacht. Zum einen liegt dies an den Kosten selbst: Entwicklung und Marketing verschlingen teils hunderte Millionen Euro. Indie-Spiele kommen hingegen mit einem Bruchteil des Budgets aus. Andererseits funktioniert die AAA-Branche wie ein riesiger Konzern, der Kosten gering halten und Gewinne maximieren will.
Leider hat dies negative Folgen, die AAA-Spiele inhaltlich ärmer macht. Zum Beispiel war GTA Online derart erfolgreich, dass Rockstar ursprünglich für den Einzelspieler geplante DLC-Inhalte gestrichen hat. Stattdessen wurden alle Ressourcen darauf verwendet, mit GTA Online noch mehr Einnahmen zu erzielen. Auch Red Dead Redemption 2 hat keinen DLC erhalten, obwohl die Fan-Rufe nach einem Undead Nightmare 2 unüberhörbar gewesen sein mussten.
Der Hang zur übermäßigen Monetarisierung kann dem Spielspaß abträglich sein. Ab Assassin's Creed Origins galt es, Erfahrungspunkte zu sammeln. In Odyssey mussten sich einige Hobby-Assassinen ungewollt Nebenaufgaben hingeben - der Level-Aufstieg war notwendig, um weiter voranzukommen. Doch Ubisoft bot gequälten Geistern eine Alternative: Zeitersparnis als Mikrotransaktion.
Was das Ärgernis befeuert: Mikrotransaktionen und Live-Service-Ansätze verändern grundlegend, wie ein Spiel funktioniert. Zwar soll ein AAA-Titel immer durchzuspielen sein, ohne das Portemonnaie zu zücken. Doch bestimmte Spielmechaniken sind bewusst so konzipiert, dass etwa der Kauf eines Boosts für Erfahrungspunkte reizvoll erscheint.